Es ging nie anders. Manche Dinge, die einem so sehr auf dem Herzen liegen, kann man anderen Menschen so gar nicht wirklich anvertrauen. Für mich war es stets ein Ventil, um gewisse Dinge, die so mächtig auf mich wirkten, irgendwie verarbeiten zu können. Jeder verarbeitet Dinge anders. Mir hat das Schreiben immer unheimlich geholfen. Da können selbst die offensten und vertrauenswürdigsten Menschen einem Tagebuch echt nicht standhalten. Je schlimmer etwas, je tiefer etwas saß, desto weniger war man in der Lage, mit anderen darüber reden zu können. Egal wie offen man sein mag. Es ist i.Ü. auch immer sehr interessant, gewisse Texte von vor einigen Jahren zu lesen. Da kann man sich selbst irgendwie „kontrollieren“ und kann ungefähr abschätzen, ob man immer noch so drauf ist wie damals, oder ob man sich mittlerweile damit abgefunden und geändert hat.

Ach genau. Ich bin w, Mitte 20, Handschrift natürlich! Die guten alten Zeiten :-D. Bin da gerne etwas altmodischer. Schreibe nicht jeden Tag, weil andere Dinge da natürlich auch mal erledigt werden müssen und sich nicht immer die Zeit finden lässt, aber an schlimmen Tagen, an denen ich Zeit habe, liebend gerne.

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