Frage von REDsonic, 124

Was passiert mit einem Immobilienkredit im Falle einer Bankinsolvenz?

Hallo zusammen,

bei der Entscheidung für ein Kreditinstitut zum Abschluss eines Immobilienkredits steht für mich die Frage im Raum, welche Sicherheiten ich gegenüber einer Bankinsolvenz als Kreditnehmer habe.

Viele Leute entscheiden rein nach dem günstigsten Anbieter. Allerdings schaue ich auch auf die Bankenherkunft. Konkret muss ich zwischen Hypovereinsbank und DKB entscheiden. Über 15 Jahre hat man bei der DKB um 5.000 EUR höhere Kosten, dafür aber vielleicht auch mehr Sicherheit, weil ich die DKB als staatsnahe Bank einstufe. Die HVB hat ihre Wurzeln in Italien.

Konkrete Frage: Was passiert mit einem Immobilienkredit im Falle einer Bankinsolvenz? Gibt es dazu eine Gesetzteslage?

Danke und Grüße

Antwort
von Vollstreckerin, 81

Hallo,

nach den derzeitigen Verhältnissen in der Wirtschaft fehlt es der Frage an der praktischen Bedeutung.

Großbanken, wie die von Dir genannten, halten keinen Kredit für einen Häuslebauer über so lange Zeit. Der Kredit wird verbrieft, also in ein Wertpapier verwandelt  und dann wird damit an der Börse spekuliert. Sejhr oft werden Immobilienkredite auch im Paket zu Tausenden an irgendwelche Heuschrecken verkauft.

Deine Annahme, dass die DKB wegeen staatsnähe nicht so insolvenzgefährdet sei, ist großer Unsinn. Sie war doch schon pleite damals, als die Bayerische Landesbank pleite war, 2008. Ich hatte von diesen Pennern gut 70,00  zu bekommen und die wollten nicht bezahlen und dann habe ich sie verklagt und es wurde ein Anerkenntnisurteil, was aber nicht heißt, dass die dann bezahlt hätten. Ich habe das angebliche Guthaben dieses verfluchten Pennervereins bei der deutschen Bundesbank gepfändet  ...
Als der Kostenbeschluß über 25,00 EUR kam, ging das Affentheater von vorne los ...

Sollte es zur Insolvenz der Bank kommen, bevor der Kredit bzw. das Wertpapier verkauft ist, wird der Insolvenzverwalter auch nichts anderes tun. Er wird das gesamte Vermögen im Interesse der Gläubiger verwerten. Es wird also schlicht alles verkauft. Wie der Verkauf abläuft, auch rechtlich, spielt gar keine Rolle. Die beiden von Dir genannten Banken sind mir aus meinem jahrzehntelangen Geschäft als besonders unredlich bekannt.

Egal, zu welcher Du gehst ... ich wünsche Dir viel Glück! Will aber lieber nicht wissen, wie das ausgeht.

Viele liebe Grüße Vollstreckerin

Antwort
von pauline8, 61

Der Kredit  muß  weiterhin  abbezahlt  werden.  _So einfach ist  das.

ABER:

In der Vergangenheit  haben Banken aber auch Sparkassen  (wenn es um Geld geht... )  diese Kredite verbrieft  oder  einfach weitergegeben.   Dann haben die neuen  Empfänger die Kreditverträge  genau studiert  und  die  fehlende Benachrichtigung  über einen  Wohnsitzwechsel   oder  ähnliches  als  Kündigungsgrund   herangezogen.  Dann  mußten die Schuldner in  wenigen Wochen  alles  zurückzahlen  und  waren als  nicht  kreditwürdig  gebrandmarkt.  Damit  springt  natürlich keine Bank  ein.  Die  Objekte  wurden  für  kleines Geld  versteigert  und  den Rest   dürfen die  Schuldner  noch abstottern.

Laß  Die  schriftlich geben,  daß die Bank  den Kredit  nicht  an  andere  abtritt,  verkauft oder  ähnliches.

pauline

PS  Die genannten Banken kenne  ich nicht und  würde ich  nie  in  die  engere Wahl  ziehen.

Antwort
von Hillermann, 78

Im Falle einer Bankeninsolvenz übernimmt der Rechtsnachfolger die Forderung.

Wenn Sie immer zahlen hat das für Sie keine negativen Auswirkungen.

Antwort
von DeadlyEnemy, 84

alle banken haben einen sicherheitsfond - der wurde nach der bankenkriese in griechenland sogar nochmal aufgestockt. der dient der sicherheit der anleger, damit die ihre einlagen zurück bekommen.

Kommentar von REDsonic ,

Es geht ja nicht um die Sicherung der Einlagen, sondern um die Sicherung der Kreditverträge. Wenn ein Unternehmen insolvent ist, ist der Kreditvertrag nach meinem Verständnis nichtig, weil eine der Vertragsparteien nicht mehr existiert.

Kommentar von Andreas Starke ,

Das ist mit Sicherheit falsch. Wenn die Gläubigerin (die Bank) insolvent wird, ist es möglicherweise so, dass sie nach ihrer Abwicklung nicht mehr existiert, aber damit ist die Schuld natürlich nicht getilgt oder sofort fällig, sondern Deine Schuld / die Forderung der Gläubigerin gehört jemand anderem, der sie vom Insolvenzverwalter gekauft hat. Dieser Andere muss dann in den Kreditvertrag eintreten (vermutlich hat er ihn mit einem großen Abschlag gekauft). Eine gute Zeit übrigens, um mit dem neuen Gläubiger zu verhandeln über einen ebenfalls heftigen Abschlag bei einer vorzeitigen Tilgung.

Wenn Du also keine Fehler machst, d.h. brav Deine Kreditraten bezahlst und dem Gläubiger keinen Anlass für eine vorzeitige Kündigung lieferst, kann Dir die Bonität Deines Gläubigers völlig gleichgültig sein.

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