Frage von homer420, 134

Warum braucht ein Vermögensberater meine persönlichen Daten?

Hallo zusammen,

meine Frage ist wie folgt:

Warum sammelt ein Vermögensberater (in diesem Fall von bzw. im "Franchise" von der Deutschen Vermögensberatung) so viele meiner Daten? Im expliziten Fall hat er von uns folgende Daten notiert: Ein- und Ausgaben (erscheint mir sinnvoll) Jahresgesamtbrutto / -netto (okay, ist ein Vermögensberater) Kontonummer (falls etwas zustande kommt, das fand ich schon seltsam, aber okay...) Steuer-ID (?) Ausweisnummer (wtf?) Unterschrift (Einwilligung, dass er diese Daten - ohne sie an Dritte weiterzugeben - in seinen Computer übernehmen darf) Vertragsunterlagen bestehender Versicherungen

Jetzt habe ich etwas Bammel. Ich muss dazu sagen, dass wir den Menschen persönlich kennen. Er hat uns etwas überrumpelt, aber wir vertrauen ihm durchaus, deshalb haben wir dann auch die Daten rausgerückt. Wir haben keinen Vertrag oder ähnliches unterschrieben. Ich habe mich nur im Nachhinein gefragt, wozu zum Henker er diese Daten denn brauchen soll? Für ein unabhängiges Angebot wären doch die Vertragsunterlagen und die Übersicht über Ein- und Ausgaben ausreichend oder nicht?

Mir ist bewusst, dass dieser Mensch - ob bekannt oder nicht - uns Verträge andrehen möchte. Ich werde diese keinesfalls spontan unterschreiben und werde sie stets genau prüfen, vermutlich am Ende nichts abschließen. Dennoch: Malen wir mal ganz schwarz: Habe ich durch die Preisgabe soviele meiner Daten evtl. einen Riesenfehler gemacht? Kann man mit krimineller Energie etwas Böses mit all diesen Daten anfangen? Im Endeffekt dachte ich mir in dem Moment (das Problem mit der Bekanntschaft, einem Fremden hätte ich das niemals anvertraut), dass keine der Daten für Kriminelle unerreichbar wären. Alles könnte man - wenn man es drauf anlegt - irgendwie herausfinden. Dennoch: Kann mir da was passieren? Die einzig logische Erklärung wäre für mich: Der Vermögensberater hat nun schon alle für einen Vertragsabschluss relevanten Daten und senkt somit die Hemmschwelle zum Unterschreiben bei den Kunden ("Das geht jetzt ganz unkompliziert"). Ansonsten kann ich mir keinen Reim darauf machen, warum er diese Daten hätte brauchen sollen.

Ich freue mich über jede Hilfe. Vielen Dank! :-)

Antwort
von Herb3472, 102

Ich habe einmal vor Jahren ein paar Monate lang als "Vermögensberater" gearbeitet und kann Dir nur raten: Hände weg! Wenn Du was zur Seite legen willst, lass Dich bei Deiner Hausbank beraten. Die haben sicher auch Produkte, die für Dich und Deine Ziele passen.

Antwort
von FreierBerater, 92

Nein, einen Riesenfehler hast du nicht gemacht - ausser diesen armen Strukki überhaupt ins Haus zu lassen...! Übrigens solltest du, anstatt Romane zu verfassen, konkrete Fragen formulieren.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community