Akohol wichtiger?

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16 Antworten

Wenn Dein Mann regelmäßig, also jeden Tag Alkohol trinkt und wenn es nur 2 Bier sind, ist er bereits auch Alkoholiker. So wird das zumindest von AA definiert, wer täglich Alkohol trinkt und nicht darauf verzichten kann, ist abhängig.

Sprich mit ihm. Sag ihm, Du machst Dir berechtigte Sorgen, da ja auch der Vater von ihm Alkoholiker ist. Der Hang zum Alkoholismus kann vererbbar sein oder man sieht es eben sein ganzes Leben nicht anders, dass Alkohol zum Leben gehört.

Er sollte, aber da muss er selbst wollen, zu einem Meeting der Anonymen Alkoholiker gehen.

Sollte er da hingehen, kann er es vielleicht sogar erreichen, dass ihn sein Vater mal dorthin begleitet. Wäre dringend nötig, bevor er einen nachhaltigen Leberschaden hat oder zu einem Entzug in eine Klinik eingewiesen wird. Das ist dann mit Sicherheit nicht mehr ganz so lustig. Da zieht man doch ein Meetingsbesuch zweimal die Woche vor, oder?

Bei den Anonymen Alkoholikern spricht man sich nur mit dem Vornamen an. Ich habe sogar Leute kennengelernt, die flasche Vornamen angegeben haben. Das ist da völlig egal. Da sitzen nur Betroffene, kein Psychiater, kein Arzt. Wir helfen uns da gegenseitig durch die eigenen Erfahrungen.

Einen besseren Rat kann ich Dir leider nicht geben.

Bei mir hat es lange gedauert, bis ich eingesehen habe, dass ich dringend etwas unternehmen muss. Nur durch regelmäßige Besuche der Meetings (da gibt es übrigens auch "offene Meetings", wo Angehörige anwesend sein dürfen), bin ich dauerhaft trocken geworden (seit über 30 Jahren).

Alles Gute für Euch. lg Lilo

Was Du auch noch als Argument anführen kannst, ist Euer Sohn. Frag Deinen Mann mal, wie das wohl wäre, wenn Euer Sohn darauf angesprochen würde, dass der Vater Alkoholiker ist. Umgangssprachlich wird das dann so ausgedrückt: "Dein Vater säuft ganz schön". Wer will das schon gesagt bekommen?

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Kommentar von LiselotteHerz
22.06.2016, 08:33

In AA-Meetings haben ich Männer kennengelernt, die es durch ihr Saufen geschafft haben, ihre eigene Existenz völlig zu runieren. Kein Job mehr, Frau hat ihn mit Kindern verlassen, Endstation: Entzug in der Klinik und dann arbeitslos und einen Berg Schulden am Hals. Sie wurden zum Sozialfall. Führe ihm das mal vor Augen! So etwas kann ganz schnell gehen.

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Also ich kann dazu folgendes Sagen, bzw. dir folgende Tipps geben. Ob das hilft, kann ich dir nicht sagen, weil das ein echt schweres Thema ist...

Also als aller erstes, möchte ich hier festhalten, das Alkohol eine Droge ist. Und wie ich finde, ist Alkohol einer der gefährlichsten Drogen überhaupt, da sie legal ist und teilweise extrem billig ist. Alkohol kann süchtig machen, allerdings finde ich, dass es bei Alkohol (sofern nicht jeden Tag getrunken in Mengen) schon etwas dauert, bis es so weit ist. Nach der Sucht, kann sich schnell eine Abhängigkeit bilden. Und sobald man von Alkohol abhängig wird, geht es rasant den Berg herunter und ich habe mir sagen lassen, dass der Entzug von Alkohol extrem unangenehm und schmerzhaft sein soll.

So viel erstmal dazu.

