Urintest auf THC positiv. Was nun?

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4 Antworten

Hallo kleinrob,

ich will dir hier auch noch einmal auf deine Frage antworten:

Ein 7-monatiges Fahrverbot gibt es nicht! Fahrverbote gibt es für 1 oder 3 Monate. Alles darüberhinaus ist ein Entzug der Fahrerlaubnis.

Bei einem Fahrverbot darfst du keinerlei motorisierten Fahrzeuge bewegen, beim Entzug deiner Fahrerlaubnis dürftest du aber z.B. noch Mofa fahren (sofern eine Prüfungsbescheinigung vorliegt).

Sollte dir eine OWI vorgeworfen werden hast du 4 Monate Zeit um das Fahrverbot anzutreten. Schlau ist es dann (falls es zum Entzug kommt) dieses Fahrverbot so weit nach hinten zu legen das es in die Zeit des Entzuges fällt. Das Fahrverbot wird somit angerechnet.

Wenn sich herausstellt (z.B. beim FÄG) das du ungeeignet zum Führen von Fahrzeugen bist und eine MPU ansteht, wird dein FS definitiv "eingezogen" bzw. du kannst ihn dann auch freiwillig abgeben (spart Kosten).

Nun ist es aber so, dass es nicht generell 6 Monate sind bis man zur MPU gehen kann, mitunter sind auch 12 Monate Abstinenz nötig um die MPU zu bestehen.

Es kommt darauf an wie tief deine Drogenproblematik ist/war. Ging es noch um eine Gefährdung oder ist/war es schon Missbrauch? Hiernach richtet sich die Länge der nötigen AN. 6 Monate sind nur der Mindestzeitraum der für die Verhaltensänderung nötig ist.

Aber warte doch erstmal ab was bei deinen Blutwerten herauskommt...

Gruß Nancy

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Kommentar von kleinrob2
14.02.2016, 08:53

Vielen lieben dank für die ausführliche Antwort. Mir Wäwurde gleich nach der Kontrolle auf dem Revier Blut abgenommen. Ist die Grenze der Abbaustoffe 75ng/l oder 150ng/l? Habe bis vor der Kontrolle ca 4-5 Monate täglich konsumiert. Habe den Konsum selbstverständlich nun komplett eingestellt (ohne jegliche Entzugserscheinungen o.ä.)

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Kommentar von kleinrob2
16.02.2016, 16:06

Danke deine Antworten waren wirklich sehr Informativ, heißt das also, da mir direkt nach der Kontrolle Blut abgenommen wurde das die Grenze 150 wäre? Habe aus Angst und Nervosität gelogen und zum Konsum gesagt "vorgestern".

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Kommentar von kleinrob2
17.02.2016, 18:14

Okay eine Frage hätt ich da noch, ist ja alles in NRW passiert. Muss ich direkt mit einer MPU rechnen oder kann es trotz den Werten "nur" zu einem FäG kommen?

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Drogenscreening die zweite...

Wenn beim Drogentest ein regelmäßiger Konsum festgestellt wird, ist der Führerschein weg! Du kriegst ihn dann erst wieder, wenn ein Jahr Abstinenz nachgewiesen wird. Das ist die Regel, steht auch im Gesetz, FEV, Anlage 4, Punkt 9.5. 

Sollten nur 6 Monate verlangt werden, wäre das eine Entscheidung der Ordnungsbehörde. Allerdings sehe ich die 6 Monate Abstinenz bei deinem hohen, regelmäßigen und lang andauernden Cannabiskonsum nicht. 

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Kommentar von kleinrob2
14.02.2016, 09:02

Ich mein ich bin doch im Vergleich zu anderen kein "Hardcore-kiffer" gewesen. Hoffe das die Werte nicht allzu hoch sind.

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Wenn Du zur MPU musst, hast Du bis zum Termin und der Fertigstellung des Gutachtens in der Regel Fahrverbot. Rechtlich muss für das Amt erkennbar sein, dass von Dir beim Führen von Kraftfahrzeugen keine Gefahr ausgeht. Nur wenn das sicher ist, ist, kann Dir eine Fahrerlaubnis erteilt werden.

Die Situation ist anders als im Strafprozess, wo Dir eine Schuld nachgewiesen werden muss. Hier musst Du ggf. in der Lage sein, nachzuweisen, dass Du im Straßenverkehr als Führer eines Kraftfahrzeugs keine Gefahr darstellst. Du wirst vom Amt dazu klare Informationen bekommen.

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Kommentar von kleinrob2
13.02.2016, 23:03

Vielen dank für die Antwort! Warte noch verrücktwerdend auf die Blutwerte.

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Kommentar von kleinrob2
14.02.2016, 08:48

Bin noch nie "bekifft" gefahren. Zwischen dem Konsum und der fahrt lagen 17 Std. War ganz normal arbeiten noch.

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Kommentar von kleinrob2
14.02.2016, 09:06

Wie gesagt habe 4 oder 5 Monate konsumiert. Habe mir aus der Verzweiflung heraus eine Datensammlung an Blutwerten angeguckt und war erstaunt wie gering die Werte bei Leuten liegen die seit Jahren oder gar Jahrzehnten kiffen.

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