Frage von Cypher89, 116

Angst nach Lumbalpunktion?

Ich hatte vor 6 Tagen eine Lumbalpunktion. Eigentlich sollte in der Neurologie nur ein MRT gemacht werden, jedoch gehört die Punktion wohl zur "Standarddiagnostik".

Zwischen Tür und Angel wurde mir dann ein Aufklärungsblatt in die Hand gedrückt und gesagt, dass das Routine ist und noch nie etwas passiert ist.

Die Punktion lief gar nicht gut... Die Ärztin musste 2 mal stechen, der Kreislauf sackte ein bisschen ab, es schmerzte sehr und ich war fix und fertig nach der Punktion. Es wurden auch 30ml statt der normalen 5-10 abgenommen. Habe fast 3 Stunden auf dem Bauch gelegen und mich fast nicht bewegt. Danach habe ich sicher noch 20h im Zimmer gelegen und bin nur auf die Toilette gegangen. Hierbei merkte ich schon Kreislaufprobleme.

Danach ging es mir 2 Tage richtig schlecht vom Kreislauf, habe extreme Kopfschmerzen bei Bewegung gehabt und konnte kaum schlafen. Ich wurde dann entlassen und mir ging es okay... Nach einer Stunde herumlaufen traf es mich dann aber wieder... Kreislauf, Atemprobleme und Schwindel - ich wieder zurück und noch einmal auf Station gekommen. Nach 2 Tagen ging es wieder besser aber noch nicht wirklich gut. Ich wurde wieder entlassen. Immer mit den Worten "Da kann nichts mehr passieren" oder "Wenn etwas passiert wäre dann wäre es schon längst passiert", "Das kann bis zu 10 Tage anhalten", "Das ist nichts Schlimmes".

Zu Hause habe ich noch einen Tag richtig gelitten, kann aber mittlerweile schon wieder länger laufen und gehen. Auch wenn es da nach einiger Zeit wieder ein starkes Piepsen auf dem Ohr gibt, aber die Kopfschmerzen sind fast verschwunden.

Lediglich im Hinterkopfbereich habe ich noch diffuse Schmerzen und im Nacken. Ich habe höllische Angst vor einer Einklemmung des Gehirns.

Die Ärzte sagen zwar, dass ich keinen erhöhten Hirndruck hatte und das noch nie vorgekommen sei. Dennoch bekomme ich das nicht mehr aus dem Kopf und habe ständig Angst. Auch ein Anruf bei der zuständigen Ärztin hat mich nicht wirklich beruhigt. Wieder der Spruch "Da kann nichts passieren".

Im Netz findet man Berichte von Verstorbenen mit Hirnhochdruck nach Lumbalpunktion innerhalb von 48-72h. Aber keinerlei Berichte über Patienten mit "Normaldruck".

Ich hoffe einfach den Fall gibt es nicht, aber habe dennoch enorme Angst. Es wäre schön, wenn mir hier jemand die Angst nehmen könnte bzw. sogar weiß bis wann so eine Einklemmung spätestens nach LP passieren kann. (evtl. sogar bei unentdecktem hohem Hirndruck - das Ganze schien mir nicht sehr koordiniert in der Neurologie - wer weiß was die übersehen haben...).

Könnte ich die Zeit zurückdrehen, hätte ich es niemals machen lassen :(

Danke euch.

Antwort
von ponyfliege, 88

hast du ein beruhigungsmittel bekommen?

wurde zusätzlich ein opiat (muskelrelaxans) oder kortison gespritzt?

ins gewebe gespritztes kortison kann meines wissens solche nebenwirkungen hervorrufen.

in zukunft daran denken: nie aufklätungsbögen und einwilligungen zwischen tür und angel unterschreiben. NIE.

du solltest unbedingt noch einen andern arzt aufsuchen und zwar nicht erst nach dem wochenende - und unbedingt blut abnehmen lassen zur "beweissicherung". und zwar noch am wochenende.

und setz dich bitte umgehend mit deiner krankenkasse in verbindung. nur die kann nachprüfen, ob dieser eingriff dort wo du warst, derart "routine" ist, dass er auffällig häufig vorgenommen wird, also unter umständen auch wenn es gar nicht notwendig ist. aber das kann nur die krankenkasse prüfen.

gute besserung.

Kommentar von Cypher89 ,

Nein nein Beruhigungsmittel habe ich nicht gewollt. Ich war auch bei meinem Hausarzt der meint auch diese Kopfschmerzen sind typisch und nur ganz selten gefährlich. 

Das war in der Neurologie in der Uniklinik - dort machen die das tatsächlich mehrmals am Tag. 

Aber genau vor diesem ganz selten habe ich nun Angst. :(

Antwort
von kulerkeks, 51

Hallo

Ich habe erhöhten Hirndruck und gehe regelmäßeg zur Lympalpunktion.Das was die mit dir gemacht haben ist mehr oder weniger normal in der Neurologie,aber Sie nehmen eigendlich nicht soviel Hirnwasser ab,soviel Hirnwasser nehmen die bei mir immer ab,sogar noch ein wenig mehr.Warum die das gemacht haben,sorry keine Anwort!Aber du hattest durch das zuviele Hirnwasser was Sie dir abgenommen haben,würde ich mal sagen einen Unterdruck und das hat diese ganzen Schmerzen verursacht,mehr nicht.Den der Körper kann so schnell nicht wieder das fehlende Hirnwasser wieder Produzieren,das dauert einige Tage.Und diese Tage ging es dir mit meinen Worten zu sagen sehr schlecht,oder!Aber wenn du wieder genung Hirn wasser hast ist wieder alles ok und da bleiben auch keine Schäden,kannste mir glauben,ich habe schon 15 Lympalpunktionen gehabt und ich kann es nachvollziehen.Aber ich muss auch sagen man muss nicht immer Schmerzen dabei haben,wenn du einen sehr guten Arzt hast,der es perfekt kann,dann tut es kaum weh,glaube mir.Und ich habe einen Super Arzt ,der kann es perfekt.Aber mache dich nicht verrückt,da kann nix geschehen und solange danach schon garnicht mehr!Wenn dann gleich danach!Ich wünsche dir viel Glück!

Expertenantwort
von dadamat, Community-Experte für Medizin, 72

Du brauchst keine Angst mehr zu haben. Nach drei Tagen sollte keine gefährliche Begleiterscheinung auftreten, nach sechs Tagen schon garnicht. Bestimmt steigerst du dich rein, obwohl es keinen Anlass dazu gibt. Beruhige dich und denke nicht immer an das Schlimmste...

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