Nun hast du ja bereits den Grund für den übermäßigen Alkoholkonsum genannt. In der Familie von Martin, wird allgemein viel Alkohol konsumiert und Martin ist mit diesem Bild vor Augen wahrscheinlich aufgewachsen. Das heißt, er kennt das wahrscheinlich gar nicht anderes.
Aber ich nehme mal an, dass es auch eine Zeit gab, wo er weniger getrunken hat?
Da er aber jetzt wieder im Elternhaus ist oder eher daneben, hat Martin natürlich wieder dieses Bild vor Augen, des häufigen Alkoholkonsums, was auch noch durch seinen Vater bestärkt wird. So wie du das beschrieben hast, fordert sein Vater ihm zum trinken auf und ermutigt ihn dabei noch. Martin (der das Bild vor Augen hat), kann natürlich schlecht ablehnen (aus seiner Sicht), den es gehört sich nicht, dass er das seinem Vater verweigert, wenn ihm das schon angeboten wird.
Und ab jetzt kommst du ins Spiel.
Nun kommst du zum angetrunkenen/besoffenen/komatösen Martin an und sagst, dass es nicht gut ist, dass er so viel trinkt.
Und das kann Martin gar nicht begreifen (bewusst/unbewusst), denn er kennt es ja nicht anders. Und das führt dann irgendwann zu Streit, weil Beide Seiten, die andere nicht verstehen können und es schwer ist nachzuvollziehen.
Ich wollte dir erklären, wie das wohl aus Martins Sicht ist, damit du vielleicht verstehst, was in ihm vorgeht.
Nun kenne ich Martin nicht und auch sein Vater nicht und dich auch nicht, aber so wie du die Situation geschildert hast, kann ich mir doch vorstellen, dass es so oder so ähnlich sein wird.
Ich denke, dass es ganz wichtig ist, dass du dich mal mit ihm zusammensetzt und ihn mal fragst, wie er das ganze überhaupt sieht, damit du ihn vielleicht besser verstehen kannst. das ganze sollte natürlich nüchtern passieren.

Jetzt möchte ich nochmal darauf eingehen, was du gesagt hast, bzw. gefragt hast, ob er dem Bier einen höheren Stellenwert als dir gibt.
Wie ich schon gesagt habe ist Alkohol eine Droge. Sie ist zwar gesellschaftlich intigriert und damit legal, aber trotzdem eine Droge.
Nun komme ich aus der Drogenszene und bin auch schon seid ein paar Jahren Konsument. Ich habe es hier auf dieser Plattform ein paar mal geschrieben und ich sage es jedem, der neu in der Szene ist:
Man muss selbst wissen, auf was man sich einlässt und muss sich schon vorab der Risiken und der möglichen Folgen bewusst sein. Jeder entscheidet für sich selbst, wie weit er die Drogen in sein Leben lässt und welchen Stellenwert er ihnen gibt. Manchmal haben dann Drogen einen höheren Wert als Freunde oder gar die Familie. Aber das muss jeder mit sich selbst ausmachen, darauf hat man leider nur sehr wenig Einfluss.
Natürlich kann man die Leute unter Druck setzen, aber das kann die ganze Situation verschlimmern.

Wie ich schon sagte, du solltest dich mal mit ihn zusammensetzen und ihn ganz klar sagen, was du fühlst und welche Sorgen und Ängste du hast. Erzähle ihn, was du so beobachtest. Er soll dir eine klare Antwort geben und soll sich überlegen, wie er dieses Problem lösen will. Fakt ist, dass er an sich arbeiten muss. Erinnere ihn ganz dezent zum Schluss deiner Ausführung, dass ihr einen gemeinsamen Sohn habt, der das alles mit kriegt, auch den möglichen Ärger. Kinder spüren sowas und geben meistens sich selbst die Schuld, wenn Mama und Papa sich streiten oder wenn sie merken, dass die Situation angespannt ist. Und das ist schlecht für die Erziehung des Kindes.

So, ich hoffe ich konnte dir ein bisschen mit meinen Roman hier helfen. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft und Mut, damit du diese schwierige Phase in eurem leben so gut es dir möglich ist überstehst. Würde mich über Feedback freuen^^

Gerne kannst du mich auch weiterhin nach meiner Meinung oder Sichtweise fragen, aber auch beantworte ich dir gerne andere Fragen die du hast, falls ich sie dir beantworten kann, wenn es den erwünscht ist.

Mit freundlichen Grüßen
Funsoft

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Kommentar von krotti77
22.06.2016, 19:50

Danke dir für deine ausführliche Antwort . Es wird ein Gespräch geben müssen. Wir hatten schon einige. Doch ich denke auch das so wie dandi100 und du geschrieben habt er es nie anders gesehen hat und das für ihn normal ist, so schlimm wie das auch ist. Würde gern dein Angebot annehmen und dir viel.wieder mal anschreiben :-) doch ich weiss nicht wie man hier Freundschagtsanfragen macht ggg

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Hast du ihm mal versucht deine Angst um ihn klar vor Augen zu führen?

Das du Angst hast das er Schritt für Schritt im Laufe der Jahre so wird wie sein Vater? Das du Angst hast das er irgendwann dem Alkohol total verfällt (wie sein Vater). Dadurch seine eigene Gesundheit gefährdet, vielleicht auch nicht in der Lage sein wird klaren Kopfes zu erleben wie euer Sohn aufwächst.

