Frage von blondunddoof, 59

Was passiert wenn man Änderung beim Kindergeldbezug nicht mitteilt?

Ich stehe gerade vor einem ziemlich üblen Problem. Meine Tochter (20) hat die Ausbildung im Januar abgebrochen bzw. wurde gekündigt. Unternommen hat sie nichts, weil sie davon ausging sie könnte sowieso schnell woanders ihre Ausbildung fertig machen. Also hat sie sich auch zuerst (3-4 Wochen) nicht arbeitslos gemeldet. Da sie aber nichts fand und sich auch nicht bemühte (sie hat psychische Probleme) hab ich sie gedrängt sich arbeitslos zu melden. Durch die Arbeitslosmeldung ging ich davon aus, dass auch der Kindergeldbezug weiter in Ordnung sei. Diese Info holte ich mir aus dem Internet. Sprich ich habe der Familienkasse diesbezüglich keine Änderungsmitteilung gemacht. Ehrlich gesagt, bin ich davon ausgegangen, dass das über Arbeitsamt intern vermittelt würde oder so. Nun kam ein Schreiben, dass der Bezug im Juli endet, sprich wussten die doch nichts von der Arbeitslosmeldung. Da sie hoffentlich im September ihre Ausbildung wieder in einem neuen Betrieb aufnimmt, weiß ich jetzt nicht, was auf mich zukommt, wenn ich bzw. auch wie ich der Kindergeldkasse das mitteile, ohne das da eine Strafe auf uns zu kommt? Rechtlich muss man ja jede Änderung mitteilen, andererseits stand ihr das Geld ja so und so zu. Kann mir jemand sagen wie ich mich da jetzt am besten verhalte, bzw. was auf mich zukommt? Danke schon mal für jede Antwort.

Antwort
von ellaluise, 36

Hi, erstmal, Kindergeld wird auch für arbeitslos gemeldete Kinder bis Ende des 21.Lj. gezahlt. Solange nur 1 Tag im Monat Anspruch bestand, ist das Kindergeld rechtmäßig.

Ich würde die Meldungen jetzt machen. Derartiges kommt immer wieder vor.

https://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/Formulare/Detail/index.htm?dfConten...

Im Link gibt es die Formulare Online.

KG45=Veränderungsmitteilung = Kind hat Ausbildung aufgegeben

KG5d=Erklärung zu den Verhältnissen eines Kinder Ü18 = Arbeitslos gemeldet

Wenn jetzt bereits ein unterschiebener Ausbildungsvertrag vorliegt, auch angeben.

Stöbere mal ein bisschen in den Formularen.


Kommentar von blondunddoof ,

Also denkst du es hat keine größeren Auswirkungen wenn ich bei der Familienkasse anrufe und denen das so erkläre?

Kommentar von ellaluise ,

Nein, das denke ich nicht. Aber anrufen wird eher nicht funktionieren. Callcenter.

Ggf. kann die Familienkasse vor Ort aufgesucht werden.

Ich würde tatsächlich mit den Formularen arbeiten und diese nachweislich (Einwurfeinschreiben) versenden. Und habe Kopien von allem was du verschickst, für deine Unterlagen und Originale nur verschicken wenn explizit gefordert.

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Arbeitslosengeld & Kindergeld, 26

Wenn sie die Ausbildung nach dem 01.01.2016 abgebrochen hat,dann hat sie die Anspruchsvoraussetzung zumindest für einen Tag im Monat erfüllt,deshalb würde das Kindergeld für Januar noch zustehen !

Hast du bzw.sie den Abbruch der Ausbildung der Familienkasse nicht mitgeteilt und sie war auch nicht Arbeit suchend ( 18 - 21 ) oder dann 21 - 25 Ausbildung suchend gemeldet bzw.kann ihre ernsthaften Bemühungen die Ausbildung weiter zu machen oder eine andere zu finden nicht nachweisen,dann wird zumindest eine Rückforderung auf dich zukommen.

Es sei denn du / sie könnte für diese Zeit nachweisen,dass sie durch ihre Krankheit die Ausbildung abbrechen musste und ihren Lebensunterhalt dadurch nicht selber bestreiten konnte,dann könnte es sein das die Familienkasse von einer Rückforderung absieht.

Antwort
von mirolPirol, 37

Sorry, aber Kindergeld steht DIR für deine Tochter nur während der Erstausbildung zu, da du ja dann noch unterhaltspflichtig bist, soviel ich weiß. Selbstverständlich kannst du das Kindergeld deiner Tochter überlassen.

Sie und du, ihr müsst die Änderungen unbedingt sofort der Familienkasse, der Arge und ihrer Krankenversicherung melden, wenn ihr keine Anzeige wegen Sozialbetrugs riskieren wollt.

Kommentar von blondunddoof ,

Das ist mir auch klar, es war einfach Unwissenheit und weil ich ja denke sie/wir hätten die Leistungen ja ohnehin weiter bezogen und wenn sie die "Erstausbildung" im September weitermacht, dann wird sie es ja bis Ausbildungsende ebenfalls weiter beziehen. Mir ging es auch mehr darum, ob die da egal wie und was eine Bußgeldstrafe verhängen, oder ob einfach Rückwirkend die Bescheide geändert werden, es aber vom finanziellen her keine Auswirkungen hat?

Antwort
von Xalgorim, 29

Ehrlichkeit währt immer am längsten...:)

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