Wie 60.000 Euro zwischen zwei Bankkonten übertragen?

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13 Antworten

Kann man einfach so 60.000€ von einem Konto zum anderen überweisen?
-> grundsätzlich ja. Frage: Warum sollte man "einfach so" Geld überweisen?

Unter welchen Bedingungen wird die Bank bezüglich des Geldwäschegesetzes darauf aufmerksam?
-> Bank fragen oder im Geldwäschegesetz nachsehen. Vermutlich ab einer gewissen Summe Bargeld oder Bankverbindung der sendenden Seite.

Muss man Steuer darauf zahlen (z.B. Schenkungssteuer)?
-> bei einer Schenkung ja, aber nur wenn der Freibetrag nicht ausreicht

Wäre es einfacher, das Geld bei der einen Bank in bar auszahlen zu lassen und bei der anderen in bar einzuzahlen?
-> da könnten bei der Einzahlung viel schneller die Alarmglocken klingeln.

Muss man nachweisen, wo das Geld herkommt?
-> das Finanzamt wird sich mit Sicherheit für interessieren, und da ist eine Überweisung besser

Könnte es sonst irgendwelche Probleme geben?
-> wenn man Pech hat, will auch die Staatsanwaltschaft wissen, woher das Geld kommt (Geldwäsche, illegale Geschäfte,...)

Mein Fazit:
Warum in aller Welt ist es so problematisch für dich, dass die Bank weiß, wohin das Geld geht bzw woher das Geld kommt? Nicht jeder interessiert sich für dich bzw deine Finanzen so, wie du vermutest. Meinst du, ich würde mir bei einer Steuererklärung merken, wieviel Lischen Müller von nebenan verdient? Sowas interessiert nur im Rahmen der Erstellung. Wenn du so ein pahei machst, dann machst du erst recht auf dich aufmerksam. Wenn alles legal ist, dann überweisen und fertig. Vorher vielleicht am Besten mit seinem Kundenbetreuer reden, damit die Überweisungshöhe aufgrund eines evtl Tageslimits oder so nicht unmöglich ist. Außerdem lässt sich die Herkunft im Bedarfsfall viel besser und einfacher erklären. Oder stell dir vor, du lässt dir das Geld bar auszahlen und wirst dann ausgeraubt? Dann ist das Geld wohl futsch und du wirst dir die Frage gefallen lassen müssen, warum das Geld nicht einfach überwiesen wurde.

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Kommentar von sophie1235
10.06.2016, 09:21

Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort!

Muss man Steuer darauf zahlen (z.B. Schenkungssteuer)? -> bei einer Schenkung ja, aber nur wenn der Freibetrag nicht ausreicht.

Wie leitet man sowas ein? Sagt man der Bank vorher Bescheid, sodass die Schenkungssteuer beglichen werden kann? Wie hoch ist der Freibetrag für diese Steuer?

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Kommentar von BarbaraHo
10.06.2016, 10:00

Das kommt ganz auf den Verwandtschaftsgrad an. Google doch einfach mal nach, dann brauchst du hier auch nicht zuviel zu erzählen. Wenn du Gesetze suchst: www.gesetze-im-Internet.de

Du musst dann eine Schenkungssteuererklärung beim Finanzamt einreichen. Nicht zu verwechseln mit der Erbschaftsteuererklärung. Das Gesetz fasst beides zusammen und heißt Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz, ErbStG. Freibetrag für Kinder ist 400.000,- €. Dir hilft dabei auch jeder Steuerberater.

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Wenn du 2 Konten bei dieser Bank hast und den Betrag von 60 000 € auf ein anderes überweisen lassen willst, so nennt man das eine Umbuchung. Das ist kein Problem. Es ist auch kein Problem, diesen Betrag von einem Konto bei deiner Bank auf ein Konto bei einer anderen Bank zu überweisen. Warum das Geld bar auszahlen lassen und dann bei einer anderen Bank wieder einzahlen, wenn es doch per Überweisung geht ? Da sparst du doch Gebühren wenn du den einfachen Weg der Überweisung wählst.Da wird nicht nachgefragt, woher das Geld kommt. Hatte bisher damit noch kein Problem. Im geschäftlichen Leben werden ganz andere Beträge transferiert und da fragt auch keiner nach. Du kannst heute ein Haus kaufen und den Betrag bar dem Verkäufer übergeben, da fragt auch niemand woher das Geld kommt. Hauptsache der Verkäufer hat sein Geld. Es soll angeblich Überlegungen in Berlin geben, dass man einen gewissen Geldbetrag in bar zahlen darf, die Restsumme muss per Bank überwiesen werden, wenn es um grössere Beträge geht. Derzeit sind es Überlegungen, aber noch keine verbindliche Vorgabe. In Italien ist das schon anders. Da gibt es eine solche Regelung schon seit ein paar Jahren. Wenn du ein Auto kaufst, das 10 000 € kostet, dann kannst du meines Wissens 2500 oder 3000 € in bar dem Verkäufer geben, die Restsumme muss per Banküberweisung beglichen werden. Dieses Limit wurde eingefüht, um der Geldwäsche einen Riegel vorzuschieben. Man kann den Geldfluss eben besser kontrollieren.

