Hilfreichste Antworten von DrBorrio

  • Sauerstoffbindungskurve des Hämoglobins
    Hilfreichste Antwort von DrBorrio ·

    sie wird nach rechts verschoben, d.h. die Sauerstoffaffinität sinkt. Grundlage ist der Bohr-Effekt, kannst dich ja mal darüber informieren.

    Erhöhte CO2-Konzentrationen (Verursacht z.B. durch metabolisch aktive Zellen), ein niedriger pH-Wert, höhere Temperaturen und erhöhte Werte von 2,3-Bisphosphoglycerat senken allesamt die Affinität.

  • Wie entsteht ein elektr. Impuls ? Biologie
    Hilfreichste Antwort von DrBorrio ·

    Bezüglich deiner Frage, woher die Kaliumkanäle kommen: Denk daran, dass das Ruhepotential ein Kaliumdiffusionspotential ist, d.h. der Wert des Ruhepotentials kommt erst dadurch zustande, dass Kaliumkationen frei durch die Membran diffundieren können. Das ist aber nur dank ständig geöffneter Kaliumkanäle der Fall. So kommt es dazu, dass Kaliumkationen entlang ihres Konzentrationsgradienten aus der Zelle strömen, und dabei natürlich ihre positiven Ladungen mitnehmen, sodass das Zellinnere negativ wird. Es sind also schon ständig geöffnete Kaliumkanäle in der Membran. Der andere Typ Kaliumkanäle öffnet sich erst bei einer durch Natriumeinstrom bedingten Depolarisation, und befindet sich ebenfalls in der Membran.

    Chlorid-Ionen spielen für das Aktionspotential eigentlich keine Rolle, die Öffnung ihrer Ionenkanäle in der Membran kann aber zu einer Hyperpolarisation führen (weil Chlorid-Ionen negativ geladen sind und entlang ihres Konzentrationsgradienten in die Zelle strömen) und damit die Auslösung eines Aktionspotentials erschwierigen.

    Mfg

    Alle 4 Antworten
    Kommentar von DrBorrio,

    Achso und noch was: Die Na+/K+ Pumpe befördert 3 Natriumionen aus der Zelle und gleichzeitig 2 Kaliumionen in die Zelle hinein, sodass das Ionengleichgeweicht wieder hergestellt wird (wobei es durch ein AP ohnehin kaum verändert wird, weil nur sehr wenige Ionen fließen). Beachte dabei, dass durch die Pumpe praktisch eine positive Ladung aus der Zelle gebracht wird - dadurch wird das negative Ruhepotential aufrecht erhalten, dass andernfalls auch durch den permanenten Natrium-Lecksstrom in die Zelle verringert werden würde.

  • Ebenen der Genexpression
    Hilfreichste Antwort von DrBorrio ·

    Ich denke was gemeint ist, sind alle Vorgänge, die von der DNA zum funktionsfähigem, in der Zelle korrekt positionierten Protein führen, einschließlich ihrer Regulationsmöglichkeiten (dazu gehören also auch die Vorgänge am Promotor, aber noch viele andere Dinge)

    PS: cDNA ist kein Produkt dieser Vorgänge, sondern entsteht, wenn Retroviren mit ihrer revesen Transkriptase ihr RNA-Genom in doppelsträngige DNA umschreiben und sie in das Genom der Zelle einbauen

    mfg

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von windowsquestion,

    Promotor ist also schon mal richtig. Und was ist mit den anderen? Ist die Polymerase wichtig? Ligase? Ich weiß jetzt immer noch nicht genau welche das sind :/

    Kommentar von DrBorrio,

    also die verschiedenen Vorgänge die zum Protein führen sind ja die Transkription, das Modifizieren der mRNA mit Cap und Poly-A-Schwanz sowie das Spleißen (nur in Eukaryonten), der Transport aus dem Zellkern (auch nur in Eukaryonten), die Translation und schließlich noch Modifikationen, die die AKtivität des Proteins regulieren

    es geht jetzt darum, wie die produzierte Menge und Aktivität des Proteins auf all diesen Stufen reguliert werden kann. Welche Mechanismen würden dir denn da einfallen?

    Kommentar von windowsquestion,

    ah, ich weiß zwar noch nicht so genau, aber vllt: Hat es was mit dem Operonmodell zu tun? So etwas ähnliches? Da ist es doch auch so, dass am Operator der Repressor hängt. Wenn viel Lactose da ist bindet es am Repressor, der dann seine Form ändert und die Struckturgene können gelesen werden und es können Enzyme hergestellt werden, die Lactose abbauen. Ist das gemeint?

