Frage von iddontkcree, 328

Warum lernt man in der Schule nicht signifikante Dinge fürs Leben?

Ich frage mich wieso wir in der Schule jeden Dre.ck lernen aber nichts fürs Leben. Ich habe vor kurzem mein Abitur bestanden, weiß wann Goethe geboren wurde und was die großen Literaren alles gefaselt haben - oder im Reli- Unterricht Bibelstellen gelesen die unlogisch sind usw. Sicher ist nicht alles unnötig wir lernen das lernen ja - aber warum nicht gleich auch sinnvolles machen? Wo lerne ich worauf ich achten muss wenn ich einen Mietvetrag unterschreibe? 99.5% würde das weiter helfen. Oder was ist eine Steuererklärung - ich hab es schon gehört aber um ehrlich zu sein keine Ahnung was das wirklich ist - muss das jeder machen oder wie? usw - Dinge die einfach das Leben allgemein betrifft und die wichtig sind lernen wir nicht - aber hauptsache Bibelstellen runterrattern - Goethe zitieren und sonstigen DRE:CK!! Warum ersetzt man sinnlose Fächer nicht durch gescheite? (Reli, Sport, (Deutsch),Geschichte - diese könnte man ab der 9.Klasse gut streichen - komplette Zeitverschwendung)

Mich würde mal was die verehrten Personen des kultusministeriums sich dabei denken?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Shilja, 132

Weil unser (Aus-)Bildungssystem seit mehreren Generationen nicht mehr geändert wurde - es ist reine "Beschäftigung" und "Abrichtung" der Kinder bis sie Arbeitsfähig sind und bis dorthin werden sie darauf trainiert für das System zu funktionieren - also du musst nix verstehen oder kombinieren können sondern tun was man dir sagt - ein wahres Bildungssystem hätte keine getrennten "Fächer" wie Mathematik, Physik, Chemie und Geschichte... Ein wahres Bildungssystem würde dir die Formel erklären mit der du die Erderwärmung aufzeigen kannst - dir erklären wie die Welt funktioniert und das "Fächer"-übergreifend - doch das braucht kein Land, Leute die selbstständig denken, frei im Geist sind und hinterfragen machen unserem System nur Probleme :)

Zu empfehlen dazu: "Der Verrat des Schulsystems an unsere Kinder" von David Precht :)

Kommentar von Hooks ,

Kennst Du den Film Alphabet mit Arno Stern?

Kommentar von Shilja ,

Leider noch nicht gesehen aber kennen ja :)

Kommentar von Hooks ,

Der ist wirklich sehenswert!

Antwort
von voayager, 70

Deine Frage hatte ich mir als Schüler auch gar viele Male gestellt
und festgestellt, dass ich viel Gerümpel höherer Art mir einverleiben
mußte, für dich ich im täglichen Leben keine oder nur geringe Verwendung
fand und finde. Manches kommt mir vor, wie Stuck an der Decke, also
bloßer Zierat, mit dem sich bei Bedarf ein wenig prunken läßt, mehr aber
auch nicht. Das Meiste, was einen praktischen Nutzwert hat, lernte ich
entweder durch andere Menschen kennen, oder bei "learning by doing". Was
ich an Bildung zwecks Hobbypflege erwarb, bedurfte gleichfalls nicht
der Schule, sondern eignete ich mir autodidaktisch an, oder der
Grundstein wurde in meiner einstigen Familie gelegt. Ich verdanke der
Schule lediglich gewisse Deutschkenntnisse, Englisch, Französisch und
ein wenig Mathe. Die höhere Mathematik brauchte ich nach dem Abitur nie
wieder, gleiches gilt für einige andere Fächer, da diese im Alltag
völlig irrelevant sind. Auch im Berufsleben konnte ich mein
zurückliegendes Schulwissen kaum gebrauchen, ja selbst im Studium war es
nicht sonderlich hilfreich, wenn auch nicht völlig vergebens. 

Ein Großteil des Schulwissens dient ja auch nur als Zubringer für die Welt
der Arbeit, gewissermaßen als Sockel, auf dem dann in einer weiteren
meist recht nützlichen Berufsausbildung aufgebaut und draufgesattelt
wird. Die bloße Schulbildung allein reicht fast nie, um einen Beruf
sinnvoll ausüben zu können.

Was mich schon einst am Schulunterricht störte und später dann noch mehr, ist die Praxisferne,

der fehlende Bezug zum Alltag, die erfolgreiche und erfolgversprechende
Nutzanwendung zur Lebensbewältigung. Mir ist das noch viel deutlicher
geworden, als ich vom Sowjet-Pädagogen Makarenko seine
autobiographischen Romane mit dem Titel "der Weg ins Leben" sowie
"Flaggen auf den Türmen" las, wo eine andere Art der Bildung dargestellt
wrd. Makarenko war Leiter von 2 pädagogischen Kolonien, die er in den
20-er und 30-er Jahren in der Sowjetunion gründete. Mit seiner Pädagogik
vermochte er es, nicht nur lebensnahe Bildung seinen Zöglingen zu
vermitteln, sondern er schaffte es gar, Kriminelle und Verwahrloste in
rechtschaffene Bürger umzuwandeln, etwas was hierzulande fast nie
gelingt. Makarenko schaffte es durch Selbstbestimmung der Jugendliche
und mit der Verzahnung von Arbeit und Schulwissen, die sich gegenseitig
durchdrangen und beeinflußten. Er nutzte auch den Sinnspruch der Alten
Römer "theoria cum praxi" , eine Maxime die der Marxismus übernahm.

Da im Kapitalismus eine scharfe Trennung in Kopf,- und Handarbeit
vorgenommen wird, zwecks Sortierung der Menschen nach Rängen, übt dies
die bürgerliche Schule schon mal ein.

Der fehlende Bezug zum Alltag, die erfolgreiche und erfolgversprechende
Nutzanwendung zur Lebensbewältigung. Mir ist das noch viel deutlicher
geworden, als ich vom Sowjet-Pädagogen Makarenko seine
autobiographischen Romane mit dem Titel "der Weg ins Leben" sowie
"Flaggen auf den Türmen" las, wo eine andere Art der Bildung dargestellt
wrd. Makarenko war Leiter von 2 pädagogischen Kolonien, die er in den
20-er und 30-er Jahren in der Sowjetunion gründete. Mit seiner Pädagogik
vermochte er es, nicht nur lebensnahe Bildung seinen Zöglingen zu
vermitteln, sondern er schaffte es gar, Kriminelle und Verwahrloste in
rechtschaffene Bürger umzuwandeln, etwas was hierzulande fast nie
gelingt. Makarenko schaffte es durch Selbstbestimmung der Jugendliche
und mit der Verzahnung von Arbeit und Schulwissen, die sich gegenseitig
durchdrangen und beeinflußten. Er nutzte auch den Sinnspruch der Alten
Römer "theoria cum praxi" , eine Maxime die der Marxismus übernahm.

Da im Kapitalismus eine scharfe Trennung in Kopf,- und Handarbeit
vorgenommen wird, zwecks Sortierung der Menschen nach Rängen, übt dies
die bürgerliche Schule schon mal ein.

Kommentar von Hooks ,

Kennst Du den Film Alphabet?

https://www.youtube.com/watch?v=Kgn9LWQqkj0

Hier ein Vorgeschmack.

Kommentar von voayager ,

Nee, kannte ich nicht, ein recht interessantes Video

Kommentar von Hooks ,

Und ein recht interessantes Konzept. Ich kenne viele Menschen, die danach leben, in allen möglichen Abstufungen von "Schule zuhause" bis "Freilernen". Es funktioniert! Und es macht Spaß.

Und das Wissen bleibt viel länger haften, ist also nachhaltig, wie es so schön heißt.

Kommentar von voayager ,

mit Sicherheit isses so, ich pflicht dir bei

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 72

Hallo!

Interessante Frage ----> DH! Erst gestern hatte ich's in einer tollen Diskussion mit einem pensionierten Lehrer über exakt dieses Thema.. und er hatte die selbe Ansicht, die ich schon lange hege!

Die Kultusministerien sind schlicht zu weit vom Schuss! In ihren Regierungsbauten der Landeshauptstädte bekommen sie einfach nicht mit, wie der Schulalltag "da draußen" abgeht, wie es da läuft & was die Jugendlichen heute als Rüstzeug für die moderne Gesellschaft/die Arbeitswelt wirklich brauchen.

Das Problem ist, dass das oft überalterte Ministerien sind mit Leuten, an denen die Realität der letzten sagen wir 20-30 Jahre mehr oder weniger vorbeigezogen ist.. was man ihnen aber nicht mal "verdenken" kann, da sie in ihren Bauten mehr oder weniger von der Realität in den Schulen auf dem Land abgeschirmt sind.

Der Lehrer i.R. kritisierte massiv, dass Kultusministerien auch jegliche Vorschläge abblocken, weil sie in ihrer Bürokratie keine Chance sehen oder sogar von vornherein total passiv seien. Nach dem Motto: "Es soll so bleiben, wie es bis heute war, denn es war wunderbar"^^ ihr wisst sicher, was ich meine ;) Naja...!