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Das ist kein Problem, den von dir genannten Betrag von einem Konto auf ein anderes umbuchen zu lassen. Wenn du aus einer Schenkung heraus diese Summe bekommst, zahle diese ganz einfach bei deiner Bank ein. Da wird wohl kaum jemand fragen woher du das Geld hast. Wenn einer fragt, dann kannst du doch sagen, woher das Geld kommt. Mit Geldwäsche hat das nichts zu tun. Lediglich das Finanzamt interessiert sich für dein Guthaben. Wenn es sich um Geld aus einer Schenkung handelt, dann wird Schenkungssteuer fällig, wenn der Freibetrag der Schenkung überschritten wird. Dann muss du aber nur den Mehrbetrag versteuern und nicht die ganze Summe. Du kannst dir das Geld auch bar auszahlen lassen. Bei manchen, vorallem kleineren Filialbanken solltest du das bei der Bank erst anmelden, damit die das Geld dann auch zur Verfügung haben, wenn du es abholen willst.Wenn du das Geld hast, kannst du das auch bei einer anderen Bank, bei der du ein Konto hast, einzahlen, oder ein Konto bei einer anderen Bank eröffnen und das Geld einzahlen. Probleme gibt es da keine.

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Du kannst nach Absprache mit der Bank, bzgl Diebstahlschutz, jede Summe überweisen.
Solange du keine krummen dinger gedreht hast musst du dich auch vor keinem Geldwäschegesetz fürchten

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Wenn von einem Konto auf das andere innerhalb Deutschlands überweisen wird, hat das mit dem Geldwäschegesetz nichts zu tun. Dieser Zahlungsfluss kann ja jederzeit nach verfolgt werden.

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Kommentar von sophie1235
08.06.2016, 11:53

Es geht mir dabei auch darum, dass nicht jeder Bankmitarbeiter sofort
nachvollziehen können soll, wo das Geld herkommt bzw. wo es hingeht. Und das einfach nur aus
Gründen der Privatsphäre, man muss für die Bank ja nicht komplett
transparent sein.

Was meinst Du Abwicklung in bar?

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Wenn beide Konten, in Deutschland, dir gehören, so ist das kein Problem. Die Bank kann dich jedoch anrufen und fragen ob du das tatsächlich warst.

Wenn du das Geld bekommst von Opa oder Familie dann musst du am Ende des Jahres mit deiner Einkommensteuererklärung dies angeben und darauf Steuern zahlen. Das gilt auch wenn ich dir Geld schenke...

Du hast - wenn ich mich nicht irre - vier Jahre Zeit dies rückwirkend zu melden.

Wenn du aus Kapitalerträge Gewinn erzielt hast, so ist das ebenfalls Meldepflichtig.

Jeder von uns ist Meldepflichtig!

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Kommentar von PatrickLassan
08.06.2016, 12:54

Wenn du das Geld bekommst von Opa oder Familie dann musst du am Ende des Jahres mit deiner Einkommensteuererklärung dies angeben 

Schenkungen sind keine Einkünfte im Sinn des Einkommensteuergesetz. Sie unterliegen der Schenkungsteuer. 

Du hast - wenn ich mich nicht irre - vier Jahre Zeit dies rückwirkend zu melden.

Du irrst.

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Kommentar von piobar
08.06.2016, 16:52

Du MUSST zusammen mit deiner Einkommensteuererklärung zusammen die entsprechende Anlage mit ausfüllen

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Kommentar von piobar
08.06.2016, 19:52

BGB, HGB, SGB

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Kommentar von piobar
08.06.2016, 19:54

nur mal so als Tipp: nimmt einen Bogen und eine Broschüre einer Steuererklärung und sieht selbst nach. Was ist den eure Meinung wo man solche Sachen abgeben muss - per der Polizei?

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Wäre es einfacher, das Geld bei der einen Bank in bar auszahlen zu lassen und bei der anderen in bar einzuzahlen?

Einfacher nicht, weil du erst mal bei einer Bank nachfragen solltest, ob diese überhaupt 60.000€ am Schalter da hat. Wenn nicht, was wahrscheinlich ist, muss es beschafft werden.

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Muss man Steuer darauf zahlen (z.B. Schenkungssteuer)?

Du hast 60.000,- € auf Konto A, welches dir gehört. Du überweist dieses Geld auf Konto B, welches ebenfalls dir gehört? Wo ist denn da eine Schenkung?

Wäre es einfacher, das Geld bei der einen Bank in bar auszahlen zu lassen und bei der anderen in bar einzuzahlen?

