Wegen Depression wurde ich 4 Wochen krank geschrieben und jetzt nochmal 3 Wochen verlängert.
Meinen Chef geht es erstmal nix an, wegen welcher Diagnose. Kann sich es aber denken, da Krankmeldung von Psychologin kommt.
Bei uns ist es so, dass bei längerer Krankheit über 4 Wochen eine Vorladung zum Chef erfolgt, der mit einem sprechen will, an was es liegt das man krank ist, und vor allem: WIE LANGE MAN VERMUTLICH NOCH FEHLEN WIRD.
Ich weiß nicht, wie lange ich noch krank sein werde. Bin kein Hellseher, möchte selbst sehr schnell genesen und hoffe, die Medikamente heilen mich sehr schnell.
Aber was soll ich dem Chef sagen, wie lange ich noch krank bin.
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Ich würde ihm das genau so erklären, wie Du uns das jetzt erklärt hast. Ich weiß zwar nicht, wie das Verhältnis zwischen Dir und Deinem Chef ist und ob er Depression eher als Krankheit oder eher als Befindlichkeitsstörung sieht, die man mit einem "Reiß Dich mal zusammen!" wegwischen kann. Das gibt es ja leider auch immer noch. Aber ein offenes Gespräch war noch immer die beste Basis für ein unbelastetes Verhältnis. Und Du musst Dir dann auch nichts vorwerfen.
Du kannst Ihm nicht sagen wie lange Du noch krank bist. Alles andere wäre reine Spekulation. Was solltest Du Ihm auch anderes sagen?

Betrachtet man es mal von zwei Seiten...
AG: Ich hoffe, dass meine Arbeitskraft bald wieder erscheint... ich brauche sie und bezahle sie... Ist mein AN nicht belastbar, dann muss ich mir Ersatz suchen...
AN: ich bin Krank... Krankheit steht mir zu...
Menno... gebe das Beste und zieh durch... Ich wünsche Dir alles Gute... Verstehe aber auch EIN BISSCHEN den Chef...
Eine Psychologin darf gewöhnlich weder rezeptpflichtige Medikamente verordnen noch im rechtswirksamen Sinne "krankschreiben". (Wahrscheinlich meintest du es anders?)
Fehlzeitenpersonalgespräche sind zulässig.
Dir steht das Recht zu, ein Mitglied des Personal-/Betriebsrates dabei zu haben.
steffiffm am 19. Mai 2008 14:48 Doch, Dr. Seltsam, wenn es ein ärztlicher Psychologe ist.
Dann ist es ein/e approbierte/r Arzt(Ärztin mit psychologischer Zusatzausbildung bzw. psychotherapeutischer Facharztqualifikation.
Daneben gibt es die "nur" Psychologen/innen.
Also, wenn du krank bist, bist du krank. Deinen Chef geht es aboslut nichts an warum. Der will doch sicher nur, daß du schnell wieder kommst, evtl. sogar unter Druck setzen (kenne leider solche Fälle). Außerdem, wer krank ist geht nicht in die Firma - also auch nicht zum Gespräch, oder käme Dein Chef etwa zu dir? Und Depressionen dauern nun mal lange - daran wird auch ein Gespräch nichts ändern. Ich wünsch Dir, daß es Dir ganz schnell wieder besser geht. Mit Depressionen ist echt nicht zu spassen.
Moon am 19. Mai 2008 18:59 Sehe ich genauso, DH

butz1510 hat Recht; erkläre es deinem Chef genauso wie du es gerade uns erklärt hast. Versuche, möglichst wenig leidvoll zu klingen und überlege dir ein paar gute "Kranksei"-Argumente.

