Antworten von Claud18

  • Wer haftet bei Ebay wenn das Paket nicht ankommt?
    Antwort von Claud18 ·

    Bei einem gewerblichen Verkäufer der Verkäufer.

    Bei einem Privatverkauf der Käufer.

    Bei letzterem sollte aber Konsens über den Versand (versichert oder unversichert) herrschen. Wenn Paketversand angegeben ist und der Verkäufer schickt, um noch am Porto zu verdienen, nur ein Päckchen, das dann auf dem Postweg verschwindet, würde ich als Käufer ganz schön Rabatz machen. Anders, wenn der unversicherte Versand zwischen beiden abgesprochen war - dann trägt der Käufer das Risiko allein.

    Bei versichertem Versand haftet das Transportunternehmen.

  • eBay verkauf unten steht ja alles
    Antwort von Claud18 ·

    Das ist erst die Ausführungsbestätigung. Bei der Commerzbank bekommt man diese nach jeder Überweisung am Automaten, und sie ist schon echt. Allerdings kann der Käufer die Überweisung evtl. noch widerrufen oder sie wird nicht ausgeführt, wenn das Konto nicht gedeckt ist. Gezahlt hat er erst, wenn das Geld von seinem Konto abgebucht wurde bzw. wenn es bei dir eingegangen ist. Warte lieber noch so lange.

  • Ebay Auktion widerrufen
    Antwort von Claud18 ·

    Bei einem gewerblichen Verkäufer hast du ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Du müsstest dann auch beim Ende der Auktion, falls du diese gewonnen hast, eine Widerrufsbelehrung bekommen.

  • Damaliges Leben in der DDR
    Antwort von Claud18 ·

    Alle Betriebe waren sozusagen Staatsbetriebe. Jeder bekam eine Arbeit, selbst wenn es nichts zu tun gab. Und da oft über Bedarf eingestellt wurde, war das Arbeiten auch recht gemütlich (ausgenommen in der Produktion am Fließband, deshalb herrschte dort auch Arbeitskräftemangel, und man holte in den 80er Jahren Arbeiter aus Vietnam und Mosambik her).

    Es gab Planvorgaben, die erfüllt werden mussten, aber die konnte man frisieren. Wir haben uns immer gewundert, dass der Plan jedes Jahr übererfüllt wurde, aber die Engpässe bei den Konsumgütern immer größer wurden. Deshalb war Erfindungsreichtum angesagt: Entweder nähte man sich seine Sachen selbst bzw. bastelte sich seine Umgebung zurecht (Schrebergärten waren sehr beliebt) oder man war den ganzen Tag unterwegs, um beim Wareneingang unter den ersten zu sein, die evtl. Raritäten erwischten. Wer eine Oma mit viel Zeit hatte, war glücklich dran. Wer es sich leisten konnte, ging auch während der Arbeitszeit einkaufen.

    Das Leben war durchorganisiert - das hatte Vorteile, z. B. die soziale Sicherheit, aber auch Nachteile, denn die Stasi beobachtete mit Argusaugen jede ihr nicht genehme Entwicklung. Auch die obligatorischen "Schulen der sozialistischen Arbeit" und ähnliches mussten wir über uns ergehen lassen.

    Einen großen Unterschied gab es: In der DDR wurde sehr viel Wert auf Konsens gelegt. Das "Wir"-Gefühl war entscheidend. In den Plattenbauten wohnte der Professor neben dem Bauarbeiter (natürlich gab es auch Häuslebauer, aber ein Eigenheim zu bauen, war ein gewaltiger Kraftaufwand). Heute werden die Ellenbogengesellschaft und der Egoismus zelebriert, und wer es durch seine miesen Charaktereigenschaften bis nach oben geschafft hat, wird noch hofiert.

