Frage von Nina65,

Mieter hat unerlaubt Hund angeschafft, brauche Hilfe!!!

Unsere neuen Mieter haben sich unerlaubt und ohne zu fragen einen großen Hund angeschafft. Im Mietvertrag steht das eine Haustierhaltung nur nach Absprache erlaubt ist. Die Mieter wussten ausserdem vor dem Einzug das wir keine Hunde in dem Haus möchten, insbendere keine so großen Hunde. Nun haben sie uns mitgeteilt das sie einen Hund bekommen haben. Aber das war keine Frage, sondern lediglich eine Aussage denn sie hatten ihn ja schon.

Wie kann ich nun vorgehen? Abmahnung? Wie musst die Frist sein? Danach Kündigung?

Bitte um Hilfe!!!

Antwort von Ratgeber90,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Selbstverständlich können Sie den Mieter abmahnen, sollte er den Hund innerhalb diesen Zeitraumes von - bis nicht aus der Wohnung sein, werden Sie die Kündigung einreichen. So schnell können Sie garnicht sehen, wie der Hund weg ist. Wie dreist man seien kann.

MfG

Kommentar von Leichnam69,

das stimmt in keinster Weise !

Kommentar von Besuma,

Vlt. ist es für die Mieter ganz schlimm, den Hund weggeben zu müssen - schon mal darüber nachgedacht????

Kommentar von Espcap,

Ganz ehrlich, darüber hätte er nachdenken müssen bevor er den Mietvertrag unterschrieben hat.

Kommentar von Leichnam69,

Das hat er und vor Gericht hat er die besten Karten!

Kommentar von Espcap,

Wieso sollte er bessere Karten haben? Im Vertrag steht schwarz auf weis und vom Mieter unterschrieben dass er es nicht darf.

Kommentar von Leichnam69,

FALScH da steht nach Absprache und die wurde in dem Moment getroffen als der Mietvertrag unterzeichnet wurde und eine Hundehaltung nicht grundsätzlich verboten wurde.

Kommentar von Ratgeber90,

Wenn der Vermieter nicht einverstanden ist, hat der Mieter Pech und Punkt. Schmeiß ihn raus!

Kommentar von Espcap,

Ja, aber er darf es nicht ohne Absprache. Und die hat nicht stattgefunden - klarer Fall. BEVOR der Hund in das Haus kommt muss es mit dem Vermieter abgesprochen werden. Das ist doch eine eindeutige und unmissverständliche Aussage, oder?

Kommentar von Ratgeber90,

@ Espcap, vollkommen richtig! Manche haben eben keine Ahnung ..

Kommentar von Espcap,

Schön zu lesen dass es hier nicht nur uneinsichtige Hundefans gibt :)

Kommentar von Ratgeber90,

lach =)

Kommentar von Leichnam69,

eine grundsätzliche Absprache zu gunsten des Mieters wurde schon im Mietvertrag getroffen.Auch eine Absprache darüber das eine Haltung eines Hundes nicht verboten ist wurde abgesprochen.Welche Absprachen möchte der Vermieter noch?Will er wissen ob der genehmigte Hund ein Rüde oder ein Weibchen ist...

Kommentar von Espcap,

Es wurde bisher doch ÜBERHAUPT KEINE Absprache getroffen! Im Vertrag steht dass eine Absprache stattfinden muss - wieso legst du das automatisch so aus, als wäre Hundehaltung generell erlaubt? Der Vermieter möchte evtl. vorher wissen was es für ein Hund ist, wie groß er ist, woher er kommt etc.. Alles Dinge ich ich verstehen kann. Eventuell tolleriert der Mieter etwa einen Dackel aber keinen Pitbull. Und genau deshalb möchte der Vermieter es vorher absprechen.

Kommentar von Leichnam69,

aha also ist ein Mietvertrag für Dich nicht bindend,obwohl er eine schriftliche Urkunde über eine Absprache ist?

Kommentar von Leichnam69,

Dann sollte der Vermieter auch das Verständnis aufbringen, wenn ich BH und Slipgrösse sowie Fotos und getragene Unterwäsche seiner Frau verlange um zu kontrollieren ob die hygienischen Zustände in diesem Haus meinem Hund gerecht werden können!