    Kommentar von DrBorrio,

    ja das Operonmodell beschreibt aber nur die Regulation auf Ebene der Transkription, denn hier geht es darum, wie viel von der mRNA hergestellt wird.

    auch auf den anderen Ebenen findet Regulation statt: Bei der Transkription kann nicht nur die Initation (Start), sondern auch die Elongation (Verlängerung der mRNA) reguliert werden. Beim Spleißen können z.B. alternative Exons ausgewählt werden um Isoformen von Proteinen herzustellen, der Transport der mRNA aus dem Kern kann ebenso wie die Stabilität der mRNA (u.a. durch den Poly-A-Schwanz) reguliert werden, letzteres bestimmt dann darüber, wie lange die mRNA zur Translation zur Verfügung steht. Bei der Translation kann ebenso Initiaton (z.B. durch starke Ribosomenbindungsstellen bei Prokaryonten) und Elongation reguliert werden, was darüber bestimmt wie viel von der mRNA ins Protein übersetzt wird. Auch die Halbwertszeit des Proteins (durch bestimmte Aminosäuren am N-Terminus) und die Aktivität (durch Modifikationen wie Adenylylierung, also Anheftung von AMP-Resten, Phosphorylierung, Ubiquitinierung etc.) wird reguliert

    All das bestimmt darüber, wie viel Protein aus der DNA entsteht...

    Kommentar von windowsquestion,

    Also bitte nochmal ;) Kann ich jetzt sagen, dass die Ebenen die Transkription, Translation sind? Oder muss ich den Promotor und den Poly-A-Schwanz nennen? Für mich klingt der Promotor nicht wie eine Ebene aber ich habe ja auch eigentlich nicht soviel Ahnung. Oder: 1.Transkription--> Operonmdell 2. reife mRNA aus dem Zellkern raus --> Spleißen, Poly-A-Shwanz und Cap anbauen 3. Translation --> Start-/Stoppcodon? (Makieren ja Anfang und Ende der Proteinbiosynthese) (Ich soll 3 Ebenen nennen)

    Kommentar von DrBorrio,

    Wenn es wirklich nur um Ebenen geht, auf denen die Regulation stattfindet, ist das Transkription, Spleißen (nur Eukaryonten), Translation, Transport aus dem Zellkern (auch nur Eukaryonten) ins Cytosol, Stabilität der mRNA, Halbwertszeit und Aktivität des entstandenen Proteins...

    wenn es allerdings darum geht, das alles ein bisschen genauer zu erklären, dann muss man (z.B. bei der Transkriptionskontrolle) natürlich die Vorgänge am Promotor erklären, oder (z.B. bei der Stabilität der mRNA) den Poly-A-Schwanz und das 5'-Cap erwähnen...

    bei der Translation würde ich anstelle des Stoppcodons eher die Stärke der RIbosomenbindungsstelle (bei Prokaryoten) nennen, da sie darüber entscheidet, wie oft ein Ribosom an die mRNA andockt und wie gut das erste Codon an der P-Stelle im Ribosom positioniert ist. Bei der Translationsregulation spielen außerdem die 5'-Cap und der Poly-A-Schwanz eine wesentliche Rolle.

    Kommentar von windowsquestion,

    Vielen Dank ;)

    Kommentar von DrBorrio,

    danke gleichfalls für den Stern ;-)

  • Warum ist der Zellkern meistens rund?
    Hilfreichste Antwort von DrBorrio ·

    Äbhängig ist die Form durch sog. Kernlamine (das sind Intermediärfilamente, also Bestandteile des Cytoskeletts), die direkt unter der Kernhülle liegen, mit dieser Verbunden sind und so ein Gerüst (die Kernlamina) bilden.

    Sehen kann man die Abhängigkeit auch in folgendem Fall: wenn im Laufe der Mitose die Lamine phosphoryliert und und die Kernlamina abgebaut wird, fällt die Kernhülle auch in sich zusammen.

  • Protonengradient im mitochondrium
    Hilfreichste Antwort von DrBorrio ·

    Hi, du hast alles richtig verstanden, außer einen Punkt:

