Frage von IsaIsa 20.09.2011

Tod - passende Worte für den Brief finden

  • Hilfreichste Antwort von frederick 21.09.2011

    Entschuldige, aber das ist alles zu offen geblieben, um Dir einen konkreten Rat geben zu können.

    Weshalb kommst Du auf die Idee, Deinem Vater einen Brief zu schreiben? Bist Du ausgewandert? Oder wohnst Du sonst weit entfernt, um halt nicht mal eben hinfahren zu können? Oder bist Du eigentlich zerstritten mit Deinem Vater? Fürchtest Du Dich vielleicht dann vor Selbstvorwürfen, dass man sich so wortlos und in Missverständnissen nicht einmal voneinander getrennt hat, sondern ergebnislos getrennt wurde?

    Erstens: Da ich eine gewisse Distanz, die Du nicht erläutert hast, in Deiner Frage entdecke (und hoffe, dass ich nicht falsch liege), rate ich Dir zu einem Brief. Ein Brief kann unter bestimmten Vorzeichen mehr sein, als ein Besuch, der vielleicht Worte durch die Belastung erstickt, der vielleicht Handlungsweisen erzwingt, die Du eigentlich gar nicht erbringen kannst (und unter denen Du leiden müsstest!). Du musst kein OPFER bringen nur für den Seelenfrieden Deines Vaters, wenn es Dich zu tief schneidet und zerfrisst!

    Zweitens: Sollte eine Vorbelastung zwischen Euch herrschen, so schreibe ihm ruhig von dem, was Dich quält, wenn er nun bald geht, ohne dass es eine echte Versöhnung zwischen Euch gegeben hat - oder was Dich quält, falls Euch einfach räumlich zu viel trennt! Warte nicht so lange mit dem Brief, bis es zu spät ist, dass er ihn noch lesen oder dass er ihn noch wenigstens vorgelesen bekommen könnte. Falls es Grund zu Vorwürfen gäbe, so wähle Deine Worte so, dass VORWÜRFE ausbleiben. Dennoch darfst Du von DEINEM Schmerz und von DEINER Qual schreiben. Das darf er dann ruhig wissen und damit darf er sich auch ruhig in Ansehung seines Todes auseinander setzen.

    Der Tod ist ein Teil des Lebens und verdient deshalb nicht die Abschirmung des betreffenden durch eine Käseglocke der vorgegaukelten Glückseligkeit! Sondern auch ein solcher Mensch und GERADE ein solcher Mensch will als Mensch ernst genommen werden. Und wenn er vielleicht ein Leben lang einen Grund hatte (und sei es nur aus seiner Sicht, weil andere das stets anders gesehen haben mögen!), sich ausgegrenzt zu fühlen durch Unverständnis... Dann aber nötigenfalls in der Stunde des Todes noch einmal die Erfahrung schenken, den anderen ernst genommen zu haben! Das darf es doch wohl sein!!!

    Trost musst Du nicht aussprechen, sondern wohl eher Deine Gedanken zu seiner Situation. Wie stellst Du Dir seine Qual vor - in Ansehung des Todes. Schreibe es ruhig. Und wenn Dich die Gedanken daran quälen: Schreibe es ruhig. Mehr Anteilnahme geht gar nicht!!!

    Und die Frage, wie es geht, ist keineswegs unpassend. Motiviere ihn ruhig, Dich anzurufen oder ebenfalls Dir wiederum zu schreiben. Vielleicht zu schreiben von Tagen, an denen er in einer Verfassung sei, dass er nicht glauben könne, dass er sterben müsse - und andere Tage, in denen er den Tod schon geradezu herbei sehne, weil ihm Leben und Körper nur noch Qual sind. Genau DAS gehört dazu, den Menschen in seiner Lebenssituation ERNST zu nehmen!!!

    So viel nur, denn wie oben geschrieben: Zu vieles ist uns unbekannt und bleibt in Deiner Frage offen, um näher darauf eingehen zu können.

  • Antwort von turalo 20.09.2011
    14 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich würde vorschlagen, ein ganz persönliches Gespräch zu führen, anstatt einen Brief zu schreiben. Dem geschriebenen Wort sieht man den Tonfall nicht an, man kann nicht lesen, daß der Schreiber gerührt ist und mit den Tränen kämpft.

    Nutze JETZT JEDE Gelegenheit, mit Deinem Vater zu sprechen, irgendwann kannst Du das nicht mehr. Diese Erinnerungen werden Dich ein Leben lang begleiten.