Kommentar von Espcap,

Ok, du kapierst es einfach nicht. Daher ein ganz einfaches Beispiel : Du möchtest ein Auto. Dein Vater sagt : 'Kein Problem, wenn du 18 bist reden wir darüber, dann kaufen wir eins'. Du wirst 18 und kaufst dir einen Ferrari mit dem Geld deines Vaters. War das jetzt in Ordnung?

Im Mietvertrag steht nur, dass Tierhaltung VORHER mit dem Vermieter abgesprochen werden muss. Das ist bindend. Der Mieter hält sich nicht daran und holt sich ohne den Vermieter zu fragen einen Hund. Das darf er nicht, weil er vorher den Vermieter, laut Vertrag, hätte fragen müssen. Im Vertrag ist nur abgesprochen/geregelt, dass BEVOR ein Haustier in die Wohnung kommt, DARÜBER eine Absprache mit dem Vermieter stattfinden muss.. Im Mietvertrag selber ist noch nicht festgelegt, dass der Vermieter zustimmen muss, wenn der Mieter ihn fragt ob er einen bestimmten Hund halten darf.

So, ich hoffe jetzt hat es auch der letzte kapiert...

Kommentar von Leichnam69,

Absprache=Mietvertrag =Unterschrift der Mietparteien die eigentliche Absprache hat längst stattgefunden ,DA TIERHALTUNG IM MIETVERTRAG NICHT VERBOTEN WURDE!(DAS IST BEREITS EINE ABSPRACHE) oder kappierst Du das etwa nicht.Worum es sich hier handelt ist eine Zustimmungsklausel eines Vermieters welche so nicht rechtens ist und im Falle eines gerichtlichen Verfahrens nicht ins Gewicht fällt!

Kommentar von Espcap,

Ich komm mir hier vor als würde ich einen Erstklässler das Lesen beibringen.... Verdammt noch mal : Ja, es wurde nicht verboten. Aber es wurde auch nicht erlaubt! Vorher muss der Mieter gefragt werden. Und eine solche Klausel ist absolut üblich und kommt in tausenden Mietvertägen vor. Und selbst wenn die Klausel, wie du meinst, nicht rechtens wäre, wäre es zumindest moralisch stark verwerflich die Interessen des Vermieters einfach zu übergehen, und der Vermieter könnte wegen Eigenbedarf kündigen.

Kommentar von Leichnam69,

nicht erlaubt,nicht verbotn,also für einen Richter ist das schon eine klare Absprache die besagt "NICHT VERBOTEN" Nachstehende Urteile sprechen dafür, dass es sich beim Halten von Hunden in weiten Grenzen noch um einen vertragsgemäßen Gebrauch der Wohnung handelt: LG Braunschweig, Urteil v. 1.11.1995-12 S 86/95, WM 1996, S. 291; LG Hildesheim, Urteil v. 11.2.1987-7 S 472/86, WM 1989, S. 9; AG Friedberg/Hessen, Urteil v. 26.5.1993-C 66/93, WM 1993, S. 398; AG Neuss, Urteil v. 11.10.1991-36 C 231/91, DWW 1992, S. 344. Alle diese Gerichtshöfe vertreten den Standpunkt, dass die Haustierhaltung prinzipiell zur gebräuchlichen Nutzung eines Mietobjekts gehört. Darunter sollen auch Bello und Katinka fallen.

Das Halten üblicher Haustiere (Hund/Katze) zählt zum typischen Wohngebrauch. Dies gilt auch für das Wohnen in einer Mietwohnung. AG Dortmund , v. 21.06.89, Az.: 119 C 110/89

Kommentar von Espcap,

Diese Urteile sind ja nicht gerade aktuell.. ich wäre mir nicht so sicher ob die nicht überholt sind, aber gut...der Fragensteller sollte sich da besser an ein Anwälteforum wenden, für solche Rechtsfragen ist das hier einfach nicht die richtige Plattform. Ich bleibe aber dabei, selbst wenn es rechtlich erlaubt wäre (was ich für absolut schwachsinnig halten würde, für mich ist 'Nach Absprache' eine unmissverständliche Aussage), ist das moralisch absolut verwerflich und verbessert das Verhätlnis zwischen Mieter und Vermieter sicherlich nicht.

