Frage von Leviathan94,

" Ich weiß, dass ich nichts weiß"

Ich komme mit dem Zitat nicht klar....

Sokrates weiß, dass er nichts weiß...

Das heißt, dass er ja doch was weiß, nämlich dass er nichts weiß.

Aber das geht ja nicht, weil er ja eigentlich nichts weiß, aber das weiß er ja.

Udn das verwirrt mich total, selsbt wenn ich mir das jetzt noch einmal durchlese.

Oder ist das der Sinn? Woltle er einfach nur verwirren, oder wie soll man das interpetieren?

Das ist ja eigentlich ein krasser Widerspruch, oder ist es Ironie?

Könnt ihr mir eventuell weiterhelfen?

Bitte keine dummen Antworten oder keine Antworten die nicht sonderlich hilfreich sind, bin schon genug verwirrt, danke :)

Hilfreichste Antwort von teddybaeruj,
16 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Mit seiner Aussage behauptet Sokrates nicht, dass er nichts wisse. Vielmehr hinterfragt er das, was man zu wissen meint. Denn dieses vermeintliche Wissen ist nur ein beweisloses Für-selbstverständlich-Halten, das sich bei näherer Untersuchung als unhaltbares Scheinwissen entpuppt. Ein sicheres Wissen findet man bei den Menschen grundsätzlich nicht, deshalb kann man von seinen Ansichten nur vorläufig überzeugt sein. Die Aussage birgt vordergründig das Paradoxon, dass auch das Wissen über das „Nichtwissen“ ein Wissen ist, von dem man nicht sicher wissen kann.

Alles klar?

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ichwei%C3%9F,dassichnichts_wei%C3%9F!

Kommentar von Leviathan94,

dh

Kommentar von Leviathan94,

Ok habe mir die Bedeutung auf dem Link nochmals durchgelesen, und es jetzt verstanden, dankeschön :)

Kommentar von teddybaeruj,

Immer wieder gern. Und deine Gedanken hatte ich seinerzeit auch...

Kommentar von Ebse2010,

Sehr gut. Ich möchte hier gern den Philosophen Karl Popper empfehlen, der sich mit derartigen Fragestellungen gründlich beschäftigt hat und der Sokrates Aussage umgewandelt hat in: "Ich weiß, dass ich fast nichts weiß." Karl Popper ist der Auffassung: "Wir wissen nicht - wir raten."

Antwort von Draschomat,
15 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Deine Übersetzung ist zwar die allgemein bekannte, aber eigentlich eine falsche: Wörtlich muss es heißen:

.

"Ich weiß, dass ich nicht weiß."

oder, was mir fiel besser gefällt, weil εἰδώς im Originalzitat ein Partizip ist:

"Ich weiß als Nichtwissender."

.

In den anderen Antworten sind schon einige gute Ansätze zu lesen. Es geht allgemein bei diesen Zitaten um tiefe philosophische Gedanken, z.B. um "Wissen", "Wahrheit" und um Definitionen von solchen Begriffen davon. Solche Wörter klar festzulegen ist nicht so einfach, wie man auf den ersten Blick meinen könnte.

.

Letztlich muss man festhalten, dass alles relativ ist. Heute scheint uns evtl. das eine richtig, morgen das andere - je nach Wissensstand.

Ich weiß, dass ich mich gerade nicht von der Stelle bewege, weil ich vor dem PC sitze. Sicher? Das gilt nur in Bezug auf die Position auf der Erde, aber nicht in Bezug auf das Sonnensystem, auf die Galaxie, auf das Universum. Es stimmt also nur relativ.

.

Wichtig ist also, offen zu sein und sich niemals auf irgendwas zu fixieren, denn man weiß nie, ob man wirklich richtig liegt - das wissen nicht einmal Wissenschaftler. Es geht eher um den Versuch, sich der Wahrheit anzunähern.

Kommentar von Leviathan94,

dh dh dh dh dh

Antwort von diemeggie,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

es gehört viel klugheit dazu, festzustellen, was man nicht weiß.

als er feststellte, dass er nichts weiß, bezog sich das wohl darauf, dass er feststellte, wie viele dinge es gibt, von denen er keine ahnung hat und die er sich nicht erklären kann.

Antwort von auchmama,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wissen ist Macht, nix wissen macht auch nix...;-)

Antwort von DjFrustwurst,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Das ist eher pure Ironie. Er weiß ja schliesslich das er nichts weiß. Diese aussage kann sher vieles bedeuten..ist schon sehr verwirrend xD Vergleich mal dein wissen mit dem von Albert Einstein, da wirst du feststellen das du im vergleich dazu eigentlich nichts weißt. Ist halt so ein Unendlichkeits ding, wozu niemals irgendwer eine antwort finden wird bzw. kann.

