Frage von FancyDiamond, 34

Wem gehört das Geld im Brunnen?

Ihr Lieben, es gibt in der Innenstadt einen Brunnen, in den viele Passanten Münzen hineinwerfen. Soll wohl Glück bringen. Jedenfalls gibt es diverse Kinder und auch Erwachsene, die täglich nach selbigen Münzen "fischen". Ja sie plündern den Brunnen regelrecht. Wollte mal fragen, wem das Geld denn nun eigentlich rechtmäßig gehört? Der Stadt? Ist das Diebstahl, was diese Langfinger da betreiben?

Antwort
von Nebuk, 25

Das ist davon abhängig, in welcher Absicht die Wünschenden bezüglich des Eigentumsüberganges die Münzen hineinwerfen.

Unzweifelhaft geben die Wünschenden das Eigentum an den Münzen auf. 

Dass aber die Münzen auf dem Grund und Boden eines anderen (der Gemeinde z.B.) landet, macht sie nicht automatisch zum Eigentum der Gemeinde.

Wenn die Gemeinde klar macht (z.B. durch Schilder), dass die Münzen durch den Wurf in den Brunnen zum Eigentum der Gemeinde werden sollen, könnte man herleiten, dass die Wünschenden durch das Werfen einer Eigentumsübertragung an die Gemeinde konkludent zustimmen.

Und wenn da kein Schild steht? 

Den meisten Wünschenden ist es relativ schnurz, was aus der Münze wird. Ihnen geht es um die Erfüllung des Wunsches - die nebenbei die Gemeinde gar nicht garantieren kann. Sie geben schlicht das Eigentum an der Münze auf. 

Damit wird die Münze herrenlos und jeder kann sich ihrer bemächtigen. 

Über einen Umweg kann der Besitzer des Brunnens das Betreten desselben verbieten und somit alle von der Abschöpfung der Münzen ausschließen. 

Und wenn du jetzt fragst, wo das steht: Keine Ahnung, habe ich mir eben gerade aus den Fingern gesogen. Also wird gleich ein Rechtskundiger kommen und mir die Ohren langziehen. Aber Spaß hat das Tippen trotzdem gemacht. 

Antwort
von Biberchen, 34

das Geld gehört der Stadt/Gemeinde und es ist strafbar das Geld als Privatperson dort zu entfernen.

Kommentar von FancyDiamond ,

Danke für deine Antwort! Ich wollte schon öfter diese Langfinger daraufhinweisen, dass das u. Umständen krimininell ist. War mir aber wegen der Rechtslage doch nicht ganz sicher.

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