Kommentar von updater,

Unterzeichnung des Mietvertrages hat doch nichts mit Absprache zu tun.

Antwort von Fruchtkopf55,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich versteh das einfach nicht von euch. Es ist doch NICHT schlimm wenn man einen Hund hat wenn er nicht andauernd rumbellt ! Das ist doch sicherlich der einzigste Grund warum sowas oft nicht "erlaubt" ist und wenn er nicht bellt, lassen sie sie doch einfach ihre freude mit dem Hund haben.

Kommentar von DerHans,

Wozu glaubst du, dass ein Vermieter das eigentlich in den Mietvertrag rein schreibt. Ganz davon abgesehen, tut man einem großen Hund einen Gefallen in einer Mietwohnung?

Antwort von Tessa13,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

oh das arme Tier,muss er wieder ins Tierheim abgeschoben werden.Vielleicht sollte man mal per Gesetz verbieten.Vermieter die keine Haustiere erlauben,dürfen nicht vermieten!!!!Wäre dringend nötig.

Kommentar von Besuma,

SUPER! Genau meine Meinung! Daher kommt nämlich das Elend, dass Tiere im Tierheim landen, weil sie in Mietwohnungen nicht gehalten werden dürfen!

Kommentar von Espcap,

Was für ein Schwachsinn... ich kann den Vermieter verstehen. Nicht jeder will Hundehaare überall in der Wohung. Wenn sich Leute einen Hund halten wolle sollen sie eine Wohnung suchen in der das erlaubt ist und fertig...

Kommentar von Leichnam69,

Nicht jeder will Menschenhaare im Abfluss ,Urinstein im Klobecken und nen dummen Lebensgefährten im Bett neben sich ! Sollte man nicht auch verbieten an Menschen zu vermieten!

Kommentar von Espcap,

Das ist aber ein Risiko das man eingehen muss, wenn man an einen Mensch vermietet... und wenn Hundehaltung laut Mietvertrag erst abgesprochen werden muss ist die Situation doch klar, oder?

Kommentar von Leichnam69,

Ạb·spra·che die <Absprache, Absprachen> (≈ Übereinkunft) der Vorgang, dass zwei oder mehrere Personen etwas vereinbart haben Nach Absprache mit Herrn Müller nehme ich mir morgen einen Tag frei., etwas in Absprache mit jemandem regeln

abgesprochen war das der Vermieter die Tierhaltung grundsätzlich erlaubt und nicht willkürlich nein sagt so wie er das jetzt als Racheakt tut.Das kommt vor Gericht nicht wirklich gut im gegensatz zu einem Tierfreund der einen armen hund vorm Tierheim rettet!

Kommentar von Espcap,

Es wurde ja aber offensichtlich nicht abgesprochen. Ich kann mir vostellen, dass ein kleiner Hund akzeptiert werden würde, aber kein großer. Und da es sich ja um einen großen Handelt wäre eine Absprache definitiv nötig gewesen. Und wenn ein Richter hier dem Mieter Recht gibt weil er einen 'armen Hund' aus dem Tierheim geholt hat sollte er lieber nochmal Jura studieren.

Kommentar von Tessa13,

@Leinam hat Recht,denn Menschen machen sehr (!)viel mhr Dreck ,als Tiere,auch können sie schlimmer stinken,das ist eine Tatsache!!

Kommentar von Espcap,

Der Vermieter darf ja aber wohl frei entscheiden was er in seiner Wohung haben will und was nicht... wenn das dem Mieter nicht passt soll er eine andere Wohung suchen, in der er das, was er will, machen darf.

Kommentar von Leichnam69,

das hat der Vermieter auch getan ,frei entschieden,Hundehaltung nicht grundsätzlich verboten sondern im rechtlichen Sinne nach Absprache ,welche bei Abschluss des Mietvertrages ja erfolgt ist nicht verboten sondern genehmigt!Nun geht es hier in dem speziellen Fall, eher um eine willkürliche Entscheidung ,die der Vermieter sich herausnimmt ,wiederum zu entscheiden, obwohl eine grundlegende Vereinbarung zu Gunsten des Mieters eigentlich schon im Mietvertrag verankert ist!