    In der DDR stand der arbeitende Mensch im Mittelpunkt. Heute ist Arbeit nichts mehr wert, sie verkommt zur Ramschware und wird entsprechend schlecht bezahlt. Spekulation und Ausbeutung anderer bringen das große Geld - so etwas galt in der DDR als unmoralisch. In der DDR gab es auch diesen Standesdünkel nicht, der heute wieder überall um sich greift (Motto: "Ich bin im Vorstand einer Bank, ich bin etwas Besseres." Dabei hat derjenige vielleicht nur mehr Glück im Leben gehabt). Zumindest gab es den nicht flächendeckend und auch keine flächendeckende Abschottung der Bevölkerungsgruppen, da alle die gleiche Schule besuchten. Schwächeren wurde geholfen, so hatten alle etwas davon.

    Auch auf die kulturelle Erziehung wurde Wert gelegt, was viele leider nicht zu schätzen wussten (ich denke da an dumme Sprüche, Gekicher und knisterndes Bonbonpapier einer Klasse von Halbwüchsigen in Mozarts "Cosi van tutte"). Die Eintrittspreise ins Theater und in die Oper waren für alle erschwinglich.Es gab rollende Bibliotheken und Theateraufführungen für die Dorfbewohner. Heute ist dafür kein Geld mehr da, aber bei Prestigeobjekten wie dem BER kommt´s auf eine Milliarde mehr oder weniger nicht an.

    Ich wünsche mir weder Mauer noch Stasi zurück, auch keine "Schulen der sozialistischen Arbeit" und keine angeordnete Maidemonstration, aber man könnte ruhig mal wieder den Menschen in den Fokus nehmen und nicht nur das Wirtschaftswachstum.


  • HartzIV - Widerspruch gegen Gutachten v. Ärztl. Dienst
    Antwort von Claud18 ·

    Lass das mit dem Widerspruch, schreib Bewerbungen - ich bin mir sicher, dass dich eh in deinem Alter keiner mehr einstellt, ganz unabhängig von deiner Vorgeschichte. Und falls du doch einen Job oder eine Maßnahme bekommst und der Druck im Job wird zu groß, dann geh zum Arzt und lass dich krankschreiben. Deshalb musst du nicht wieder zur Flasche greifen, es gibt Mittel und Wege.

  • typische DDR Deko
    Antwort von Claud18 ·

    Da die Geschmäcker sehr verschieden sind, gab es auch nicht die typische DDR-Deko. Böhmisches Kristall, bulgarische Pfauenaugenkeramik und russiche Lackmalerei (Löffel, Kästchen) waren z. B. typische Mitbringsel, aber die hatte längst nicht jeder.

  • Wohnung mieten mit Hartz IV und Arbeitslosengeld I Bezug!
    Antwort von Claud18 ·

    Da in der Regel kein Vermieter eine Wohnung vermietet, ohne sich vom vorhergehenden Vermieter die Mietschuldenfreiheit des künftigen Mieters bestätigen zu lassen und ggf. auch eine Schufa-Auskunft eingeholt werden kann, gibt es eigentlich keinen Grund, Hartz-IV-Empfänger bei der Wohnungssuche von vornherein auszuschließen. Zumal ja auch ein Berufstätiger mit gutem Verdienst für 3 uneheliche Kinder zahlungspflichtig sein kann und dann auch nicht gepfändet werden kann, wenn er seine Miete nicht zahlt. Es sind aber nicht nur Hartz-IV-Empfänger, die benachteiligt werden - auch Berufstätigen und Rentnern mit kleinem Einkommen wird schon mal unterstellt, sie könnten oder wollten die Miete nicht zahlen. Selbst wenn sie noch nie Mietschulden hatten.

    Aber da greifen schlechte Erfahrungen und Vorurteile wohl ineinander. Leute, die die Mietzahlungen vom Amt für sich verbrauchen oder bei denen das Amt nicht zahlt - sei es wegen Sanktionen oder weil sich die Bürokratie reichlich Zeit lässt - gibt es immer, und dann bekommt der Vermieter seine Miete nicht. Aber dies auf alle Arbeitslosen oder Hartz-IV-Empfänger zu übertragen, ist reichlich ungerecht.

  • Suche alte berliner Volkslieder
    Hilfreichste Antwort von Claud18 ·

    Orgel-Otto hat eine Menge davon im Programm, aber schau selbst:

    http://altberliner-tingeltangel.de/programm.html  "Zickenschulze aus Bernau" finde ich sehr lustig.

