Frage von Dogmeat, 216

Was kann ich gegen einen nicht gerechtfertigten Hausverbot unternehmen?

Mir ist heute etwas ziemlich komisches in einer Bäckerei passiert. Ich sagte der Verkäuferin, dass gerne eine Brezel und 'nen Krapfen hätte, daraufhin meinte sie, das würde 5,40€ Euro kosten. Ich dachte, das wäre ein Fehler und sie würde es später auch merken, also gab ich ihr einfach einen Zwanziger-Schein, da ich dem Moment kein Kleingeld beiseite hatte. Sie gab mir einen fünfer Schein zurück, sagte Tschüss und verschwand gleich von der Stelle. Ich war ein bisschen verwirrt, daher rufte ich sie wieder und weiste sie daraufhin, dass ich ihr einen Zwanziger gegeben habe. Sie meinte dann "Nein, in der Kasse steht, das waren Zehn Euro", daraufhin kam ihre Kollegin und bestätigte, dass es doch tatsächlich so sei. Ich fragte sie nun auch nach der Brezel und dem Krapfen, da der Preis von 5€ einfach nicht stimmen konnte und dann meinte sie, ich hätte drei Krapfen und ne Brezel gesagt, statt einem :D Danach wurde sie ziemlich wütend und meinte, dass ich doch freundlicher sein sollte. Ich sagte "Alles klar, tun sie einfach die zwei Krapfen raus, geben sie mir das genaue Rückgeld zurück und gehe wieder". Sie tat das dann auch und gab mir 10€ + 3, und noch etwas zurück, was sich sehr richtig anhörte (Die Cents wollte ich jetzt nicht nachzählen). Als ich schon beim Ausgang war, merkte ich allerdings, dass ich ihr die fünf Euro die sie mir zuerst gegeben hat, wieder zurückgab, damit sie das neu ausrechnet, ich habe quasi also nur 13€ von 20€ und nicht 18€ von 20€ zurückbekommen, also ging ich wieder vor zur Kasse und klärte sie auf. Dann wurde sie richtig wütend und ihre Kollegin kam ebenfalls, die haben angefangen mich zu beschimpfen und mir gesagt, dass ich asozial wäre :D (dabei habe ich nichts unangemessenes getan oder gesagt) Ich wurde natürlich auch etwas wütend und sagte denen, dass sie so nicht mit mir umgehen könnten, nur weil ich eine Jugendliche bin. Ich schlug vor, die Polizeit zu rufen, doch daraufhin gab sie mir auch gleich mein Geld zurück. Als ich dann gehen wollte, riefen sie mir hinterher, dass ich ab jetzt bei ihnen Hausverbot hätte :D Meine Frage: Hab ich dort jetzt tatsächlich Hausverbot? Muss das nicht irgendwie begründet werden? Ich möchte nicht, dass ICH jetzt als die Verbrecherin dargestellt werde, ich meine, es ist doch wohl mein Recht, weiterhin in dieser Bäckerei einkaufen zu können? Natürlich werde ich dort nie wieder reingehen, doch mir geht es hier ums Prinzip. Kann ich da irgendetwas machen? Ich möchte nämlich nirgendwo 'bekannt' sein, kommt ja auch komisch rüber, wenn jemand erfährt, dass ich in diese Bäckerei nicht rein kann, weil ich Hausverbot habe. Ich will nicht, dass andere falsch über mich denken :D

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Antwort
von PoisonArrow, 69

Zu klären wäre, ob die Verkäuferinnen weisungsberechtigt sind oder nicht.
Vermutlich ist das der Fall.

Da sich das ganze in einem öffentlich zugänglichen Verkaufsraum zugetragen hat, muss dem Hausverbot ein sachlicher Grund gegenüberstehen.

Angenommen, Du hättest (was Du ja nach Deiner Schilderung nicht getan hast) Dich völlig im Ton vergriffen, die Anwesenden beleidigt usw., wäre das ggf. ein besonderer "sachlicher" Grund.

Gibt es hingegen Zeugen dafür, die bestätigen können, dass Du lediglich mit der Summe des Wechselgeldes nicht einverstanden warst, und (zunächst) in normal freundlichem Ton eine Korrektur gefordert hast, UND dass die Eskalation der Geschichte nicht Deine Schuld war, so kann der Betreiber / Inhaber des Geschäftes das Hausverbot vermutlich nicht aufrecht erhalten.

Für den Fall, dass Du mit den beiden Verkäuferinnen mehr oder weniger alleine im Raum warst (also keine brauchbaren Zeugen), dann ist die Beweislage wohl schwierig. Die beiden Verkäuferinnen werden sich nicht gegenseitig belasten.

Weil Du aber ja sowieso nicht vorhast, den Laden jemals wieder zu betreten, hau ein Ei über die Sache und pfeiff drauf, nach dem Motto:

Was stört es den Mond, wenn ihn ein Hund ankläfft.

