Konsequenzen für ältere Schüler?

7 Antworten

Also ich gebe durchaus noch Strafarbeiten.

Ich stelle die älteren Schüler (ab 18) immer vor die Wahl, ob der Betrieb informiert werden soll, oder sie eine Strafarbeit wollen.

Es entscheiden sich eigentlich immer alle für die Strafarbeit. Die ist dann natürlich sehr umfangreich, sonst wirkt es in dem Alter ja nicht mehr. Dann schreibt ein 19/20-jähriger eben mal ein paar Seiten aus dem Buch ab bis zum nächsten Tag. Wer sich mit 20 kindisch benimmt, bekommt eben auch eine kindische Strafe dafür :-).

Kuhlmann26  07.09.2017, 09:51

Mich würde mal interessieren, welche Art von »daneben benehmen« Deine Erpressung rechtfertigt? Hast du Angst vor einer Auseinandersetzung mit demjenigen oder einfach keine Lust darauf?

Erziehung zu Gehorsam ist eine Methode vergangener Jahrhunderte. Sie sollte eigentlich überwunden sein.

BiggerMama  07.09.2017, 09:59
@Kuhlmann26

Kommt drauf an, welcher Gehorsam gemeint ist. Wenn einer mit 18 noch nicht kapiert hat, dass man andere nicht stört, ist der geforderte Gehorsam nicht unbegründet.

Nachsitzen lassen wird sicher nicht passieren. Als erstes wird Meldund an den Ausbildungsbetrieb gemacht. Und wenn dabei ein aüSchaden entstanden ist, dann muss der natürlich vom Schüler bezahlt werden.

Und im Ausbildungsbetrieb wird man sich schon Sanktionen überlegen. Und das kann manchmal sehr unangenehm sein, wenn man vom Chef einen Anschiss bekommt.

anschreien, dass sie lebensversager werden und von h4 leben müssen?

liquorcabinet  07.09.2017, 08:40

Was soll das bringen?

WindradzuAKW  07.09.2017, 08:42
@liquorcabinet

schlagen darf man ja nicht mehr

BiggerMama  07.09.2017, 10:01
@WindradzuAKW

Tut mir leid, dass Du so viel Schläge erhalten hast.

Das kommt doch ganz darauf an, was das »daneben benehmen« genau bedeutet. Ich würde keine allgemeinverbindlich Straf..., sorry, Erziehungsmittel empfehlen.

Einzig das Gespräch wäre als erste Reaktion das richtige Mittel der Wahl. Was dann folgte, hinge vom weiteren Verhalten desjenigen ab.

Bei den von Dir genannten Erziehungsmaßnahmen darfst Du folgendes nicht vergessen: Diese werden bei Kindern und Jugendlichen angewendet, die sich zwangsweise in der Schule aufhalten und Dinge tun müssen, die sie von alleine nicht tun würden. Sie haben keine Wahl, sich vom Ort des Konfliktes zu entfernen. Die meisten Konflikte entstehen aber erst aus dieser Zwangssituation heraus. Das, was in der Schule alltäglich geschieht, ist oft der Auslöser für Aggression, die dann zum Danebenbenehmen führt.

Nimm das simple 45minütige Stillsitzen. Das ist insbesondere für Jungen eine Zumutung, weil es ein völlig unnatürliches Verhalten für sie ist. In der Pause müssen sie sich abreagieren, was möglicherweise auch noch sanktioniert wird. Es gilt die Regel: Herumtoben ist verboten! Sport, wo körperliche Bewegung möglich ist, findet aber nur einmal in der Woche statt; wenn überhaupt. Das führt zwangsläufig dazu, dass sich der eine oder andere daneben benimmt. Es gäbe hunderte weitere Situationen zu nennen.

Gruß Matti

Hallo!

Bei uns gab es in der Berufsschule, die ich ab 2007 dreieinhalb Jahre lang besuchte (ich war zwischen 17 und 20), auch noch diverse Zusatzarbeiten, wenn man sich daneben benommen hat. Wurden sogar dann und wann noch verteilt. Ansonsten gab es Klassenbucheinträge & bei ganz schlimmen Vergehen wurden Ausbilder und Vater/Mutter herzitiert, um den Verbleib an der Schule zu prüfen. Das ist etwa in einem frühen Fall von Cybermobbing oder als jemand über den kürzlich verstorbenen Vater eines Mitschülers Gerüchte streute passiert. 

------> der Rektor appellierte aber damals am ersten Tag, an dem er uns alle persönlich in die Aula zitierte, dass man sich als Pädagoge ziemlich blöd vorkäme erwachsenen Menschen, denen man eig. auf Augenhöhe begegnen sollte Strafarbeiten oder Nachsitzstunden aufzubrummen & man als Schüler dieser Schule im eigenen Interesse dafür sorgen solle, dass so etwas möglichst nie passiert. 

Unser Klassenlehrer führte dann eine Regel ein, dass man bei bestimmten Vergehen zunächst mal eine und dann drei Seiten abzuschreiben hätte, die am nächsten Tag abzugeben wären.. beliebt waren aber auch Aufsätze, in denen man sein "Verschulden" begründen und darlegen musste und zu schildern hatte, warum man das besser nicht wieder tut.

So ähnlich war das aber auch schon in der Oberstufe-Realschule.