Antwort von Onnlein,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Nimm das "nichts" nicht als das absolute nichts. Aber im Vergleich zu dem Wissen, dass theoretisch erlangbar waere, wuesste jemand alles, ist das tatsaechliche Wissen eines einzelnen Menschen praktisch Null.

Insb. dann, wenn man das, was man zu Wissen glaubt bzw was momentan als "wahr" angesehen wird, mit der Wirklichkeit vergleicht.

Antwort von Kathrin0312,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Antwort von JohnnyStyle300,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

ein unendlichkeitsparadoxon über die wahrheit nennt sich sowas ;)

Antwort von SQUAREPUK,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Er weiß nix weil unser Horizont zu begrenzt ist um die Wahrheit zu fassen - das ist das einizige was er mit sicherheit weiß. Weise, wahre worte und absolout kein Paradox auch wenn es für den ein oder andern so scheint.

Antwort von gracchus,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Man hat als Einwand gegen Sokrates/Platon angeführt, dass er zu Unrecht alles nichtsprachliche, nicht ausdrückbare Wissen als nichtexistierend abtut. Wenn man von jemandem verlangt, was er als Gewissheit aussagt, zu erklären, die Erklärung wiederum zu erklären und so fort, so wird er natürlich irgendwann aufgeben müssen. - Man kennt diese Kinder, die auf jede Antwort ein "Warum?" entgegnen, und die man schließlich nur mit einer Gegenfrage ("Ja, was meinst denn DU?") zum Aufhören bringen kann.

Sokrates hat sich auf diese Weise bei den athenischen Handwerkern bald unbeliebt gemacht, indem er ihr Wissen hinterfragte, und es - da es mit der Theorie bei den Handwerkern nicht weit her war - schließlich als nichtvorhanden abgetan hat. Aber der Handwerker erwirbt sein Wissen in der Ausübung seines Berufs, und der Meister gibt sein Wissen an den Lehrling weiter, indem er ihm zeigt, wie's gemacht wird. Dieses Wissen zu negieren, nur weil es keinen sprachlichen Ausdruck findet, wird der Sache nicht gerecht.

Jedoch hat alles nonverbale Wissen natürlich da keinen Wert, wo man nur noch mit Sprache vorankommt - in der Philosophie. Und da werden einem auch die außersprachlichen Voraussetzungen der Sprache bald bewusst, und eine scheinbar zwingende Argumentation kann ihre Zweifelhaftigkeit offenbaren, wenn man nachprüft, ob hier allein die Gesetze der Logik walten (wenn die denn mal so unumstößlich feststehen) oder ob nicht etwa doch ein psychologisches Moment oder eine gewisse Wortwahl an der Schlussfolgerung beteiligt sind.

Antwort von pickenpacknany,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Er möchte damit auf die Unwissenheit des menschen anspielen. Man könnte das zitat auch vereinfachen: "Ich weiß nichts" bzw. "Wir wissen nichts".

Antwort von TWeber,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

"Ich weiß, dass ich nichts weiß" ist eine Formulierung, wie Sie wörtlich von Sokrates so nicht gesagt wurde. Bei Platon, auf den die Berichte des sokratischen Nichtwissens zurückgehen ist es immer ein Nichtwissen, nie ein Nichtswissen. Und das Nichtwissen bezieht sich immer auf etwas, so z. B. auf die Frage, was Taperkeit, Frömmigkeit etc sei. Allerdings aber auch auf die Frage nach der Selbsterkenntnis "Wer bin ich?, oder auf Fragen anch dem Denken und Fühlen der anderen. So fängt die Verteidigungsrede mit folgender Feststellung des Sokrates an: "Welche Erfahrung Ihr bei den Reden meiner Ankläger gemacht habt, Athener, weiß ich nicht." Das sokratische Nichtwissen ist ein prinzipielles. Es ist ein Nichtwisssen von Sachverhalten, von denen ein Wissen dem Menschen nicht möglich ist und nicht zusteht, sondern nur dem Gott. Der letzte Satz der Verteidigungsrede lautet: Ich geht, um zu leben, ich gehe um zu sterben, wer aber zum besseren geht, weiß nur der Gott."

