Autoverkauf und jetzt kommt der käufer mit unfallwagen?

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5 Antworten

Wenn du ein Auto als unfallfrei verkaufst, muss es auch unfallfrei sein. Das heisst, du stehst hier auch für Schäden des Vorbesitzers in der Pflicht. Bei der Zusicherung "unfallfrei" hast du eine gewisse Eigenschaft zugesichert, die das Fahrzeug auch haben muss.

Nun stellt sich natürlich die Frage, ob das Auto wirklich als Unfallwagen anzusehen ist. Nicht jede reparierte Beschädigung oder nachlackierte Stelle ist gleich ein Unfallschaden. 

Hier wäre wohl erst mal das Gutachten des Käufers abzuwarten. 

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Kommentar von selcankadir
13.02.2016, 16:59

Er meinte das die Stoßstange hinten links komplett lackiert worden ist?
Ich wusste davon nichts. Da waren an dieser stelle leichte kratzer. Das hab ich ihm gesagt. Und auch vertraglich festgelegt.

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Ich würde warten, was kommt. Einerseits hat Du mit "unfallfrei" eine Eigenschaft zugesichert, die auch stimmen muss. Andererseits kannst Du als Laie auch nicht alles wissen. Was "ein Gutachter gesagt hat" ist noch nichts, womit ein Gericht arbeitet. Der Käufer muss in dem Fall erstmal ein Gutachten erstellen lassen und vorlegen.
Das würde ich erstmal abwarten.

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Kommentar von selcankadir
13.02.2016, 16:51

Würdet ihr den wagen zurücknehmen an meiner stelle?

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Ich würde lieber erstmal abwarten was passiert

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Kommentar von selcankadir
13.02.2016, 16:51

Würdet ihr den wagen zurücknehmen an meiner stelle?

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Kommentar von kach110
13.02.2016, 16:53

Nein da man ja nachweisen kann das man von dem Unfall nichts wusste

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Kommentar von kach110
13.02.2016, 16:59

Wie er schon geschrieben hat konnte er nichts wissen da in seinem Vertrag auch stand Unfallfrei

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Wenn im Kaufvertrag steht "unfallfrei", dann hast du eine arglistige Täuschung begangen, und der Käufer kann vom Vertrag zurück treten.

Zusätzlich kann er von dir Schadensersatz verlangen. Also die Gutachterkosten, Anmeldegebühren Anwalt usw.

Dass du selbst nichts von dem Unfall gewusst haben willst, ist unglaubwürdig.

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Kommentar von Interesierter
13.02.2016, 17:10

Diese Sicht der Dinge setzt voraus, dass das Auto tatsächlich einen Unfall hatte und dass der Fragesteller einen etwaigen Unfallschaden kannte. 

Nicht jede Beschädigung, die zu einer nachlackierten Stoßstange führt, ist gleich ein Unfallschaden. 

Im Übrigen handelt es sich hier wohl eher um das Fehlen einer vertraglich zugesicherten Eigenschaft. Wenn das Auto beim Vorbesitzer einen Unfall hatte, der Fragesteller das Auto aber als unfallfrei gekauft hat, ist nicht von Arglist auszugehen, denn Arglist ist Vorsatz und setzt das Wissen um den Umstand voraus. 

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Kommentar von Odenwald69
13.02.2016, 17:15

Ein Gebrauchtwagen ist kein Neuwagen, und hier muss man auch die Kirche im Dorf lassen , kleine Dellen und Kratzer sind normal. Ich verstehe unter "unfallfrei" eigentlich einen Blechschaden sprich das Auto war im Karosseriebau gewesen nach einem Auffahrunfall oder Rempler.  Aber ein Tausch einer Stoßstange ist für mich kein Unfall.  Hier würde ich erstmal abwarten was der Gutachter meint und rechtsanwalt meint

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Wenn man sich nicht absolut sicher ist, dass ein Fahrzeug bestimmte Eigenschaften erfüllt, sollte man diese Eigenschaften nicht ausdrücklich in einem Vertrag als gegeben zusichern.

Verkauft wurde ein unfallfreies Fahrzeug. Dass du von einem evtl vorhandenem Schaden nichts wusstest, ändert nichts daran, dass du im Vertrag garantiert hast, dass das Fahrzeug keinesfalls einen Unfallschaden haben kann.

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