    Und die Couplets von Otto Reutter sind auch schon fast Volkslieder.


    Alle 3 Antworten
    Kommentar von Claud18 ,

    Danke fürs Sternchen! Da es aber noch mehr als die aufgeführten Lieder gibt, hier ein Link:       http://www.amazon.de/Ballhausorchester-Kurt-Beyer-Tanzte-Alt-Berlin/dp/B00GU6T6T...

    Die Platte kenne ich noch von früher (es ist nur schon zu lange her, deshalb fiel sie mir nicht gleich ein), und in dem oben angegebenen Amazon-Angebot sind alle Titel aufgeführt. 

  • 'Ostdeutsche' und 'westdeutsche' Namen - gab es so etwas?
    Antwort von Claud18 ·

    Da ist mir kein großer Unterschied aufgefallen. In der DDR gab es eine Zeitlang ein Vorliebe für ausländische Namen, wohl, weil wir selbst nicht reisen durften und diese Namen interessant klangen. Aber die Mode für alte Namen, die unsere Großeltern getragen hatten und die auch heute noch modern sind, begann auch schon zu DDR-Zeiten.

    Eine Liste mit "erlaubten" Namen gab es nicht, es gab jedoch ein Vornamenbuch, das bei der Orientierung half. Dann lag es teilweise auch am Standesbeamten, was er erlaubte und was nicht. Eine Kollegin meines Vaters wollte ihren Sohn "Rodney" nennen und durfte es nicht (wieso, weiß ich auch nicht - wohl weil dieser Name nicht im Vornamenbuch stand). Verboten war z. B. "Andrea" als Männername. Auch Namen, die das Kind der Lächerlichkeit preisgaben, wurden nicht genehmigt, ebensowenig ein einzelner Buchstabe als zweiter Vorname (ist wohl im angelsächsischen Raum geläufig). Abgesehen von diesen Regeln war fast alles erlaubt, was irgendwo in der Welt bereits als Vorname existierte (man musste es jedoch nachweisen können, wenn der/die Standesbeamte den Namen nicht kannte). Auch falsche Schreibweisen wurden massenhaft eingetragen, z. B. Susen, Devid oder Sindy. Bei "Maik" hat sie sich sogar flächendeckend durchgesetzt.

  • Frauen und Mütter in der DDR
    Antwort von Claud18 ·

    Aufgaben: Nicht viel anders als heute. Berufstätigkeit war selbstverständlich (bei der Generation meiner Mutter war das noch nicht ganz so), es gab gleichen Lohn für gleiche Arbeit, und man konnte seine Lohnbelege unkommentiert mit denen der Kollegen vergleichen. Die bereits beschriebenen sozialpolitischen Maßnahmen, durch die die Frauen bei Arbeitsplatzgarantie ein bezahltes Babyjahr bekommen konnten (anfangs galt dies erst ab dem 2. Kind) und bei Krankheit des Kindes auch später öfters mal ausfielen, führten jedoch oft dazu, dass man die Frauen in schlechtere Gehaltsstufen einstufte bzw. sie länger darin verbleiben mussten. In meinem Lehrbetrieb gab es z. B. drei Gehaltsstufen für Facharbeiter. Die Stufe 5 bekam jeder, der gerade ausgelernt hatte. Stufe 6 bekam man nach einigen Jahren Berufserfahrung. Die Stufe 7 erhielten jedoch nur wenige Auserwählte, und zwar fast ausschließlich Männer, weil sie angeblich mehr leisteten und nicht ständig wegen der Kinder ausfielen.

    Auch reine Frauenberufe waren gehaltsmäßig schlechter dotiert als Männerberufe. Dass aber ein Mann und eine Frau die gleiche Arbeit am Fließband machten und der Mann einen höheren Lohn bekam, nur weil er ein Mann war, das gab es nicht.

    Von Staats wegen waren Frauen auch gleichberechtigt, mit allen politischen Rechten und Pflichten.  Unvorstellbar, dass ein Mann den Arbeitsplatz seiner Frau kündigen konnte, wie es in der Bundesrepublik noch lange Zeit der Fall war. Es gab auch Frauenförderprogramme, um jene Frauen zu qualifizieren, die zuvor aus familären Gründen darauf verzichten mussten.