Kommentar von Espcap,

Wieso bitte ist die Absprache schon mit dem Mietvertrag erfolgt? Sorry, aber das ist absoluter Schwachsinn. Im Mietvertrag steht, dass eine Absprache stattfinden muss, wenn der Mieter einen Hund halten will. Nicht mehr und nicht weniger.

Kommentar von Leichnam69,

Laut Mietvertag ahndelt es sich hier auch nicht um eine Absprache sondern im rein rechtlichen Sinn um eine Zustimmungsklausel die der Vermieter versucht hat einzubauen.Die Absprache das Tierhaltung nicht verboten ist fand am Tag der Unterschrift auf dem Mietvertrag statt.

Kommentar von updater,

Nicht der Vermieter hat hier willkürlich gehandelt, sondern der Mieter. Er hat sich nicht an den Vertrag gehalten. Kündigung nach fruchtloser Abmahnung.

Kommentar von Malkia,

Kündigung geht nicht, wenn, dann muss der Vermieter auf Unterlassung klagen.

Antwort von quopiam,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Der Hund kann einem leid tun, die Mieter aber nicht. Du kannst abmahnen und eine Frist setzen. Ich denke, ein Monat ist o. k., ich kenne aber die gesetzliche Regelung nicht, falls es überhaupt eine gibt. Was im Vertrag steht, gilt. Wenn die Mieter den Hund nicht abgeben wollen, bleibt Dir nur die Kündigung. Doofe Situation. Aber man fragt halt auch vorher, schon gleich gar, wenns im Vertrag steht. Magst Du denn gar keine Hunde? Das arme Viech tut mir echt leid. hmpf Gruß, q.

Antwort von amdros,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Sucht das Gespräch mit den Mietern und verlangt die Abschaffung des Hundes. Ich finde es grottenschlecht sich über derartige, im Mietvertrag ausgewiesene Vereinbarungen, hinweg zusetzen. Vertrag ist Vertrag und für beide Parteien bindend

Kommentar von Besuma,

Abschaffung...wie sich das schon anhört...es handelt sich hier um einen Hund/Lebewesen und nicht um eine laute Stereoanlage!

Kommentar von LittleArrow,

Rechtlich ist das Tier eine Sache (s. BGB), die man trotzdem liebgewinnen kann.

Kommentar von Leichnam69,

ja aber eine Absprache beinhaltet nicht das Vorrecht auf ein ja oder nein .

Antwort von seregwen,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

hast du sie schonmal direkt darauf angesprochen? das sollte nämlich vielleicht der erste weg sein

Antwort von Obelhicks,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

der mietvertrag spielt hier eine untergeordnete rolle. ausschlaggebens ist, ob nachbarn sich beschweren. dann kann die abschaffung des hundes gefordert werden und bei weigerung ausserordentlich gekündigt werden.

das ist der trend der rechtsprechung

Antwort von Besuma,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

In Tahiti wären die Menschen froh, sie hätten solche Sorgen....

Kommentar von Sandysky79,

Da verhungern tausende weil die Nahrung nicht verteilt wird und hier regt man sich über einen Hund auf.

Kommentar von Espcap,

Würden die nicht verhungern wenn der Hund in der Wohnung bleiben dürfte...?

Kommentar von LittleArrow,

In Tahiti verhungern nicht Tausende!

Kommentar von Besuma,

Sondern????? "Bloß" Hunderte????

Antwort von vincero,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

(Urteil vom 30.01.1997) Die Erteilung oder Versagung der Haltung eines Hundes (hier: Yorkshire-Terrier) in der Mietwohnung steht bei einer im Mietvertrag vorbehaltenen Zustimmung grundsätzlich im Ermessen des Vermieters. Die Tierhaltung gehört grundsätzlich nicht zum vertragsmäßigen Gebrauch der Wohnung, weil hiervon erfahrungsgemäß eine Gefährdung oder Belästigung der Mitbewohner des Hauses und eine stärkere Wohnungsabnutzung ausgehen.

