Frage von Alisanderzaunen, 38

Wie ist die (ungefähre) chemische Zusammensetzung von Erde (also nicht unserem Planeten) sondern ganz normaler Erde vom Boden?

Antwort
von agrabin, 20

Natürlich kannst du für einen bestimmten Boden die chemischen Bestandteile analysieren. Die sind, wie andere schon geschrieben haben, für jeden Boden unterschiedlich.

Bei der Betrachtung von Böden werden  andere Kriterien herangezogen: Eine wichtige Rolle spielen Bodenart (Korngrößenverteilung) und Bodentyp (Horizontabfolge und Entstehung des Bodens).

Grundsätzlich besteht ein Boden aus mineralischen und organischen Bestandteilen. Dabei ist schon die Zusammensetzung der organischen Bestandteile, also abgestorbener organische Substanz (Humus) und lebender organische Substanz (Bodenlebewesen und Pflanzenwurzeln) ein sehr komplexes Thema. Durch Mineralisierung, Auswaschung, Stoffeinträge, Art des Pflanzenbewuchses usw. ändert  sich die Zusammensetzung und ist also nicht statisch.

Eine Bodenuntersuchung für landwirtschaftliche, gärtnerische oder umweltanalytische Zwecke gibt Aufschluss über den Gehalt an pflanzenverfügbaren Mineralstoffen oder giftige Bestandteile.

Antwort
von PeterKremsner, 38

Kann man so nicht angeben weil die von Gebiet zu Gebiet immer sehr stark verschieden ist,

Das hängt mal von den Mineralien in dem Gebiet ab, weiters spielen hier auch die vorhandenen Mikroorganismen und Pflanzen eine große Rolle.

Kommentar von Iamiam ,

Erde entsteht durch Verwitterung des Oberflächen-nahen Gesteins. Je nach dessen Zusammensetzung variiert die Chemie. Ausserdem hängt es von der Durchwurzelungsgeschichte, Laubfall, Säuerung, Organismen u. v. a. ab.

Hauptbestandteile sind üblicherweise Si, Al, Mg, Ca, K, aber auch andere Elemente wie Eisen. Kaum Na. Ausserdem organisches Material, Wasser, ein wenig Eiweiß/Stickstoff usw.

Pflanzen brauchen neben Wasser vor allem K, N, P, wenig Mg, etwas S, B, und etliche Spurenelemente. K wird aus Schichtsilikaten teilweise durch Kalk freigesetzt/Pflanzen-verfügbar gemacht (Verdrängung von K durch Ca) und dann ausgewaschen

("viel Kalk macht reiche Väter und arme Söhne" hieß es in der Vor-Kunstdüngerzeit, ausserdem: "die Wiese ernährt den Acker", weil aus dem Wiesengrund K und Klee-Eiweiß übers Vieh in die Jauche gelangte, die den Acker dann fruchtbar machte.)

Kommentar von PeterKremsner ,

Ja ok du hast meine Antwort ausführlicher beschriebn aber warum machst du ein Kommentar und schreibst nicht einfach selbst eine Antwort?

Kommentar von Iamiam ,

Damit auch Du siehst, dass noch was dazugekommen ist, hältst du das für falsch?

Kommentar von PeterKremsner ,

Nein ganz und gar nicht, aber ich wollte nur sagen, dass dein Kommentar eher eine eigenständige Antwort ist als ein Kommentar zu meiner Antwort.

Expertenantwort
von TomRichter, Community-Experte für Chemie, 27

Ein paar Beispiele findest Du hier:

https://books.google.de/books?id=UNhOAQAAMAAJ&pg=PA47&lpg=PA47&dq=ga...

Kommentar von Iamiam ,

immer wieder interessant, so alte Schriften zu lesen mit ihren antiquierten Ausdrücken, den genauen Beschreibungen, den Missverständnissen der Zeit und ihren Spekulationen. DH!

Und auch der völlig andere Denkansatz (vergleiche meinen Kommentar in AW Kremsner)

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