Frage von RubberDuck1972, 155

Eigentumswohnung: Wie weit kann ein Hausverbot reichen?

Hallo, ich hatte mit einem Bekannten ein kleines Streitgespräch über einen fiktiven Fall (und es ist wirklich nur fiktiv):

Ein Wohnungseigentümer - in einem Haus, in dem noch andere Wohnungs-Eigentümer wohnen - spricht einem Menschen "Hausverbot über das Gesamte Anwesen" (also Haus und Grundstück) aus, weil er den nicht in der Nähe der selbst bewohnten Wohnung haben will.

Derjenige, dem gegenüber das Hausverbot ausgesprochen wurde, müsste aber ins Haus kommen und durch das Treppenhaus gehen, um einen anderen Eigentümer zu besuchen, bei dem er willkommen ist.

Muss der Besucher, dem von einem Eigentümer Hausverbot erteilt wurde mit einer Anzeige (z. B. wegen Hausfriedensbruch) rechnen?

Bitte mit Begründung.

Schon mal Danke an alle.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von marcussummer, 101

Die Verfügungsgewalt des einen Miteigentümers reicht nicht so weit, dass er gegen den Willen anderer Miteigentümer für Räumlichkeiten des Gemeinschaftseigentums ein Hausverbot aussprechen kann. Insofern wäre das ausgesprochene Hausverbot unwirksam, soweit es das Treppenhaus betrifft. Ein Verstoß gegen das insofern unwirksame Verbot stellt grundsätzlich keine Straftat dar.

Antwort
von schelm1, 57

Eine Miteigentümer kann Rechte für sich in Anspruch nehmen, soweit durch deren Ausübung die Rechte anderer Miteigentümer nicht unangemessen beeinträchtigt werden.

Antwort
von Rockuser, 63

Das ist ein Strittiger Punkt. Aber der Vermieter hat nicht das Recht, den Besucher einer Mietpartei den Zugang zur Wohnung zu verwehren.

Sobald ein Mieter den Besuch der Person wünscht, kann er den Besuch empfangen.

Kommentar von RubberDuck1972 ,

Es geht in dem fiktiven Fall nicht um Vermieter.

Stell´ dir vor, dass in dem Haus mit zwanzig Wohnungen kein einziger Mieter, sondern nur Eigentümer wohnen.

Antwort
von ThePoetsWife, 72

Hallo RubberDuck1972,

wir haben z.B. als Eigentümergemeinschaft von einem Haus, zwei Besitzer, ein eingetragenes Wegerecht durch das Grundstück des Zweibesitzers, damit wir zu unserem Grundstück gehen können.

Du müsstest dich mal erkundigen, ob es solche Wegerechte für die Gemeinschaftsflächen, wie das Treppenhaus, Keller, Speicher, usw. gibt.

Liebe Grüße

Kommentar von marcussummer ,

Das "Wegerecht" ergibt sich schon aus dem Miteigentum an den Gemeinschaftsflächen. Und umfasst auch die Personen, denen ein anderer Miteigentümer Zutritt gewährt.

Kommentar von schleudermaxe ,

Bist Du sicher, eine WEG in einem Haus?

Kommentar von ThePoetsWife ,

vielleicht ein bisschen falsch ausgedrückt, also Gemeinschaftsflächen, die zu den privaten Bereichen, wie Wohnung, Keller usw. führen.

Danke für den Hinweis! LG

Antwort
von WissensWisserDe, 55

Mietrecht das ist schon eine Weile her....... Ich weiß nicht das nicht mehr ganz genau. Falls es falsch ist bitte Daumen nach unten geben. Damit man die Antwort nicht mehr so leicht liest und glauben könnte.

Der Wohnungseigentümer kann mit  den im Sondereigentum stehenden Gebäudeteilen nach Belieben verfahren. Also kann der Eigentümer ihm Hausverbot erteilen. Dies gilt aber nicht für das andere Haus. Wenn der andere Hauseigentümer diesen Besuch erwünscht, darf der Gast auch das Grundstück betreten, um in das Haus zu gelangen. 