In diesem Wissen von den prinzipiellen Grenzen menschlichen Wissens, war Sokrates der weiseste Athener, der Athener, die sich in der damaligen Zeit überheblich, machtgierig und grausam gegenüber anderen Teil der Welt verhalten haben, weil Sie irrtümlich glaubten, besser zu sein, als sie in Wirklichkeit waren.

Antwort von Chipsfrisch1903,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Das ist eigentlich ganz leicht. Sokrates wollte herausfinden, was man ganz sicher wissen kann. Er hat alle seine vorherigen Annahmen umgestürzt und ganz von vorn angefangen um sich ein fundamentum iconcussum (Fundament) aufzubauen. Er sieht das die Sonne aufgeht, weiß es aber daher noch lange nicht, da es ja eine optische Täuschung sein könnte ect. Er weiß letztlich nur das er selbst existiert...ich denke also bin ich...cogito ergo sum... Damit hat er sein Fundament und versucht darauf aufzubauen. Er bringt (wie alle Philosophen) auch einen Gottesbeweis: Der Mensch hat die Vorstellung von etwas perfektem (Gott), aber da es soetwas auf der Welt nicht gubt und es noch kein Mensch zuvor gesehen hat muss es irgendwo das "Perfekte" geben, da diese Vorstellung nicht einfach so in jedem Menschen ist sondern einen Urspung haben muss. (ziemlich wackelig aber irgendwie logisch XD) Auf jeden Fall kommt direkt nach dem Satz "Ich weiß, dass ich nichts weiß" der Satz "Ich denke, also bin ich. So ist er schrittweise vorgegangen...

Antwort von Gronkor,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Große Wahrheiten sind oft paradox.

Das liegt daran, dass die Natur dieser Welt dergestalt ist, dass sie unser Verstehen und die Ausdrucksmöglichkeiten unserer Sprache übersteigt.

Antwort von KoolSavas92,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

ich glaube das ist eine frage der interpretation, je nach dem wie man es sieht vielleicht sehe ich auch den falschen sinn in diesem zitat aber ich würde es so interpretieren,

er weis das er nichts weis das ist verwirrend und das ist menschlich, einfach etwas was das menschliche denken an seine grenzen treibt. und wenn man weis das es diese grenze gibt an die das menschliche wissen/denken stößt zeigt dem mensch das er im prinzip nichts weis er weis vielleicht wie die kernspaltung funktioniert, wie man aus mehl brot macht etc, weis etwas über die tiere, weis aber nichts darüber was z.b. vor dem universum da war wie dieses entstanden ist und wie es davor aussah und genau das ist menschlich , weil es den jetzigen mensch überfordert. aber zu wissen das man nichts weis also z.b. über das universum ist der erste schritt auf das wissen das benötigt wird um etwas in erfahrung zu bringen worüber man nichts weis bzw wissen kann

ich hab mich damit jetzt ein bisschen selbst verwirrt aber naja ^^

hoffentlich hilfts ^^

Antwort von daAndy,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

er hat damit eher gemeint, dass im Anblick der schier unendlichen Informationen, die ihm in seinem Leben begegnen, unmöglich ALLE effektiv aufnehmen kann. Er war sich also im Klaren darüber, dass er - mit seinem jeweils erlangten Wissen - relativ gesehen NICHTS weiss. Klarer wird der Spruch vielleicht wenn man sagt: Ich weiss, dass ich verschwindend wenig weiß ! MfG Andy

Kommentar von Leviathan94,

Nunja, wenig ist ja nicht gleich nichts. Ob ich wenig Geld oder gar kein Geld habe... Das sit ja doch ein großer Unterschied, auc hwenn es nicht so scheint..

Antwort von Droggelbecher,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Ich denke mal, das sollte man nicht wörtlich nehmen. Ich würde es eher so verstehen, dass man bescheiden sein sollte und bleiben sollte, vor allem mit der erkenntnis, dass je mehr wissen man sich aneignet, um so mehr kommt man an den punkt wo man merkt, wie viel da noch ist und dass das noch mögliche zu erreichende wissen immer größer anstatt weniger zu werden scheint.

Antwort von seesiedler,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Ich glaube damit meint meint er das er nicht weiß wie die Welt funzt, das Leben entstanden ist und so was.

Antwort von Funbreakable,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Er weiß, dass er nichts weiß. Somit weiß er trotzdem mehr als andere, die glauben zu wissen.

Kommentar von Leviathan94,

Hört sich gut an.

Kommentar von Powerlogge,

Genau darum geht es meiner Meinung nach!

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