Frage von mario05037, 44

Falsche Beratung bei Handyvertrag Vodafone-muss Händler dafür haften mit Betriebshaftpflichtversicherung?

Hallo. Eine Freundin von mir spricht wenig deutsch und hat nach einer Vodafone Beratung einen Vertrag abgeschlossen angeblich mit dem sie für 5 € mehr was sie jetzt bezahlt also statt 15 € für 20 € so lange wie sie möchte in alle Netze nach Polen telefonieren kann. Nach dem ersten Monat kam eine Rechnung von 477 € und das Handy wurde vorsorglich wegen zu hoher Kosten gesperrt. Wir sind in den Vodafone Laden gegangen bei dem sie mit Zeugen war während des Vertragsabschluss und der Händler meinte so einen Vertrag würde es gar nicht geben und sie wüsste was sie unterschrieben hat. Obwohl Zeugen gehört haben dass der Händler gesagt hat sie kann von Deutschland nach Polen telefonieren in alle Netze solange sie möchte für 20 € monatlich. Muss der Händler dafür haften? Dazu gibt es doch eine Betriebshaftpflichtversicherung, oder? Inzwischen ist ein Inkassoschreiben von knapp 1500 € gekommen weil Vodafone jetzt Schadensersatz haben möchte

Expertenantwort
von dadamat, Community-Experte für Vodafone, 9

Wenn es nicht mehrere Zeugen gibt, die die Aussage des Vodafone Mitarbeiters bestätigen können (möglichst deutschsprachige), kann dem Vertragsabschluß nicht widersprochen werden. Wichtig ist aber immer die Einträge der Tarifwahl mit den Konditionen. Wenn auf dem Vertrag eine Flat ins EU Ausland / Polen erwähnt wurde, kann der Vertrag widerrufen werden und die hohe Auslandsgebühr muss erstattet werden. In der Tat gibt es keine mobile Telefonieflat ins Ausland (nur bei Vodafone Festnetz). 

Kommentar von mario05037 ,

also ich bin bei der Telekom und kann wirklich in jedes europäische Ausland telefonieren auch wenn ich in Deutschland bin zum Beispiel nach Tschechien oder nach Italien oder nach Österreich - und das mit dem Handy. Gut, ich bezahl 100 € Grundgebühr monatlich aber bei mir geht das. Und habe 10 Gigabyte zum Internet surfen

Antwort
von baindl, 33

Maßgeblich ist, was schriftlich vorliegt.

Steht diese Auslandsoption im Vertrag, den Deine Freundin unterschrieben hat?

Wenn nicht siehts schlecht aus und sie wird zahlen müssen.

Antwort
von Kuno33, 23

Wenn es beweisbar ist, dass eine Falschberatung stattgefunden hat, dürfte es möglich sein. Aber es ist kaum zu erwarten, dass der Provider ohne gerichtliche Auseinandersetzung einlenkt. Evtl. kann eine Verbraucherzentrale helfen. Es gibt auch in Rundfunksendern im Einzelfall Unterstützung: Z. B. beim NDR, Joe Hiller, "Markt im Dritten" Die Computerzeitung CT hat auch eine Seite "Vorsicht Kunde" Hier wurde auch schon manchem geholfen. Inkassokosten sind immer das Risiko des Auftraggebers. Sie dürfen im Vergleich zu dem einzutreibenden Betrag nicht unverhältnismäßig hoch sein.

Antwort
von Secretstory2015, 26

Versucht es bitte mit einem Anwalt. Meist ist das bei solchen Verträgen aber sehr schwer, ich saß auch lange Zeit auf nem zusätzlichen Vertrag fest, den ich so nie unterschrieben habe.

Deswegen: Niemals Vertrag!

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