Frage von Jockelg5, 80

Hallo, ich wohne in einem Mischgebiet, mein Hund bellt angeblich Vormittags, wie lange, bzw. wie oft darf mein Hund bellen?

Ich habe einen Kleinen Münsterländer, meine Frau und ich sind vormittags nicht im Haus. In dieser Zeit läuft mein Hund frei auf unserem Grundstück umher. Das Grundstück ist von einer 2,2 Meter hohen Mauer umgeben und liegt nicht in einem Wohngebiet sondern in einem Mischgebiet. Einer unserer Nachbarn hat das Ordnungsamt angerufen und eine Ruhestörung gemeldet, unser Hund soll Vormittags ununterbrochen bellen. Ich habe in der Nachbarschaft rumgefragt, alle die ich gefragt habe sagten mir:"Ja der Hund habe mal gebellt aber nicht ununterbrochen und auch nicht jeden Tag". Wie soll ich mich jezt verhalten? Ich weiß nicht wer das Ordnungsamt angerufen hat, ich würde ja sonst mal mit denjenigen reden und versuchen eine Lösung zu finden. Mit freundlichen Grüßen.

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 25

Ich würde eine Kamera installieren und die Zeit, wo der Hund alleine ist, aufnehmen. Dann weißt Du, ob an der Behauptung des Nachbarn was Wahres dran ist.

Bezüglich des Ordnungsamtes würde ich einfach abwarten, ob überhaupt was kommt.

Unabhängig davon wäre mir die ganze Situation aber zu gefährlich für meinen Hund. Wenn man solche Leute drumrum hat, muß man leider auch immer damit rechnen, daß mal jemand nen Giftköder o. ä. über den Zaun (bzw. die Mauer) wirft. Ich würde den Hund während meiner Abwesenheit im Haus lassen.

Antwort
von jerkfun, 27

Bellen am Vormittag ist juristisch keine Ruhestörung,wenngleich sich wohl viele objektiv gestört fühlen.() Was Dir passieren kann,wäre eine Kontrolle hinsichtlich artgerechter Tierhaltung.Ein anhaltend bellender Hund,fühlt sich nicht wohl.() Ich bin überfragt,ob Dein Garten Ersatz für menschliche Zuneigung sein kann,und ob es eine Möglichkeit des Amtes gäbe,Dir Auflagen zu machen.Den Hund einsperren,wäre keine wirkliche Lösung.Kannst Du nicht jemanden beauftragen,mit dem Hund raus zu gehen? Beste Grüße

Kommentar von Jockelg5 ,

Hallo, danke für deine Antwort, das habe ich vergessen zu erwähnen, mein Nachbar schaut Vormittags ein bis zweimal bei meinem Hund vorbei und spielt ein wenig mit ihm, kann aber schlecht laufen und daher nicht mit ihm spazieren gehen.

Kommentar von jerkfun ,

Ok,wenn der Nachbar doch schlecht laufen kann,so ist er sicherlich zu Hause und ortsgebunden? Laß Ihn doch den Hund zu sich nehmen.Ganz sicher wird er nur noch selten bellen.Und wenn Du heim kommst holst ihn wieder ab?

Antwort
von Jerne79, 7

Statt jetzt die Rechtslage abzuklappern und zu klären, wieviel Bellen ein Problem ist, würde ich lieber an der Ursache arbeiten.

Hat der Hund denn je gelernt allein zu bleiben über längere Zeit? Warum bellt der Hund? Langeweile? Angst? Revierverhalten? Warum flitzt der Hund überhaupt draußen herum, wo Angst und Revierverhalten viel eher zu Bellerei führen? Ist ihm langweilig, wird ihm das eingezäunte Grundstück kaum Unterhaltung bieten, dazu gehört ein Ansprechpartner, eine Bezugsperson, schließlich ist ein Hund ein Rudeltier, das Anschluss braucht.

Klär diese Punkte und arbeite mit dem Hund. Wenn eh schon jemand nach dem Hund sieht, vielleicht wäre es ja auch ein Problem, den Hund vormittags bei diesem Nachbarn unterzubringen?

Antwort
von Maro95, 8

Ob ein Hund "oft", "andauernd", "ununterbrochen" oder "hin und wieder" bellt - das sieht jeder Mensch anders und ist keine wirklich brauchbare Terminologie.

Bezüglich dieser vermeintlichen Ruhestörung brauchst du erst mal gar nichts zu unternehmen. Wenn eine Behörde etwas von dir möchte, tritt sie an dich heran.

Mischgebiete sind im Vergleich zu Wohngebieten lärmtechnisch wesentlich "unfreundlicher" - so weit ich informiert bin, liegen die Grenzwerte hier 10 dB höher (was als doppelt so laut empfunden werden soll).

Es gab mal ein VGH-Urteil, welches eine (zweifelhafte) gewerbliche Hundezucht im Mischgebiet mit ca. 7 Zuchthunden und 1 - 2 Würfen wegen Lärm- und Geruchsbelästigung untersagte. Davon bist du ja noch weit entfernt und es wurde in diesem Urteil erwähnt, dass das Vorhandensein je eines Hundes auf mehreren Grundstücken nicht damit zu vergleichen sei.

Also in juristischer Hinsicht sieht mir das Ganze für dich nicht "bedrohlich" aus - allerdings solltet ihr schon auch mal überlegen, warum euer Hund bellt und evtl. nachprüfen, wie lange er das tatsächlich tut. Häufiges oder anhaltendes Bellen ist meist ein Hinweis auf einen gestressten Hund. Sei es wegen des Alleinseins oder weil immer wieder "Eindringlinge" vorbeilaufen, die den Hund pushen. Das Gebieten in dem Fall nicht Recht und Gesetz, sondern Tierliebe und gute Nachbarschaft.

Antwort
von eni70, 31

Tja, da wirst wohl abwarten müssen, war das Ordnungsamt denn schon da?

Wenn nicht, haben die die Person vielleicht auch schon aufgeklärt.

Für den Hund gibts Anti-Bell-Halsband, ausprobieren! So zeigst du auch, dass du dich kümmerst. Wenn nicht, lass den Hund doch innen, das kann de gut aushalten, hat ja sonst genug Auslauf.

Kommentar von Hans186 ,

Anti Bell Halsbänder sind mit Elektroschoks, dass ist tierquälerrei

Antwort
von duckman, 18

37 mal morgens - was ein Schwachsinn... die sollen sich mal nicht so anstellen

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