Frage von robinhood27, 174

Wie bekomme ich diesen schrecklichen Mieter schnells möglich wieder raus?

Ich habe einem jungen Mann, 25 vor einem halben Jahr ein zimmer in einer 2.Zimmer wohnung vermietet.

Nun häufen sich die negativen Vorfälle.

Gestern Hausfriedensbruch mit Androhung, mich umzubringen, vor 2 wochen ähnliches gegenüber dem 2. Mieter in der Wohnung, einem friedlichen älteren Herrn, 71. Vor einer Woche hatte er einen anderen Nachbar angemcht, auf ähnliche weise aus nichtigem Grund, in jedem Fall sind Anzeigen erfolgt. Zudem hat sich einen weiteren Nachbar über seinen Lärm und idiotisches gelache in der Nacht beschwert. Der junge Mann war vorher in der Psychartie, hat einen Betreuer, der aber schon gegen meine letzte Kündigung vom Dezember, klagebereitschaft angezeigt hat. Was soll ich tun, um ihn am schnellsten rauszukriegen?

Expertenantwort
von Gerhart, Community-Experte für Mietrecht, 48

"Iwan der Schreckliche" hat definitiv einen gültigen Mietvertrag der nicht unter die Kündigungsregeln eines möblierten Wohnraums fällt, denn der Vermieter wohnt nicht in der abgeschlossenen Wohnung, in der das Zimmer an Iwan vermietet wurde. Vermutlich hat der Betreuer den Mietvertrag unterschrieben. Wenn nicht, wäre zu prüfen, inwieweit sich die Vollmacht des Betreuers auch auf den Mietvertrag erstreckt.

Wenn bereits im Dez. 2015 eine Kündigung erfolgte, warum wurde die nicht durchgezogen? Bei einem Widerspruch, vermutlich der Betreuer, kann das Mietverhältnis fortgesetzt werden, noch dazu, wenn de Anwendung des § 545 nicht fristwahrend widersprochen wurde. Sollte damals der gleiche Kündigungsgrund wie jetzt vorgelegen haben, dann wäre wäre dies erfolglose Kündigung als Abmahnung anzusehen, es könnte sofort fristlos und außerordentlich gekündigt werden. Allerdings ist die Beweislage entscheidend, der Betreuer wird das auch wissen. 

Der Betreuer sei "klagebereit" ist etwas sinnentstellend. Du bist klagebereit, wenn Iwan nicht nach deiner Kündigung auszieht. Der Betreuer sträubt das Gefieder und du kuschst schon wieder? Einer fristlosen Kündigung mit der vorgenannten Begründung kann nicht widersprochen werden. Der Betreuer könnte ev. mit einer Feststellungsklage kontern, die das pro cedere deiner Kündigung aber nicht außer Kraft setzt.

Kommentar von robinhood27 ,

Ich bin der Mieter der Wohnung. habe die Wohnung 2006 an meinen Sohn vermietet, der dort auch seinen Wohnsitz hat.

Da
er aber z. Z. öfters bei seiner Freundin ist, hatten wir uns
entschlossen, seine beiden Zimmer dort zu vermieten. Eins an einen
älteren Herrn, 71 und dann an diesen Verrückten. Unterschrieben hat
dieser den MV selbst, ich hab ihn als Vermieter unterschrieben, im
Auftrag von meinem Sohn.

Die Kündigungsbegründung war im Dezember
Eigenbedarf. Dies hat mein Sohn dann zurückgenommen, da er dann doch
nicht zurückkommen wollte.

Nun aber hagelte es seit Januar fristlose Kündigungen aus anderen Gründen.

Hausfriedensbruch durch Lärm, Randale und Bedrohung von 4 verschiedenen Personen, mir selbst, und 4 Nachbarn.

3 davon haben Anzeige bei der Polizei erstattet, einer davon wohnt sogar bei ihm in der Wohnung, in dem anderene Zimmer. 

Er
bekommt Wutanfälle wegen einem Nagel, den man um 19 Uhr in die wand
schlägt, droht deshalb mit Schlägen und mit Worten "Ich bring Euch alle
um.

Der Betreuer beschwichtigt nur, sagt, das wäre alles
nicht so schlimm, wir übertrieben, würden ihn bestimmt nur provozieren,
alles wäre okay. Das würde auch sein Amtsvormund meinen.

Kommentar von Gerhart ,

Nach deinem Kommentar muss ich meine Aussagen korrigieren.

