Frage von hungryle, 73

Wie kann man eine Sekretärin in der Steuer abrechnen?

Liebe User, angenommen ein Selbstständiger kommt im Jahr auf ca. 5000,00€ Steuern. Lohnt es sich eine Sekretärin/ pers. Assistentin auf Minijob oder Honorarbasis anzustellen?

Einerseits wäre man die lästige Buchhaltung los und könnte sich den wichtigen Aufgaben widmen, andererseits ist das Geld ja ohnehin weg.

Viele Grüße

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Steuern, 34

5.000 Euro Steuern (ich nehme mal an, Einkommensteuer), deutet auf ein zuversteuerndes Einkommen von ca. 27.500,-.

Also Gewinn irgendetwas bei 30.000,- = 2.500,- monatlich.

Wenn er nun jemanden als Minijobber einstellt (450,- * 12 = 5.400,-), zahlt er für den 30,99 % Pauschalabgaben = 1.670,- Euro.

An Einkommensteuer spar er dadurch ca. 2.100,- überlege selbst.

Wenn es um die Buchhaltung geht, würde ich lieber einem Steuerberater  den Auftrag geben, der ist nämlich für seine Arbeit verantwortlich und ausserdem geübter.

Kommentar von hungryle ,

Danke. Grundsätzlich richtig. Da es aber auch um Organiseren meines Terminplans etc. geht, eignet sich diese Variante leider nicht.

Antwort
von kevin1905, 25

Lohnt es sich eine Sekretärin/ pers. Assistentin auf Minijob oder Honorarbasis anzustellen?

Nein, es sei denn durch die Sekretärin würde sich nach Abzug der Lohnkosten für diese eine Gewinnsteigerung, bzw. ein Mehrwert für dein Unternehmen ergeben.

Es gibt keine 100% Steuersätze sondern maximal 45%. Ausgaben zu erhöhen um Steuern zu sparen ist daher grundsätzlich eine betriebswirtschaftlich dämliche Idee.

Erhöhe ich meine Ausgaben um 100 €, senkt das meinen Gewinn im 100,- €, ich zahle aber dafür maximal 45,- € weniger Steuern und habe schlussendlich doch 55,- € weniger in der Tasche als wenn ich die Ausgabe nicht getätig hätte.

Antwort
von PatrickLassan, 48

angenommen ein Selbstständiger kommt im Jahr auf ca. 5000,00€ Steuern.

Relevant ist in diesem Zusammenhang der Umsatz und der Gewinn. Löhne und Gehälter sind Betriebsausgaben, die den Gewinn verringern.

Einerseits wäre man die lästige Buchhaltung los und könnte sich den wichtigen Aufgaben widmen

Stimmt.

andererseits ist das Geld ja ohnehin weg.

?



Antwort
von wiewar2011, 35

Hier bist du sicherlich falsch. Melde dich mal Finanzratgeber-gute Frage- an, denn da sind Finanzexperten, die sicherlich besser helfen können.

Viel Erfolg

Antwort
von wurzlsepp668, 29

dann rechnen wir das mal durch:

Steuern von ca. 5.000 Euronen: wenn ich von Einzelveranlagung ausgehe, bedeutet dies ein zu versteuerndes Einkommen mit 28.226 (Tabelle 2014) (wären 5.006)

Bei der Sekretärin nehmen wir einen Betrag mit 250 € im Monat an. 250 € x 12 = 3.000 € x 31,42% Bundesknappschaft = 942,60 € + Mindesbeitrag Berufsgenossenschaft, ca. 81 €

Gesamtaufwendungen:

Lohn                          3.000,00 €

Knappschaft                  942,60 €

Berufsgenossensch.      81,00 €

Gesamt:                    4.023,60 €

neues zu versteuerndes Einkommen: 24.202 €

Steuer hieraus:   3.825 €

Somit wurde mit einem Aufwand von 4.023,60 € die Steuerlast um 1.181 € gemindert. (ohne Gewerbesteuer, ohne Solidaritätszuschlag, ohne Kirchensteuer .....)

der Staat bekommt zwar 1.181 € weniger, der Selbständige hat aber trotzdem 2.842,60 € weniger auf dem Konto ..... dafür aber evtl. mehr Zeit, sich um andere Angelegenheiten zu kümmern

Kommentar von hungryle ,

Wow, sehr detailiert. Fällt Dir denn eine geeignetere Variante ein? Wie oben schon beantwortet, sollte es sich nicht "nur" um Buchhaltung handelt, sondern auch etwas Korrespondenz mit Geschäftpartnern usw. Sodass ein Steuerberater oder Stundenbüro dies wohl nicht leisten kann.

Antwort
von Marcel89GE, 34

1:1 kann man das natürlich nicht gegenrechnen.

Ich würde dir aber grundsätzlich empfehlen, solche Dinge (sobald sie realistisch zu finanzieren sind) zu delegieren. Lieber dann zu einem StB-Büro als zu irgendwen der das gegen Abend paar Stunden macht. Da hast du am Ende mehr Stress als vorher. Ein StB bietet dir das Komfortpaket und du hast mehr Zeit Geld zu verdienen oder zu relaxen. Inklusive Krankenvertretung und Jahresabschluss / Steuer.

Betriebswirtschaftlich ist natürlich ein investierter € mehr Wert, als ein € der ans Finanzamt fließt.

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