Frage von DanielaNanook93, 58

Welche Schriften darf ich für den kommerziellen Gebrauch verwenden?

Hallo ihr lieben,
Ich studiere aktuell Grafik Design im 5. Semester. Ein Freund von mir hat mich gefragt ob ich ihm ein Logo entwerfen kann. Habe mich gefreut und gesagt dass ich das kann und gerne für ihn mache.
Da ich noch im Studium bin und mir die ganzen  gängigen Grafik Programme nicht leisten kann, hat mir diese ein Kommilitone vor einiger Zeit einfach 'draufgezogen' sprich ich habe eigentlich keine Lizenz. Ich habe vorher noch nie etwas für den kommerziellen Gebrauch gestaltet wenn man das so nennen kann und weiß jetzt nicht ob ich ihm das Logo mit zB. Der Schrift Helvetica geben kann wenn er dass dann später für seine Homepage usw. Verwendet? Darf ich das? Oder kommt das eh nie raus? Und wie sieht es mit freefonts aus? Könnte ich diese verwenden ? Danke für eure Hilfe, liebe Grüße , Daniela

Antwort
von RalphPBerger, 36

Hallo Daniela,

der Link von Tonio47 ist ein guter Einstieg zu Deiner Frage nach dem kommerziellen Gebrauch von Schriften.

Generell gilt: alle Schriften die unter Creative Commons (CC) Lizenz stehen, also die sog, ‹Freefonts›, sind privat kostenfrei nutzbar; für die kommerzielle Nutzung benötigt man eine spezielle Form dieser Lizenz – hier gibt es mehrere Varianten; bitte im Wikipedia-Artikel über Creative Commons im einzelnen nachlesen.

Was natürlich gar nicht geht, ist dass Du die Arbeit mit illegaler Software machen willst, und ja: das gibt Ärger, besonders, wenn man das so in ein Hilfeforum ins Web schreibt. Die students-and-teachers-edition der Creative Cloud kostet Dich im Monat gerade mal 19,37 €, das ist einmal Essen gehen oder zwei Kinokarten / Taschenbücher. Du darfst sie auch gewerblich nutzen solange Du Studentin bist; verbunden mit der CreativeCloud ist auch die Nutzung von zahlreichen Typekit-Schriften, also hochwertigen Bezahlfonts. Wenn Du einen Auftrag mit 250 € abrechnest sind die Jahreskosten wieder drin.

Zum Thema Schriftennutzung noch folgendes: Viele Schriften sind preiswerter als man denkt; oft gibt es Rabatt- oder Einführungsangebote die bis zu 80% günstiger sind als der Listenpreis, also anstelle mehrerer hunder Euro nur noch 30 oder 50 € kosten. Und wenn Du der Ansicht bist, dass eine bestimmte Schrift Deinem Projekt den entscheidenden Kick gibt, kann man die auch zum Bestandteil des Angebots machen und die Schrift vom Kunden anschaffen lassen.

Grafik-Designer/-innen und Mediengestalter/-innen haben den großen Vorteil in ihrer Ausbildung mit Ihrem Berufsbild bereits Geld verdienen zu können. Sie sollten immer bedenken, dass sie mit der Verwendung illegaler Mittel oder dem Angebot ihrer Dienstleistung zu nicht marktrelevanten Konditionen nicht nur ihre zukünftigen Kolleginnen und Kollegen schädigen, sondern quasi auch den Ast absägen auf dem Sie später einmal selber sitzen wollen.

P.S.: Das Ihr im fünften Semester noch nichts über UrhG im Studium gehört habt verwundert mich doch sehr. Schau  mal auf die Seite der Allianz Deutscher Designer (agd.de) da findet sich eine ganze Menge an Infos.

Antwort
von tonio47, 35

lies Dir das durch:

http://www.typografie.info/3/page/FAQ.htm?sort_col=record_updated&sort_order...[266][lizenz]=1

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