    Allen Männern gefiel das natürlich nicht, aber was wollten sie machen? Zwingen konnten sie ihre Frauen nicht, und diese hatten auch die Möglichkeit einer preiswerten Scheidung. Es gab kein Trennungsjahr und kein Schuldprinzip, nur evtl. Versöhnungsversuche - sofern nicht schon ein anderer Partner mit im Spiel war. Es gab auch keinen nachehelichen Unterhalt für die Frau, und diese bekam i.d.R. die Kinder zugesprochen (für die der Mann dann natürlich zahlen musste).

    Die Männer gewöhnten sich an die Berufstätigkeit der Frau, und vor allem die jüngeren Männer übernahmen auch Aufgaben im Haushalt. Im Prinzip waren die Massenentlassungen nach der Wende eine Katastrophe, denn diese machten die Frauen wieder von den Männern abhängig.

    Zum Kinderkriegen wurde das meiste ja schon geschrieben. Nur soviel: Eine ledige oder geschiedene Mutter wurde nicht diskriminiert. Eher schaute man schon eine unverheiratete Frau von Mitte bis Ende 20 etwas von oben herab an, da sie weder einen Mann gefunden noch ihre Aufgabe als Mutter wahrgenommen hatte (wobei ich hinzufügen muss, dass relativ jung geheiratet wurde und man mit 30 schon "spätgebärend" war).



  • Sind Gutmenschen naiv? Was versteht ihr unter diesem Begriff?
    Antwort von Claud18 ·

    Als "Gutmenschen" würde ich jene bezeichnen, die Probleme auf der Welt mit durchaus ehrenwerten Prinzipien lösen wollen, aber sich nicht fragen, was für Auswirkungen diese Prinzipien haben und ob sie nicht, wenn überhaupt, dosiert angewendet werden sollen. Vor allem hinterfragen sie sich selber nicht und räumen keine Fehler ein.

  • Was ist nur los ? Warum sind die Leute in Deutschland so ?
    Antwort von Claud18 ·

    Diese Typen gab es immer, nur dass es früher dafür noch kein Internet gab. Halte dich also von derartigen Plattformen fern und knall einem, der dir im realen Leben zu nahe tritt, auch mal eine runter. Vielleicht kennst du ja den Spruch "Je oller, je doller".

    Alle 9 Antworten
    Kommentar von Zitrone1998 ,

    Der Spruch ist ja mal richtig geil :D

    Naja, also ich bin ein Junge und denk mal nicht dass einer was von mir will, aber danke für den Tipp :)

  • Kinder von Russlanddeutschen
    Antwort von Claud18 ·

    Da Russlanddeutsche von vornherein als Deutsche galten, nicht als Ausländer wie alle anderen Zuwanderer, auch sofort einen deutschen Pass bekamen (also nicht die übliche Prozedur bei der Ausländerbehörde durchmachen mussten), würde ich hier nicht von Migrationshintergrund sprechen.

    Es ist auch anzunehmen, dass sie zu Hause sofort Deutsch sprachen bzw. es erlernten, wenn sie bisher nur Russisch gesprochen hatten.


    Alle 9 Antworten
    Kommentar von issle ,

    Es ist auch anzunehmen, dass sie zu Hause sofort Deutsch sprachen

    studien sagen da etwas anderes. man muss bedenken, dass diese leute im 18. jahrhundert deutschland verlassen haben. nach 4-5 generationen in russland war nicht mehr viel mit deutsch.... und wenn doch, dann handelte es sich häufig um mundarten, die in deutschland im 18. jh. üblich waren. gibt sogar wissenschaftler, die die alte deutsche sprache mithilfe von spätaussiedlern erforschen... gibt ja nicht mehr viele menschen, die altdeutsch sprechen ^^...

    spätaussiedler haben im übrigen vom deutschen staate sprachkurse bezahlt bekommen.