  • Antwort von katwal 21.09.2011
    13 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wenn aufgrund bestimmter Vorzeichen Dein Vater bald sterben wird, würde ich Dir davon abraten, ihm einen Brief zu schreiben, egal, was darin steht.

    Denn ein Brief an einen bald Sterbenden bedeutet einen "Abschiedsbrief" im umgekehrten Sinne; eher kommt es vor, dass Menschen in der Gewissheit eines baldigen Todes einen Abschiedsbrief an die Hinterbliebenen schreiben.

    Mein Tipp:

    Finde passende und feinfühlende Worte für Deinen Vater in dieser schwierigen Situation. Überfordere ihn nicht und mache ihm auf keinen Fall irgendwelche Vorwürfe. Übertreibe auch nichts, sondern finde sanfte Worte, die Deinem Vater gut tun.

    Ich bin zuversichtlich, dass Dir das gelingen wird.

  • Antwort von Josie2234 20.09.2011
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    das du ihn über alles liebst und ihn auch immer lieben wirst. und das du ihn nie vergisst. sag ihm einfach was er der bedeutet! kopf hoch!

  • Antwort von snugata 20.09.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    ich würde eher dazu raten, was euch beiden sehr gut tun könnte: besuche ihn. ich weiß, das klingt neunmalklug und ich weiß ja gar nix über euch - doch der abschied sollte persönlich genommen werden.

    die überwindung ist sicherlich sehr groß, doch du wirst diese begegnung für immer in deinem herzen tragen. und auch dein paps wird leichter loslassen können, wenn er dir noch ein paar dinge mit auf den weg geben kann - vor allem aber, wenn er dein lächeln noch einmal sehen durfte.

    euch beiden wünsche ich alles gute :)

  • Antwort von gs1206 20.09.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Du schreibst Deinem Vater, der bald sterben muss. Warum besuchst Du ihn nicht. Zeig ihm, dass Du da bist. Was soll er mit einem Fetzen Papier?

  • Antwort von s0e0bi 20.09.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    das du in liebst und das auch immer weiter tuen wirst ? und das ihr euch wiederseht ? i-was aufbauendes...

  • Antwort von moeller67 20.09.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Schreib doch einfach, was du für ihn emfindest, was du über ihn denkst und wie sehr du ihn liebst. Ich glaube, das ist das, was man in so einer Situation hören möchte.

  • Antwort von guinan 20.09.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Schreib ihm, dass du ihm gerne so viele Sachen sagen möchtest, aber gar keine Worte findest. Und dann erzählst du, was er dir alles Schönes und Wertvolles mitgegeben hat, was dich dein Leben lang begleiten wird.

  • Antwort von nowka2 21.09.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    schreibe über momente, die ihr beiden als glücklich erlebt habt.

  • Antwort von angelah 20.09.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ein Brief ist kalt auch wenn er mit noch soviel Liebe geschrieben ist. Gehe zu ihm gib deinen Vater deine Wärme und Zuneigung, zeige ihm das du für ihn in dieser schweren Zeit da bist so wir er für dich da war. Redet über alles was euch verbindet, was ihr schönes erlebt hab schaut euch Bilder von früher an, hört euch dabei leise Musik an Lieder die er liebt oder auch ihr beide Geht im Gespräch dahin wo ihr schöne Dinge erlebt Urlaub, oder auch andere schöne Dinge aus eueren Leben.

    Gib ihm das Gefühl auch wenn er nicht mehr da ist das er ohne Sorge um dich(euch) gehen kann. Hilf ihm das er in Frieden gehen kann mit Worten die es ihm leiter machen Dich(euch ) zuverlassen und glaube mir du wirst die rechten Worte finden. Wenn er von dir gegangen ist wirst du dich gut fühlen weil du es ihm leich gemacht zugehen. Dann kommt die Zeit der Trauer die brauchst du um alles zuverarbeiten.

    Sprecht auch über Dinge die noch gesagt werden müßen ehe es nicht mehr geht. Ich habe es so bei meiner Mutter und meinem Vater gemacht. Beruflich habe ich oft mit dem Tot zu tun, aber es ist bei jeden Menschen anders. Ich kann auch nur Anregungen geben was du tun könntes lestentlich kann dir das keiner abnehmen wie du dich verhälst es ist eine für dich schwierige Situation. Aber du wirst das richtige tun da bin ich ganz sicher.

  • Antwort von karingoehmann 20.09.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ich nehme mal an, dass Du Deinen Vater wirklich magst -

    ich kann Dir nur schreiben, was mir spontan durch den Kopf ging.