Würde ich abstand von nehmen, alleine vor dem Hintergrund mit so viel Geld durch die Gegend zu laufen.

Bei Bareinzahlungen ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass bei dem Bankmitarbeiter eine Alarmglocke (Geldwäsche) angeht viel größer. Wird das Geld transferiert, sieht man zumindest woher es kam, bei Bargeld nicht.

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Kommentar von atzef
08.06.2016, 12:21

Bei der Summe muss bei dem Bankmitarbeiter eine Alarmglocke angehen. Die schaltet man aber sofort wieder aus mit der Auszahlungsquittung der anderen Bank. :-)

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Das Geldwäschegesetz greift nicht bei Überweisugen von einem Konto auf das andere. Eine Verdachtsanzeige käme nur in Betracht, wenn eine Bareinzahlug vorgenommen wird und die Herkunft nicht plausibilisiert werden kann. Da du aber eine entsprechende Auszahlungsquittung der Bank vorlegen könntest, wäre ein Verdacht hinfällig.

Wenn es eine Schenkung ist, käme auch Schenkungssteuer in Betracht...

Geldwäsche lässt man ansonsten den Gerichtsvollzieher besorgen...:-)


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Kommentar von sophie1235
08.06.2016, 11:52

Es geht mir dabei auch darum, dass nicht jeder Bankmitarbeiter sofort
nachvollziehen können soll, wo das Geld herkommt bzw. wo es hingeht. Und das einfach nur aus
Gründen der Privatsphäre, man muss für die Bank ja nicht komplett
transparent sein.

Kannst Du mir das mit der Schenkungssteuer näher erklären? Wie hoch ist der Steuersatz bei Schenkungen?

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WennDu von Deinem Konto bei der Bank A 60.000,- auf Dein Konto bei der Bank B überweist, wirst Du wissen warum.

sollte dich einer Fragen, dann sagst Du es und fertig.

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Klar kann man das tun. Allerdings sollte man es NICHT per Online-Banking tun. Grund: Wenn man sich da bei der Kontonummer vertippt, haftet die Bank nicht, und sie ist auch nicht verpflichtet, den Namen des Empfängers zu kontrollieren. 

Sicherer ist es also, wenn man in die Filiale geht und dort zusammen mit einem Bankmitarbeiter den Überweisungsträger ausfüllt. 

Schenkungssteuer kann ja nur dann überhaupt anfallen, wenn man das Geld an eine andere Person überweist. Es gibt hier aber Freibeträge: https://www.steuertipps.de/steuererklaerung-finanzamt/themen/freibetraege-bei-der-erbschaftssteuer-und-schenkungssteuer

Kurz gesagt: Für den Ehepartner, für Kinder und für Enkelkinder ist es ok. Anderen darf man nur bis zu EUR 20.000 steuerfrei schenken.

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Kommentar von sophie1235
10.06.2016, 09:27

Danke für den Link, er ist sehr hilfreich!

Im Artikel ist die Rede von verschiedenen Steuerklassen.
Beziehen sich diese auf die Lohnsteuerklassen oder sind das andere Steuerklassen?
Zählt die Steuerklasse des Schenkenden oder des Empfängers?

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Wenn alles legal ist, lass es über das Konto laufen. Beträge ab 15.000€ fallen unter das Geldwäschegesetz, sobald es mit Bargeld läuft.

Wenn es eine Schenkung ist, hängt es davon ab, ob du mit der schenkenden Person verwandt bist, eventuell musst du eine Schenkungssteuererklärung ausfüllen und auch Steuern bezahlen, wenn es kein Verwandter ist.

Auch könnte bei einer Steuerprüfung die Frage aufkommen, warum dir jemand 60.000e schenkt und ob es sich dabei verdeckt um Lohn oder ähnliches handelt, der versteuert werden müsste.

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Eine Überweisung unterliegt nicht automatisch der Meldepflicht gem. Geldwäschegesetz. Zumindest nicht, wenn die Konten in Deutschland geführt werden. Bei einer Kontoeröffnung muss sich jede Person ausweisen und die Ausweisdaten werden festgelten. Damit ist eine Geldwäsche nicht mehr möglich, weil eine Verschleierung/Anonymisierung nicht mehr möglich ist.

Sollte die Bank aber den Verdacht haben, dass mit der Überweisung trotzdem Geldwäsche betrieben wird oder illegale Transaktionen finanziert werden erfolgt trotzdem eine Meldung an die zuständige Staatsanwaltschaft.

Schenkungen sind grundsätzlich steuerpflichtig, je nach Verwandtschaftsgrad der Beteiligten sind hohe Freibeträge möglich. Die Schenkung ist über eine spezielle Schenkungssteuererklärung dem Finanzamt zu melden. Sie gehört nicht in die Einkommensteuererklärung. Im EStG sind sieben Einkunftsarten definiert, eine Schenkung gehört nicht dazu.

Ein Herkunftsnachweis ist nicht erforderlich.

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