Mir persönlich (Mittlere Reife 2007) haben in der Realschule lediglich die Fächer Geschichte, Erdkunde, Gemeinschaftskunde und in gewissen Grundkenntnissen auch Physik, Musiktheorie und Religion geholfen.. die Fremdsprachen Englisch & Französisch bis zum gewissen Grad auch. Das sind allgemeinbildende Fächer, wo man z.B. auch erfuhr, was der Prager Frühling war, wie die DDR und das III. Reich funktionierten, wie die Gesetze geschrieben sind und wie die Regierung aufgebaut ist, was der Landtag macht, wie die Welt aussieht & wer die bekanntesten Komponisten sind, wie die Bibel interpretiert werden kann usw.! Und das ist für alle deutlich wichtiger als das, was wir in den "Hauptfächern" zumindest in der Realschule lernten. 

In Mathematik war man nach anspruchsloser Geometrie, der Bruchrechnung und rationalen Zahlen (ca. 6./7. Klasse-Realschule) mit "brauchbaren" Dingen spätestens durch ---------> komplexe Algebra, Flächenberechnungen oder komplizierte Geometrie erweckten mir stets mehr den Anschein der "Zeitfüllung".. sorry! Deutsch ab ca. 7./8. Klasse mit Gedichtbeschreibungen, lateinischen Fachbezeichnungen für Fälle der deutschen Sprache und anderen "Feinheiten" hatte den unerwünschten Effekt, dass viele in der 10. noch immer nicht richtig die Rechtschreibung beherrschten & auch Satzzeichenfehler noch ein Dauerthema waren ------> weil man sich im Gegenzug nicht groß um Rechtschreibung oder Satzzeichenlehre/Sprachlehre scherte. Der Lehrplan sah dieses wichtige Thema nicht vor. Und das kann's doch echt auch nicht sein, bei aller Liebe!

Meine Meinung!

Kommentar von Hooks ,

Ich habe es von jemand höherem in der Hierarchie, daß der Sinn der Schule (ihr Hauptziel) nicht die Bildung ist, sondern die Integration in die Gruppe.

Du siehst also, es will auch keiner, daß die Schüler richtig etwas lernen (sehr zum Leidwesen der Berufsausbilder, die stellenweise ihre Ausbildung auf den Kopf stellen müssen, weil die Kinder nicht mehr die Voraussetzungen dafür mitbringen!!)

Da hilft wirklich nur, sich selbst um seine Bildung zu kümmern.

Immer wieder höre ich, daß Kinder, die jahrelang selber gelernt haben und später in die Schule gegangen sind (meist, um einen Abschluß zu erlangen), dies als große Zeitverschwendung ansehen, die sie am Lernen hindert.

Antwort
von bronkhorst, 46

Solange man nicht genau weiß, was für wen relevant ist, muss jeder eben auch Dinge lernen, die er später nicht braucht.

Oft werden die Dinge erst dadurch relevant, dass man sie lernt und sich mit ihnen beschäftigt. Für die meisten in meinem Jahrgang war Latein ein toter Ballast - mir hat es beim Lernen anderer Sprachen enorm geholfen.

Ich habe bei meinen 20- und 30-Jahres-Abiturfeiern einige wiedergetroffen, für die das Abitur der geistige Höhepunkt ihres Lebens blieb, weil sie danach in dumpfe Routinejobs abgetaucht sind. Das ist sehr schade für sie - aber hätte man deswegen den ganzen Jahrgang nur auf dumpfe Routinejobs abrichten sollen? Und würde nicht auch diesen Leuten dann etwas fehlen?

Allerdings stimme ich Dir zu, dass die Schule in der heutigen Zeit ein paar mehr lebenspraktische Dinge vermitteln sollte - zum Beispiel ein Minimum an Grundwissen über den Umgang mit Geld.

Das sollte aber zusätzlich und nicht ersetzend vermittelnd werden.

Kommentar von Hooks ,

Solange man nicht genau weiß, was für wen relevant ist, muss jeder eben auch Dinge lernen, die er später nicht braucht.

Ziemlich sinnlos, so ein Gießkannenwissen auf alle zu verteilen - das kann sich niemand anders leisten als die sog. allgemeinbildenden Schulen, die erschreckend viele Schüler heute nicht mehr zu Ende bringen.

Und wäre nicht auch Latein für andere sinnvoll, wenn sie nicht das Abi machen?

Kommentar von bronkhorst ,

Welche Alternative zum "Gießkannenwissen" schlägst Du vor?

Freie Selbstbedienung nach Lustprinzip funktioniert erst ab einer Lebenserfahrung und Reife, die man im Schulalter noch nicht voraussetzen kann - und die Quote der Wunderkinder, deren Begabungsschwerpunkte schon im Grundschulalter erkennbar wird, ist recht gering.

Über Latein kann man diskutieren. Mir hat es sehr geholfen - für viele in meinem Jahrgang war es allerdings eine Verschwendung von Speicherplatz, den sie im Nachhinein mit einer lebenden Fremdsprache belegt hätten.

Wenn es dafür auch auf anderen Schulformen eine ernstzunehmende Nachfrage gäbe, würde man es wahrscheinlich auch anbieten.

Kommentar von Hooks ,

Entschuldige, ich habe eben erst Deine Frage entdeckt.

Ja, das ist so eine Sache mit dem Lustprinzip...

Hast Du Dir mal Gedanken darüber gemacht, daß jedes Kind sich riesig auf die Schule freut, und die meisten bereits nach einigen Monaten, manche bereits nach Wochen, keine Lust mehr haben? Beobachte das mal.

Sollen wir nun sagen, wir mußten da auch durch, das sollen die gefälligst auch tun? Das ist doch ein bißchen armselig.

Hast Du Dir mal Gedanken darüber gemacht, wieviele Wissenschaftler in ihrem Lebenslauf den Passus haben "aus der Schule geflogen"?

Eines kann man auf jeden Fall noch vor dem Schulalter feststellen: die Kinder haben Interesse. An allen möglichen Dingen. Am Lesen (denn das eröffnet ihnen eine völlig neue Welt!), am Basteln, an Werktechniken, an Hausarbeit, an Bewegung - kurz: am Lernen.

Das Kind ist von Anfang an ein lernendes Wesen. Und das wird ihnen in der Schule gründlich ausgetrieben. Sie sollen pauken, irgendwas, das irgendwer aus irgendeinem Grund für notwendig hielt. Dazu in einer altershomogenen Gruppe, die jegliches soziale Lernen unterbindet.

Wir sind hier in Deutschland, deshalb wird man von den meisten Menschen als Ketzer angesehen, wenn man das tut, was viele Leute vor 1938 getan haben: Ihre Kinder zuhause unterrichten. Oder selber lernen lassen. Wir haben unsere beiden Großen aus der 3. bzw 2. Klasse herausgeholt und die andern gar nicht erst eingeschult. Dann haben wir nach teils festen und später immer lockereren Plänen gelernt bis hin zum Unschooling. Es hat ihnen sehr gutgetan in der gesamten Entwicklung. Schulisch, menschlich, sozial...

Ich will dazu jetzt nicht mehr viel schreiben (frage gerne, wenn Dich was interessiert), nur noch ein Zitat unseres Ältesten aus der Berufsschulzeit anfügen: "Mir scheint, die anderen Schüler sind dermaßen abgefüllt mit Lernstoff, daß die keine Lust mehr zum Lernen haben!" Er war Jahrgangsbester und macht nun als Abteilungsleiter noch ein Fernstudium Industriefachwirt, die andern sind alle irgendwo die Klassenbesten, beim Studium, Landesbester, Meisterschule...

Ich halte das für eine äußerst gute Alternative zum Gießkannenprinzip. Die Entbehrungen, die man dabei als Famile auf sich nimmt, tragen zudem sehr zur Charakterentwicklung bei.

Antwort
von Mikkey, 71

Nicht für ungut, aber in Deutsch lernt man unter Anderem, wie man die Aussage eines Texts versteht. Dies versetzt einen in die Lage, eine Steuererklärung anzufertigen - das ist kein Hexenwerk und wenn man seine Voreingenommenheit ablegt, kann man das auch. Wo es spezielle Anforderungen gibt, z.B. beim Betreiben eines Unternehmens, da bedient sich auch der kundige Unternehmer eines Steuerberaters.

Ein Mietvertrag will auch nur vor(!) dem Unterschreiben gelesen werden, wobei unklare Punkte mit dem Vermieter geklärt werden können. Was gibt es dabei zu lernen?

Zu meiner Zeit gab es verschiedentlich Angebote auf freiwilliger Basis, z.B. Rechtskunde, Erste Hilfe, Russisch, praktische Chemie. Die konnte man wahrnehmen oder auch nicht. Ist so etwas nicht mehr vorhanden?

Kommentar von Hooks ,

Sachliches wird kaum mehr vermittelt. Es geht hauptsächlich um Beziehungen. In allen Fächern, ich habe es neulich wieder an den Englischbüchern festgestellt.

Kommentar von iddontkcree ,

natürlich liest man den Mietvertrag und klärt alles nochmal mit dem Vermieter - aber willst du mir erzählen, dass alle Vermieter freundlich sind und zu deinem Vorteil denken?