    Schreibe ihm an was Du Dich erinnerst, als er dabei war ob er Dich mal getröstet hat wann er mal ganz schrecklich mit Dir geschimpft hat.... dass Du Dir keinen besseren Vater hättest wünschen können,

    dass Du ihm dankst, dass er so geduldig, wenn auch evtl. manchmal streng .... oder halt seine Eigenschaften war

    dass du ihn gern hast dass du - auch wenn er mal nicht mehr leben wird (da musst Du Deine Worte nehmen, kannst auch schreiben wenn er im Himmel ist, oder wenn er bei den Engeln ist... das kommt auf Euren Glauben und Eure Vorstellung an) dass Du in Gedanken bei ihm sein wirst du kannst ihn auch bitten, dass wenn er mal nicht mehr lebt, dass er als Schutzengel auf Dich aufpassen soll

    ich glaube, da fällt Dir unglaublich viel ein, wenn du nur nicht verkrampfst und gezwungen etwas schreibst - denn dann lass es besser.

    Wenn Du wirklich mal in Dich gehst und Dir selber die Frage beantwortest, was war / ist mein Paps eigentlich für mich, dann findest Du ganz automatisch die richtigen Worte, egal wie gut sie klingen, es ist ja ein persönlicher Brief!

    Hat Dir das etwas geholfen???

  • Antwort von jessicaalina 20.09.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Keinen Brief schreiben, sondern ein Gespräch führen. Sage ihm noch ein letztes Mal, dass du ihn über Alles auf dieser Welt liebst. In einem Brief kann man seine Gefühle nicht gut klarmachen, wenn du vor ihm sitzt und beispielsweise weinst, schon.

    Ich wünsche dir viel Kraft für die Zukunft !!

  • Antwort von angie760 20.09.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Brief schreiben ist in solchen Momenten nicht angebracht. Wichtiger ist das Dasein, in der Nähe der bald sterbenden Person zu sein, ihm die Hand halten, ihm sagen, dass Du immer für ihn da bist und immer an ihn denkst, ihm evt. auch noch zärtlich über das Gesicht streichst. Das bringt der sterbenden Person viel mehr als ein geschriebener Brief. Hauptsache, Du bist da. Es ist zwar nicht einfach für Dich, aber wirklich das "Beste".

  • Antwort von jimmini 20.09.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Bedanke Dich für das was Dir einfällt, was ihn ausgemacht hat, dafür dass er Dich gemacht hat..Danke ihm für Dein Leben und so möglich, versprich ihm, dass Du n anständiges Kerlchen bleibst. Gejammer ist sicher nicht gefragt.

  • Antwort von annarita11 20.09.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    " danke für alles. dz warst immer für mich da ...usw.... ich werde dich ja im himmel wieder sehen ..." so etwas in der art....es tut mir leid für dich.

  • Antwort von maria523 06.10.2011

    wie so stirbt dein vater

  • Antwort von engel12 23.09.2011

    Einen Brief zu schreiben ist zu unpersönlich. Jemand ,der im sterben liegt oder schwer krank ist und weiß das er bald sterben wird,der jenige wünscht sich die Nähe seiner Angehörigen. Besuch deinen Vater so oft wie möglich,setzt dich neben ihn ,umarme ihn oder berühre seine Hand. Diese Gesten geben deinen Vater das Gefühl in dieser schweren Zeit nicht allein zu sein.Manchmal helfen diese Gesten ,wenn man keine treffenden Worte findet. Dein Vater wird dies verstehen.Wenn er noch in der Lage ist zu kommunizieren,dann kann es sein ,das er dir diesen Schritt abnimmt und seine letzten Worte an dich richtet, um einiges unerledigte im Leben loszuwerden.Viele Menschen denken am Lebensende viel über ihr bisheriges Leben und über ihre Fehler nach und besinnen sich, um es in diesen letzten Lebensabschnitt wieder gut zu machen oder geben ihren Kindern wertvolle Tipps für die Zukunft auf dem Weg oder sie sind einfach zu frieden und froh das jetzt ihre Angehörigen für sie da sind.Niemand möchte in diesen schweren Stunden allein sein,daher versuch ihn einfach so oft wie möglich zu besuchen! MfG