Die Wohnung deines Sohnes ist komplett untervermietet. Du bist nicht der Vermieter sondern dein Sohn, der aber nicht in dieser Wohnung wohnt. Daher gilt das das ordentliche Kündigungsrecht mit 3-monatiger K-Frist. Die Dezemberkündigung muss unberücksichtigt bleiben. 

"Nun aber hagelte es seit Januar fristlose Kündigungen aus anderen Gründen."

Wer hat da wem und vor allem wie gekündigt? Sind durch unterschiedliche Personen mehrfache Kündigungen erfolgt?

Auch durch Polizei aufgenommene Strafanzeigen müssen durch Zeugen belegbar sein, denn sonst könnte eine außerordentliche und fristlose Kündigung tatsächlich im Sande verlaufen. Besser wäre vor einer solchen Kündigung eine Abmahnung verfassen. Dass sollte dein Sohn tun.

Neben dem Betreuer gibt es in Deutschland keinen Amtsvormund. Wo wohnst du? Die Betreuungsvollmacht des Betreuers kann durchaus alle Angelegenheiten des zu Betreuenden betreffen. Eventuell ist daher der Mietvertrag nicht rechtskräftig. Du (bzw. dein Sohn) solltest dich beim AG erkundigen oder der Betreuer weist sich mit seiner Vollmacht aus.

Kommentar von fragnet2010 ,

Die Verwirrung ist groß: Sind Sie denn nun selbst Mieter dieser Wohnung? Oder sind Sie der Vermieter, dem die Wohnung gehört und die Sie an Ihren Sohn untervermietet haben? Bei Ersterem ergeben sich ja ganz andere Reaktionsmöglichkeiten als im letzteren Fall. Hierauf haben die anderen bereits erschöpfend geantwortet. Also: Sind Sie Mieter oder Vermieter (im Sinne des Eigentums dieser Wohnung)? 

Kommentar von robinhood27 ,

Ich bin Mieter dieser 2-Zimmer-Wohnung seit 2004. 

Habe die Wohnung 2010 an meinen Sohn vermietet, dort hat er auch seinen festen Wohnsitz.

Ich habe selbst noch eine weitere Wohnung im Haus, in der ich selbst wohne.

Nun hatte mein Sohn mich gebeten, für ihn erst ein Zimmer zeitweilig zu vermieten, dann auch das andere.

Jedoch nur vorübergehend.

Im Moment ist er meistens bei seiner Freundin in einer anderen Stadt, kommt aber regelmässig jeden Monat wieder hier her zurück.

Dann schläft meistens immer bei mir, da ja seine beiden Zimmer vermietet sind.

Kommentar von Gerhart ,

Es wird vermutlich noch komplizierter: Falls die Mietverträge in der Mietwohnung deines Sohnes mit einer rechtsgültigen Befristung abgeschlossen wurden, ist eine ordentliche Kündigung durch deinen Sohn als Vermieter nicht möglich. Diese Verträge enden mit Ende der Befristung. Du hast noch nicht gepostet, wer im Januar gekündigt haben soll > 

"Nun aber hagelte es seit Januar fristlose Kündigungen aus anderen Gründen."

Antwort
von DerHans, 88

Wegen Bedrohung kannst du ihm fristlos kündigen, wenn du dafür einen Zeugen hast. Natürlich bedeutet es auch Störung des Hausfriedens, wenn er Mitbewohnern gegenüber gewalttätig wird.

Der Betreuer tut nur seine Pflicht, wenn er mit Klage droht. Das heißt aber nicht, dass sein Schützling einen Freibrief hat.

Antwort
von SiViHa72, 71

Nen Anwalt für Mietrecht nehnmen und den freundlcghen herren charmant und rechtlich 1000ig korrekt rauskomplimentieren.

Das ist ein bisschen zu heftig,w as Du da schilderst. Fristgerecht kannst Du ihn auf jeden Fall kündigen.

Vielleicht solltet Ihr dazu übergehen, bei solchen Sachen die Polizei zu rufen, dann ist das nämlich aktenkundig. Und Hausfriedensbruch sowie "ich bring dich um" ist absolut grenzwertig.

Erstaunlich, dass der Betreuer da von seiner Seite auch null Handlungsbedarf sieht.

Kommentar von DerHans ,

Der Betreuer war schließlich nicht dabei. er tut nur seine Pflicht, indem er sich auf Seiten seines Klienten stellt.

Kommentar von Maximilian112 ,

Ich sehe die Grenze hier schon überschritten.

Kommentar von bwhoch2 ,

Und Hausfriedensbruch sowie "ich bring dich um" ist absolut grenzwertig.

Nicht grenzwertig. Weit über der Grenze!