Kommentar von Leichnam69,

Bei der Hundehaltung herrscht ebenfalls einigermaßen Klarheit: Kampfhunde kann der Vermieter verbieten. Auch wenn im Mietvertrag die Hundehaltung untersagt wird, muss sich der Mieter daran halten. Schoßhündchen wie Yorkshire-Terrier stuften die Landgerichte Kassel und Düsseldorf allerdings wie Kleintiere ein (Az.: 1 S 503/96 WM 97, 260 und Az.: 24 S 90/93 WM 93, 604). Wurde nichts im Mietvertrag vereinbart, empfiehlt es sich, den Mieter vorher um Erlaubnis zu fragen, um späteren Ärger zu vermeiden.

Kommentar von updater,

Dann gilt das Urteil nur für den Landgerichtsbezirk. Und wenn das Oberlandesgericht dieses Urteil fällt für das ganze Land NRW- aber nicht bundesweit. Da müsste schon der BGH entscheiden.

Kommentar von Leichnam69,

sorry unwissender das gibt es auch als solchen!

Kommentar von Leichnam69,

Das Halten von Kleintieren, die nach Außen nicht oder kaum in Erscheinung treten, gehört zum vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache. Daher kann der Mieter solche Tiere ohne Erlaubnis des Vermieters halten (vgl. insoweit BGH NJW 1993, 1061). Mit dem Begriff Kleintiere werden heute diejenigen kleinen Haus- und Heimtiere bezeichnet, welche vom Menschen nicht als wirtschaftliche Nutztiere gehalten werden, sondern als Gefährten in das tägliche Leben einbezogen sind. Zu den Kleintieren gehören: Haushunde, Hauskatzen, Hauskaninchen......

Kommentar von vincero,

diese rechtsprechung ist keinesfalls allgemeingültig

Kommentar von Leichnam69,

Verlangt der Vermieter die Abschaffung eines Hundes, muss er triftige Gründe haben, zum Beispiel wenn der Mieter einen Kampfhund hält. LG Nürnberg-Fürth (AZ: 7 S 3264/90), oder wenn ein Hund wiederholt das Treppenhaus verunreinigt und in fremde Wohnungen eindringt. AG Hamburg-Altona (AZ: 316 a C 97/89). Wenn sich nur ein Mieter über einen Hund beschwert, kann der Vermieter nicht fordern, dass das Tier abgeschafft wird. LG Hamburg (AZ: 311 S 230/97). Der BGH (Az.: VIII ZR 340/06) hatte sich heute mit der Frage der Wirksamkeit einer Mietvertragsklausel zu befassen, die die Haltung von Tieren betrifft.

Die Klausel bestimmte, dass “jede Tierhaltung insbesondere von Hunden und Katzen, mit Ausnahme von Ziervögeln und Zierfischen, der Zustimmung des Vermieters bedürfe”. Der Mieter bat den Vermieter um Zustimmung zur Haltung zweier Katzen. Der Vermieter weigerte sich, das Amtsgericht gab dem Mieter Recht aber das Landgericht wies die Klage ab.

So kam die Sache zum BGH. Und dieser gab dem Katzenfreund recht. Die Klausel sei unwirksam, weil sie den Mieter unangemessen benachteilige, so der BGH. Dies folge daraus, dass das Zustimmungserfordernis nur für Ziervögel und Zierfische bestehe, nicht aber für andere kleine Haustiere, wie Hamster, Meerschweinchen oder Schildkröten.

Damit ist die Klausel insgesamt unwirksam. Der BGH geht davon aus, dass dann eine Tierhaltung zulässig sei, wenn sie zum vertragsgemäßen Gebrauch der Mietwohnung gehöre. Da dies nicht allgemein beurteilt werden könne, vielmehr eine Frage des Einzelfalls sei und die Vorinstanzen keine entsprechenden Feststellungen getroffen hatten, wurde der Streit an das Landgericht zurückverwiesen.