( §13 WEG )

Kommentar von RubberDuck1972 ,

Es geht in dem fiktiven Fall nicht um ein anderes Haus, sondern um Wohnungs-Eigentümer in ein und demselben Haus.

Stell dir ein Haus mit zwanzig Wohnungen vor. Es gibt keine Mieter. Es gibt zwanzig Wohnungs-Eigentümer, die im Grundbuch eingetragen sind.

Einer von den Eigentümern spricht einer Person, die nicht in dem Haus wohnt, Hausverbot aus.

Antwort
von Wuestenamazone, 40

Der Eigentümer kann empfangen wen er will. Ist der Besuch in der Wohnnung wird das schwierig mit dem Hausverbot

Kommentar von RubberDuck1972 ,

Und wie kommt der Besuch in die Wohnung? - Beamen ist derzeit noch Science Fiction. :)

Kommentar von Wuestenamazone ,

Wieder die unterwegs die nichts anderes zu tun haben wie Kommentare unter Antworten zu setzen obwohl sie gar nicht geantwortet haben. Wenn man logisch nachdenkt dann ist der Kommentar total überflüssig. 

Kommentar von RubberDuck1972 ,

Der Kommentar kam vom Fragesteller!

Ich denke, dass ich den Fall genau genug dargestellt habe. Du denkst scheinbar nicht weit genug. - Ist klar, wenn der Besuch in der Wohnung ist...

Aber der Besuch muss ja erst mal in die Wohnung kommen. Normalerweise übers Treppenhaus oder den Aufzug; aber da besteht ja das strittige Hausverbot, wegen dem ich gefragt hatte.

Kommentar von Wuestenamazone ,

Warum hat er denn Hausverbot. Wenn er den direkten Weg in deine Wohnung nimmt dann kann das niemand verbieten. Du kannst Besuch haben soviel du willst kann dir niemand verbieten und dazu der direkte Weg ein muß. Das wird jeder Richter so entscheiden. Und das reicht jetzt.

Antwort
von TheAllisons, 83

Wenn die Eigentumsgemeinschaft (gesamten Eigentümer mittels Beschluss mit einfacher Mehrheit ) ein Hausverbot aussprechen, dann ist es Hausfriedensbruch. Auch wenn er von einem einzelnen dort willkommen wäre

Antwort
von Liesche, 41

Wenn begründetes Hausverbot vom Miteigentümer erteilt wurde, sollte sich dieser Besucher daran halten, und ein Treffen woanders arrangieren mit der befreundeten Partei.

Kommentar von Xipolis ,

Ist nicht korrekt, denn wenn der Miteigentümer genau diesen Besuch ausdrücklich erwünscht, dann darf der Besuch Grundstück und Treppenhaus betreten um zur entsprechenden Wohnung zu gelangen.

Wie sollte der Besuch den sonst bsp. an Geburtstagsfeiern teilnehmen?

Antwort
von Everklever, 43

Ein einzelner Eigentümer kann nur ein Verbot für die Räumlichkeiten aussprechen, die in seinem alleinigen Besitz sind, also Wohnung und eventuelle Nebenräume. Ein generelles Verbot ist Sache der Eigentümergemeinschaft.

Kommentar von Xipolis ,

Nein, er kann ein totales Verbot aussprechen, solange nicht andere Miteigentümer ausdrücklich den Besuch erwünschen.

Antwort
von kenibora, 43

Das kann ein einzelner Wohnungseigentümer einem fremden Besucher einer anderen Wohnung, niemandem aussprechen...

Antwort
von schleudermaxe, 17

Ein Eigentümer kann kein Hausverbot erteilen, denn ihm gehört das Haus doch gar nicht. Alles eigentlich ganz einfach.

Kommentar von schleudermaxe ,

Danke für die Daumen!!!

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