Morddrohung und es gibt mindestens einen Zeugen. Das reicht aus und verpflichtet Dich sogar zum Schutz des anderen Mieters sogar zu einer fristlosen Kündigung. Vor der Klagedrohung des Betreuers brauchst Du Dich nicht zu fürchten.

Hingegen muss der Betreuer sogar befürchten, dass ihm vorgeworfen wird, seinen Aufgaben nicht korrekt nachzukommen. Der Betreuer hat schließlich auch die Pflicht, wenn es angezeigt ist, dafür zu sorgen, dass sein Schützling die notwendige Behandlung in einer entsprechenden Klinik bekommt.

(Ich schreibe mit praktischer Erfahrung, bei der das ganze Paket bis hin zur Bestätigung der fristlosen Kündigung durch ging. Hier ging es auch um Bedrohung anderer Mieter.)

Kommentar von SiViHa72 ,

Apropos betreuer "er tut nur seine Pflicht,2

Natürlich soll er seine person betreuen, aber das heisst natürlich nicht,d ass er dem alles durchgehen lässt und null reguölierend eingreift. DAS wäre nämlich auch durchaus seine Pflicht als Betreuer.

Alles nur abwatschen und mit rechtlichen schritten drohen ist nicht förderlich.

Antwort
von DODOsBACK, 48

Todesdrohungen sind ein Grund für eine fristlose Kündigung. Zudem kann man SOFORT einen Wohnungsverweis der betreffenden Person durchsetzen - wenn die hinzugerufene Polizei davon ausgeht, dass durch den gewaltbereiten Mieter eine Gefahr für den Mitbewohner oder andere Mieter besteht.

Man muss allerdings den A... in der Hose haben, sowas auch durchzuziehen. Natürlich wird kein Betreuer eine Kündigung einfach so "schlucken" - eine Klage(androhung) ist allemal einfacher als die Suche nach einer neuen Wohnung!

Trotzdem hättet ihr gute Chancen. Die allerdings mit jeder zurückgenommenen Kündigung sinken...

Antwort
von Maximilian112, 67

Klagebereitschaft kann doch vorliegen und ist sicherlich auch Aufgabe des Betreuers. 

Das ändert doch aber nix an dem Fakt des Hausfriedensbruches und der Bedrohung.

Den Betreuer würde ich aber weniger als Gegner betrachten. Seine Aufgaben beschränken sich doch nicht nur darin die Rechte des Schützlings durchzusetzen sondern auch darauf zu achten das er sich sozial verträglich verhält.

Ich würde ein Beratungsgespräch beim Anwalt empfehlen.

Kommentar von robinhood27 ,

Ich bin der Mieter der Wohnung. habe die Wohnung 2006 an meinen Sohn vermietet, der dort auch seinen Wohnsitz hat.

Da
er aber z. Z. öfters bei seiner Freundin ist, hatten wir uns
entschlossen, seine beiden Zimmer dort zu vermieten. Eins an einen
älteren Herrn, 71 und dann an diesen Verrückten. Unterschrieben hat
dieser den MV selbst, ich hab ihn als Vermieter unterschrieben, im
Auftrag von meinem Sohn.

Die Kündigungsbegründung war im Dezember
Eigenbedarf. Dies hat mein Sohn dann zurückgenommen, da er dann doch
nicht zurückkommen wollte.

Nun aber hagelte es seit Januar fristlose Kündigungen aus anderen Gründen.

Hausfriedensbruch durch Lärm, Randale und Bedrohung von 4 verschiedenen Personen, mir selbst, und 4 Nachbarn.

3 davon haben Anzeige bei der Polizei erstattet, einer davon wohnt sogar bei ihm in der Wohnung, in dem anderene Zimmer. 

Er
bekommt Wutanfälle wegen einem Nagel, den man um 19 Uhr in die wand
schlägt, droht deshalb mit Schlägen und mit Worten "Ich bring Euch alle
um.

Der Betreuer beschwichtigt nur, sagt, das wäre alles
nicht so schlimm, wir übertrieben, würden ihn bestimmt nur provozieren,
alles wäre okay. Das würde auch sein Amtsvormund meinen.

Kommentar von DerHans ,

Was sagt denn der eigentliche Vermieter des Hauses dazu, dass ihr an zwei Personen untervermietet habt? Wenn dein Sohn nicht selbst da wohnt ist das eigentlich eine unzulässige Überlassung der kompletten Wohnung an Dritte.

Kommentar von fragnet2010 ,

So sehe ich es auch.

Kommentar von fragnet2010 ,

Auch ich sehe es so. Es ist auch fraglich, ob der Fragesteller überhaupt die notwendige Erlaubnis des Vermieters zur Untervermietung an seinen Sohn hat.

