Ich hab vorhin mit einem Freund diskutiert, der Provision für seine neue Wohnung zahlen muss, ob der makler die ganze Kaution für sich selbst behält. Er wird ja sicherlich von den Hauseigentümern oder der Wohngesellschaft beauftragt die Wohnung weiterzuvermieten. Bekommen die dann was ab? Klingt ja auch komisch, wenn der Besitzer zum Makler kommt und sagt: "Du kannst die Wohnung verkaufen/vermieten, wenn ich dafür xx € bekomme."

Nein, der Staat kassiert seinen Anteil, nicht der Verkäufer.

Von irgendetwas muss der Makler ja uach leben. Er verdient sich die Provision.

Er muss es sich nach Abzug der Kosten (Büro, Telefon, Anzeigen, Auto, Sekretärin, ...) mit dem Finanzamt teilen.
Wenne am 24. April 2008 22:20 Eigentlich teilt er erst mit dem Finanzamt und darf dann seine Unkosten bestreiten.
JoWaKu am 25. April 2008 08:10 a) es gibt in der Betriebswirtschaft keine "Unkosten", sondern nur "Kosten"
b) Es wird bei einer Firma wirklich erst der Gewinn ermittelt (Einnahmen - Kosten), der kommt in die Steuererklärung und dann wird die Steuer berechnet.
Eventuell vereinnahmete MwSt. gehört ihm nie. - Sie wird gleich (monatlich) ans FA abgeliefert.
Die Verkäufer bzw. Vermieter kriegen das kostenlos - steht in jeder Anzeige eines Maklers !!!

Die Kaution hat mit der Maklerprovision nichts zu tun! Die Kaution erhält der Vermieter zu Sicherstellung, die Maklerprovision gehört dem Makler alleine, die darf er natürlich auch versteuern und den Rest behalten.
Oh Sorry, ich meinte natürlich die Provision und nicht die Kaution.

Der Makler muss davon seine Büromiete, sein Büromaterial, sein Krankenversicherung, sein Mitarbeiter, sein Telefon, sein Altersvorsorge, seinen Lebensunterhalt, sein Auto und vieles mehr bezahlen und natürlich seine Familie ernähren. Was willst du noch wissen.
Ja Einkommen- und Gewerbesteuern und IHK-Beitrag natürlich auch noch.
Ja, die bekommen oft was ab. Aber was noch besser, das heißt schlimmer ist: unsere Maklerin hat zu uns gesagt: "Wenn sie bar zahlen und keine Quittung wollen, verzichte ich auf die 19 Prozent Mehrwertsteuer!" Dann hat sie ohne mit der Wimper zu zucken die Scheine eingezählt. Sie teilt also nicht mit dem Finanzamt.Wir haben ein Schreiben von ihr bekommen, dass keine Provision fällig wurde. Oder hätten wir jetzt rein aus Prinzip und Staatstreue die 19 Prozent mehr zahlen sollen (waren immerhin über 600 Euro)?! :-/
geige am 24. April 2008 22:53 Der Oberhammer hierbei wär ja noch, wenn der Maklerin gar keine Provision zugestanden hätte, von wegen wirtschaftlicher Verpflechtung oder ähnlich. Das wär dann echt geschickt gemacht...
harveyoswaldt am 24. April 2008 22:54 bei sowas wäre ich sehr vorsichtig. Wenn der Makler im Gegenzug den Mietvertrag/Kaufvertrag unterschriftsreif vorlegt... dann scheint das ok. in solchen Fällen könnte man evt. versuchen runterhandeln, aber das bleibt jedem selbst überlassen :o)
für solche Abzocker-Mentalität hätte ich kein Verständnis! Ich weiß, das ist leicht gesagt bei 600 Euro, aber rechnet mal nach, was sich die Dame so hochgerechnet im Jahr am Fiskus vorbei in die Tasche steckt! Das gehört angezeigt, Leute! Das ist kriminell!!!
Offiziell gehört, vor Steuer, alles dem Makler. Offiziell.....

In der Regel bekommt der Makler vom Vermieter nichts. Zwei Monatsmieten Vermittlungsprovision ist normal, davon muss der Makler aber auch nebst seinen Bürokosten etc. auch die Kosten für Wirtschaftsauskünfte etc. bestreiten. Im schlimmsten Fall passen die ganzen Mietinteressenten dem Vermieter ja nicht und er macht weit über 50 Besichtigungstermine. Wenn Du das auf den Stundenlohn umrechnest, verdient manch Raumkosmetikerin erheblich mehr, und das Schlimme dabei ist, sie weiss schon vorher, dass die Toilette stinkt.