    Wenn es heißt, der Protonengradient wird über der inneren Membran aufgebaut, heißt das nur, dass ein Konzentrationsgefälle von Protonen zwischen dem Raum außerhalb der Matrix und der Matrix besteht. Es ist nicht die Rede davon, dass die Protonen den Membranzwischenraum niemals verlassen würden. In der Tat tun sie das, denn die äußere Mitochondrienmembran ist für kleine Moleküle vollständig permeabel, sodass sie rasch ihr Konzenentrationsgleichgewicht erreichen. Mit anderen Worten: Der pH-Wer im Cytosol ist der Gleiche wie im Membranzwischenraum (ca. pH 7). Man kann also genau so gut sagen, es besteht ein Konzentrationsgefälle zwischen Cytosol und Matrix. Während sich aufgrund der Größe der pH-Wert im Cytosol kaum ändert, wird durch das Herauspumpen der pH-Wert im Inneren (in der Matrix) merklich um ca. 0,3-0,5 Einheiten gesenkt. Hinzu kommt die elektrische Komponente (das Membranpotential), die einen viel größeren Beitrag liefert (nämlich ca 160-170 mV). Diese negative Ladung auf der Matrixseite hält natürlich (wie ein Magnet) auch viele positiv geladene Teilchen in der Nähe der Membranoberfläche der Intermembranraumseite und verhindert deren wegdiffundieren, sodass eine lokale hohe Konzentration durchaus aufrecht erhalten werden kann.

    Was MufffyMufff sagt ist nicht ganz korrekt. Es gibt Aquaporine, die aufgrund bestimmter Aminosäuren selektiv Wasser, aber keine Hydroniumionen (Protonen) durchlassen, aber sie spielen an anderen Stellen eine Rolle (z.B. in der Plasmamembran des Transportepithels der Sammelrohre der Nieren ). Auch die Beta-Fass-Porine, die in der äußeren Mitochondrienmembran vorkommen, sind nicht alle zwangsläufig hochselektiv, sondern einige bilden einfach nur wassergefüllte Kanäle, die polaren, kleinen Molekülen die Diffusion erleichtern.

    Mfg

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von DrBorrio,

    Vielen Dank für den Stern :)

    beim nochmaligen Durchlesen ist mir allerdings ein Fehler aufgefallen: der pH-Wert STEIGT selbstveständlich in der Matrix um 0,3-0,5 Einheiten beim Herauspumpen der Protonen...ich hoffe dass du die Korrektur noch liest ;-)

  • Biologiestudium welche Literatur
    Hilfreichste Antwort von DrBorrio ·

    Wie schon Synapse sagte, gibt es in der Unibibliothek eigentlich alles zum Ausleihen, deswegen würde auch ich raten, erstmal nichts zu kaufen. Am Besten ist auch, sich von den Büchern selbst einen Eindruck zu machen, und dann kann man immer noch über eine Anschaffung nachdenken. Zumindest bei mir gab es keine Literaturliste mit Werken, die man sich anschaffen musste, ich weiß aber nicht wie andere Unis das regeln. Je nach Professor werden auch andere Bücher empfohlen, jeder hat da so seine Favoriten.

    Für den Einstieg wird meist "Biologie" von Campbell / Reece oder der "Purves" empfohlen, auch hier ist es oft Geschmackssache. Wenn es dann etwas spezieller wird gibt es Lehrbücher für die Fachbereiche, da wären z.B.

    • der "Alberts", das Standardwerk für die Zellbiologie

    • in der Biochemie gibt es mehrere gute Werke, u.a. der "Stryer", "Lehninger" und "Voet" (auch Geschmackssache, jedes Buch hat seine Vor- und Nachteile)

    • in der Botanik gilt der "Straßburger" als Bibel...

    • in der Mikrobiologie wird der "Brock" oft genannt, es gibt aber auch andere Werke, die nicht ganz so dick und trotzdem sehr gut sind

    • auch für die Physiologie, Zoologie, Genetik und Ökologie gibt es spezielle Lehrbücher, da würd ich einfach mal in der Bib stöbern.

    Für Neulinge sind die deutschen Werke nicht schlecht um sich in die Themen einzulesen, letzlich wird es aber sowieso auf englischsprachige (Fach-)Literatur hinauslaufen, da kommt man nicht drum herum ;-) So schlimm ist das aber nicht, englische Bücher sind aktueller und oft leicht und anschaulich geschrieben, da kommt man sehr schnell rein, und je früher man damit anfängt desto besser :-)

    mfg und viel Spaß und Erfolg beim Biostudium!

  • Was wird an den Ribosomen der Membran des rauen ER hergestellt ???
    Hilfreichste Antwort von DrBorrio ·

    Ribosomen können keine Lipide oder Vesikel herstellen... nur Proteine

    Sie funktionieren genau so wie die Ribosomen im Cytosol und katalysieren die Kondensationsreaktion zwischen 2 Aminosäuren. Bei den Ribosomen am rauen ER gelangt die noch entstehende Aminosäurekette jedoch gleichzeitig in das ER-Lumen (den Innenraum), im Gegensatz zu den Ribosomen im Cytosol. Die Proteine im ER können dann entweder dort bleiben oder in Vesikeln verpackt zum Golgi geschickt werden.

    mfg

  • Sinn der Photosynthese
    Hilfreichste Antwort von DrBorrio ·

    Die Dunkelreaktion hängt mit den Produkten der Lichtreaktion zusammen. Diese sind ATP und NADPH/H+. Beides wird gebraucht, um in der DUnkelreaktion Zucker herzustellen, ATP als Energie, NADPH/H+ als Reduktionsmittel. Wenn die Lichtreaktion also nicht läuft, kann die Dunkelreaktion auch nicht ablaufen.

