Frage von flo19101, 100

Bekomme ich eine Geldstrafe wegen Behinderung der Polizei?

Hey leute,

Ich bin heute vom geschäft heimgefahren und hinter mir kam die polizei mit blaulicht angedüst und ich hab nicht realisiert dass die so schnell kamen. Vor mir war ein kreisverkehr und aus leichtem shock bin ich anstatt rechts zu halten ein klein wenig schneller gefahren in der hoffnung dass ich dann schnell am kommenden kreisel rechts raus kann. Das auto war schon nah an mir dran und die polizistin im auto hat durch die lautsprecher mir gesagt dass ich rechts halten soll dass sie vorbei können. Bis dahin war ich schon kurz vorm kreisverkehr und dann rechts raus und sie sind durchgeheizt das ganze war vielleicht ne sache von 5 sek dann konnte der wagen ja wieder schneller fahren.

Ist das jetzt behinderung der polizei? In dem moment war ich ein bisschen gehetzt und verwirrt dass ich halt bisschen schneller gefahren bin und im kreisel die erste rausgedüst bin, anstatt wie normalerweise einfach rechts zu halten und vorbei lassen Und hab auch noch gemerkt dass meine scheibe hinten noch beschlagen war, (nicht gefroren). Also ich hab nur die blauen lichter durchgesehen. Aber wusste ja schon dass die nahe an meinem auto waren. Also was denkt ihr, hat das die polizei in dem moment interessiert oder eher nicht? Kann das eine geldstrafe mit sich ziehen dass ich die n paar sekunden behindert habe oder auch viellecht dass ich die scheibe hinten nicht klar gemacht hatte? Oder denkt ihr die wollten einfach nur schnell durch und das hat die nicht interssiert in dem moment?

Meine letzte sorge wär noch dass die vielleicht ne kamera vorne haben und mein kennzeichen zurückverfolgen können falls das wirklich drastisch war was ich gemacht habe.

Grüße flo

Antwort
von Interesierter, 51

Die Situation lief etwas unglücklich. Ich denke aber nicht, dass du dir hier Sorgen machen musst. 

Zum Einen hatten die Polizisten sicherlich Anderes zu tun, als sich dein Kennzeichen zu notieren. Ausserdem bist du ja im Kreisverkehr rechts raus gefahren und hast damit den Weg frei gemacht. 

Auch wenn das ein paar Sekunden gekostet haben mag, kannst du dich ja auch nicht in Luft auflösen und die Abstände bzw. Geschwindigkeitsüberschüsse von Einsatzfahrzeugen sind in der Tat oftmals schlecht einzuschätzen. 

Für die Zukunft solltest du etwas aufmerksamer sein, damit du Einsatzfahrzeuge früher bemerkst. 

Expertenantwort
von TheGrow, Community-Experte für Polizei, 41

Hallo flo19101,

das einzige was auf Dich zukommen könnte ist ein Bußgeldbescheid der laut bundeseinheitlichen Tatbestandskatalog folgenden Inhalt hat:


Tatbestandsnummer: 138112

Tatvorwurf: Sie unterließen es, einem Einsatzfahrzeug mit eingeschaltetem blauen Blinklicht und Einsatzhorn sofort freie Bahn zu schaffen.

Ordnungswidrigkeit gem.: § 38 Abs. 1, § 49 StVO; § 24 StVG; 135 BKat

Verwarnungsgeld: 20,00 Euro

Punkte: Nein

Fahrverbot: Nein

Eintrag als A oder B - Verstoß: Nein


Also schlimmstenfalls musst Du 20,00 Euro zahlen und das wars. Es gibt für den Verstoß keine Punkte und auch sonst nichts und mit Zahlung der 20,00 Euro hätte sich die Angelegenheit erledigt.

Aber die Wahrscheinlichkeit, dass da noch ein Bußgeldbescheid hinterher kommt ist verschwindend gering. Die Polizei hat während einer Einsatzfahrt ganz andere Dinge im Kopf, als alle die aufzuschreiben, die nicht sofort platz gemacht haben. Noch weniger interessiert die Polizisten  während der Einsatzfahrt, ob eines der Fahrzeuge an denen sie mit Blaulicht vorbeifahren eine beschlagene Scheibe hatte.

Schöne Grüße
TheGrow

Kommentar von Lkwfahrer1003 ,

Hi TheGrow ,

In Deutschland kostet 20 Euro......einfach lächerlich .........weißt du ob das zutreffend ist ...das das behindern eines Einsatzfahrzeuges in der Schweiz ca. 2000 Euro kostet ? oder eher Möchtegern sagen ?   

Kommentar von TheGrow ,

Hallo Lkwfahrer1003,

wie die Gesetzeslage in der Schweiz oder anderen Ländern aussieht, vermag ich nicht zu sagen.

Aber ich persönlich halte die 20,00 Euro die in Deutschland gelten für angemessen.

Man darf nicht vergessen, dass man der Begehung des Verstoßes kein vorsätzliches Handeln zugrunde legt, sondern dass man davon ausgeht dass sich der Fahrer aus reiner Fahrlässigkeit falsch verhalten hat.

Wenn ich im Einsatzfahrzeug mit Sonder.- und Wegerechten unterwegs bin, stelle ich mich jederzeit drauf ein, dass sich ein anderer Verkehrsteilnehmer (oftmals aus Unkenntnis und mangelnder Erfahrung) falsch verhält. Manchmal ärgert dann einen zwar das Fehlverhalten, aber letztendlich gehört das mit zum normalen Dienstgeschäft. Ich nehme sowas meist recht gelassen hin.

Dementsprechend, halte ich persönlich wesentliche höhere Verwarnungsgelder / Bußgelder / Strafen für eine völlig unbeabsichtigte Behinderung jedenfalls für absolut ungerechtfertigt.

Schöne Grüße
TheGrow

Antwort
von SchlaflosIn, 40

Die ärgern sich kurz und fertig. Glaube kaum, dass sie sich deswegen Arbeit machen. 

Kommentar von Papabaer29 ,

So isses.

Antwort
von herja, 31

Kann das eine geldstrafe mit sich ziehen dass ich die n paar sekunden behindert habe

Natürlich.

Kommentar von TheGrow ,

Natürlich.

Natürlich nicht.

Geldstrafen gibt es nur bei der Begehung von Straftaten, nicht aber für die Begehung von Ordnungswidrigkeiten und hier ist noch nicht einmal ein Bußgeld vorgesehen, sondern nur ein ganz geringes Verwarnungsgeld

Antwort
von Zumverzweifeln, 37

Da kommt nichts mehr! 

Antwort
von Borowiecki, 25

Sollte nichts kommen , gibt's schlimmere Sachen die nich verfolgt sind .

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