  • Antwort von Anna198 21.09.2011

    Ein Brief muß in keinster Weise ein Abschiedsbrief sein - ich verstehe im geschriebenen Wort, ein in sich gehen und Gedanken aufschreiben, die man nicht einfach einmal so sagen könnte. Aber es ist ein Unterschied, ob die Worte schriftlich erfolgen müssen, oder persönlich gesprochen werden. Ich gehe jetzt einfach einmal davon aus, dass Du entweder persönliche Worte nicht ausprechen kannst, oder Dir die Möglichkeit fehlt, ihn zu besuchen. Wenn du also nun schreiben möchtest, dann schreib auf jeden Fall dabei, dass es Gedanken sind, die Du ihm mitteilen möchtest .....Was Du Dich alles fragst, z.B. was in ihm vorgeht? Darüber hinaus - was will ein Mensch, der sozusagen mit dem Leben abgeschlossen hat, noch hören oder lesen? - ich muß mich nun tief dahin reinversetzen - mir würde es gut tun, wenn mir Jemand sagen würde, dass ich ein guter Mensch war und bin, dass ich Andere immer verstanden habe, weil das mein innigster Wunsch ist. Wenn Du Deinen Vater nun gut kennst, dann überlege einmal , was für ihn immer wichtig war, das könntest Du ihm bestätigen - dann geht man hoch erhobenen Hauptes, sogar von dieser Welt - der Weg wird leichter, in einer Bestätigung dessen, was das Streben eines Menschens gewesen ist - er geht schwer, wenn er das Erstrebte nicht erreicht hat, und ihm das Niemand bestätigen will. Also, wenn Du das Bedürfniss hast - das kommt ja nicht von ungefair - dann tu es! Er kann es so oft lesen, wie er dazu noch in der Lage ist - ein Wort dagegen ist Schall und Rauch - und schwer, das wirklich Richtige zu finden - schriftlich kannst du Dir Gedanken machen - lesen- löschen- wieder neu formulieren, bis es Deiner Meinung nach passt.

  • Antwort von iris66 21.09.2011

    Sei Deinem Vater zur Seite, lass ihn sprechen und höre ihm gut zu. Die Menschen im Sterbebett sind dankbar, wenn sie über ihre Situation reden können. Er weiß, das er sterben wird, weiß er auch, dass Du es weißt? Blöde Frage von mir, aber wenn Wahrheit am Sterbebett zur Verfügung steht, dann sprecht auch darüber. Manche Sterbenden wissen von ihrem bevorstehenden Tod und wollen die Angehörigen schützen, in dem sie schweigen. Dadurch bleibt so vieles unausgesprochen. Wenn Du die Kraft hast, dann öffne Dich Deinem Vater gegenüber. Es ist sehr schwer, ich habe es mit meiner Mutter erlebt. Wir haben geschwiegen, um uns die Tränen zu ersparen. Wir wußten es beide. Durch meine ehrenamtliche Hospizarbeit habe ich sehr viel gelernt und kann dir wirklich nur empfehlen, sprecht miteinander, weint miteinander. Von einem Brief hat er nichts. Von Deinen Worten, Deinen Gesten, Deinen Umarmungen auch von Deinem /Euren gemeinsamen Schweigen da habt ihr Beide sehr viel. Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit. liebe Grüße iris

  • Antwort von minkerl58 20.09.2011

    Als mein Mann und der Vater meiner Kinder im künstlichen Koma lag,wir wussten er lebt nur noch 2 Tage,Wir sind hin gegangen und haben noch mit ihm gesprochen und ihm noch gesagt was uns am Herzen lag.So konnten wir uns noch von ihm verabschieden.Es hat uns allen gut getan.Es war nur schade das er nicht mehr bei Bewusstsein war.Aber viele Schwestern sagen,dass die Sterbenden noch hören können und das Gehör ist das Letzte was den Menschen verlässt.Wir waren froh das wir es ihm noch sagen konnten.So haben wir den Tod leichter verarbeitet.Wünsche dir die richtigen Worte und alles Gute.L.G.

  • Antwort von Petermaennchen 20.09.2011

    Wenn ich der Vater wäre, ich würde dann gerne hören, dass meine Seele weiterlebt in den Erinnerungen und den Gedanken meiner Kinder.

  • Antwort von GoldenesGlurak 20.09.2011

    Naja am besten du schreibst ihm mal richtig gute Zeiten das macht ihn bestimmt Glücklich..... Egal ob es jetzt mal ihm Urlaub war oder im Freizeitland. Ich weis nicht was du mit persönlichen Gedanken meist weil es ja um deinen Vater geht und da kann man nur was persönliches Schreiben.....

    Naja Ich hoffe dir fällt was ein... (:

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