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von RescueDada,

    Gut, dann habe ich also richtig gedacht .. Danke! Gibt es sonst keine Abhängigkeiten?

    Kommentar von DrBorrio,

    ansonsten gibt es keine direkten Abhängigeiten voneinander, es sei denn, man rechnet die anderen Produkte des Calvin-Zyklus wie ADP, anorganisches Phosphat und NADP+ hinzu. DIe Lichtreaktion braucht natürlich diese Substrate, um die Produkte ATP und NADPH/H+ herzustellen.

    Kommentar von DrBorrio,

    und vielleicht noch als Ergänzung zur "Dunkelreaktion": einige der Enzyme des Calvin-Zyklus werden erst durch Licht aktiviert, d.h. im Dunklen kann die Reaktion nicht stattfinden, selbst wenn genug NADPH/H+ und ATP vorhanden sein sollte

  • Photosynthese passt das so?
    Hilfreichste Antwort von DrBorrio ·

    soweit richtig, aber Chlorophyll bildet sich dabei nicht. Der ist in den Blättern vorhanden und dient zur Absorbtion des Lichts. Das bei der Lichtreaktion entstehende ATP wird auch sofort für den Aufbau des Zuckers vebraucht.

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von 1lololol1,

    okay gut danke dir

  • Operon Modell - Jacob- Monod- Modell !!
    Hilfreichste Antwort von DrBorrio ·

    Ein Operon ist eine Einheit, die aus mehreren Genen plus einem Regulationselement besteht, das die Gene steuert. Das Regulationselement besteht aus einem Promotor, an dem die RNA-Polymerase bindet, und einem Operator, der die Bindung der RNA-Polymerase fördert oder hemmt.

    Die Gene eines Operons bilden normalerweise eine Funktionseinheit, die alle beteiligten Komponenten eines Stoffwechselwegs enthält. Beim Lac Operon sind das z.B. die Gene LacZ (für die Beta-Galactosidase, da Lactose in Glucose und Galactose spaltet), LacY (für die Beta-Galactosid-Permease, die als Membranprotein Lactose in die Zelle transportiert) und LacA (Beta-Galactosid-Transacetylase, die die Zelle von giftigen Thiogalactosiden befreit, die durch die Beta-Galactosid-Permease ebenfalls in die Zelle transportiert werden).

    Bei der Transkription werden die Gene, die alle hintereinander liegen, zu einer sog. polycistronischen mRNA transkribiert, was nichts anderes heißt, als dass die mRNA für mehr als ein einziges Gen, sondern für mehrere Gene codiert (anders wie es bei Eukaryoten normalerweise der Fall ist, wo eine mRNA für ein Gen codiert). Der Vorteil dabei ist, dass alle Gene zusammen transkribiert werden und somit alle wichtigen Komponenten zur selben Zeit in ausreichender Menge vorhanden sind, und das ganze dabei nur durch eine Regulationseinheit kontrolliert wird.

    Jetzt gibt es verschiedene Situationen: Es gibt starke und schwache Promotoren. An starke Promotoren kann die RNA-Polymerase recht leicht binden und dementsprechend häufig die Transkription starten. An schwache Promotoren bindet die RNA-Polymerase dagegen sehr selten. Dementsprechend werden die starken Promotoren vorwiegend durch Repressoren gehemmt (Repressoren sind Regulatorproteine, die durch Bindung an den Operator die Transkription unterdrücken), und die schwachen Promotoren durch Aktivatoren (durch Bindung an den Operator die Transkription fördernde Regulatorproteine) verstärkt.

    Sehr häufig kommt es aber auch zur Signalintegration, bei der am Promotor sowohl Aktivatoren als auch Repressoren an die Operatoren binden und verschiedene Signale übermitteln. Das Lac-Operon, welches die Proteine für einen katabolen (=abbauenden) Stoffwechselweg liefert, bietet ein schönes Beispiel: Es besitzt eine Bindungsstelle für den Repressor LacI und für den Aktivator CAP. LacI besitzt eine Konformation, in der es hoch affin für die Bindestelle am Operator ist und dementsprechend die Transkription verhindert. Das geschieht einfach durch Blockieren der Bindestelle für die RNA-Polymerase. Die hohe Affinität des Repressors vermindert sich, wenn Lactose in der Zelle vorhanden ist: Lactose wird zu Allolactose umgewandelt, welche dann an den Repressor LacI bindet und eine Konformationsänderung induziert, sodass die Affinität für seiner DNA-Bindestelle am Operator stark sinkt. In dieser Konformation könnte die RNA-Polymerase im Prinzip binden und die Transkription induzieren.