Apropos Sohn, er ist ein Vorbild für seinen Sohn. Er hat es in der Hand seinem Sohn das eine oder andere vorzuleben und dadurch zu vermitteln. Er hat es in der Hand ihm dadurch beizubringen "Es ist absolut okay zur eigenen Meinung zu stehen und "Nein" zu sagen wenn einem jemand Alk oder etwas anderes aufschwatzen will". Er hat es in der Hand, beizubringen das eigene Maß zu finden. Er hat es in der Hand, beizubringen das Alk kein fester Bestandteil des Lebens sein muss.

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Kommentar von krotti77
22.06.2016, 08:34

Wir haben schon öfter darüber gesprochen. Er sieht das nicht so. Die paar Biere und die anderen trinken ja auch. Wenn er wollte könnte er es schon ausschlagen nur er will es doch selber nicht würde ich behaupten. Seinem Vater gehts ja gut, auch als Alkoholiker . Seine Frau bleibt bei ihm egal was er macht. Für ihn ist alles in Ordnung .

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Du beschreibst die klassische Alkoholiker-Familie. Alkoholkrankheit wird nachweislich vererbt und vorgelebt.

In meiner Jugend tranken alle Männer Bier. Die tranken kein Wässerchen oder Fanta. Da mußte es schon sehr heiß sein. Für die war "Wasser zum Waschen da". Es war völlig anerkannt, dass sie 2-3 Bier am Abend tranken.

Lt. Definition ist das schon Alkoholismus. Als ich das herausfand, war ich sehr erschrocken.

In der Familie meines Mannes ist es ähnlich wie in deiner. Da gab es so blöde Sprüche wie: "Laß uns noch eine Jacke anziehen". Gemeint war die Conjacke (Cognac). Ich konnte da gar nicht drüber lachen. Genauso wenig wie über den "Schlürschluck", den Abschiedsschnaps, auf dem Weg zu Tür. Die Steilvorlage für jede Verkehrskontrolle. Da wir am Ende der Welt wohnen kam man früher damit sogar oft durch. Heute undenkbar.

Ich habe meinen Sohn und meine Tochter immer gezeigt, wenn dann die Schnapsleichen oder peinlichen Verwandten sich zum Affen machten. Wir Nüchternden fanden das immer sehr ekelig. Zumal auch dabei viel geraucht wird. "Guck mal da, wie die ankommt mit ihren hohen Hacken und dem Mini. Alle können ihr unter den Rock gucken, weil die sich nicht mehr unter Kontrolle hat."  "Riech mal wie das stinkt. Von dem möchte ich aber jetzt nicht begrüßt werden ..."

Bei meinem Sohn hat das leider nichts genützt. Er war in der Musik und später bei den Jungschützen. Der läßt heute keine Party aus und bereitet mir viele schlaflose Nächte. Mein Mann ist auch immer ganz erschrocken, wenn er das sieht. Den Spiegel mag er gar nicht. Unsere Tochter ist erst 12. Aber bei ihr zeichnet sich schon ab, dass sie verstanden hat, was Alkoholismus aus dem Menschen macht.

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Kommentar von Realisti
22.06.2016, 08:38

sorry: meinem Sohn und meiner Tochter

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Alkohol ist ein schwieriges Thema, zumal der Grad zur Abhängigkeit gering ist. Einsichten gibt es dort oft erst, wenn es zu spät ist. Aus meinem beruflichen Leben kenne ich dieses Thema zum Teil und habe, weil man u.U. eben mit so etwas konfrontiert wird.

Ich habe unterschiedliches erlebt. Leute, die aufgrund einer hohen Selbstdisziplin es geschafft haben trocken zu werden und Leute, die es auch nicht geschafft haben. Eines hatten sie gemein: Solange sich für sie selbst nicht ein massives Problem erkannt haben, waren diese nicht bereit etwas zu verändern. Mit anderen Worten, der Druck musste soweit anwachsen, dass sie selbst keinen Ausweg mehr gesehen haben, außer sie gehen ihr Alkoholproblem an.

Bedenke noch eines: Alkoholabhängigkeit ist eine Krankheit. So solltest du das Problem angehen.