    Kommentar von LtCdrData ,

    Da ich selbst Spätaussiedlerin bin, kann ich nur dazu sagen, dass die Generation meiner Eltern und Großeltern (bzw. auch die Generationen davor) sehr wohl noch deutsch zu Hause sprachen. Meine Großeltern haben sogar erst im Erwachsenenalter Russisch gelernt und später gut aber nicht "perfekt" russisch gesprochen. Sie (meine Großeltern) wohnten in einem komplett deutschsprachigen Dorf und sprachen auch in der Schule (beinahe) nur deutsch. Mein Vater hatte zu Hause auch nur deutsch gesprochen. Es gab in der Generation meines Vaters viele gemischte Ehen (deutsch-russisch) und viele sprachen mehr und mehr russisch in der Familie und im Beruf natürlich auch nur russisch.

    Nur mal als Anmerkung: Der Zweite Weltkrieg ist eine Art "Grenze", wo die "Russlanddeutschen" mehr und mehr anfingen russisch zu sprechen (russisch sprechen zu müssen) ... auch durch die Vertreibung aus den ursprünglichen Wohnorten (deutschen Dörfern, u.a. auch in der Krim und an der Wolga) durch Stalin nach dem Ausbruch des Krieges. Das aber nur am Rande.

    Kommentar von LtCdrData ,

    Da ich selbst Spätaussiedlerin bin, kann ich nur dazu sagen, dass die Generation meiner Eltern und Großeltern (bzw. auch die Generationen davor) sehr wohl noch deutsch zu Hause sprachen. Meine Großeltern haben sogar erst im Erwachsenenalter Russisch gelernt und später gut aber nicht "perfekt" russisch gesprochen. Sie (meine Großeltern) wohnten in einem komplett deutschsprachigen Dorf und sprachen auch in der Schule (beinahe) nur deutsch. Mein Vater hatte zu Hause auch nur deutsch gesprochen. Es gab in der Generation meines Vaters viele gemischte Ehen (deutsch-russisch) und viele sprachen mehr und mehr russisch in der Familie und im Beruf natürlich auch nur russisch.

    Es stimmt aber, dass die Leute einen "eigenwilligen" Dialekt sprachen und da war auch was aus der Schweiz mit be i...

    Nur mal als Anmerkung: Der Zweite Weltkrieg ist eine Art "Grenze", wo die "Russlanddeutschen" mehr und mehr anfingen russisch zu sprechen (russisch sprechen zu müssen) ... auch durch die Vertreibung aus den ursprünglichen Wohnorten (deutschen Dörfern, u.a. auch in der Krim und an der Wolga) durch Stalin nach dem Ausbruch des Krieges. Das aber nur am Rande.

    Kommentar von issle ,
    Da ich selbst Spätaussiedlerin bin, kann ich nur dazu sagen, dass die Generation meiner Eltern und Großeltern (bzw. auch die Generationen davor) sehr wohl noch deutsch zu Hause sprachen.

    außnahme bestimmen die regel ^^. ich streite nicht ab, dass es solche fälle gibt. aber zu diesem thema gibt es zahlreiche studien und diese kommen zu dem ergebnis, dass vor allem jene generation, die in den 70-80er jahren geboren wurde, größtenteils nahezu kein deutsch spricht. selbst bei den in den 60er jahren geborenen, sieht's schwierig aus. ansonsten gilt: je älter die generation, desto besser die deutschkenntnisse. aber da ist eben auch häufig das problem, dass es meist nicht hochdeutsch ist, sondern ein regionaler dialekt, der obendrein veraltet ist. bringt einen also nicht unbedingt weit.

    und keine sorge, ich bin auf dem gebiet auch kein unbeschriebenes blatt: was die herkunft angeht, so sitzen wir im selben boot. und dann hab ich auch noch slavistik studiert.... - wenn auch nur bis zum bachelor ;)

    die ganze sache mit der vertreibung ging sogar schon in den 30er jahren los mit der zerschlagung der kulaken. und häufig waren es eben deutsche siedler die es, aufgrund gewisser russlandinterner privilegien und des deutschen handwerks, zu einem gewissen reichtum gebracht haben. sie standen also ganz oben auf der liste, der zu zerschlagenden.... "eigentum" war halt nicht so schick im kommunismus...