Was erwartet mich im Psychologie Studium?

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4 Antworten

Ich bin schon fertig. Ich habe einenBachelor in Wirtschaftspsychologie: 

1. Gab keinen nur einen NC von 1,3. 

2. Die normalen Psychologiefächer kann man mit Auswendiglernen überleben. Sonderlich schwer sind die theoretischen Inhalte nicht. Vieles weiß man auch schon aus der Lebenserfahrung man lernt es aber unter neuem Namen kennen. Was für mich schwer war, war Neuropsychologie, Anatomie, Finanzpsychologie, Statistik und empirische Forschungsmethoden. Diese sind oft für Psychologiestudenten enttäuschend weil sie sehr Mathe- und Zahlenlastig sind. Sind aber sehr wichtig, weil die Psychologie als weiche Wissenschaft sehr stark von guten, methodisch korrekt erlangten Forschungsergebnissen lebt. Studien zu lesen ist nicht schwer, eher eine Übungssache. 

3. Allgemeine Psychologie sollte man mindestens bis zum Master machen. Dann steht dir Forschung und Beratung bzw. Approbation offen. Wenn du eine Spezialisierung hast wie ich wirst du im Konsummarketing und in der Personalabeilung grosser Unternehmen fündig. Das geht zum Teil auch mit allg. Psychologie. 

4. Soziale Arbeit, Medienwissenschaft und sonstige Spezialisierung wie eben Wirtschaftspsychologie geben dir eher eine kontextbasierte Anwendung von Psychologie. Auch viele Managementstudiengänge behandeln Psychologie, sowie Marketingstudiengänge. 

5. Nachteile sind ein sehr hoher Lernaufwand, Schreibkrämpfe, ständiger Anspruch sich exakt auszudrücken und methodisch Korrekt zu arbeiten. Ausserdem auch das Stigma anderer Studiengänge, dass Psychologie keine Wissenschaft ist oder dass alle Psychologen selbst einen an der Waffel haben. Oder das Psychologen jeden Menschen permanent analysieren, was der reinste Quatsch ist. 

6. Mich hat motiviert, das Handeln von Menschen besser zu verstehen. Seit meinem Psychologiestudium weiß ich wieso Menschen oft irrational oder unverständlich handeln und kann mehr Geduld aufbringen. Ausserdem hat es mir auch meine eigenen Denk- und Handlungsfehler vor Augen geführt und mich auch dahingehend geschult. Ständig statistisch und methodisch Korrekt zu arbeiten, hat mir vertieftes Wissen über wissenschaftliches Arbeiten im Allgemeinen gegeben. Auch Fächer in denen man konfliktfreies Kommunizieren oder das Moderieren von Konflikten lernt, bereichern das Berufs- und Privatleben ungemein. 

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  1. Ich studiere an der Fernuniversität, dort gab es keinen Aufnahmetest.
  2. Dadurch, dass ich mir alles selbst aneignen und mir meine Arbeitszeiten vollständig selbst einteilen muss, gehört eine gute Portion Disziplin dazu. Es gibt viel Statistik im Psychologiestudium, aber wie immer in allem, was mathematisch ist, ist es an sich nicht schwer, wenn man "seine Hausaufgaben macht", also kontinuierlich Aufgaben bearbeitet und in Übung bleibt.
  3. Nach dem Psychologiestudium kannst du alles mögliche machen. Du könntest in Forschung und Lehre bleiben oder in den klinischen Bereich gehen oder -um nur einige Felder zu nennen- dich auf Arbeits- und Organisationspsychologie, Entwicklungspsychologie, Sportpsychologie, Wirtschaftspsychologie, Gemeindepsychologie oder Schulpsychologie spezialisieren. Es gibt darüber hinaus noch mehr Anwendungsfelder der Psychologie.
  4. Je nachdem, was du machen willst, gibt es unterschiedliche Alternativen. Wenn du beispielsweise Eltern- bzw. Erziehungsberatung machen möchtest, kommt Sozialpädagogik, Erziehungswissenschaft allgemein, soziale Arbeit, Sozialwissenschaft etc. in Frage. Sozialwissenschaft, Politikwissenschaft und soziale Arbeit wären auch Studiengänge mit Relevanz für die Gemeindepsychologie. Wenn du das menschliche Gehirn erforschen möchtest, ist Biologie mit Spezialisierung auf Neurowissenschaft sinnvoll oder aber aus der Gegenrichtung Medizin. Du siehst, in welche Richtung das geht. Je nachdem, womit und worin du einmal arbeiten willst, sind ganz unterschiedliche Studiengänge gute oder schlechte Alternativen zu Psychologie.
  5. Nachteilhaft ist in jedem Studiengang ganz generell das Bachelor-/Master-System (zu verschult, zeitlich zu knapp bemessen, lässt kaum Freiraum für geistige Reifung). In Psychologie im Speziellen gibt es keine Nachteile, wenn man das Fach liebt. Wenn man das Fach nicht liebt, ergeben sich Nachteile durch alles, was den persönlichen Vorlieben zuwider läuft. Das gilt aber grundsätzlich für jeden Studiengang.
  6. Das Fach ist hochinteressant, ich kann mich auf diese Weise weiterbilden und ich möchte irgendwann qualifiziert sein, Interventionen zu planen, Tests zu konstruieren und wichtige Entscheidungsträger zu beraten. Darüber hinaus möchte ich es besser machen als die Masse, denn leider gibt es viel zu viele "schlechte" Psychologen.
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Kommentar von wanderlustige
04.05.2016, 20:08

Ok; prinzipiell denke ich, dass es vl sinnvoll ist, Psychologie allgemein zu studieren, wenn ich eigentlich noch nicht genau weiß, welche Richtung ich einschlagen will.
Und danke für deine ausführliche Antwort!

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Ich studiere Psychologie an der Sigmund Freud Uni. Hab sowohl mit Psychologie als auch psychotherapiewissenschaften angefangen. Mit Psychologie bin allerdings schon fast ganz fertig (kurz vorm Masterabschluss).

Wenn du dazu fragen hast - gern :)

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