Einer meiner Freunde soll ab 1.4. in einer anderen Filiale arbeiten. Dorthin wird er aber eine dreiviertel Stunde brauchen- bisher waren es zwanzig Minuten. Ist das zumutbar? Sind ja dann eineinhalb Stunden täglich!

Na, wo ist das Problem? Andere benötigen für eine Tour 2 Stunden und mehr, also mindestens 4 Stunden täglich. Natürlich sind 45 Minuten zumutbar.

Ja die sind zumutbar, andere haben einen noch längeren Weg.L.G.
Ich kann nur aus meiner Sicht als Schüler sprechen, aber manche von uns müssen über 1 Stunde fahren, um allein zur Schule zu kommen (OSZ Informations- und Medizintechnik). Dementsprechend würde ich sagen, es ist zumutbar.

Bis zu 2 Stunden ist zumutbar!
bitmap am 23. März 2008 14:28 Und wie kommst du gerade auf diese 2 Stunden?

Liegt für mich absolut im Rahmen da es keine außergewöhnliche Entfernung sein sollte.

Ich kenne da ganz andere Strecken die Bekannte von mir jeden Tag zurück legen müssen. Zumutbar ist es auf jeden Fall!
Manch einer würde froh sein, einen Job zu haben. Ich hatte jahrelang einen Arbeitsweg von 1,5 Stunden pro Weg. Klar ist ein kürzerer Arbeitsweg bequemer, aber eine Dreiviertelstunde ist absolut zumutbar. Es sei denn, jemand hat einen festen Arbeitsort, zum Beispiel eine feste Filiale, in seinem Arbeitsvertrag stehen, dann ist das mit der Versetzung nicht so einfach.
Allgemein hält man 90 Minuten für den einfachen Weg für zumutbar! Wenn man öffentlich fährt, kann man diese Zeit sogar hervorragend nutzen, um sich mit etwas zu beschäftigen. Vokabeln lernen oder so.

Gesetzlich geregelte Zumutbarkeitsgrenzen gibts nur für alg-I-Empfänger (gereglt im SGB III). Für Arbeitnehmer ist das eine Frage der Vereinbarungen.

Selbstverständlich ist das zumutbar. Mein Arbeitsweg beträgt 1,5 Stunden (einfache Strecke)!

"News | Rechtstipp der Woche (2008) 90 Minuten Anfahrt zur Arbeit ist zumutbar
Das Schlimmste an der Arbeit ist der Weg zu Arbeit, stöhnen viele Pendler. Und da ist etwas Wahres dran. Wer mehr als 36 Stunden in der Woche arbeitet, möchte ungern noch einmal fünf Stunden im Auto sitzen. Und seitdem Peer Steinbrück die Pendler-Pauschale bis auf Widerruf des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) gestoppt hat, entfällt auch der steuerliche Vorteil der Stop-und-Go-Fahrten im morgendlichen Stau. Entsprechend genervt sind Arbeitnehmer, denen zu allem Überfluss auch noch eine Änderungskündigung auf den Schreibtisch flattert: Ab sofort möge man doch bitte an einem anderen, weiter entfernten Arbeitsplatz erscheinen.
So geschehen mit einer Bankangestellten aus Mainz-Bingen. Die Sachbearbeiterin sollte statt in Frankfurt im weiter entfernten Eschborn die Konten ihrer Kunden führen. Dagegen klagte die Frau. Durch die Änderungskündigung würde ihr eine tägliche Fahrtzeit von jeweils 40 Minuten für Hin-und Rückfahrt zugemutet, nicht eingerechnet die Zeit, die sie zusätzlich benötige, um ihr Kind zum Kindergarten zu bringen. Ein ganzer Arbeitstag in der Woche, nur für die Pendelei.
Doch vor dem Arbeitsgericht (AG) Frankfurt musste sie eine Niederlage hinnehmen. Die Richter entschieden, dass ein täglicher Anfahrtsweg von 40 Minuten zumutbar sei und bekräftigten damit auch noch einmal die zeitliche Obergrenze für einen einfachen Fahrtweg: 90 Minuten müssten danach als zumutbar angesehen werden. Der Umweg zum Kindergarten dürfe bei dieser Berechnung nicht mit einbezogen werden, da er der Privatsphäre zuzurechnen sei. Die Änderungskündigung war rechtens (Az.: 1 Ca 5428/07)." http://www.formblitz.de/artikel/rechtstipp/2008/90-minuten-anfahrt-zur-arbeit-is...
Es ist zumutbar, solange er diese 45 min mit öffentlichten Verkehrsmitteln fährt. Ein Auto zählt dazu nicht. Gesetzlich ist eine Strecke von 1,5 Std mit öffentlichen Verkehrsmitteln für jeden AN zumutbar. Dein Freund sollte mit seinem AG über Fahrtkosten reden. So verdiene ich z.b. 1600,- netto bei 190km täglich.

Sicher ist das zumutbar, der Durchschnitt der arbeitenden Bevölkerung legt wahrscheinlich so an die 50 Minuten für eine Teilstrecke zurück. Vorher hatte dein Freund einfach nur GROSSES GLÜCK dass er einen Arbeitsweg von NUR 20 Minuten hatte. Egal ob in der Großstadt wo man von Stadtteil zu Stadtteil so einige Kilometer zurücklegen kann (z.B. Berlin), wie auch auf dem Lande ist es total normal dass der Weg zur Arbeit solange dauert oder eben noch viel länger (manchmal bis zu 1,5 Stunden für einen tollen Arbeitsplatz).