Zeitarbeit - Weihnachten und Silvester nicht arbeiten aber minus im Zeitkonto?

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5 Antworten

Ein Zugriff auf das Stundenkonto ist immer eine etwas schwierige Fragestellung, weil im Grundsatz zunächst einmal Dein Arbeitgeber ( in Deinem Fall also der Verleiher ) dafür verantwortlich ist, Dir die Möglichkeit zur Ableistung Deiner ( Tarif- ) Vertraglich zugesicherten Mindeststunden zu ermöglichen.

In einsatzfreien Zeiten ( also Zeiten, wo es für Dich keine Arbeit in Kundenbetrieben gibt ) müsste Dein Verleiher zunächst einmal auf eigene Kappe dafür sorgen, dass Du einen Ersatzauftrag zugewiesen bekommst. Kann er das nicht, so ist die Lohnfortzahlung des Basistarifes zunächst erst mal sein eigenes unternehmerisches Risiko.

"Basistarif" bezeichnet dabei erst einmal nur, welche Anzahl an wöchentlichen / monatlichen Arbeitsstunden dabei im Mantel-Tarifvertrag ( z.B. nach IGZ oder BAP/DGB ) als untere Grundlage festgelegt sind. Das müsste sich momentan in etwa um 35 - 37,5 Wochenstunden , bzw. 140 - 150 Stunden pro Monat bewegen.

Und wenn du bei einer vereinbarter Stundenlohnvergütung diese ( Mindest-) Zeiten nicht voll bekommst, ( z.B. weil der Kundenbetrieb Urlaubstage einlegt ), so muss halt Dein Verleiher für die nötigen Ersatzeinsätze sorgen. Du musst an diesen ( Werk- ) Tagen dann nur halt zu betriebsüblichen Zeiten Deiner Leihfirma erreichbar und verfügbar sein. "Minusstunden" darf er dann nicht ins Stundenkonto nur deswegen eintragen, weil er keinen Ersatzauftrag für Dich fand.

Soweit mal die reinen Grundlagen zu den allgemein üblichen ( Tarif- ) Vertragsbedingungen dieser Branche und dem Grundlohn ohne nebentarifliche Zusatzvereinbarungen in zulässiger Art.

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Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 16.4.2014, 5 AZR 483/12:

Zitat:

b) Das Arbeitszeitkonto im Leihverhältnis darf allerdings nicht dazu eingesetzt werden, § 11 Abs. 4 Satz 2 AÜG zu umgehen und das vom Verleiher zu tragende Beschäftigungsrisiko auf den Leiharbeitnehmer abzuwälzen. Regelungen, die es dem Verleiher ermöglichen, in verleihfreien Zeiten einseitig das Arbeitszeitkonto abzubauen, sind unwirksam.

Ob es in deinem Fall zutrifft kann ich nicht beurteilen

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Kommentar von hanz5342
30.11.2015, 12:06

Nachtrag: Hast du in der jeweiligen Woche deine vertraglich vereinbarte Arbeitszeit erfüllt (35 Stunden?)?

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Hallo, zu Deinen Fragen. Der 24. und 31. gelten wenn du Urlaub nehmen musst, kannst oder willst als jeweils ein Urlaubstag. An diesen beiden Tagen ist die offizielle Arbeitszeit jeweils bis 14 Uhr, außer in Branchen wo immer auch Feiertags und Sonntag gearbeitet wird.

Bedeutet für Dich, dass Du entweder 14 Stunden minus auf Deinem Zeitkonto hast oder zwei Tage Urlaub nimmst. Nach dem ersten Arbeitsmonat stehen Dir ja 1,6 Urlaubstage zu, aufgerundet also 2

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Das kommt drauf an. Manche Firmen sagen, es ist jeweils ein ganzer Arbeitstag. Andere sagen, nur halb.

Das kommt auf die Regelung in Deiner Firma an.

bei ZA habe ich bisher nur "erlebt": ganzer Arbeitstag, also pro Tag auch einen Urlaubstag oder 1 Tag Minusstunden.

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Da es keine Feiertage sind, gibt es eine interne Regelung deines Arbeitgebers. Warte darauf, was sie dir sagen. Wenn sie nett sind, geben sie einfach frei.

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