Die folgenden Formulierungen sind im Entwurf meines Arbeitszeugnisses enthalten. Kann mir diese jemand entschlüsseln?

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3 Antworten

Man kann ein Zeugnis nur dann halbwegs vernünftig einschätzen,wenn man es im Zusammenhang liest, also vollständig von der Überschrift bis zum Ausstellungsdatum. Überall dort können Informationen enthalten sein, die für die Einschätzung des Zeugnisses wichtig sind.

Meine Aufgaben stehen über dem beschriebenen Text. Habe ihn der Einfachheit halber weggelassen :)

Aber auch das wäre wichtig gewesen.

Das Zeugnis enthält formale Fehler, so ist z. B. die Reihenfolge etwas durcheinander geraten.

Wegen ihrer verbindlichen, loyalen und kooperativen Art war sie bei ihren Vorgesetzten und Mitarbeitern sehr geschätzt. Im Umgang mit unseren Kunden bewies sie stets Gewandtheit und Geschick. Ihr persönliches Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war jederzeit einwandfrei.

Die ihr übertragenen Arbeiten bewältigte Frau XXX stets zu unserer vollen Zufriedenheit.

Diese beiden Absätze sind in der falschen Reihenfolge.

Bis dahin ist das ein gutes Zeugnis. ABER:

Das Arbeitsverhältnis endet im gegenseitigen Einvernehmen.

Dieser Satz macht etwas stutzig. Üblicherweise heißt das, dass die Initiative für das Ende des Arbeitsverhältnisses vom AG ausging und der Grund wohl nicht betriebsbedingt war. Liege ich richtig mit dieser Vermutung? War dem nicht so, müsste man das anders formulieren. 

Wir danken Frau XXX für ihre Arbeit und wünschen ihr viel Erfolg und persönlich alles Gute.

Man bedauert dein Weggehen nicht, das deutet auch darauf hin, dass irgend etwas im Argen lag. Sie danken dir auch nur noch für deine "Arbeit", nicht für "gute Arbeit". Man wünscht dir zwar für die Zukunft viel Erfolg, bescheinigt dir aber nicht, dass du hier Erfolg hattest. Diese Schlussformel widerspricht dem Zeugnis, macht es unschlüssig und wertet es ab.

Grundsätzlich hat man zwar keinen rechtlich durchsetzbaren Anspruch auf eine Schlussformel, wenn sie aber vorhanden ist, muss sie zum Zeugnis passen. Das ist hier absolut nicht der Fall.

Interessant wäre deshalb auch das Datum des Vertragsendes.

Mit so einem widersprüchlichen Zeugnis könntest du Probleme bekommen. Stimmt denn wenigstens das Ausstellungsdatum mit dem letzten Tag des Arbeitsverhältnisses überein?

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Kommentar von DarthMario72
14.04.2016, 01:24

Nachtrag: 


Mir wurde gesagt, dass die Formulierung "Das Arbeitsverhältnis endet im besten gegenseitigen Einvernehmen. Weiterhin wünschen wir Frau XXX viel Glück und Erfolg und danken ihr für die jahrelange erfolgreiche Zusammenarbeit" besser sei...

Noch besser wäre (sinngemäß): "Das Arbeitsverhältnis endet mit dem heutigen Tag im besten gegenseitigen Einvernehmen, was wir sehr bedauern. Wir danken xxx für die gute Zusammenarbeit und wünschen ihr beruflich wie persönlich weiterhin viel Erfolg und alles Gute."

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Das Arbeitsverhältnis endet im gegenseitigen Einvernehmen.

Das bedeutet, Dir wurde gekündigt. Denn sonst hättest Du das Unternehmen "aus eigenem Wunsch verlassen, was wir sehr bedauern".

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Was meinst du mit "enschlüsseln"? Ich sehe da keine versteckte (unzulässige) Hinweise. Es ist ein gutes, bis sehr gutes Arbeitszeugnis. Es steht aber nichts drin von dem was du konkret gemacht hast und das gehört jedoch rein!!

Gruß

Henzy

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Kommentar von Skibomor
13.04.2016, 17:22

Ich nehme an, was sie gemacht hat, steht ganz oben unter "Arbeitsfelder", den Teil hat sie offenbar weggelassen.

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Kommentar von RoBinHo13
13.04.2016, 17:24

Meine Aufgaben stehen über dem beschriebenen Text. Habe ihn der Einfachheit halber weggelassen :)

Mir wurde gesagt, dass die Formulierung "Das Arbeitsverhältnis endet im besten gegenseitigen Einvernehmen. Weiterhin wünschen wir Frau XXX viel Glück und Erfolg und danken ihr für die jahrelange erfolgreiche Zusammenarbeit" besser sei...

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