Der Mietvertrag sah für die Tierhaltung ausdrücklich die vorherige Absprache mit dem Vermieter vor. Der Mann sah dies nicht ein und klagte.

Die Richter gaben ihm Recht. Sie erkannten die Klausel als unwirksam, weil sie den Mieter unangemessen benachteilige.

Kommentar von updater,

Ein großer Hund ist kein Kleintier, wie Hamster oder Singvogel. Das ist ein Vieh und gehört in einen Stall oder Zwinger.

Kommentar von Angie2805,

Bei Dir scheint es sich um einen Hundehasser zu handeln. Und jetzt komm mir nicht damit, dass Du schon einmal gebissen worden bist o. ä. Bei Menschen wie Dir bin ich immer sehr vorsichtig. Menschen, die keine Tiere mögen, haben meistens ein gestörtes Verhältnis zu Menschen und ihrer Umwelt und auch keine echten Freunde.

Antwort von Besuma,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Was ist so schlimm an einem hund??? Wenn er nicht stört, sprich dauernd bellt. Lass doch den Mietern ihren Hund und weise sie nur drauf hin, das sie wenigsten vorher Bescheid sagen müssen hätten.

Antwort von Leichnam69,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

erst mal kundig machen denn nicht in jedem Fall ist diese Regelung mit der Tierhaltung nach Absprache auch rechtswirksam.Je nach Ortslage Stadt oder Dorf hast Du schlechte Karten und jeder Richter wird im ernstfall den Hund erlauben.Was verstehst Du unter einer Absprache...? Das was in Deinem Vertrag steht ist Hundehaltung nach Absprache..das hat der Mieter ja getan und Dich darauf angesprochen,Du aber wolltest das Recht vorbehalten zu bestimmen ob ja oder nein.Versuchs aber mit einer Kündigung kommst Du im ernstfall nich durch!Dafür gibt es auch ein Kleintiergesetz !(Mit dem Begriff Kleintiere werden heute diejenigen kleinen Haus- und Heimtiere bezeichnet, welche vom Menschen nicht als wirtschaftliche Nutztiere gehalten werden, sondern als Gefährten in das tägliche Leben einbezogen sind. Zu den Kleintieren gehören: Haushunde, Hauskatzen, Hauskaninchen sowie die domestizierten Formen vieler Nager wie Meerschweinchen, Mäuse, Ratten, Hamster usw. Ferner werden domestizierte Vogelarten, Reptilien und zum Teil auch Fische und diverse Spinnen zu den Kleintieren gezählt. Diese Tierarten unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Lebensgewohnheiten und Haltungsanforderungen teilweise grundlegend.)

Antwort von Swisslady,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Weise sie auf den Vertrag hin. Wenn du gar nicht damit leben kannst, dann kündige ihnen oder biete ihnen an, selber zu kündigen und vereinbart eine Frist dafür.

Antwort von lima621,

Interessante Thread.Aber auch wenn mann fragt, kann es probleme geben. Ich habe seit 6 wochen einen Hund. Ich hatte meine Vermieterin gefragt ob Sie was dagegen hatte. Solange es "kein Terrier der alles kaputt macht" - "Kein kleinen Kläffer" und "Kein Riesen Grosses" hatte sie Grundsätzlich nix dagegen.(Bleibt nicht so viel Auswahl) Ich habe mir kurze Zeit später meinem Border collie geholt. Ich bin Tagsüber immer Zuhause und der Hund bekommt reichlich Auslauf. Jetzt streiten Wir uns über der Hund. Sie sagt das erlaubnis für einen Kleinen Hund gegeben worden ist und nicht für so ein "Riesen Vieh" der ganz gross wird und alles kaputtmachen wird. (Die Alte hat doch eine Kristallkugel) Jetzt soll ich den Hund Abschaffen, obwohl er kein Dreck/Lärm macht und obwohl meine Nachbarn im Haus damit einverstanden sind. Die Nachbarn hatten auch streit mit Ihr und würden notfalls vor Gericht aussagen. Jetzt droht sie mit Kündigung. Ich muss dazu sagen das Wir vor einem Jahr aneinander geraten sind und die Vermieterin hat das offentsichtlich nicht vergessen. Ich glaube das der Hund nur ein Vorgeschobener Grund ist..und das Sie das ganze mit voller absicht macht um uns eine reinzuhauen. Das ganze liegt jetzt bei meinem Rechtsanwalt und wir werden sehen was jetzt Passiert. Den Hund gebe ich nicht wieder her und habe mich auf der suche nach eine neue bleibe gemacht. Ich werde mich aber nicht rausekeln lassen...soll Sie auf unterlassung und Zwangsräumung klagen!!!