Antwort
von Dea2010, 30

Zuerst stellt sich die Frage:

Ist das ein Mietvertrag oder ein untermietvertrag?

Bei ersterem ist das Verfahren etwas langwieriger, bei zweiterem einfacher. Schon die Kündigungsfristen sind da deutlich unterschiedlich!

Ist das Ganze denn aktenkundig?

Hast du schon eine Abmahnung schriftlich ausgesprochen? Wenn nein dringendst nachholen! In der Abmahnung DEUTLICH schreiben, dass beim nächsten derartigen Vorfall die FRISTLOSE Kündigung der Wohnung erfolgt!

Diese dann auch schriftlich aussprechen. Zieht der Psycho nicht aus, Räumungsklage erheben. Such dir nen guten Paragraphenhengst, der das mit Dringlichkeitsantrag durchzieht.

Und dann wird der Guteste zwngsgeräumt!

Ob die Kündigung nun an den Psycho geht oder an dessen Betreuer (falls er nicht geschäftsfähig sein sollte)...am besten an beide Adressaten die Kündigung schicken. Und nicht vergessen den Satz: Hilfsweise kündige ich Ihnen die Wohnung fristegerecht zum XYZ"

Das nur für den Fall, dass das Gericht weichgespült entscheidet, dass eine fristlose Kündigung nicht geht, aber einer fristgerechten Kündigung zustimmen würde... dann ist diese bereits erfolgt und ebenfalls vom Räumungsurteil umfasst!

Antwort
von Rosswurscht, 50

Fristgerecht kündigen. Die Gründe hierfür lägen für mich durch die genannten Vorfälle bereits vor ...

http://www.immobilienscout24.de/umzug/ratgeber/kuendigung/kuendigungsfristen.htm...

Kommentar von bwhoch2 ,

Fristlos kündigen. Nur das macht zur Gefahrenabwehr Sinn! Was kann in 3 Monaten alles passieren?

Antwort
von Royce, 76

Zahlt er seine Miete pünktlich?
Sonst könntest du ihn mal wegen Verstoß gegen die Hausordnung anmahnen und danach ggf. eine Kündigung aussprechen (Hauswohl aufrecht erhalten)

Kommentar von bwhoch2 ,

Kein Vermieter muss sich eine Morddrohung gefallen lassen und wenn ein anderer Mieter bedroht wird, muss er sogar zum Schutz des anderen handeln, bevor wirklich Gewalt angewendet wird.

Also sofort fristlos kündigen!

Kommentar von Royce ,

Du hast absolut recht, keine Diskussion. Die Frage ist nur, ob das rechtlich (!) auch so durchsetzbar ist. Recht ist nicht immer gleich gerecht

Kommentar von DerHans ,

Hier stellt sich noch die Frage, ob es sich nicht um eine illegale Überlassung der gesamten Wohnung handelt. der tatsächliche Mieter der Wohnung wohnt ja gar nicht da.

Antwort
von robi187, 43

"ein zimmer in einer 2 zimmerwohung" könnte das untervermeitet sein? mit möbel? dann könnte es leicht sein?

ansonst sollte man sich fragen wie es steht mit dem hausfrieden. der betreuer soll dafür sorgen.

dann würde ich mit dem eigentümmerverein mal beraten lassen?

ich würde auch den weg der klage wenn es nögig ist machen. denn wenn er wiklich ein gestzl. betreuer hat muss er alles tun für sein betreuter.

oft sind die betreuer auch jursten.

wer hat den vertag unterschrieben?

Kommentar von bwhoch2 ,

Klage ist unnötig, es sei denn der gewaltbereite Mieter zieht nach der fristlosen Kündigung nicht umgehend aus. Dann wäre es eine Räumungsklage.

Kommentar von robi187 ,

bin mir da nicht so sicher wenn er nicht geschäftsfähig ist? man müste es genauer wissen aber ich  bin auch kein fachmann.

aber als gestzlicher betreuer könnte ich mir vorstellen das da nicht so einfach ist. deshalb die frage untermiete oder wer den vertag unterschrieben hat.

Antwort
von Gameslam123, 62

Polizei holen und die solange im Haus behalten bis was passiert, dann können sie ihn gleich verhaften. ;)

Antwort
von Gameslam123, 52

oder ein Mahnverfahren, dazu muss er sich früher oder später äusern.

Kommentar von bwhoch2 ,

Man könnte ihn auch sanft streicheln und ihn bitten, doch wieder brav zu sein und sowas nur ja nicht wieder zu sagen...

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