    Der Lac-Promotor ist aber ein schwacher Promotor und Bedarf deshalb eines Aktivators. Das ist das Protein CAP, das allerdings nur bindet, wenn KEIN Glucose in der Zelle vorhanden ist, da es dann eine hohe Affinität für die DNA besitzt.

    Fazit: Die Transkription kann nur stattfinden, wenn Lactose vohanden ist, aber kein Glucose. In allen anderen Fällen wird das Operon nicht transkribiert. Dies dient dem Zweck Ressourcen zu sparen, denn wenn Glucose da ist, ernährt sich E.coli von diesem viel lieber, auch wenn Lactose da ist. Und wenn kein Lactose da ist, macht es auch kein SInn, Proteine herzustellen, die Lactose abbauen.

    Beim Tryptophan-Operon handelt es sich um Gene, die für Enzyme codieren, die einen anabolen (=aufbauenden) Stoffwechselweg katalysieren. Dementsprechend ist das Endprodukt (= Tryptophan) dasjenige Molekül, das den Repressor durch Bindung aktiviert, so dass dieser an die DNA bindet und die Proteinsynthese ausschaltet. Das Prinzip ist die negative Rückkopplung: Wenn genügend Endprodukt da ist, besteht kein weiterer Bedarf für Proteine, die die Bildung des Endprodukts vorantreiben. Auch dies spart Recourcen und hindert die Zelle daran, sich selbst zu überfluten.

    Zusammenfassend lässt sich sagen dass es vier Arten der Regulation gibt:

    1) Zugabe des Liganden (Lactose) führt dazu, dass sich ein gebundener Repressor von der DNA löst und somit die Transkription induziert (Bsp: Lac-Operon --> Protein LacI)

    2) Zugabe des Liganden (Tryptophan) führt dazu, dass ein ungebundener Repressor an die DNA bindet und somit die Transkription hemmt (Bsp: Tryptophan-Operon)

    3) Zugabe des Liganden (Glucose) führt dazu, dass sich ein gebundener Aktivator von der DNA löst und somit die Transkription hemmt (Bsp. Lac-Operon --> Protein CAP)

    4) Zugabe des Liganden führt dazu, dass ein ungebundener Aktivator an die DNA bindet und somit die Transkription induziert

    mfg

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von WaterMelly,

    ÄHHH WOW !! Danke :D

    Kommentar von WaterMelly,

    ÄHHH WOW !! Danke :D

    Kommentar von DrBorrio,

    kein Ding ;-) Und danke für das Kompliment!

  • blut --> säure-basen-ausgleich
    Hilfreichste Antwort von DrBorrio ·

    Weil Enzyme einen bestimmten pH-Wert benötigen, um korrekt zu funktionieren. Bei Schwankungen im pH-Wert können Enzyme ihre Aktivität verlieren und somit keine chemischen Reaktionen mehr katalysieren. Außerdem könnten andere Proteine denaturieren.

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von DrBorrio,

    Danke für den Stern! :-)

  • Gesamtausbeute von ATP
    Hilfreichste Antwort von DrBorrio ·

    Um aus Fetten Energie zu gewinnen musst du es erst einmal durch Lipasen hydrolytisch in seine Bestandteile zerlegen.

    Glycerin kann über die Glykolyse verstoffwechselt werden. Dazu muss aber erst 1 ATP aufgewendet werden, um Glycerin in Glycerin-3-Phosphat zu überführen, dass dann durch NAD+ zu Dihydroxyacetonphosphat oxidiert wird. Dass entstehende NADH/H+ kann man als Äquivalent von 2,5 ATP auffassen. Dann wird Dihydroxyacetonphosphat in der Glycolyse zu Pyruvat umgewandelt, was wieder ein ATP kostet, aber zwei ATP und ein weiteres NADH/H+ (also ein ATP-Äquivalent von 2,5 ATP) liefert. Pyruvat gelangt über Acetyl-CoA in den Citratzyklus. Dieser Schritt liefert wieder ein NADH/H+ (also 2,5 ATP). Der restliche Citratzyklus liefert 3 NADH/H+ (also 7,5 ATP), ein GTP, das in ATP überführt werden kann und ein Molekül FADH2, dass als Äquivalent von 1,5 ATP aufgefasst werden kann.

