Wie breit muss ein Grundstück sein, dass es als Bauplatz durchgeht?

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6 Antworten

Ich fasse deine beiden Fragen mal zusammen. Der faire Weg wäre, Nachbar stellt eine Bauvoranfrage und ihr wartet die Entscheidung ab. Dann klärt sich nämlich auch deine 2. Frage, ob er überhaupt noch bereit ist, dir für ein unbebautes Grundstück mehr als den Richtwert zu zahlen. ;-). Du kannst ihm aber auch das Grundstück verkaufen und lässt die Bebauungsmöglichkeit zu seinem Problem werden. 

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Kommentar von Semiconductor
02.10.2016, 07:49

Das ist die beste Antwort, daran habe ich gar nicht gedacht! Es ist ja gar nicht mein Problem, ob er bauen kann.

Solange es einen Käufer gibt, der den Preis zahlt, müsste ich es einfach nur verkaufen! Was er damit dann macht kann mir ja dann egal sein.

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Das kannst du im örtlichen Bebauungsplan einsehen. Wenn du ein berechtigtes Interesse nachweist, ist das ohne weiteres möglich

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Kommentar von Colombo1999
01.10.2016, 19:22

Zur Einsichtnahme in den Babauungsplan braucht es kein berechtigtes Interesse. Da fragt niemand nach Vollmacht oder Ausweis. Jeder, der ein Grundstück zu erwerben gedenkt, kann sich beim zuständigen Bauamt nach der Bebauungsrichtlinie erkundigen und den B-Plan einsehen, sofern es einen gibt.

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Bei einer Größe von 10 x 40 Meter ginge das sicher nur zu einem großen Teil (wegen besagter 10 Meter) durch Grenzbebauung. Mehrere Außenwände würden de facto auf der Grenze stehen. (Ansonsten müsste ein Abstand von drei Metern zur Grenze gewahrt werden.) Ob das unter welchen Auflagen genehmigungsfähig wäre, ist hier die Frage.

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Bei einem freistehenden Haus müssen zum Nachbarn sogenannte Abstandsflächen eingehalten werden. Bei Straßen und öffentlichen Flächen wird bis in die Mitte gerechnet. Hier kannst Du Dich belesen:

http://www.baulexikon.de/Bautechnik/Begriffe\_Bautechnik/a/BAUlexikon\_abstandsfl.htm

Bei 10 m ist wahrscheinlich eine geschlossene innerstädtische Bebauung möglich oder verpflichtend, dann muss von Grenze zu Grenze gebaut werden.

Das kannst Du im Bebauungsplan im Bauamt einsehen.

Lass unbedingt das Maß der zulässigen Bebauung prüfen, denn danach richtet sich auch der Kaufpreis.

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Kommentar von Semiconductor
01.10.2016, 20:35

Danke. Wo sehe ich eigentlich ob das Stück auch WOhnbaufläche ist? Habe den Bebauungsplan vom Ort angesehen, da ist an der Stelle leider keiner,obwohl da viele ältere Häuser stehen. In den neueren Gebieten des Ortes sehe ich, dass es BPläne gibt.

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Stellt sich die Frage ob Grenzbebauung möglich ist. Pläne beim Bauamt der Stadt einsehen.

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Wie schon gesagt im Bebauungsplan schauen und evtl. eine Bauvoranfrage stellen.

Die Abstandsflächen betragen grundsätzlich 3m zum Nachbargrundstück. Es sei denn es ist eine Grenzbebauung vorgesehen wie häufig in Innenstädten wo die Häuser alle direkt nebeneinander stehen. Bedingt durch die Abstandsfläche dürfte es an den Aussenmauern nicht höher wie 3m sein. Ein Satteldach ist aber möglich. Es sei denn es ist im Bebauungsplan etwas anderes vorgesehen.

Demnach dürfe das Gebäude normalerweise aussen 4m breit werden und 34m lang. https://www.google.de/search?q=architekt+schmales+haus&client=firefox-b&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwi8s67ygrvPAhUkM8AKHb_2A5IQsAQIJQ

Eine weitere Möglichkeit wäre eine Baulast auf dem Nachbargründstück, wenn dieses nicht bebaut ist. Man kann dann die Abstandsfläche auf das andere Gründstück legen und der Nachbar darf dann innerhalb der Abstandsfläche nicht mehr auf seinem Grundstück bauen. Das kommt aber in der Regel nur in Frage bei enger Verwandtschaft, eigenen Nachbargrundstück (evtl. zusammenlegen der beiden Grundstücke auch möglich) oder Zahlung einer Summe Geld.

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Kommentar von Semiconductor
02.10.2016, 07:42

Ok danke, aber wie ich schon erfahren habe, wäre das ja gar nicht mein Problem, denn ich könnte das Grundstück ja auch so verkaufen und der Käufer hat sich darum zu kümmern.

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Kommentar von CSchreiner
02.10.2016, 10:10

Grundsätzlichrichtiger Hinweis auf die einzuhaltenden Abstandsflächen oder die u. U. mögliche bzw. vorgeschriebene Grenzbebauung. Der Rest bzgl. Wandhöhe (3m ist die Regel für grenzständige Garagen und Nebengebäude, beim Rest gilt Abstandsflächen i.d.R. 0,4 * Gebäudehöhe. Bei 3m Abstand könnte das Gebäude also im Mittel 7,5m hoch sein). Dachform und Länge sind aber de jure falsch und für den Fragesteller irreführend! Entweder gibt der Bebauungsplan was vor, was die Höhe, Bautiefe, Dachform, Bauweise angeht oder es gilt Par. 34 BauGB und das Vorhaben muss sich in die nähere Umgebung einfügen. 

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