Sicher nicht genau deshalb muss doch die schule da besonders drauf eingehen - auch Eltern haben da nicht unbedingt den besten durchblick

Kommentar von Hooks ,

Mir erzählte ein gebürtiger Ossi, daß ihm da der Deutschuntericht am meisten geholfen habe, weil sie gelernt hatte, zwischen den Zeilen zu lesen. Oder das zu lesen, was eben gerade nicht da stand.

DAS braucht man heute.

Kommentar von Mikkey ,

das zu lesen, was eben gerade nicht da stand

Ist in Bezug auf Verträge der schlimmste Fehler, den man machen kann.

Kommentar von Hooks ,

Ich meinte jetzt eher in bezug auf die Presse.

Antwort
von blackforestlady, 115

Dafür sind Deine Eltern zuständig oder schaffen sie das nicht. Da hat die Schule nichts mit zutun. Wenn Du eine Beziehung eingehst oder mit ins Bett gehst, dann schaffst Du das doch auch alleine oder muss die Schule da auch helfen. Wenn man Interesse zeigt kann man sich vieles aneignen oder etwa nicht.

Kommentar von Hooks ,

Ohne Schule sähe unser Land mit seinen Beziehungen anders aus!

Kommentar von Kuro48 ,

Ohne Schule gäbe es weniger Bildung. Bildung ist das wofür viele kämpfen. Der Zustand früher war der, dass Unwissen an die Kinder weitergegeben wurde denn jeder konnte nicht mehr als das Limit seines Wissens weitergeben. Das Ergebnis war eine kleine, gebildete Schicht die sogar Hauslehrer nutze und eine große ungebildete Schicht in der Kinder nicht unbedingt eine engere Bindung hatten sondern schlicht an ihre Eltern gebunden waren. Wer nichts lernt als morgens bis abends die Felder zu pflügen, der wird auch nur schwer je etwas besseres erlernen als die Eltern. Schulische Bildung war einer der größten Wege das Gefägnis seines Standes zu verlassen und einen eigenen Weg gehen zu können.

Kommentar von Hooks ,

Ich habe nichts gegen Unterricht. Sei er nun selbstgesteuert, von den Eltern oder per Hauslehrer.

Das Ziel der Schule heute ist nicht Bildung, sondern Integration in die Gruppe.

Ich bezog mich auf Beziehungen, wie blackforestlady sie meinte. In den Schulen werden sie forciert, und dadurch richtige Bildung erschwert, wenn nicht sogar unmöglich gemacht.

Da sei an das Wort von Sigmund Freud erinnert, der anhand seiener Studien  feststellte, wer früh sexualisiert sei, sei unerziehbar geworden. Die Wahrheit dieser Aussage erleben wir fast täglich.

Kommentar von Kuro48 ,

Nur wer nicht mal in einer Gruppe lernen kann, wird in ihr auch nicht arbeiten können. Das Problem heute ist Mobbing, Oberflächlichkeit, mangelndes Interesse an Wissen etc. nicht das Lernen in der Gruppe selbst.

Kommentar von Hooks ,


Das Problem heute ist Mobbing, Oberflächlichkeit, mangelndes Interesse an Wissen etc.

Genau das wird in der Schule gezüchtet. Mobbing durch altershomogene Gruppen, in denen die Hierarchie nicht klar ist und wo dadurch teils enorme gruppendynamische Prozesse ablaufen (die Menschen zerstören können), Oberflächlichkeit durch eine Riesenfülle an Stoff, die nach der Arbeit nie wieder gebraucht wird; und dadurch, daß kein Interesse geweckt werden kann, wenn immer nur von oben gepfropft wird. Es gibt seltene Ausnahmen, die alles schlucken können, aber die werden zunehmend seltener.

Erhalte den Kindern eine vertraute Gruppe an wenigen unterschiedlich alten Personen (Stichwort: Familie), dazu die Möglichkeit, auch mal tagelang in ein Thema einzutauchen, wenn es gerade spannend wird, und das womöglich gar nicht vorgesehen ist - dann wirst Du Menschen heranziehen, die zur Gruppenarbeit fähig sind. Hunderte Male bewiesen in der Homeschoolszene, befasse Dich mal ausführlich damit.

Kommentar von iddontkcree ,

wozu sollte man dann noch in die Schule gehen, wenn man sich ja alles so aneigenen kann? Nach deiner Aussage wäre schule dann ja verschwendete Zeit

Kommentar von Hooks ,

Ja! Ja! JA!

Wohl dem, der sich selbst aufmacht, die Welt zu entdecken.

Schau Dir mal den Film Alphabet an.

Denk mal darüber nach, daß alle Kinder unbedingt lernen wollen, aber schon in der 1. Klasse haben die meisten keine Lust mehr dazu... da läuft doch etwas gewaltig schief in unserem Land!

Antwort
von Havenari, 43

Die Schule vermittelt durchaus sehr praxisrelevante Dinge. Dazu gehört insbesondere auch die Fähigkeit, sich Informationen zu verschaffen - sei es nun über das Balzverhalten der Grasmücke oder eben das Ausfüllen einer Steuererklärung. Und sie sollte die Fähigkeit vermitteln, Texte verstehend zu lesen - ob das nun ein Sonett ist oder ein Mietvertrag.

Neben diesen praktischen Aspekten geht es aber auch darum, als Mitglied unserer Gesellschaft leben zu können. Dazu gehören soziokulturelle Fragen, wie sie z.B. im Religions- oder Ethikunterricht behandelt werden. Um zu verstehen, wie unsere Gesellschaft funktioniert und warum sie sich zu dem entwickelt hat, was sie heute ist, dient u.a. der Geschichtsunterricht. Gerade in der heutigen Zeit wird immer deutlicher, wie wichtig dieser ist.

Davon abgesehen, soll die Schule natürlich eine Bildungsgrundlage für alle möglichen weiteren Laufbahnen schaffen. Für die einen Schüler sind diese Inhalte wesentlich, für andere sind es jene. Es liegt in der Natur der Sache, das Unterrichtsinhalte für eine Gruppe nicht jedem Individuum maßgeschneidert passen können.

Antwort
von Kanatar, 120

Die Schule ist ein Ort der akademischen Bildung. Das Problem liegt am anderen Ende. Das Problem sind Eltern, die sich nicht um die Ausbildung ihrer Konder kümmern. Es wird zu oft davon ausgegangen, dass die Kinder in der Schule schon alles lernen werden.
Ich habe akademisches Wissen in der Schule erlangt und empfinde mein Wissen aus Deutsch oder Geschichte für sehr viel Lebensnäher als Analysis.

Worauf ich bei meinem ersten Mietvertrag und bei der Wohnungssuche achten musste haben mir meine Eltern erklärt.

Schlimm genug, dass Kindern in den ersten sechs Lebensjahren kaum etwas beigebracht wird ist schlimm genug, die Verantwortung aber noch weiter von den Eltern wegzunehmen halte ich für den falschen Weg.

Kommentar von Hooks ,

Und doch werden Kinder immer früher fremdbetreut.

Sollten nicht die Eltern ihren Kindern wenigstens das Lesen, Schreiben und die Grundrechenarten beibringen können?

Antwort
von kingbongo, 54

Also wenn du lernen würdest was man bei Verträgen so beachten muss, wie man ordentlich kündigt, wie man Unternehmen gründet, wie man seine Finanzen optimieren kann, welche Rechtsmöglichkeiten es gibt, wie die Writschaft funktioniert etc würdest du dieses System in der BRD sehr schnell anzweifeln. Mit Bienen und Blumen kann das nicht passieren.

Du wirst in der Schule so erzogen dass du später mal ein fleissiger Lemming sein sollst der dem Staat Steuern bringen soll ohne aus der Reihe zu tanzen.

Du sollst aber nicht bloss nicht lernen selbständig zu denken, anzuzweifeln, revolutionen anführen, Systeme verändern. Solche Leute sind nicht gewollt, machen nur Ärger ... geschickt gemacht vom ollen Bismarck .

Kommentar von Hooks ,

Wieso Bismarck?

Kommentar von kingbongo ,

Damaliger Architekt der Bildungspolitik, Spuren sind heute immer noch da. Hast du denn in der Schule nicht aufgepasst? ^^

Kommentar von Hooks ,

Nee.

Ich sehe das Problem woanders, als der Hausunterricht verboten wurde, 1938. Ein Schelm, wer sich Böses dabei denkt. Bis dato war man auf das Schulsystem nicht angewiesen.

Dazu der Umerziehungsplan nach dem Krieg.

Antwort
von derhandkuss, 102

Der Schulabschluss muss Dich auf eine weiterführende berufliche Qualifikation vorbereiten. Nach bestandenem Abitur könnte zum Beispiel ein Theologie-studium gewünscht sein. Genauso könntest Du eine Ausbildung zum Chemie-laborant machen. Egal in welche Richtung es geht - Du benötigst die Grund-lagen im Fachwissen. Insbesondere darauf bereitet Dich die Schule vor!