    Zusammenfassend gesagt liefert der Abbau von Glycerin also 2,5 + 2 +2,5 + 2,5 + 3*2,5 + 1 + 1,5 - 1 - 1 = 17,5 ATP

    Die drei Fettsäuren müssen vor der ß-Oxidation einmalig aktiviert werden, in dem sie an Coenzym-A gebunden werden. Das kostet für jede zwei ATP, also insgesamt 6 ATP. Die anschließende Oxidation liefert immer Zwei-Kohlenstoffeinheiten in Form von Acetyl-CoA. Die Abfolge läuft in vier schritten ab, darunter eine Oxidation durch FAD, wobei FADH2 (also 1,5 ATP) entstehen, und eine Oxidation durch NADH+, wobei NADH/H+ (also 2,5 ATP) entstehen. Da Stearinsäure 18 C-Atome enthält, können 9 Acetyl-CoA EInheiten gewonnen werden, was 8 der oben beschriebenen Abbauschritte erfordert. Da du 3 Stearinsäuren hast, sind das 38 = 24 Abbauschritte, die insgesamt 93= 27 Acetyl-CoA liefern. Die 24 Zyklen der ß-Oxidation liefern also 24* (FADH2 + NADH/H+) = 24* (1,5+2,5 ATP) = 96 ATP Davon ziehen wir die 6 vorher eingesetzten ATP ab, also haben wir Netto 90 ATP.

    Die 27 Moleküle Acetyl-CoA können wie das Acetyl-CoA aus dem Glycerinabbau behandelt werden. Es gelangt in den Citratzyklus und liefert dort 27* (3 NADH/H+, 1 FADH2 und 1 GTP) = 27* 10 ATP = 270 ATP

    Der Gesamte Abbau deines Triacylglycerins liefert also 17,5 + 90 + 270 = 377,5 ATP

    mfg

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von DrBorrio,

    Hm der hat das * Zeichen bei 3* 8= 24 Abbauschritte und bei insgesamt 9 * 3 = 27 Acetyl CoA nicht gemacht.

    Kommentar von sascha812,

    Vielen Dank :)

    Kommentar von DrBorrio,

    Ich bedanke mich für das Kompliment ;-)

    Allerdings muss ich mich noch an zwei Stellen korrigieren: An einer Stelle schrieb ich:

    Die Abfolge läuft in vier schritten ab, darunter eine Oxidation durch FAD, wobei FADH2 (also 1,5 ATP) entstehen, und eine Oxidation durch NADH+, wobei NADH/H+ (also 2,5 ATP) entstehen.>

    Hier muss es heißen: Oxidation durch NAD+ , wobei NADH/H+ entsteht

    zweitens:

    Bei einem Schritt im Glycerinabbau ist mir ein dummer Fehler unterlaufen. Ich schrieb:

    Dann wird Dihydroxyacetonphosphat in der Glycolyse zu Pyruvat umgewandelt, was wieder ein ATP kostet, aber zwei ATP und ein weiteres NADH/H+ (also ein ATP-Äquivalent von 2,5 ATP) liefert.>

    Diese Schritte von Dihydroxyacetonphosphat zu Pyruvat kosten KEIN ATP. Vielmehr stammt die Phosphatgruppe des Zwischenprodukts 1,3- Bisphosphoglyerat aus anorganischem Phosphat, und nicht aus ATP. Dem Entsprechend sollte die ATP-Ausbeute um 1 höher liegen, also nicht bei 17,5 ATP, sodern 18,5 ATP

    Damit sollte der Gesamtabbau auch nicht 377,5, sondern 378,5 ATP liefern.

    Ich entschuldige mich für diese Ungenauigkeiten und hoffe nicht noch weitere zu entdecken :P

    mfg

    Kommentar von sascha812,

    ich bedanke mich noch mal für die sehr ausführliche Antwort, aber laut unserer Lehrerin in Bio ist das Ergebnis falsch. Laut ihr fallen beim Abbau des Glycerins 22 ATP an, beim Abbau eines Stearinsäuremoleküls 146 ATP (-> *3 = 438 ATP) und somit in Summe 460 ATP. Einen Grund was ein deiner Antwort falsch war konnte sie mir nicht geben. Aber trotzdem danke für die Mühe ;)

    Kommentar von DrBorrio,

    vielen Dank für den Stern! :-)

  • Aufgabe der Dictyosomen/Golgi-Apparat?
    Hilfreichste Antwort von DrBorrio ·

    Nein Membranen werden vom ER hergestellt und gelangen von dort (über den Golgi) zur den Orten, wo sie benötigt werden. Zellstoffwechsel wird überwiegend von den Peroxisomen, Mitochondrien und Chloroplasten durchgeführt (aber auch ER und das Cytosol sind beteiligt)

    Der Golgi dient zum Modifizieren von Proteinen, die entweder in die Lysosomen/Endosomen oder in die Zellmembran gelangen oder aus der Zelle heraus sezerniert werden sollen. Sie werden im Golgi z.B. glykosyliert (= mit Zuckerseitenketten ausgestattet) oder Zucker (vor allem Mannose) werden entfernt, oder die Proteine und Zuckerseitenketten werden sulfatiert (mit Schwefelresten ausgestattet) oder phosphoryliert (mit Phosphatresten ausgestattet). Der Golgi dient insofern als Sortier- und Verteilerstation, da er die Proteine auch zum richtigen Zielort schickt.

