Frage von Hardrexx, 365

Widerspruch für Polizei, richtig verfasst?

Sehrgeehrte Damen und Herren,

gegenden in der Betreffzeile genannten Bescheid erhebe ich hiermit Widerspruch.

Mit dem Ergebnis von der Polizeiärztin in Karlsruhe am 27.07.2016 bin ich nicht einverstanden.

Meine körperliche Verfassung hat sich in den Wochen stark verbessert und erreicht nun die Voraussetzungen für die Polizeidiensttauglichkeit.

Antwort
von DerTroll, 255

Vorweg die Info. Ich glaube nicht, daß du mit dem Widerspruch erfolg haben wirst. Erst hat du die Körpermaße nicht erfüllt. Und du hast sie dann nur am Tag der erneuten Untersuchungen zu Bedingungen erfüllt, zu denen du nicht in der Lage warst, die anderen Bedingungen zu erfüllen.

Sprachlich ist dein Widerspruch zudem nicht wirklich hilfreich. Ich versuchs mal sprachlich anzupassen, wo es nötig ist:


Sehr geehrte Damen und Herren,

gegen den in der Betreffzeile genannten Bescheid
erhebe ich hiermit Widerspruch.

Für meinen Widerspruch führe ich folgende Begründung
an:

Am Tag des Auswahltests, als ich meine direkte Zusage für eine Einstellung in den mittleren Polizeivollzugsdienst zum Frühjahr 2017 erhalten habe, wurde mir durch Herrn Grote mitgeteilt, dass mein Gewicht bzw. mein BMI nicht im zulässigen Rahmen lägen und ich für die ärztliche Untersuchung abnehmen solle und ggf. in 3 Monaten erneut vorstellig werden müsse.

Abgenommen habe ich, jedoch vermutlich auf ungesundem Wege. Denn am Tag vor der Untersuchung habe ich wenig gegessen und getrunken, um auf meinen geforderten BMI zu kommen, was mir zum Verhängnis wurde. Ich habe vor der Untersuchung weder gefrühstückt noch getrunken, um mein Gewicht zu halten. Als Folge, dass ich zu wenig getrunken hatte, wurde mein Sehtest beeinträchtigt. Ich konnte nur 20% erreichen, obwohl ich bei einem Augenarzt einen Wert von 30% auf beiden Augen erreicht habe. Und vor  
kurzem bei einer Augenoptikerin 40% auf beiden Augen festgestellt wurden.

Da ich sehr viel trainiert hatte um Abzunehmen, und zu wenig Energie, in Form von ausgewogener Nahrung mir genommen habe, bin ich durch die Untersuchung beim Belastungs-EKG gefallen, obwohl ich ziemlich sportlich    bin.

Am Vortag habe ich anstatt richtigem Essen nur zwei Proteinshakes getrunken, um nicht zuzunehmen. Dies wird durch das Untersuchungsergebnis bekräftigt, bei dem sich eine Proteinurie zeigte, sowie einen Stoff der nachweist, dass ich abgenommen hatte.

Mein Fazit: Polizeidienstuntauglich bin ich auf keinen Fall. Ich habe mich leidiglich zu sehr auf eine Sache konzentriert (BMI) und dabei die Folgen meines Gewichtsverlusts nicht einschätzen können. Mittlerweile erfülle ich die den vorgegebenen BMI, so dass ich nicht gezwungen bin, weiter abzunehmen und die geforderten Leistungen erbringen würde.

Mit freundlichen Grüßen

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Was ich jetzt nicht ändern konnt, obwohl es nicht gut ist, ist der Satz "sowie einen Stoff der nachweist, dass ich abgenommen hatte." Da solltest du schon genau sagen, was nachgewiesen wurde. Ich will aber nicht spekulieren, was du damit meinst.


Kommentar von Hardrexx ,

Danke, mal ein nützlicher Kommentar.

Antwort
von azeri61, 208

Ein Widerspruch ist das nicht sondern eine Aufzählung und lasche Begründung warum es nicht geklappt hat. Die Polizei wird das nicht Akzeptieren und auf ein Gerichtsverfahren laufen lassen, spar dir die Mühe und vorallem die Kosten.

Kommentar von azeri61 ,

Widerspruch kannst du IMMER einlegen....

Antwort
von Everklever, 220

Also, ehrlich gesagt: Sowohl als Sachbearbeiter wie auch als Polizeiarzt würde ich mich vom Schreiben als solchem und auch von der Argumentation her verklappst fühlen.

Mehr als ein Heiterkeitserfolg ist da nicht zu erzielen.

Antwort
von ES1956, 192

Probieren es einfach. Schlimmer als dass du dich zusätzlich noch lächerlich machst kann es nicht werden.

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