Kommentar von iddontkcree ,

was nützt mir ein Studium wenn ich nicht weiß wie ich alltägliche Dinge bewältigen kann? Wenn ich beim Mietvertrag über den Tish gezogen werde? Sollte da nicht auch das Bildungssystem wert legen?

Expertenantwort
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Politik, 53


Ich frage mich wieso wir in der Schule jeden Dre.ck lernen aber nichts fürs Leben.


Die meisten Schüler mit geistigen Interessen lernen in der Schule sehr viel "fürs Leben". Was sie dort lernen, ist allerdings nur eine orientierende Grundlage, auf der sie dann aufbauen können, was sie wollen.

Was die sog. "lebenspraktischen" Dinge angeht: das gehört insbesondere in die Verantwortung der Familie, besonders der Eltern, deren Aufgaben zu übernehmen nicht die Pflicht der Schule ist und - schon aus zeitlichen Gründen angesichts des Lehrstoffumfangs - sein kann! Die Eltern haben vermutlich selbst schon einen "Mietve(r)trag" abgeschlossen und mussten dem Finanzamt gegenüber mehr als eine "Steuererklärung" abgeben. Gerade zum Steuerrecht gibt es auch kompetente Hilfsliteratur, bei deren Ausschöpfung derjenige klar im Vorteil ist, der in der Schule verstehendes Lesen gelernt hat.

Der Fragesteller ist zweifellos zu bedauern. Er scheint ein Opfer der Unfähigkeit oder des Unwillens seiner Eltern zu sein, sich an einem erzieherischen Zusammenwirken von Elternhaus und Schule zu beteiligen. Die Schule jedenfalls hat ihre Pflicht mit Bravour erfüllt, denn der Fragesteller hat "jeden Dre.ck" so erfolgreich gelernt, dass er nicht nur sein Abitur bestanden hat, sondern auch nach der Schule immer noch weiß, "Bibelstellen runter(zu)rattern - Goethe (zu) zitieren" und ferner, "wann Goethe geboren wurde und was die großen Literaren (!) alles gefaselt haben." Sehr gut, der Fragesteller hat etwas gelernt, was ihn sein Leben lang begleiten mag!  :-))

MfG      

Arnold    

 

 


 

 




Kommentar von iddontkcree ,

dann sag mir mal wozu habe in in der Oberstufe noch Religion, Geschichte und Sport?

Diese Fäche könnten ohne Bedauern gestrichen werden und durch sinnvolle ersetzt werden.

PS: sicher gibt es "hilfsbücher für Steuererklärung" haha aber ich werd sicher nicht mal das auch nur aufschlagen, wenn der Staat oder was auch immer die Steuererklärung sein mag, von mir was will..dann muss es mir auch erklären wieso und wie es geht. Wenn nicht dann gibts eben nichts

Kommentar von Hooks ,

Sport kann ich Dir sagen: Das gibt es deswegen, damit die Kinder nicht nur sitzen. Es ist doch egal,was man lernt, man sitzt immer dabei...

Geschichte kann einem helfen, daß heute nicht wieder dieselben Fehler gemacht werden wie früher, aber dazu taugt der heutige Geschichtsunterricht nicht.

Kommentar von ArnoldBentheim ,

Die Schule kann dir nur ein umfangreiches Spektrum an Wissen anbieten, das wenigstens die Grundlagen der menschlichen Zivilisation und Kultur abdeckt. Was du in deinem späteren Leben aus diesen Grundlagen machst, liegt allein in deiner Verantwortung. Wenn du nur wenige, eingeschränkte Interessen hast, auch ein areligiöser Mensch bist, dann ist das deine persönliche Entscheidung. Nach solchen wenig interessierten Schülern kann und darf sich die Schule nicht ausrichten!

Noch ein Rat für's Leben:

sicher gibt es "hilfsbücher für Steuererklärung" haha aber ich werd sicher nicht mal das auch nur aufschlagen, wenn der Staat oder was auch immer die Steuererklärung sein mag, von mir was will..dann muss es mir auch erklären wieso und wie es geht. Wenn nicht dann gibts eben nichts

Lach' nur, solange du noch kannst. Aber du wirst lernen müssen, dass es für jeden Menschen in Deutschland nicht nur Rechte gibt, die er beim Staat und der Gesellschaft einfordern kann, sondern auch Pflichten, die er gegenüber dem Staat und der Gesellschaft erfüllen muss! Die Abgabe einer Steuererklärung ist nur eine dieser Pflichten. In den meisten Fällen schützt Unkenntnis oder mangelnde Information darüber, was geleistet werden muss oder nicht getan werden darf, nicht vor Sanktionen bzw. Strafen der Staatsgewalt. Irgendwann schaust du dann freiwillig z. B. in eines der "Hilfsbücher für Steuererklärungen"!  :-))

Du bist offenbar nicht der typische "Abiturient", der das Gelernte eigenständig anwendet, sondern eher der trotzige Abiturient, der alles besser weiß und sich im Leben viele Beulen holt, weil er nicht nachdenken will. Aber vielleicht gibt sich das später einmal.   :-)

Antwort
von Hooks, 70

Tja, das ist der Unterschied zwischen Real-Schule und Gymnasium... hattest Du was fürs Leben lernen wollen, hättest Du eine andere Schulform wählen müssen. Hat man Dir das nicht gesagt?


Antwort
von Almalexian, 117

Die Schule ist formal dazu da Dinge zu erläutern bei denen einem die Eltern nicht zuverlässig helfen können. Dinge die fürs Leben oder den Alltag relevant sind soll man eigentlich außerhalb der Schule lernen. Ob das Sinn macht kann man anzweifeln, aber es steckt ein Grund dahinter.

Dass du manche Fächer wie Geschichte als sinnlos bezeichnest spricht nebenbei nicht unbedingt für eine Hochschulreife


Kommentar von Hooks ,

Da liegst Du aber sehr falsch - und vor allem unterschätzt Du die Eltern gewaltig! Die meisten haben doch dieselbe Schulbildung hinter sich ... da wäre es ein Armutszeugnis, wenn sie ihren Kindern da nicht zuverlässig helfen könnten!

Kommentar von Almalexian ,

Ist nicht meine Einschätzung sondern die von denjenigen die dieses Schulsystem mal etabliert haben. Eltern können insbesondere für höhere Klassenstufen kein durchgehend fundiertes Wissen mehr bieten, die Leistungen der Schüler wären also sehr unterschiedlich.

Kommentar von Hooks ,

Es wäre viel sinnvoller, den Kindern selbständiges Lernen beizubringen. Dann können sie selber lernen.

Es ist Fakt, daß gerade im GS-Alter die Leistungen der Kinder äußerst unterschiedlich sind. Hier ware ein individuelles Lernen sehr wirksam.

Kommentar von Almalexian ,

Diese Aussage hat so pauschal wenig Wert. man kann nicht jedes Kind jdes Alters bei jedem Thema selbstständig lernen lassen.

Kommentar von Hooks ,

Nein. Aber man kann dem Kind elterliche Unterstützung geben, so lange diese es können.

So kann jedes Kind seinem Tempo entsprechend lernen, wenn es nicht mit seinen Klassenkameraden über einen Kamm geschert werden muß.

Kommentar von Almalexian ,

Die elterliche Unterstützung hat eben den nachtteil dass sie sehr inhomogen ist. Manche Eltern haben selbst zuviel zu tun um ihren Kindern auch noch intensiv bei der Schule zu helfen. Das ist eben die Aufgabe der Lehrer.

Kommentar von Hooks ,

Dann vergiß Deinen ersten Satz.

Die meisten Eltern haben eine höhere Bildung als ihre Kinder, das sollten sie doch wohl hinkriegen!

Kommentar von Almalexian ,

Weder kann man zuverlässig davon ausgehen dass zb Hilfskräfte ihren Kindern beim Abi helfen können, noch haben alleinerziehende dieselbe zeit wie eine Familie mit einem Kind, zwei Eltern und ggf. Verwandten. Deine Idee würde die Bildung der Kinder von den Möglichkeiten der Eltern abhängig machen, was bedeutet dass nur diejenigen gut gebildet werden deren Eltern es sich leisten können und selbst schon gebildet sind. Ein absolut fataler Entwurf angesichts der Forderung höherer sozialer Mobilität.

Kommentar von Hooks ,

Da liegst Du wirklich falsch.

"Bildung" ist heute davon abhängig, wer die meisten Nachhilfestunden bezahlen kann.

Und ob Hilfskräfte und Alleinerziwhende Zeit und Liebe dazu haben, ihren Kindern beizubringen, was sie fürs Leben nötig haben, bleibt dahingestellt.

Kommentar von Almalexian ,

Möglich dass das so ist, dein Vorschlag würde es aber noch mehr in diese Richtung drücken. ist dir das nicht bewusst?

Kommentar von Hooks ,

Wenn man schon so argumentiert, sollte man für die vielen Hilfskräfte und Alleinerziehenden, aus denen unsere Gesellschaft zu bestehen scheint, die Inhalte der Schulbildung ändern, ganz im Sinne des Fragestellers.

Kommentar von Almalexian ,

Jetzt redest du Stuss.

