Frage von Fanfani, 85

Kann eine Zwangsversteigerung ohne Erbschein erfolgen?

Habe 75% eine Immobilie geerbt .Erbschein und Grundbucheintag liegen vor, Eine Erbengemeinschaft hat 25% dieser Immobilie geerbt. Ein Erbschein liegt nicht vor.

Antwort
von derhandkuss, 36

Liegt nun ein Erbschein vor oder nicht? Denn in einem Erbschein müssen alle Erben aufgeführt sein.

Ein Verkauf / Versteigerung einer Immobilie und die damit verbundenen Änderungen im Grundbuch können nur mit einem Erbschein erfolgen (wenn der bisherige Eigentümer, der im Grundbuch steht, verstorben ist).

Antwort
von newcomer, 57

wenn es sich um gleiche Immobilie handelt wird sicher ein Testament vorliegen von dem der Erbschein abgeleitet wurde. Auch mit Testament bzw gesetzlicher Erbfolge kann Zwangsversteigerung durchgeführt werden

Antwort
von lesterb42, 42

Die Zwangsversteigerung kann ohne Erbschein nicht erfolgen, weil diese nur unter den Voraussetzungen des § 17 ZVG angeordnet werden kann.

§ 17

(1) Die Zwangsversteigerung darf nur angeordnet werden, wenn der
Schuldner als Eigentümer des Grundstücks eingetragen oder wenn er Erbe
des eingetragenen Eigentümers ist.

(2) Die Eintragung ist durch ein Zeugnis des Grundbuchamts
nachzuweisen. Gehören Vollstreckungsgericht und Grundbuchamt demselben
Amtsgericht an, so genügt statt des Zeugnisses die Bezugnahme auf das
Grundbuch.

(3) Die Erbfolge ist durch Urkunden glaubhaft zu machen, sofern sie nicht bei dem Gericht offenkundig ist.

Antwort
von Morelle, 41

Einzig entscheidend ist, wer im Grundbuch als Eigentümer eingetragen ist. Jedes Mitglied der Erbengemeinschaft kann die Teilungsversteigerung beantragen, sofern die Erbengemeinschaft als (Mit-)Eigentümer im Grundbuch eingetragen ist. Der Erbschein ist nach erfolgter Eigentumsumschreibung belanglos. Wenn die Erbengemeinschaft jedoch noch nicht als (Mit-)Eigentümer im Grundbuch steht, kann auch kein Mitglied dieser Gemeinschaft die Teilungsversteigerung beantragen.

Antwort
von Schuhu, 41

Einen Erbschein zu besorgen, wenn man denn Erbe ist, ist ja keine Kunst. Da der Erbengemeinschaft 25% der Immobilie gehören, können sie fordern, dass du sie auszahlst. Wenn du das nicht willst, können sie eine Zwangsversteigerung anstreben. Versuch, zu einer gütlichen Einigung zu kommen, sonst macht ihr alle Verluste.

Antwort
von Hillermann, 40

Wäre es denn ein Problem die 25% an die Miterben auszuzahlen? Was machen Sie beruflich? Wie hoch ist in etwa der Verkehrswert der Immobilie? Welchen Betrag möchten die Erben haben? Hier vereinfachte Bonitätsprüfung möglich.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten