Frage von kirmizili, 59

Arbeitsrecht, Krankheit, bewusstlos auf der Arbeit?

Hallo liebe Leser, Es geht um folgendes: heute morgen ging's mir nicht so gut, schlappheitsgefühl, heißere stimme.... Habe auf der Arbeit angerufen und gesagt, dass ich mir Karenz nehmen möchte aber Morgen auf jeden Fall kommen werde, wurde dann doch überredet(mit Druck) doch zur Arbeit zu kommen und sollte dann nochmal meinen Abteilungsleiter anrufen der auch der Meinung war, dass ich kommen soll. So bin natürlich aufgetaucht weil in letzter Zeit viele gekündigt worden sind wegen zu hoher Krankheitsrate. Auf der Arbeit dann bin ich umgekippt, mir wurde schwarz vor Augen... War für 2-3 Minuten bewusstlos... Der Krankenwagen hat mich dann abgeholt... Nichts dramatisches nur der Blutdruck war halt niedrig... So meine Frage jetzt, kann ich irgendwie dagegen angehen rechtlich? Ich mein ich wollte zuhause bleiben und wurde dazu gedrängt doch zu kommen.... Hoffe auf zahlreiche Antworten... Vielen lieben Dank im Voraus

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Antwort
von Lokicorax, 24

Hoi.

Was soll den dein Ziel sein? Gegen was willst du (rechtlich) vorgehen? Das dein AG dich solange gebeten/getrietzt/bearbeitet hat, dass du doch zur Arbeit kamst? 

Auf der einen Seite hat dein AG  eine Fürsorgepflicht gegenüber seinen Arbeitnehmern - wenn er also weiss, das jemand nicht Topfit ist, muss/sollte er geeignete Maßnahmen treffen, dass nichts passieren kann, z.B. darfst du nicht alleine arbeiten.

Auf der anderen Seite bist du volljährig und hast auch eine Verpflichtung, dass deinem AG durch dein Verhalten kein Schaden entsteht: z.B. läuft eine Maschine heiß, weil du ohnmächtig wirst.

Du musst also für dich abwägen, was hier wichtiger ist. Bist du unsicher, gehe gleich zum Arzt - schreibt er dich arbeitsunfähig, bist du sicher. Sollte dein AG dich trotzdem, wegen der Fehltage kündigen, kannst du  Kündigungsschutzklage einreichen. Hol dann das Beste raus(gutes Zeugnis, kleine Abfindung) und sein froh, von diesem Sklaventreiber weg zu kommen. 

Überlege dir daher eine Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft oder beim VdK/SozVD - die helfen dir rechtlich weiter.

Ciao Loki  

Antwort
von PeterSchu, 24

Erzähl das Ganze deinem Arzt und frag ihn nach seiner Meinung.

Eine Meldung an den Betrieb, dass man arbeitsunfähig ist, ist keine Verhandlungssache. Du sagst Bescheid, dass du krank bist und gibst nach Möglichkeit an, wie lange das dauern könnte. Mehr ist da nicht.

Du musst nicht erklären, was du hast und du musst dich nicht auf Diskussionen einlassen.

Ein paar Fehltage reichen keinesfalls für eine Kündigung wegen Krankheit. Sollte der Betrieb dennoch kündigen, kann man dagegen klagen. Wobei es mir persönlich gar nicht erstrebenswert erscheint, in einer solche Tretmühle zu arbeiten.

Antwort
von Allexandra0809, 24

Wogegen willst Du angehen? Du hast Dich überreden lassen. Du hast Dich auf den Weg zur Arbeit gemacht. Es war allein Deine Entscheidung, dass Du doch arbeiten gehen wirst.

Antwort
von harmersbachtal, 22

wen du krank bist geste zum artzt und holts dir eine Krankmeldung,wen du aber krank bist und gehst trotzdem Arbeiten ist das deine Sache, wen du nachher bleibende schäden hast biste selber schuld: bei Grippe kann es aufs Herz ziehen..........und dann ist fünf vor zwölf der arbeit geber hilft dir dan nicht dan heißt es selber schult

Antwort
von meini77, 28

Du hast SELBST entschieden, doch zur Arbeit zu gehen. Dein Arbeitgeber ist ja nicht zu Dir gefahren, hat Dich gefesselt und in den Betrieb gebracht.

Dies wäre dann Freiheitsberaubung gewesen.

Du bist (vermutlich) volljährig und hast Dich "breitschlagen" lassen - mehr nicht.

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