Kommentar von Hooks ,

Ich habe Deine Gedanken nur weitergedacht. Wenn jemand seinen Kindern nicht das 1x1 beibringen kann, wie soll er ihm denn dann die Steuererklärung oder Mietverträge erklären?

Kommentar von Almalexian ,

Wie gesagt, ich hab nicht gesagt dass ich die Vernachlässigung alltagsrelevanter Inhalte gutheiße. Ich meine nur dass die Eltern mindestens solche Inhalte nicht selbst schultern müssen sollten.

Kommentar von Hooks ,

Ok, dann habe ich Deinen Satz 2 falsch verstanden.

Kommentar von Superlamm ,

außerdem haben lehrer das Lehren gewissermasen studiert. Eltern nicht. Außer sie sind selber Lehrer. Die Lehrer sind also meist experten auf ihrem Gebiet. die gymnasiallehrer haben ja dann ein paar Fächer studiert, die sie unterrrichten. Eltern werden sich bestimmt nicht mehr an jede einzelne Formel in Physik errinern, es sei dennn sie brauchen dass in ihrer Arbeit, was man aber nicht vorraus setzen kann.

Wie es sich anhört bist du (wie ich) am Gynasium. Mein zwillingsbruder ist an der Realschule und lernt dort Sachen, die er fürs Leben braucht.

bb

Superlamm

Kommentar von Hooks ,

Lehrer haben studiert, welche Fakten es gibt, und welche Methoden es gibt, Fakten an den Mann zu bringen. Und vor allem, wie man eine Horde unterschiedlichster Menschen in Schach hält.

Eltern kennen ihre Kinder von klein auf. Sie kennen ihre Lebensumwelt genau, sie wissen genau, wie ihr Kind lernt, und vor allem: was es interessiert, und wie man es motivieren kann.

Eltern können mit ihren Kindern ein Physikbuch durcharbeiten, so daß das Kind die Inhalte nachher kann.

Und vor allem können Eltern mit ihren Kindern zusammen lernen und Spaß am Lernen vermitteln.

Kommentar von iddontkcree ,

der Grund wieso ich Geschichte als sinnlos empfinde ist der, dass wir in der 11.-13. genau den selben Stoff vom alten Rom bist zum 2.WW noch einmal durchgekaut haben - obwohl wir genau das schon in der Mittelstufe gemacht haben.

In den 3Jahren hab ich bezüglich geschichte nichts neues gelernt - und daher empfinde ich es als sinnlos. Ein Grundwissensschatz über Geschichte sollte jeder verfügen - aber alles 10mal wiederholen nervt nur

Kommentar von Hooks ,

der Grund wieso ich Geschichte als sinnlos empfinde ist der, dass wir in der 11.-13.
genau den selben Stoff vom alten Rom bist zum 2.WW noch einmal durchgekaut haben

Das liegt vermutlich am "spiralförmig aufgebauten Curiculum" welches besagt, daß alles noch einmal wiederkommt auf höherem Niveau, damit man das von anderer Seite beleuchten kann. Sinnlos, stimmt.

Dann sollte man diese schwierigen Dinge wirklich erst später bringen.

Oder das Fach nennen: "Bewertung bereits gelernter Fakten", denn darum geht es doch.

Antwort
von Kuro48, 82

Natürlich wäre es nicht falsch noch eine Unterrichtsstunde zu haben die sich zumindest mit Dingen befasst, die selbst viele Erwachsene an ihre Grenzen bringt oder schlicht nicht jeder machen muss. Da wäre dann auch die Steuererklärung nicht falsch oder eine erste Einführung ins Berufsleben, was einen erwartet usw. 

Am Ende sind für viele Dinge aber auch einfach die Eltern da und nicht die Schule. Die Schule gibt dir die nötige (Allgemein-)Bildung um einen Beruf erlernen zu können, für den Alltag ist jedoch am Ende das zu Hause da.

Du hast Probleme mit dem Mietvertrag? Du hast deine Eltern die sich damit auskennen müssten oder suchst dir eine Beratungsstelle. Wo die Kompetenzen der Eltern aufhören gibt es oft Beratungsstellen etc.

Man darf der Schule schlussendlich nicht alles aufdrücken. Erziehen und auf das Leben vorbereiten sollen die Eltern. Das zu Hause ist nicht nur zum schlafen, essen und Geld geben da, sondern auch um ein Fundament für die Zukunft zu schaffen. Lehrer sind keine Erzieher, sie müssen schlicht mit dem arbeiten was ihnen Eltern überlassen.

Kommentar von Hooks ,

Interessante Argumentation. Am hinteren Ende sind auf einmal die Eltern dafür verantwortlich. 

Sollte man ihnen nicht lieber den Anfang überlassen, mit rechnen, lesen und schreiben - solange die Kinder noch klein sind und die nahe Beziehung zu den Eltern brauchen?

Kommentar von Kuro48 ,

Eltern können ihre Kinder bis zum 7 Lebensjahr bei sich haben bis sie in die Schule müssen. In der Zeit können sie ihren Kindern eine ganze Menge zeigen und das selbst wenn die Kinder auch einen Kindergarten besuchen. Die Schule ansich geht ja dann gerade in den ersten Jahren nicht all zu lang und nicht umsonst sollten Eltern auch auf die Hausaufgaben ihrer Kinder achten. Lehrer vermitteln das Wissen, Eltern  festigen es und überwachen die Fortschritte. Im Grunde ist dieses Fundament auch nicht schlecht, denn Eltern haben nicht in allem die selben Stärken wie Lehrkräfte die sich auf eben dies spezialisiert haben. Lehrer sichern eine gewisse ualität egal in welchem Elternhaus ein Kind aufwächst ob nun bei Gärtner Hans der viel über Biologie weiß aber selbst in der Schule nie gut Texte beschreiben konnte oder Germanistikprofessor Fritz, der sein Kind extrem gut in Deutsch fördern kann, sich aber selbst zu Schulzeiten bei Physik nur gerade so durchgeschummelt hat.

Die Schule soll einen mehr oder minder einheitlichen Standard an Grundbildung schaffen, auf den Universitäten oder Berufsschulen aufbauen können. Da verlässt man sich nicht gerne auf Eltern die von Lehrplänen und mancher Materie schlicht keine Ahnung haben. Selbst Lehrer übernehmen nur ungerne Fächer von Kollegen, weil sie in der Materie nicht das Wissen besitzen die Rolle der Lehrperson für Fach X auszufüllen, da haben es Eltern noch schwerer.

Davon ab, wer sich mit seinem Kind genügend beschäftigt, der verliert zu ihm auch nicht die Bindung nur weil es mit 5+ irgendwann zur Schule geht.

Wir können jetzt noch klange über das Problem der zwangsweisen doppelten Berufstätigkeit sein etc. aber das geht schlussendlich weit an der Frage vorbei.

Hinteres Ende würde ich es dann auch nicht nennen. Eltern sind ein Leben lang für ihre Kinder da.

Kommentar von Hooks ,

Dann wäre es für Germanistikprofessor Fritz nur hilfreich, wenn er mit seinen Kindern mal ein bißchen Physik lernt.

Lehrpläne und Materialien dazu findet er in Buchhandel und Internet.

Kommentar von Kuro48 ,

Das mag im Bereich der Hausaufgabenhilfe klappen, aber nicht als Lehrerersatz. Während es der Beruf der Lehrer ist dies beizubringen, so muss ein Vater oder eine Mutter dies nach einem (Mit Fahrzeiten und Mittagspause) 9-10 wenn nicht mehr Stundentag vollbringen. Wie soll jemand wenn er um 18-19 Uhr wohnt noch die Zeit finden mindestens 5 Stunden das Kind zu unterrichten und sich zudem das nötige Wissen anzueignen?

Auch Eltern müssen mal sowas banales wie schlafen oder wollen doch glatt ein paar Minuten was anderes machen. Ganz davon zu schweigen Kinder bis tief in die Nacht zu unterrichten.

Dein System setzt voraus, dass mindestens eine Person nicht arbeitet und bis zum Abitur selbst das gesamte Lehrmaterial versteht.

Kommentar von Hooks ,


Dein System setzt voraus, dass mindestens eine Person nicht arbeitet

das wäre sowieso familienfreundlicher - davon reden sie doch alle!

und
bis zum Abitur selbst das gesamte Lehrmaterial versteht.

Oder es sich aneignet. Am besten mit dem Schüler zusammen. Falls der Schüler überhaupt das alles wissen will.

Mal abgesehen davon sollte ein älterer Schüler sich einiges Wissen auch selbst aneignen können mit dem entsprechenden Material.

Kommentar von Kuro48 ,

Das gibt unsere heutige Zeit aber kaum noch her, da ist das nächste Problem. Ganz davon zu schweigen, dass viele in der reinen häuslichen Arbeit keine Erfüllung finden, so muss auch für die Rente vorgesorgt werden. Trennungen sind heute häufiger als noch früher, als diese zum Teil noch verpöhnt waren und man allein schon des Anstandes halber zusammen blieb. Ob Frau oder Mann, die Jahre für die Rentenkasse werden gebraucht. Selbst wenn sich jemand den Ausstieg von der Rente her leisten könnte, unser System ist mittlerweile so, dass jemand mit ein paar Jahren Arbeitsunterbrechung schon als ungelernt gilt, da man sich nicht mehr die Mühe machen will ihn in neuen Verfahren zu schulen. Die Chancen dann irgendwann in den 40ern als ungelernt geltend noch was vernünftiges zu finden wird schwer. Und vergessen wir hier nicht die Alleinerziehenden, wie sollen die das machen?