Antwort von Angie2805,

Ein Mieter zahlt für ein Haus/eine Wohnung viel Geld. Wir sind selber sowohl Mieter als auch Vermieter. Ich bin der Ansicht, dass es grundsätzlich keine Mietverträge geben dürfte, in denen eine angemesssene Haustierhaltung verboten wird!!! Damit meine ich: 1 - 2 Hunde oder Katzen müßten grundsätzlich erlaubt sein wie auch Kaninchen, Meerschweinchen, Vögel etc. ja sowieso erlaubt sind. Sollten es mehr sein, muß der Vermieter gefragt werden, ebenso bei exotischen Tieren. Ferner muß klar sein, dass für Schäden, die die Haustiere anrichten, der Mieter aufzukommen hat.

Für viele Menschen, insbesondere Familien, Kinder, Ältere bedeuten Haustiere mehr Lebensqualität. Und schon Heinz Rühmann meinte:

"Es gibt auch ein Leben ohne Hund (meine Anmerkung: Tier), aber es lohnt sich nicht."

Liebe Grüße

Angelika

Antwort von heimwerker,

Viele Antworten, viele so sehr mit Emotionen behaftet, dass die eigentliche Frage völlig an den Rand der Belanglosigkeit geraten ist. Richtig hat Malkia geantwortet. Wenn der VM die Abschaffung durchsetzen will, muss er klagen. Wenn der Mieter einen Hund anschafft, ohne den VM um seine vertraglich verankerte Zustimmung zu bitten, handelt er treuwidrig. Die Gerichte sind aber, genau wie hier zu erkennen oft der Meinung, "der will nur spielen", "der macht ja nichts". Deshalb kann es vor Gericht schlecht aussehen. Gab es denn überhaupt schon ein Gespräch mit dem Mieter. Das Vertrauensverhältnis ist auf jeden Fall empfindlich gestört. MfG

Antwort von DerHans,

Wir haben zwar selbst einen ziemlich großen Hund, aber ich finde das schlicht gesagt, eine Unverschämtheit. Das brauchst du dir nicht bieten zu lassen. Es ist eindeutig eine Vertragsverletzung. Forder ihn auf, mit einer Frist von zwei Wochen den Hund abzuschaffen, sonst wirst du den Vertrag aus wichtigem Grund (fristlos) kündigen. Du brauchst keinen Mieter zu tolerieren, der sich über Vertragsvereinbarungen einfach hinwegsetzt. Tut mir zwar Leid um den Hund, der die Zahl der armen Kreaturen im Tierheim vergrößern wird. Das ist aber nicht eure Schuld.

Kommentar von Angie2805,

Auch wenn Du einen Hund hast, scheinst Du nicht gerade ein großer Tierfreund zu sein, sondern ein "Aufseinrechtpocher".

Antwort von Malkia,

Hält der Mieter verbotenerweise Hund oder Katze, dann darf ihm der Vermieter deswegen allein in der Regel nie kündigen. Weigert sich der Mieter, das Tier abzuschaffen, weil er sich im Recht glaubt, dann muss er auf Unterlassung klagen. Etwas anderes gilt nur, wenn das Tier erheblich stört oder gefährlich ist und der Mieter nichts dagegen tut, obwohl er dazu aufgefordert wurde.

Versuch es doch mal mit dem Hund, vielleicht ist er ja ganz in Ordnung und es klappt mit ihm.

Antwort von hell11,

Wenn der Vermieter ein Hund erlaubt, dann gehört er zu Mietsache, wenn dann u.a. Kratzer an der Tür sind, dann ist das normaler Verbrauch zu Lasten des Vermieters und dann können sich andere Mieter auch Hunde anschaffen. Verträge sollten eingehalten werden.