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von DrBorrio,

    danke für den Stern! :-)

  • Wo finde ich eine Abbildung die Citratzyklus und Atmungskette zusammen darstellt?
    Hilfreichste Antwort von DrBorrio ·

    du hast das richtig verstanden :)

    Succinat-Dehydrogenase ist der Kompex 2 und Bestandteil der inneren Mitochondrienmembran. Das Succinat wird durch FAD oxidiert, und FADH2 bleibt als prosthetische Gruppe fest mit dem Enzym verbunden. Die Elektronen werden auf 3 Eisen-Schwefel-Cluster und dann auf Ubichinon übertragen.

    vielleicht ist es das was du suchst?

    http://ars.els-cdn.com/content/image/1-s2.0-S0005272811001629-gr1.jpg

    mfg

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von Wunnewuwu,

    Danke! Super, so etwas kommt der Sache näher.

    Ich kann mir voll gut Bilder merken; das hilft unheimlich beim Verständnis nur war ich so blöd dieses Bild zu finden!

    Ich danke dir!

    Kommentar von DrBorrio,

    vielen Dank für den Stern ;-)

  • Neuro-Biologie...Ruhepotential
    Hilfreichste Antwort von DrBorrio ·

    Die Natriumkanäle sind im Alllgemeinen geschlossen und somit für Na+ während des Ruhepotentials undurchlässig, die Membran weist also eine sehr geringe Permeabilität für Na+ auf. Das Ruhepotential ist ein Kaliumdiffusionspotential, d.h. es wird hauptsächlich durch den Ausstrom von K+ aus dem Cytosol der Zelle bestimmt. Der sehr geringe Na+ Eistrom spielt nur als "Leckstrom" eine Rolle, der durch die Aktivität der Na+/K+ Pumpe wieder ausgeglichen wird, ist ansonsten aber nicht am Ruhepotential beteiligt.

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von Wunnewuwu,

    Damit ich dich auch mal ergänzen darf ;)

    Der "Leckstrom" hat in der Hinsicht eine Beteiligung am Ruhepotential, dass sich dadurch eine spezifische Spannung für das Ruhepotential ergibt. Das reine Gleichgewichtspotential der Kaliumionen hätte nämlich eine andere Spannung zur Folge.

    (ist jetzt nicht sonderlich wichtig, aber trotzdem...)

    LG

    Kommentar von DrBorrio,

    völlig korrekt, denn ohne den Leckstrom wäre das Potential noch negativer. ;-) Vielen dank

    Kommentar von DrBorrio,

    danke für den Stern! :-)

  • Lichtunabhänige Reaktion Bio
    Hilfreichste Antwort von DrBorrio ·

    Ziel ist der Aufbau von Zuckern. Die "Lichtunabhängige Reaktion" ist eig. auch lichtabhängig, da der ganze Calvin-Zyklus von den Produkten der Lichtreaktion (ATP und NADPH) gespeist wird.

    Der Zyklus startet mit der Fixierung von CO2 durch das Enzym Rubisco. Es überträgt jeweils ein CO2-Moleküle auf 3 Moleküle Ribose 1,5-Bisphosphat (einen C-5-Zucker), das daraufhin ein instabiles Zwischenprodukt (einen C-6-Zucker) bildet und zu sechs Molekülen 3-Phosphoglycerat (C-3-Zucker) zerfällt. Durch eine Phosphorylierung mit einer Phosphatgruppe aus ATP werden diese zu sechs 1,3-Bisphosphoglycerat (immer noch C-3) und anschließend durch eine Reduktion durch NADPH/H+ zu sechs Glycerinaldehyd-3-Phosphat (auch C-3). Eines davon verlässt den Zyklus und kann zum Zuckeraufbau verwendet werden. Aus den anderen 5 Molekülen C 3-Zucker kann dann ATP-abhängig über mehrere Schritte wieder 3 Moleküle Ribose-5-Phosphat (C-5-Zucker)regeneriert werden, und der Zyklus von neuem starten.