Sprich mit Deiner Psychologin darüber, eventuell ist eine stationäre Therapie notwendig. Deinem Chef würde ich einfach die Wahrheit sagen, nämlich dass Du es nicht weisst,und dass es Dir nicht gut genug geht, um die Arbeit wieder aufzunehmen. Er wird das sicher verstehen, und er muss auch kalkulieren können, wie er diese fehlende Arbeitskraft ersetzen kann. Evtl. durch Zeitarbeiter.
Ich muss noch was nachtragen. Tatsächlich habe ich die Depressionen schon seit über 20 Jahren. Habe mich aber bislang immer selbst gezwungen sie zu besiegen - mit mehr oder weniger Erfolg. Seit 3 Jahren bin ich nun bei dieser neuen Pyschologin in Behandlung - sie verordnete mir einiges, was auch gut half - leider mit Nebenwirkungen. Aber jetzt geht es gar nicht mehr, deswegen sagte sie: "Jetzt ist Schluß - Sie bleiben mal eine Weile zuhause".
Wenn ich jetzt einen Termin mit dem Personalchef ausmache, fragt der bei der Begrüßung: "Wie geht es Ihnen?"
Soll ich da sagen schlecht oder es überspielen und gut sagen?
Und ich will ja nach der 7. Woche wieder schaffen wenn es geht.
Aber ein Prophet bin ich doch nicht, weiß doch heute noch nicht, wie es am Ende der 7. Woche ist.
bitmap am 19. Mai 2008 15:12 ''Soll ich da sagen schlecht oder es überspielen und gut sagen?''
Warum sagst du nicht ''Den Umständen entsprechend.''?
Der Arbeitgeber ist laut SGB IX § 84 Abs.2 verpflichtet für Beschäftigte die innerhalb eines Jahres arbeitsunfähig sind,ein betriebliches Eingliederungsmanagement durchzuführen. Das beinhaltet auch Rückkehrergespräche. Zusamenhang zwischen Arbeitsplatz und Krankheit, welche Maßnahmen wurden ergriffen um Abhilfe zu schaffen. Alles zur Sicherung des bestehenden Arbeitsverhältnis.

Deinen Chef geht der Grund der Krankheit gar nichts an und wielange du voraussichtlich krankgeschrieben bist, kann er ja jeweils deiner Krankschreibung entnehmen. Mehr muß der Chef nicht wissen. Und da du krank bist, mußt du auch nicht bei deinem Chef vorsprechen, daß kannst du ihm telefonisch mitteilen, daß du erstmal weitere 3 Wochen krankgeschrieben bist und danach eventuell länger.

Also ich würde mit dem Chef sprechen.
Immerhin lebst du auch von ihm. Er muss doch bescheid wissen wie es um den Arbeitsplatz steht. Du bist doch sicher nicht umsonst dort angestellt. Wer macht deine Arbeit jetzt. Die Kollegen und Kolleginnen müssen jetzt deine Arbeit mit machen oder dein Chef muss jemand einstellen. Das muss doch geregelt werden.
Stimmt schon. Aber darum geht es ja gar nicht. Es ist bei uns alles geregelt, wer wessen Arbeit macht, wenn jemand ausfällt. Diesmal bin ich krank. Früher und später wieder, bin ich es der einspringt. Wir sind ein gutes Team. Nur, das "persönliche" Vorbeikommen und besprechen ist doch sowas von unnötig. Das kann man doch alles am Telefon genauso besprechen. Also liefe es so ab: Ich fahre hin, gehe zum Chef, er frägt, wie lange ich noch krank bin, ich sage weiß ich nicht - muß abwarten wann die Medikamente wirken - ich hoffe sehr bald - will bald wieder zu meiner Arbeit gehen. Dann Aufwiedersehen und ich gehe wieder.
Also mal ehrlich, diese paar Worte kann man doch auch am Telefon sprechen.
Oder?
Edgar Niklaus am 20. Mai 2008 08:43 Aber wo ist denn das Problem. Dein Chef möchte sich mit dir unterhalten. Er möchte wissen wie es Dir geht und möchte vielleicht herausfinden, wann du wieder kommst.
Mein Rat ist. Gehe hin und sprich mit ihm.
Hallo Roomster, ich kenne das problem. Nur bei mir ist es etwas schlimmer als bei Dir, weil Depression sondern auch Panik anfälle bekomme. Rede da mit mit dein Chef, was du hast und das du nicht weißt wie lange es dauert bist du wieder Arbeitsfähig bist. Ich wünsche dir gute Besserung!!!
ganz ehrlich? ich würd ihm sagen, dass wenn er dir noch mehr stress macht, es noch länger dauert. das ist unverschämt von ihm. vielleicht sollte man ihn man darauf aufmerksam machen das solche gespräche nicht ganz rechtens sind. mit anderen worten, wehr dich
seh ich auch so :)