Dein selbst aneignen ist ja nett, aber nicht jeder ist in allen Fächern gut und das gilt auch für die Eltern. Es gibt Themen bei denen unter Umständen beide nicht weiter kommen werden und dann? Wäre alles immer nur eine reine Lernsache, so hätte niemand mit genug Fleiß weniger als eine 2, dies ist aber in der Realität nicht der Fall. Es gibt genug Schüler die selbst mit intensiver Förderung keine guten Noten erzielen. Wenn dann Eltern selbst lernschwach waren und das Abitur niemals geschafft hätten, wie sollen die dann ihr Kind dort hin bringen? In älteren Jahren lernt man eh schon schwieriger und viele beenden ihre Schullaufbahn nicht, weil sie es jetzt unbedingt wollen, sondern weil sie selbst wissen, ein Abi z.B. nicht zu schaffen. Man würde Kindern von Beginn an ein Handycap mit lernstarken oder weniger lernstarken Eltern geben und dann haben wir noch die Pubertät in denen ein Selbststudium auch bei vielen in hormoneller Unlust untergeht.

Du machst es dir schlicht und ergreifend verdammt einfach indem du eine heile, "perfekte" Familie einforderst, in der eine Person gerne zu Hause bleibt, die Gefahr einer Trennung nie besteht, ein Kind besteht, welches mit den Lernbedingungen der Eltern auf jeden Fall zurecht kommt und viel Eigenmotivation hat samt einer tadellosen Erziehung.

Was du hier aber vergisst sind allein schon 2 Punkte.

1) Es gibt Fernstudiengänge und schau dir dort die Abbruchrate an. Fehlende Anleitung, der Mangel an Stimulierung sich für irgendwas anzustrengen etc. zwingt viele in die Knie, die wiederum in einem Studium mit Mitstundenten und Hörsaal mindestens 2er Kandidaten gewesen wären.

2) Wo ist hier die Schulung für die Zukunft? Eine Schule ist ein minimalistisches Abbild einer Arbeit. Man muss sich Regeln unterwerfen, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit zeigen, vielleicht sogar einer bestimmten Kleiderordnung einhalten, hat feste "Arbeitszeiten", muss mit Mitschülern umgehen, die man sich nicht selbst aussuchen kann, wie man sich auch später im Berufsleben nicht seine Kollegen aussuchen kann etc. Beim Homeschooling fehlt dieser Aspekt komplett, sofern man es nicht wieder an anderer Stelle ausgleicht und doch Vereine etc. als alternative "Lehranstalten" für einen Sport etc. nutzt (was dann schon wieder finanziell scheitern wird, da heute kaum noch eine Familie mit einem Einkommen auskommt). Nicht jedes Kind ist gleich. Ein aufgeschlossenes Kind kann dies vielleicht durch seine Freizeit in Teilen erlernen, ein eher verschlossenes wird einfach die Konfrontation mit unangenehmen Menschen meiden, spätestens im Berufsleben ist es dann aber plätzlich damit vorbei.

Kommentar von Hooks ,

1) Die Fernstudien werden i.a.R. nach der offiziellen Schule betrieben, die Lerner sind also bereits vom natürlichen Lernen abgekommen und durch die Schule verkorkst.

2) Lernen und Disziplin verträgt sich nicht. Lernen muß Spaß machen, wenn Du Erfolg haben willst.

Es gibt einfach gewisse Sachen, die man erst später lernt. Was ist mit diesen Dingen "erst ab 16" oder gar "erst ab 18"? Ich könnte dir massenweise, aber wirklich massenweise Gegenbeispiele nennen, wo homeschooler wesentlich besser klarkommen im Leben als andere. Wer in der Lernphase mehr Ruhe hatte, kann einen ganz ausgeglichenen Charakter entwickeln, der ihm wiederum im Arbeitsleben zugute kommt.

Ellbogentraining in Schule und erst recht Grundschule ist total fehl am Platz. Dafür sind die Kinder einfach noch zu klein.

Kommentar von Kuro48 ,

1) Dies gilt für Studenten mit vorher hervorragenden Noten und Lust am lernen, nicht für Schüler die nach Klasse 12 oder 13 heil froh sind das Hirn abstellen zu können

2) Lernen und Disziplin vertragen sich sehr wohl. Spaß kann man nicht an allem haben. Ein Sprachen begabtes Kind kann Spaß an alles mit Worten haben, aber Zahlen können ihm einfach nicht liegen. Da kann man natürlich einiges tun um das Lernen interessanter zu machen, aber deswegen wird es nicht automatisch anfangen an Mathe Spaß zu haben.

Die Spaß Mentalität funktioniert schon im Leben nicht. Wenn man nur macht was einem Spaß macht, wer macht dann die Dinge, die getan werden müssen? Man kann nicht aus jeder Toilettenreinigung eine Spaßveranstaltung machen.

Es gibt aber auch genug gegenteilige Beispiele oder Homeschooler die am Ende doch noch mal eine Schulphase dran hängen. Ein ausgeglichener Charakter ist toll, allerdings sind noch immer nicht alle gleich. Wenn nie eine soziale Förderung erfolgte, fehlt die Erfahrung mit Menschen die man jeden Tag um sich haben muss, selbst wenn man sie nicht mag. Je nach Kind hat man dann ein Problem oder bei sehr schüchternen Kindern fehlt es dann an allen Enden. Spätestens für den Beruf braucht es zumindest so viel Ellenbogen sicher auftreten zu können, als murmelndes, verschüchtertes Mäuschen, welches kaum einen Ton raus bekommt, nimmt einen niemand oder zumindest nicht in Berufen die gewisse Sozialkompetenzen bedürfen.

Das Problem ist noch immer bei deinen Ellenbogen erlernen in der Grundschule, dass Eltern versäumen Akzeptanz und Toleranz zu etablieren. Wenn "Schwule Sau" und ähnliches schon zum Vokabular eines 11 oder 12 Jährigen gehören, fehlt da an anderen Stellen was. Je nach Schule reden wir aber auch nicht von brutalitäten sondern einem Miteinander, in dem es schlicht auch mal Streit etc. gibt.

Natürlich muss man Kinder vor Mobbung schützen und alles was in diese Richtung geht, aber sie in Watte zu packen hat auch keinen Wert. Wenn man schon vor Mitschülern Angst hat, mit wem will man das Kind dann spielen lassen? Kinder können gemein werden, egal ob in der Schule oder auf dem Spielplatz.

Kommentar von Hooks ,


Du machst es dir schlicht und ergreifend verdammt einfach indem du eine
heile, "perfekte" Familie einforderst, in der eine Person gerne zu Hause
bleibt, die Gefahr einer Trennung nie besteht,

ein Kind besteht,
welches mit den Lernbedingungen der Eltern auf jeden Fall zurecht kommt
und viel Eigenmotivation hat samt einer tadellosen Erziehung.

Was findest Du daran schlecht? Eine heile und stabile Familie in Kindheit und Jugend ist in dieser Welt das höchste, was ich meinen Kindern mitgeben kann! Dabei bleibe ich, und dazu stehe ich.

Und Du vergißt eines: Ein Kind hat Erbgut in sich. Die Hälfte meiner Kinder etwa wird ungefähr so lernen wie ich, deshalb bin ich der beste Lehrmeister für sie.

Leider wird die Motivation der kleinen Schulkinder in den ersten Monaten zerstört. Jeder lernt zunächst gerne, aber wenn man immer nur gebremst wird durch irgendwas, das keinen Spaß macht - dann muß man sich nicht wundern, daß unsere Bildungslandschaft so aussieht wie sie es tut.

Kommentar von Kuro48 ,

Ich finde daran gar nicht schlecht, es entspricht nur nicht der Realität.

Eltern müssen arbeiten, Eltern können sich trennen, Kinder erleben die Pubertät und ihre eigenen Probleme, Eltern stoßen an ihre Grenzen etc.

Spaß am Lernen ist hier auch wichtig, aber das ist einfach nicht immer zu erreichen. Bestimmte Dinge müssen die Kinder wissen, ob ihnen das Thema nun liegt oder nicht.

Genetik und Intelligenz würde ich hier auch nicht verbinden. Hochbegabte Kinder haben oftmals völlig normale Eltern und auch auf Gymnasien sind Kinder dessen Eltern nie das Abitur, vielleicht nicht einmal dejn Realschulabschluss machten. Es ist wie mit den Talenten, selbst wenn der Vater der beste Handwerker der Stadt ist, kann das Kind trotzdem nicht mal genug Talent haben ein Brett an die Wand zu nageln (überspitztes Beispiel). Das kann man natürlich auch umdrehen. Selbst wenn die Eltern Professoren und Doktoren sind, muss das Kind nicht mal die Ambitionen oder das Talent haben das Abitur zu machen, da liegen dann halt die Talente in eine anderen Richtung. Seine Kinder mit dem eigenen Maß zu messen kann schnell nach hinten losgehen.

