Ein Bekannter hat erzählt er hätte seit Jahren ein kleines Nebengewerbe in das er viele Kosten aus seinem Hobby reinpackt und nur Verluste macht. Wie lange kann sowas gutgehen bis das Finanzamt eingreift? Oder tut es das gar nicht?

Mir wurde mal von einem Steuerberater gesagt, dass man 3 Jahre Verluste machen darf, aber dann muss ein Gewinn zu sehen sein, sonst wird dieses Nebengewerbe nicht mehr anerkannt.

wenn er nur verluste macht fehlt die gewinnabsicht und das finanzamt kann das gewerbe als hobby deklarieren.
Wenn der Bearbeiter beim Finanzamt richtig reagiert, werden die Verluste nur "Vorläufig" anerkannt, sollte innerhalb der nächsten, max. 10 Jahre, kein Gesamtüberschuss erwirtschaftet werden, bzw. kein Aufwärtstrend ersichtlich sein, werden die Verluste rückwirkend gestrichen.
Die Anfrage kommt je nach Finanzamt schon nach 2 Jahren,üblich sind 3 Jahre. Wird dann kein Gewinn gemacht,wird es als Hobby deklariert.
ca. 5 Jahre lässt die Finanzverwaltung so etwas zu. dann fragt sie dich schon, ob du wirklich ein geschäfft betreiben willst oder ein hobby, so wie boriswulff gesagt hat.
...werden - wenn vorsätzlich ?- dabei nicht die ehrlichen Steuerzahler ausgeschmiert ?
Wichtig ist, dass man glaubhaft machen kann, dass man insgesamt einen Gewinn anstrebt. Dies muss auch realistisch möglich sein.
das hängt von der Ernsthaftigkeit ab mit der das Gewerbe betrieben wird. Ein Aspekt. Der Umsatz. Je größer die Umsätze um so mehr ist die Gewinnerzielungsabsicht gegeben. Hat aber auch schon Fälle gegen, bei dem die Gewinnerzielungsabsicht bestritten wurde, obwohl das Gewerbe Gewinn macht und eine Verlust nur durch eine Ansparabschreibung entstanden ist.