Kommentar von heimwerker,

Was ist denn das für ein Blödsinn??? MfG

Kommentar von hell11,

Dieser Blödsinn wurde vom AG Köln gemacht

Antwort von Nina65,

Wow, schon so viele Antworten!

Erstmal habe ich nichts gegen Hunde, ich liebe Hunde sogar sehr. Aber darum geht es nicht. Das Haus ist aus verschiedenen Gründen nicht für Hunde geeignet.

Ausserdem geht es ja auch darum das sie den Hund nach Unterschreibung des Mietvertrages ja erst bekommen haben. Der Hund ist also noch neu! Und sie wussten von Anfang an das Haustierhaltung nur nach Absprache erlaubt ist. Und sie haben NICHT gefragt!!! Man kann über alles reden, aber nicht so :-(

Und sich einfach über einen bestehenden Mietvertrag hinwegzusetzen ist eine Frechheit!! Was kommt denn danach wenn man schon von Anfang an so anfängt????

Kommentar von DerHans,

Das genau habe ich gemeint. Du musst das nicht tolerieren. Sonst bestimmt demnächste dein Mieter, was man dort darf, oder nicht.

Antwort von updater,

Ein großer Hund fällt nicht unter dieses Kleintierurteil. dies haben die Richter ganz klar zum Ausdruck gebracht. Ich hätte als Mieter ein beklemmendes Gefühl wenn mir im Treppenhaus so ein großer Köder entgegenkommt und alles verpisst und verkackt. Da würde ich dem Vermieter drohen, die Miete zu kürzen, weil ich mich nicht mehr sicher im Treppenhaus bewegen kann. Und die Situation kommt dann außer Rand und Band, wenn andere Mieter das gleiche Recht einfordern und auch große Hunde halten.

Antwort von Sandysky79,

Also sind Haustiere nach Absprache erlaubt? Was ist wenn sie den Hunde geholt haben nun die Erlaubnis schriftlich noch holen wollten, immerhin wollen sie evtl erst gucken ob es mit dem Hund der ja kein Baby mehr ist auch klappt. Seine Sie nicht so krass und verlangen die Abschaffung. Solange kein Hundegebell täglich ein störendes anderes Thema ist und er sich leise verhält erlauben sie ihn. Sie sitzen zwar am längeren Hebel und können denen wieder kündigen.Aber versuchen sie es doch zumindest mal.

Kommentar von DerHans,

Wäre ja wohl zumindest eine etwas seltsame Art von Absprache. Erst Tatsachen schaffen und dann hinterher kommen und diese dann genehmigen lassen.

Antwort von user189,

Wir vermieten selbst 3 Wohnungen und wir wurden auch nicht darüber informiert, dass ein Mieter ein Loch durch die Wand zwischen Küche und Balkon geschlagen hat, um eine Katzenklappe einzubauen. Wir mussten uns damit abfinden und es so lassen wie es war (natürlich erst, nachdem wir ihn gescheit zammgschissn (getadelt) hatten). Rechtlich haben wir nichts unternommen. Warum eigentlich? ... Dem muss ich mal auf den Grund gehen^^. Meiner Meinung nach solltest du eine Frist setzen (2 Wochen) und wenn der Hund bis da hin nicht weg ist, bleibt einem nur noch der Gang zum Schlichter oder zum Gericht übrig.

Antwort von updater,

Setze ihm schriftlich und per Einschreiben eine angemessene Frist bis zum (ca. 14 Tage) TT.MM.JJJJ und drohe ihm an, dass wenn das Tier über besagtem Termin noch im Hause ist oder später nochmals gesehen wird, eine Kündigung des Mietvertrages erfolgt. Ob eine fristlose Kündigung erfolgen kann, bezweifle ich. Aber die Aufforderung das Tier zu entfernen sollte schnell kommen, sonst akzeptiert man den Verstoß gegen die Hausordnung letztendlich noch.

Antwort von Virginia47,

Zumindest abmahne, wenn nicht gar kündigen. Sie haben ihren Teil des Mietvertrages nicht erfüllt.

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