Kommentar von Hooks ,

Ich habe gesagt, daß Kinder lernen wie ihre Eltern. Vom Lerntyp her.

Und hochbegabt sind die meisten Kinder als Kleinkinder, es kommt da sehr viel darauf an, wie sie ihr Umfeld erleben. Später bleibt nicht viel davon nach. Übrigens werden hochbegabte Kinder eher zu Störenfrieden und bleiben in der Schule schlecht.

Talent hat immer etwas mit Förderung zu tun.

Und was die Realität betrifft: In Heimschulfamilien findest Du überdruchschnittlich viele heile Familien; leider wird ihnen das auch immer vorgeworfen.

Als wenn es erstrebenswert wäre, kaputte Familien zu erziehen... leider ist das aber oft so - durch das, was in den Schulen gelehrt wird.

Kommentar von Hooks ,

Ja, ich fordere heile Familien ein!

Ich fordere, daß Kinder sich auf Bildung und Lernen konzentrieren (aber bitte beides mit Spaß und Freude!) und das Interesse am anderen Geschlecht weglassen.

Schulbücher müssen dazu weg, Lehrinhalte müssen dazu weg, da gäbe es vieles zu tun. Frühe sexuelle Beziehungen führen zu instabilen Beziehungen, zum Glück gibt es Ausnahmen, aber i.d.R. stimmt da schon. Guck Dich um. Sie führen auch zum Unerziehbarsein (s. Ausspruch von Freud) und letztlich zum Nicht-lernen-können in der Schule.

Ich bin in letzter Zeit immer wieder sprachlos von dem,
was zwei meiner Kinder aus der Berufsschule berichten (erste
Schulerfahrung bei beiden). Unglaublich! Die armen Lehrer.

Kommentar von Kuro48 ,

Ja, ich fordere heile Familien ein! 

Und wie willst du verlangen, dass Eltern garantieren können sich ein Leben lang zu lieben?

...und das Interesse am anderen Geschlecht weglassen.

Und du möchtest die Natur aufhalten? Dir sollte doch bewusst sein, dass Kinder ein Selbstentdecken des eigenen Körpers und den den anderer brauchen. Das dindest du schon bei Freud und der Psychosexuelle Entwicklung. Darüber hinaus sind wir nicht anders wie Säuger auf unsere Vermehrung ausgelegt. Ein sexuelles Interesse mit der Pubertät und dem Beginn der langsamen Fähiogkeit selbst Nachwuchs zu zeugen ist völlig natürlich. Ein Punkt warum Homeschooling schon untersagt ist, ist eben dies. Kinder sollen mehrere Sichtweisen kennenlernen und nicht nur eine. Eltern die sehr religiös sind werden z.B. diesen Punkt in den Mittelpunkt des Lernens stellen oder Dinge wie die Entwicklung des Menschen als Lügen abtun und sich an Adam und Eva klammern. Das bringt das Kind auch wieder nicht weiter.

Schulbücher müssen dazu weg, Lehrinhalte müssen dazu weg, da gäbe es vieles zu tun.

Und woran soll sich dann das Lernen orientieren? Welche Standards darf denn ein Betrieb oder eine Uni vorraussetzen wenn Tim weiß wie man Regale baut und denkt Adam und Eva bevölkerten die Welt, Lili neben lesen und schreiben ein Biologie Genie ist, trotzdem aber in die Wirtschaft will um mehr zu verdienen und Jonas Eltern Naturwissenschaften wichtig fanden, er aber sonst keine Ahnung hat und in Gesprächen sofort bei geschlichtlichen Themen etc. absolut überfordert ist. Dann müssen wir Arbeit auch abschaffen, denn die fordert ein gewisses Grundwissen und Arbeiten, die nicht immer Spaß machen.

Frühe sexuelle Beziehungen führen zu instabilen Beziehungen, zum Glück gibt es Ausnahmen, aber i.d.R. stimmt da schon.

Das sind aber auch Erfahrungen die gesammelt werden. Mit 12 schon 6 Freunde verschleist zu haben ist sicher übertrieben, aber Erfahrungen zu sammeln ist nichts verwerfliches und auch spätere Beziehungen geben keine Garantie ewig zu halten.

Ich bin in letzter Zeit immer wieder sprachlos von dem,
was zwei meiner Kinder aus der Berufsschule berichten

Das kommt aber auch wieder darauf an was sie lernen und wie die Jugendlichen und Erwachsenen um sie sind. Jeder trägt sein Päckchen. Ich kenne Klassen die zu nichts bock haben, aber auch solche bei denen fast jeder anstrebt mindestens einen zweier Abschluss zu erlangen. Natürlich treffen sich hier Unterschiede.

Was viel trauriger am Berufsleben ist, dass Wissen zum Teil nicht mehr wertgeschätzt wird und wir von Faktoren wie Äußerlichkeiten etc. reden die für die Bewerberwahl mehr im Fokus stehen. Das ist aber wieder ein ganz anderes Thema.

Kommentar von Kuro48 ,

Komischerweise hatten meine Vater und meine Mutter ihre eigene Art zu lernen und ich wieder einen anderen Lerntyp und nun?

Hochbegabte Kinder bleiben auch hochbegabt, die Frage ist nur wie man es erkennt und fördert. Das sie Störenfriede werden, liegt hier klar an einem schlechten System für Sonderfälle. Entweder werden sie unterfordert und langweilen sich oder wie die absolute Elite behandelt und fangen an sich höher zu stellen als "normale" Menschen. Das passiert leider in beiden Fällen.

Talent hat was mit Förderung zu tun, aber gleichfalls mit einer Veranlagung. Zwei Kinder kann man exakt gleich fördern, trotzdem wird ein Mathe talentiertes Kind z.b. eher eine 1 erreichen, als eines ohne große Mathestärken. Das bedeutet nicht, dass das Kind mit viel Lernen nicht dasselbe potentiell erreichen könnte, aber es hat es bei weitem schwerer.

Das Heimschulfamilien oft heil sind, ist eigentlich logisch. Nur eine intakte Familie kann sich Homeschooling leisten. Nur wenn die Ehe absolut stabil ist, wird ein Elternteil das Wagnis eingehen nicht zu arbeiten, nur wenn die Finanzen stimmen, wird ein Elternteil fählig sein nicht zu arbeiten etc. Alleinerziehende können dies schlicht nicht machen, Familien die kein Geld haben mit einem Ernährer klar zu kommen werden es auch nicht machen und Geldsorgen sind unter anderem Grund für Trennungen und ungefestigte Partner werden auch nicht riskieren aus dem Job zu fallen, wenn sie damit rechnen in 1-2 Jahren die Scheidung einzureichen. Eine Familie die Homeschooling betreibt, hat schon einige Punkte "idealisiert" bevor er dazu kommt. Daher ist es nicht verwunderlich, das solche Familien eher zusammen bleiben als solche ohne Homeschooling.
Du kannst Homeschooling schlicht nicht verallgemeinern. Tina 12 Mutter Hausfrau (ausgebildete Bürokauffrau), Vater arbeiten (Anwalt) mit Klavierunterricht und einem Vollyballverein hat weniger Probleme mit Homeschooling voran zu kommen, als Max 14 in der Pubertät Mutter Hausfrau (ausgebildete Hauswirtschaftlerin) und Vater arbeitend (Lagerarbeiter) der gerade so die Familie über Wasser hält und Max außer der Schulbücher keine Förderung und keinen Verein zukommen lassen kann.

Das die Schule sich in seinen Lehrverfahren verbessern muss ist nichts neues, aber sie schafft Standards. Jeder hat die Möglichkeit Sozialkontakte zu treffen und den Umgang zu erlernen, jeder bekommt einen zweiten Blick auf Verhaltensgrundregeln, jeder wird vorbehaltlos im Verbund geschult und muss sich dementsprechend versuchen anzupassen. Im Homeschooling ist die individuelle Förderung natürlich toll, aber auch wieder ein sog. Hintern abwischen. Wenn ein Homeschooler ins Arbeitsleben kommt wird er eben das aus einer Schule wiederfinden. Es wird erwartet, dass sich nicht die Arbeit ihm anpasst, sondern er sich den Arbeitsabläufen sprich, er hat im Gleichtakt mit seinen Kollegen zu arbeiten.

Kommentar von Hooks ,

Wieder sage ich, Du hast keine Ahnung vom homeschooling.

Und auch nicht davon, was die Schule anrichtet (in bezug auf Beziehungen und Familien) durch ihre Frankfurter Schule-verseuchten Curricula. Du weißt überhaupt nicht, was los ist und worum es eigentlich geht.

Typisch deutsch, nicht über den Tellerrand schauen zu können.

Und solange gefordert wird, daß man sich mit seinen Ellenbogen verteidigen muß und gewisse finanzielle Standards einhalten muß, solange wird sich nichts ändern.

Kommentar von Kuro48 ,

Und du keine Ahnung wie viele Familien aussehen. Das heute in Familien beide Elternteile arbeiten müssen, dass heute Scheidungen noch alltäglicher sind als früher, als man unglücklich zusammen blieb, nur weil sich eine Scheidung nicht schickte etc.