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Guten Morgen, du hast fast recht zum Schluss mit dem zwischen(Bier) uns stehen. Richtig könntest du sagen es ist der dritte Partner in eurer Beziehung und das passt nicht. Ich würde sagen, da du schon recht hast, das du im das dringlicher nahelegen solltest das dich das stört und versuche von ihn ein Versprechen zu bekommen das er dir und sich selbst beweißt das er mindestens ein halbes Jahr ganz ohne Alkohol auskommen kann. Und darauf könntest du später mal weiteres aufbauen. Wenn jemand mit einen Bier kommt kann man auch ausschlagen. LG

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Bei Suchtkranken, und das scheint dein Mann zu sein, kommt immer die Sucht an erster Stelle. Das tut weh, ist aber so. Den Angehörigen geht es im Laufe der Zeit psychisch schlechter als dem Kranken selbst. Während er weitertrinkt, seine Krankheit nicht erkennt und keine Probleme hat, solange der Alkohol fließt, müssen die Angehörigen seinem Verfall zusehen, ohne helfen zu können.

Es bringt überhaupt nichts, deinen Mann zu bitten, mit dem Trinken aufzuhören. Er kann es nicht. Das gerade ist die Sucht. Er will dich damit nicht verletzen. Er ist krank und kann nicht anders. Das mußt du verstehen und begreifen.

Wichtig für die Angehörigen ist es, dass sie sich schützen, um nicht selbst als Folge der Suchtkrankheit dieses geliebten Menschen eine psychische Erkrankung wie Depressionen zu entwickeln. Es ist deine Aufgabe, dass du und dein 13-jähriger Sohn nicht unter der Sucht deines Mannes leiden.

Sicherlich denkst du jetzt, dass ich übertreibe. Nein. Es ist nicht übertrieben. Du wirst im Laufe der Jahre feststellen, dass es genauso kommen wird, wenn es nicht teilweise jetzt schon ist.

Es gibt Selbsthilfegruppen für Angehörige, sicherlich auch eine in deiner Nähe. Schaue dir mal folgenden Link an:

http://al-anon.de/

Ich wünsche dir viel Kraft!

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Ich hab zwar nie Latein gehabt, aber vll muss du dich einfachmal mit einem Verlobten aussprechen und ihm deine Sorgen schildern (in einem möglichst normalen Gespräch). Mach ihm klar, dass du es für keine gute Idee hältst, dass euer Sohn so aufwachsen muss und somit ein schlechtes Vorbild geschaffen wird. Aber du solltest nicht so über deinen Schwiegervater herziehen. Ich kann mir vorstellen, dass dein künftiger Mann Angst davor hat seinen Vater zu verlieren wenn er gegen seine Krankheit spricht. Bei w weiteren Veranstaltungen solltest du auf jeden Fall für deinen Sohn und dich natürlich auch einfach mal Säfte mitbringen vll wollen ja die Nachbarn oder sogar dein Schwiegervater diese mit dem Alk. mischen, um mal auf einen anderen Geschmack zu kommen. 

Ich hoffe ich konnte dir helfen.

:P MHD 

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Kommentar von krotti77
22.06.2016, 08:44

Er fühlt sich angegriffen und versteht es wenig unter Sorgen machen als einfach nur rumgemeckere. Da ja die Frauen seiner Freunde und die restlichen auch nicht meckern. Wir haben schon oft drüber geredet. Er sieht das nicht so schlimm. Er meint er trinkt ja nicht täglich und dann auch nur Bier. Sein Vater ist fast noch stolz Alkoholiker zu sein. Ihm gehts zu gut damit und das sieht Martin. Also ist trinken ja in Ordnung :-(

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Schlussstrich ziehen und ein Ultimatum setzen. Wird dieses gebrochen, wirst du wissen, woran du bist.

Manchmal tut die Wahrheit weh, aber manchmal ist der Schmerz notwendig um aus einer Kette zu entkommen.

Ansonsten, zusammen zum Therapeuten.

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Alkohol macht den Menschen abhängig, weil sie sich meist dadurch besser fühlen...

...man kann ja wohl ohne auskommen. Gesund ist es sowieso nicht.

Traurig ist es natürlich wenn, dass Bier ihn gibt was er braucht, und du nicht obwohl man das gar nicht miteinander vergleichen kann. Er müsste sich entscheiden wer ihn wichtiger ist. Und ich hoffe er entscheidet sich richtig, und zwar für dich.

Alles erdenklich Gute

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Kommentar von krotti77
22.06.2016, 11:15

Danke dir, doch das glaub ich leider nicht. Da er es nicht als schlimm ansieht sondern eher das ich sein Vormund sein möchte :-/

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wenn du eine lösung sucht dann kannst du dort eine finden?

das sind alles betroffene die erfahrungen kraft und hoffung teilen um eine lösung zu finden?

http://al-anon.de/

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Das Bier wird immer zwischen Euch stehen?

