Frage von myquestion3, 181

Arbeitgeber: Warum kann man erst nach sechs Wochen eine Krankheitsvertretung beantragen?

Die Frage sagt alles.

Wieso kann man als Arbeitgeber im z.B. öffentlichen Dienst oder bei Beamten eine Krankheitsvertretung erst nach sechs Wochen beantragen? Gesetzliche Quellen wären dazu auch gut.

Lieben Gruss

Antwort
von thinkfirst, 104

Was sagt die Arbeitnehmervertretung bzw. das Personalbüro in deiner Behörde dazu?
Die sollten die für euch geltenden Vorschriften benennen können.

Bei den 6 Wochen tippe ich mal darauf, das es damit zusammen hängt, das ab der 7. Woche die Krankenkasse des Arbeitnehmers desen Gehalt übernimmt. Damit steht dem Arbeitgeber das nun frei gewordene Gehalts-Budget nun für die Bezahlung einer Vertretungskraft zur Verfügung.

Außerdem können dann auch wieder die Angestellten entlastet werden, die paritätisch die Aufgaben des kranken Kollegen übernommen haben.

Die Entscheidung welche Aufgaben in der Zwischenzeit übernommen werden sollen trifft der Vorgesetzte. Sollten dabei Aufgaben nicht von dem Vorgesetzten verteilt werden, ist dies (s)ein Fehler und keine Standard-Vorgehensweise.
Du solltest also darauf achten, das nicht als normal hin zustellen! Damit erweckst du nur den Eindruck das es in allen Abteilungen der 11.116 deutschen Kommunalverwaltungen gängige Praxis wäre.

Antwort
von RobTop96, 121

Eine solche generelle  Regelung gibt es nicht. Angestellte fallen nach 6 Wochen aus der Lohnfortzahlung raus. 

Dann könnte man eine Vertretung einstellen, ohne mehr Personalkosten zu haben, als im Haushaltsplan veranschlagt. 

Über eine Vertretung vor Ablauf der Frist müsste wahrscheinlich vom zuständigen Gremium beschlossen werden. 

Antwort
von Hexe121967, 112

mmhhh - ich versteh die frage nicht so wirklich. wenn meine kollegin krank ist, müssen wir deren arbeitsgebiet aufteilen. das tagesgeschäft muss erledigt und termine müssen eingehalten werden. d.h. egal ob jemand einen tag fehlt oder ein halbes jahr, die arbeit wird von den anderen kollegen aufgefangen - zumal ein abteilungsfremder garnicht das wissen hat, die arbeit jetzt mal eben zu übernehmen...

ist das bei beamten oder im öffentlichen dienst nicht so?

Kommentar von myquestion3 ,

Es gibt eine Regelung, dass man erst nach sechs Wochen eine Krankheitsvertretung einstellt, die die Aufgaben des Erkrankten übernimmt. Oft hat jeder Mitarbeiter oder Beamte seinen eigenen Aufgabenbereich.

Kommentar von Hexe121967 ,

ja, bei uns hat auch jeder seinen eigenen bereich. heisst das jetzt wenn kollege müller krank ist, bleibt seine arbeit 6 wochen lang liegen bis so eine krankheitsvertretung kommt?

Kommentar von myquestion3 ,

In manchen Fachbereichen bzw. Sachgebieten ja. Dann werden Emails oder Anträge eben nicht mehr weitergeleitet oder weiter bearbeitet.

Kommentar von Hexe121967 ,

ahhh, ok, jetzt wird mir so einiges klar. sowas ist in der freien wirtschaft nicht möglich. die kunden wollen bedient werden, die gesetzlichen vorschriften und termine müssen eingehalten werden und wenn sachbearbeiter a krank ist, muss kollege b das wichtigste mit erledigen.

Kommentar von putzfee1 ,

Aber jetzt ist auch klar, warum bei den Ämtern so manches nicht voran geht... da muss man sich ja echt über nichts mehr wundern, wenn das so gehandhabt wird. Deutsche Bürokratie lässt grüßen!

Antwort
von brennspiritus, 91

Kommt auf den Arbeitgeber an, deswegen ist es schwierig eine Rechtsvorschrift zu posten.

Es gibt Verwaltungsvorschriften, die das so bestimmen.

Kommentar von myquestion3 ,

Kannst du mir eine solche Verwaltungsvorschrift geben? Wie gesagt, wir sind eine öffentliche Kommune

Kommentar von brennspiritus ,

Hab ich verstanden, aber auch da hat jeder seine eigenen Verwaltungsvorschriften und dann auch noch in jedem Bundesland anders. Habt ihr kein Intranet oder Rundschreiben- bzw. Verwaltungsvorschriftendatenbank? Da muss das drin stehen.

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