Ich bin komischerweise das normale Schulsystem durchlaufen und habe schon immer ein sehr enges Verhältnis zu meinen Eltern. Es kommt nicht darauf an 24 Stunden aufeinander zu hocken (das kann oft eher noch zu Streit führen) sondern wie man die gemeinsame Zeit nutzt. Ein Schüler ist bis 13 Uhr in höheren Stufen etwa bis 15 Uhr (im Normalfall) in der Schule. An dem Punkt bleiben noch 7-9 Stunden.

Letzteres fordert im übrigen schon der Arbeitsmarkt, das hängt nicht an den Schulen. So traurig es ist, ohne ein gewisses Durchsetzungsvermögen bleibt man oftmals auf der Strecke und finanzielle Standards braucht es einfach. Irgendwie muss man seine Rechnungen bezahlen können und sich versorgen und oftmals will man mehr im Leben als zu arbeiten um Ende des Monats nur noch einer Kohlsuppe schlürfen zu können.

Aber schöne Vorurteile die du besitzt, die würdest du dann auch beim Homeschooling weitergeben?

Ich sage nicht, dass das System bei niemanden funktionieren würde und ich bestreite auch nicht, dass unsere Schulen einen frischen Wind in ihrem System benötigen, aber Homeschooling ist keine Allzweckwaffe und auf Ideale zu bauen die es schlicht nur vereinzelt gibt ist kein Weg. Mal davon zu schweigen, dass du viel forderst, aber die Realität aber nie eingehst. Was soll denn eine Familie machen in der sich die Eltern nicht leisten können zu Hause zu bleiben, was soll die Alleinerziehende machen etc.?

Kommentar von Hooks ,

Kuro, ich habe bis jetzt 5 meiner 6 Kinder durch die Schule zuhause geschleust, und alle sind in den Berufsschulen unter den 1-3 Klassenbesten gewesen, ein Landesbester, ein Jahrgangsbester, ein Abteilungsleiter über 20 Personen ("bei dem ist immer so freundiches Klima im Dienst"); einer studiert, einer macht Fernstudium, einer die Meisterschule - und alle sind sie zu gebrauchen im Leben. 5 Lehrstellen, die in allen Fällen auf Abschluß und 1x sogar auf Zeugnis verzichtet haben, weil sie überzeugt waren, einen guten willigen brauchbaren Lehrling zu erhalten.

Wir haben jahrelang von einem halben und später 3/4-Gehalt gelebt, nichts dolles, aber gemeinsam versucht, mit wenig Geld über die Runden zu kommen. Es ist sehr charakterfördernd, wenn man auf die ultimativ angesagte Markenware verzichtet usw...

Kommentar von Shilja ,

Hooks ich mag deine Idee dazu - doch dies ist ja fast nicht möglich da es finanziell etc heutzutage gar nicht mehr möglich ist bei den Kindern zuhause zu bleiben um dies an das Kind angepasst (also nicht zwanghaft dann wenn neben Haushalt/Arbeit Zeit bleibt ne Stunde) näher zu bringen - sprich es ist mit 2 1/2 Jahren bereits in "Fremdobhut" (damit wieder Geld rein kommt) und dort wird schon "Fremderzogen" - jeder verwendet ne andere Art und Weise um sowas Kindern näher zu bringen etc...

Und dann kommt der Faktor Eltern dazu, wo es ja doch noch einige gibt die mit Grundlagen in Mathe, Deutsch und Englisch bereits zu kämpfen haben - diese bringen es dem Kind dann eventuell falsch bei und das Kind wird es sehr viel schwerer haben sich neues Wissen anzueignen, weil es sehr lange damit beschäftigt sein wird die Fehler der Eltern in der Schule ausbessern zu müssen...

Also ja: halte ich für eine gute Idee aber realistisch betrachtet nicht für jedermann/Frau geeignet das so umzusetzen :P

Kommentar von Hooks ,

Nein, für jedermann gewiß nicht. Und je länger das so mit diesem System weitergeht, desto schwerer wird es.

Wenn Dich das Thema interessiert,  dann recherchiere mal unter Hausunterricht oder homeschooling. Hier geht es um ein rein  deutsches Problem, in anderen Ländern gäbe es diese Diskussion nicht.

Kommentar von Hooks ,

doch dies ist ja fast nicht möglich da es finanziell etc heutzutage gar
nicht mehr möglich ist bei den Kindern zuhause zu bleiben

Wieso das nicht? Das kommt doch wohl sehr auf die Ansprüche an. Früher kaufte man sich auch erst Dinge, wenn man das Geld dazu hatte.

Kommentar von iddontkcree ,

natürlich können Eltern und Beratungsstellen helfen, jedoch frag ich mich wieso ich wenn ich so auf meinen Stundenplan schaue, mindestens 6Schulstunden habe die mich überhaupt nicht weiterbringen - die könnte man (theoretisch) streichen und durch lebensnahe Fächer ersetzen?

Kommentar von Hooks ,

Natürlich setzt hier jeder andere Maßstäbe. Deshalb wäre es ganz gut, wenn es induviduelle Lernweisen gäbe.

Schade, daß der Hausuntericht in Deutschland 1938 verboten wurde - warum wohl, fragt man sich da?

Andere Länder erlauben das doch auch weiterhin.

Kommentar von Kuro48 ,

Welche Fächer sollen das sein? Ein besseres individualisieren auf die Schüler wäre schon gut, aber allgemein machen die Fächer durchaus Sinn. Wir müssen rechnen (Mathe) und schreiben (Deutsch) könnnen und auch eine Sprache (Englisch) ist für die Zukunft nicht falsch.

Danach sollten wir noch wissen was in der Natur um uns vor sich geht (Biologie), ihre Bestandteile kennen (Chemie) und ihre Werte  bemessen (Physik) können. Wenn wir das vollbracht haben, so müssen wir für unseren Blick auf die Welt auch dessejn Vergangenheit (geschichte) und dessen Zukunft (Politik) kennen, verstehen und mitgestalten. Da wir zudem in einem christlichen Land leben, sollten wir auch diese Richtungen (Religion) oder zumindest die moralischen Aspekte (Werte und Normen) kennen. Der kreative Bereich (Kunst) hilft uns am Endeb auch unseren Geist und unsere Schaffenskraft zu zeigen, wie es auch in den tönen (Musik) der Fall sein kann, denn auch die kreative Richtung eines Künstlers kann unser zukünftiges Ziel sein. Da am Ende dann auch nicht schadet sich unter Anleitung zu bewegen (Sport) und sich nicht jeder einen Verein leisten kann oder will, wird wenigstens etwas für unseren Körper getan. Über späteres wirtschaftliches Wissen (Betriebswirtschaft) brauchen wir dann gar nicht reden, denn jeder Ausbilder, gerade im kaufmännischen, möchte dann doch, dass sein Azubi Grundwissen über die Geldbewegungen hat, davon ab, dass wir so verstehen wie Märkte etc. funktionieren und so wissen, wie wir die Unternehmensentwicklungen grob zu verstehen haben.

Auf der einen Seite soll dir alles die Schule beibringen, dann wieder alles die Eltern. Die Aufteilung ist eben Allgemeinbildung findet in der Schule statt und die Bildung für das Leben in den eigenen 4 Wänden.

Manchmal wäre es doch nicht schwer in Zeiten des Internets mal statt Katzenvideos ein Video zur Steuererklärung zu schauen oder zu den Eltern zu gehen und zu sagen "Mutter, Vater, ich werde irgendwann sicher einen Mietvertrag unterschreiben müssen, bringt mir bei was ich beachten muss wenn es dazu kommt, wie habt ihr das gemacht?" Wie es schon die Sesamstraße besang "Wer nicht fragt bleibt dumm", also sollte man einfach neugierig bleiben und diese Fragen selbst klären oder fragen. Und wer dann ein mündiger Erwachsener geworden ist, der kann ja noch immer um ein Fach "Alltagsbildindung" (oder wie man es nennen möchte) kämpfen. Am Ende scheitert solch eine Hilfe für Fachthemen die auch Eltern nicht unbedingt immer genau wissen, an der Politik. Man vergisst die Weitsicht was ein Schüler wirklich braucht und verliert sich in Turbo Abis ohne das Lehrmaterial anzupassen, erfindet irgendwelche Zwischenschulformen etc.

Antwort
von meinerede, 92

Weil sowas wie Goethe zur Allgemeinbildung gehört. Und ´n paar Bibelstellen zu kennen schadet auch n icht! Sonst könntest Dich ja nicht darüber aufregen, oder?

Kommentar von iddontkcree ,

sicher wissenswert - in der Tat.

Aber wenn ich beim Mietvertrag über den Tisch gezogen werde wäre es sinnvoller sich dabei auszukennen

Kommentar von meinerede ,

Ah, bist Du? Das Leben und die Praxis  sind ein guter Lehrmeister...

Kommentar von Hooks ,

Wozu sollen wir dann überhaupt in die Schule?

Kommentar von meinerede ,

Weil die zuvor kommt!

Kommentar von Hooks ,

geht auch ohne.

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