Nun, mach aber mal halblang....Dein Verlobter ist ganz offensichlich so aufgewachsen, es gibt nun mal Landstriche, wo Bier als Nahrungsmittel und normales Getränk gilt und nicht als Alkohol. Vor allem in der Landwirtschaft und überall dort, wo körperlich gearbeitet wird, ist es völlig normal, zur Erfrischung Bier zu trinken - Bier ist nämlich auch nahrhaft, deshalb gilt es ja auch als Nahrungsmittel.

Ob man bereits Alkoholiker ist, wenn man regelmässig Bier trinkt, ist Ansichtssache, entscheidend ist ja wohl, das man natürlich nicht regelmässig besoffen ist, was bei harter Arbeit eher nicht der Fall ist, denn Bier ist kein hochprozentiges Getränk und der Körper baut es schnell wieder ab

In der Familie Deines Verlobten, gehört es eben zum Lebensstil, und Männer trinken eben nach getaner Arbeit eben auch oft ein paar Bierchen und keinen Saft - und das nichts damit zu tun, sich regelmässig zu betrinken.

Da ihr ja bereits einen 13 jährigen Sohn habt, kennnt Du Deinen Verlobten ja schon ein paar Tage - ihm ständig hinterherzulaufen und zu ermahnen, solltest Du nicht tun. Du musst ihn mit seiner Lebensart, die zu seiner Herkunft und Familie gehört, schon so nehmen wie er ist. Das ist auch eine Frage des Respekts vor einem erwachsenen Mann, den man nicht dauernd versucht zu erziehen als wäre er ein Kind.

Wenn er doch im Grunde ein "Goldschatz ist und alles wunderbar läuft zwischen Euch, dann ist es doch gut!

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Kommentar von krotti77
22.06.2016, 08:54

Ich danke dir für deine Meinung und deine Ansicht. Es ist schön einmal eine andere Seite zu hören......es hat den Anschein als wäre es so,ja

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Kommentar von Mignon4
22.06.2016, 08:58


Das ist auch eine Frage des Respekts vor einem erwachsenen Mann, den man nicht dauernd versucht zu erziehen als wäre er ein Kind.

Entschuldige bitte, aber ich glaube, du erkennst den Ernst der Lage nicht. Der Mann ist krank und gerade dabei, sich selbst und seine Familie zu zerstören.

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Solange er nicht selbst einsieht, dass er abhängig ist, wirst du nichts dagegen machen können. Er ist Alkoholiker genau wie sein Vater. Du wirst überlegen müssen, ob du dein Leben zusammen mit eurem Sohn an der Seite eines Alkoholikers verbringen willst.

Vielleicht kannst du ihn dazu bringen, eine Suchtberatungsstelle aufzusuchen.


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Hallo!

Ob dein Verlobter alkoholabhängig ist, kann nur er selbst wissen. Aber das, was du schilderst, ist typisch.

Robi187 hat dich schon auf Al-Anon aufmerksam gemacht. Das ist eine Selbsthilfegemeinschaft für Menschen, die Probleme durch die Folgen des Alkohol trinkens eines nahestehenden Menschen haben.

Als ich damals endlich den Mut hatte, zu Al-Anon zu gehen, konnnte mein Mann mir sagen, dass er Alkoholiker ist und geht seit dem zu den Anonymen Alkoholikern und ist trocken.

Wenn ich was ändere (und nicht nur rede!), dann muss sich auch der andere ändern.

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Dieses Trinkverhalten zeigt ganz eindeutig, dass dein Mann ebenfalls alkoholabhängig ist, oder zumindest SEHR kurz davor steht.

Da hilft nur noch die Therapie. Du selber wirst ihn nicht überzeugen können, dass er abhängig ist.

Eventuell solltest du ihm deutlich zeigen, wie ernst es dir ist, indem du ihn vorübergehend verlässt.

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Gegen die wahrscheinlich vorhandene Alkoholsucht deines Verlobten wirst du sicherlich nichts machen können.

Aber du kannst darauf reagieren.

Schau mal bei "Al-Anon" rein. Gibt es im Internet und auch real.

Alkoholismus ist eine Krankheit, keine Schwäche. Und er ist eine Krankheit, die je weiter sie fortschreitet, desto mehr ihre Existenz verleugnet.

Wenn das Leben mit dem Alkoholiker nicht mehr geht, dann beende es.

Ändern kannst du ihn nicht.

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