Frage von Timchi, 68

Fzg monatelang aufbocken - JA oder NEIN?

Ich habe schon alles (aber wirklich alles) im netz über aufbocken/überwintern/achsbearbeitung durchgelesen. Man liest es immer wieder, dass man das Auto auf garkein Fall lange aufgebockt lassen sollte. Weil da ja die Achsteile, Lager, Gummis und Stoßdämpfer Schaden bekommen. Viele sagen sogar die Karosserie kann sich verziehen.
Stimmt das wirklich so?
Viele sagen man sollte die Achsen als aufnahmepunkte nehmen.
Ich möchte aber die komplette Achse ausbauen, also das würde mir garnicht in frage kommen. Wegen Achsteile und Co. mache ich mir auch keine Gedanken, da ich sie sowieso alle erneuern werde.. Aber wie zur Hölle soll ich die Achsen ausbauen ohne das Auto monatelang aufgebockt zu haben?!?! Leider dauern solche Arbeiten doch Monate wenn man es hobbymässig macht..  
Bei mir ist die Heckscheibe auch ausgebaut.. Was sagt ihr dazu?
Ich meine ich war schon mehrmals in betrieben die Oldtimer restaurieren und da sind die Fahrzeuge auch ohne Scheiben und Achsen aufgebockt.
Schadet es wirklich so arg wenn ein Auto auf den vorgesehenen Wagenheberaufnahmen aufgebockt bleibt?
Oder was für Tipps habt ihr für mich?

Antwort
von Frage2Antwort, 45

Leider sind die Schweller oft mals vom Rost betroffen.

Wenn du das Fahrzeug am Schweller über Monate hochnimmst kann es durch den Druck und den weitergehenden Rost zu größeren Schäden kommen.

Du kannst hier nur mal eine Hohlraum Versiegelung von innen aufsprühen, außen das gröbste weg machen und mit einem Speziallack dick einpunseln. Ich hab als Fett immer das von Mike Sanders verwendet, und als Lack an allen nicht sichtbaren Teilen verwende ich Hammerit Rostschutz, das ist eine Wachsfarbe die nie ganz hart wird.

Bei Fahrzeugen, bei denen die Scheiben nicht verklebt sind ist es kein Problem die Scheiben herauszunehmen und das Fahrzeug aufzubocken, da diese kein tragendes Bauteil sind. Sind sie verklebt sollte man das auf keinen Fall machen, da die Karosse verzieht.

Ich habe mein Oldtimer über die Wintermonate eingemottet auf Reifenkissen stehen. Diese verhindern das die Reifen Eingrücke bekommen.

Da meine Bremsscheiben speziell angefertigt wurden (gibt es nicht mehr von der stange) nehm ich die beläge raus und reibe sie mit fett ein. Im Frühling kommt dann mein guter Freund Bremsenreiniger und macht wieder alles sauber, und auch neue Beläge kommen jedes Jahr rein. Die Scheiben waren sehr teuer :)

Kommentar von Timchi ,

Danke für deine schnelle Antwort.
Die Scheiben sind geklebt.
Wegen Rost mache ich mir keine Sorgen, das ist schon erledigt. Der Wagen hat neue schweller bekommen. Ich sage nicht das er 100% rostfrei ist, aber durchgerostet ist er nirgendwo.
Mein Problem ist dass ich die Achsen sandstrahlen und restaurieren möchte und dazu das Auto einfach für Monate aufbocken sollte. Ich möchte es nicht winterfest machen wie viele es tuen.

Expertenantwort
von bronkhorst, Community-Experte für Auto, 20

Ich pumpe bei meinem Cabrio vorm Einmotten die Reifen mit hohem Druck auf und stelle den Wagen dann mit den Rädern auf Styroporplatten, in die sie leicht einsinken und so die Aufstellflaeche vergrößern. So habe ich nie Probleme mit Standplatten - und das ist eben viiel weniger Aufwand...

Kommentar von Timchi ,

Ich möchte aber die Achsen ausbauen..

Antwort
von hilflos99, 17

wenn das Auto an allen 4 Seiten aufgebockt wird kein Problem.

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