    Um einen C-6-Zucker wie Glucose oder Fructose zu bilden, muss das ganze zwei Mal durchgeführt werden, da 2 x C3 = C6 Das kostet der Zelle insgesamt 18 ATP (12 für die Phosphorylierung und 6 für die Regeneration) und 12 NADPH/H+

    mfg

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von Cary19,

    Danke für die ausführliche Erklärung. :) Ganz schön kompliziert & ich dachte ich hab Chemie abgewählt haha!

    Kommentar von DrBorrio,

    vielen Dank für den Stern ;-)

    Mir ist aber grad ein Fehler aufgefallen:

    Das CO2 wird auf RIBULOSE 1,5-Bisphosphat übertragen, nicht auf RIBOSE 1,5-Bisphosphat... dem ENtsprechend wird am Ende des Zyklus auch RIBULOSE 1,5-Bisphosphat regeneriert, und nicht RIBOSE-5-Phosphat

    das ist mir jetzt aber peinlich xD

    Naja ich hatte Chemie in der Schule auch abgewählt :P

    mfg

    Kommentar von Cary19,

    Okay danke für die Verbesserung :) Macht ja nix, kann immer mal passieren!

    Haha ja ich hoffe mal dass dieses ganze Chemie Zeugs in Bio bald vorbei ist, kann Fotosynthese und Zellatmung schon nicht mehr hören ;)

  • Artnamen in der Systematik
    Hilfreichste Antwort von DrBorrio ·

    Die Klammer besagt, dass die Art früher von einem Autor (in deinem Fall von Schneider 1868) einer anderen Gattung als heute zugeordnet wurde.

    mfg

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von floppyflopp,

    Das heißt also, dass Protodrilus purpureus früher anders hieß, aber von Schneider 1868 zuerst beschrieben wurde? Und bei Protodrilus hypoleucus hat Armenante ihn zuerst beschrieben und der Name hat sich nicht mehr geändert?

    Kommentar von DrBorrio,

    Ja ich denke so ist es. Wenn Protodrilus purpureus der heute aktuelle Name ist, und Schneider in Klammern steht, dann hat er den Organismus 1868 in eine andere Gattung gestellt. Wenn sich ein Name (also die Gattung) nicht mehr geändert hat, dann wird meines Wissens nach auch keine Klammer gesetzt. Wenn also Armante seinen Organismus 1903 mit dem Namen Protodrilus hypoleucus getauft hat, und dieser heute immer noch aktuell ist, dann dürfte sein Name eig. nicht in Klammern stehen...

    Kommentar von floppyflopp,

    Super! Vielen Dank!!!

    Kommentar von DrBorrio,

    danke für den Stern! :-)

  • WIchtig! Biologie, DNA-Replikation
    Hilfreichste Antwort von DrBorrio ·

    also hier scheint es ein Missverständnis zu geben.

    Auch die Polymerase 3 polymerisiert den Folgestrang! Wenn sie fertig ist, werden die RNA-Primer entfernt und die dadurch entstandenen Lücken zwischen den Okazaki-Fragmenten werden von der DNA-Polymerase 1 aufgefüllt. Das letzte Nucleotid wird allerdings von der DNA-Ligase mit dem Nucleotid stromaufwärts verknüpft, weil die Polymerase 1 die Kondensation zwischen der Phosphatgruppe am 5' des zuletzt angefügten Nucleotids mit der 3' OH-Gruppe des Nucleotids stromaufwärts nicht katalysieren kann.

    mfg

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    Kommentar von littledream007,

    also unsere lehrerin meinte die polymerase 3 macht den leitstrang und den folgestrang macht die polymerase 1 weil das ja gleichzeitig abläuft O.o

    Kommentar von DrBorrio,

    das ist nicht richtig. Die Polymerase 1 ist für Reparaturen und zum Auffüllen der Primerlücken zuständig. Die Polymerase 1 hat keine ausreichende Prozessivität um eine Polymerisation auszuführen. (d.h. dass die Pol 1 zu schnell von der DNA wegdiffundieren würde, während die Pol 3 sehr effizient sehr große DNA-ABschnitte polymerisieren kann.) Die Replikation ist nicht so einfach, wie ihr das in der Schule lernt. Daran beteiligt ist ein großer Proteinkomplex, der sich Replisom nennt und aus einem DNA-Polymerase 3 Holoenzym und weiteren Hilfsproteinen besteht. Das Holoenzym wiederum besteht neben anderen Proteinen aus zwei DNA-Polymerasen 3, und die beiden sind es, die die Replikation ausführen.

    Grüß deine Lehrerin von mir ;-)

    Kommentar von littledream007,

    haha mach ich :D also ich hab das heute so in meiner bio klausur geschrieben wie du das gesagt hast :D

    Kommentar von DrBorrio,

    wunderbar :-)

    Danke übrigens für den Stern!

    mfg