Brötchen gibt´s auch bei ALDI....

Grüße, ----->

Antwort
von petrapetra64, 60

Es gibt kein ungerechtfertigtes Hausverbot, es gibt nur ein Hausverbot. Das kann jeder Hausbesitzer, Geschaeftsbesitzer oder dessen Stellvertreter (in dem Fall die Bedienungen) aussprechen ohne Angabe von Gruenden und auch nur, wenn ihnen dein Gesicht nicht gefaellt, um es mal grob zu sagen.

Es existiert kein Recht darauf, "bedient zu werden", wie du es dir vorstellst. 

Von daher musst du das wohl akzeptieren, ebenso, dass sie dir mit Polizei drohen, wenn du den Laden nicht verlaesst. Ob sie das so knallhart durchziehen werden, oder bald wieder vergessen haben, kann ich dir aber nicht sagen.

Bei einem Geschaeft ist das nichts anderes wie zu Hause. Wenn du einen Kumpel mitbringen willst und deine Eltern sagen, "der kommt hier nicht rein, den mag ich nicht", dann darf er eben nicht rein.

Ich denke, mit Freundlichkeit und rechtzeitigem Nachfragen (bezueglich des Preises) haettest du im Vorfeld die Sachlage einfacher und zu aller Zufriedenheit klaeren koennen. Fehler koennen passieren bei jedem. Aber wer gleich motzig wird, der muss halt mit so was rechnen und auch, dass er in Zukunft woanders einkaufen darf.

Aber wenn du da eh nicht mehr reingehen willst, dann ist das ja eh kein Problem fuer dich. Und wenn du doch wieder hingehen moechtest, da hilft kein Pochen auch irgendein nicht existentes Recht, sondern dann hilft nur eine ehrliche Entschuldigung.

Kommentar von Dogmeat ,

Ich soll mich also dafür entschuldigen, dass die mich besche'ßen wollte? :D Zuerst hat sie mich dafür beschuldigt, sie angeblich anzulügen, da ja die Kasse nur 10€ angezeigt hat. Dann hat sie mir absichtlich drei statt einen Krapfen in die Tüte getan und mich letztendlich nicht mal darauf hingewiesen, dass sie mir noch 5€ schuldet, als ich gehen wollte. Ein paar Fehler zu viel, findest du nicht? Und du denkst wirklich ich sollte mich da entschuldigen? Ich war die ganze Zeit freundlich, doch als sie ständig darauf beharrte, dass es 10€ statt 20€ waren, musste ich doch wütend werden. Wäre sie im Recht, hätte sie einfach die Polizei gerufen oder denkst, so'n Laden schenkt dir einfach mal 10€?

Kommentar von emily2001 ,

Nicht aufregen, das mit dem Hausverbot haben sie ausgesprochen, weil sie dir los werden wollten und dich einschüchtern wollten. Vermutlich besch..ßen sie weiterhin andere Leute.

Habe auch die Erfahrung gemacht, daß man mir alte 2 Lira Münzen für 2 Euro zurückgegeben hat, und einiges mehr. Man muß heutezutage sehr aufpassen, weil Unehrlichkeit allgegenwärtig ist.

Emmy

Kommentar von AalFred2 ,

Geschäftsbesitzer dürfen nicht grundlos ein Hausverbot aussprechen.

Kommentar von schleudermaxe ,

..wo steht das?

Kommentar von PoisonArrow ,

im Gesetzbuch.

Geschäftsräume, Läden (...) die jeder betreten darf, bedürfen einer besonderen, sachlichen Begründung für ein Hausverbot.

Ein willkürlicher Ausschluss ("Nasenfaktor") einzelner Personen ist nicht zulässig.

Siehe Zivilrecht, allgemeines Persönlichkeitsrecht und Gleichheitsgrundsatz.

Grüße, ----->

Antwort
von larry2010, 58

da ist von beiden seiten etwas schiefgelaufen.

du hättest als erstes schon mal reklamieren müssen, als die verkäuferin 5,40 dir genannt hat, wenn nicht schon beim einpacken. von daher bist du auch daran schuld.

auf der anderen seite war die verkäuferin sehr nachlässig und unhöflich, so wie du das schilderst.

die anzeige von 10 euro rückgeld ist kein beweis, das weiss jeder verkäufer. wie oft gibt man das gegebene geld ein und de rkunde findet dann noch kleingeld oder man vertippt sich um einen null oder eben eine 1 statt der 2.

ich würde das meinen eltern schildern und mit mutter oder vater dort hin gehen und das der filialleitung schildern.

zum anderen solltest du daraus lernen und mutig werden und gleich sagen, wenn etwas beim einkaufen nicht stimmt.

ich hatte es neulich, das die verkäuferin nicht wusste, das es bei 4 donuts einen komplettpreis gibt. waren nur 30 centunterschied, aber ich habe erfolgreich reklamiert. sie wusste es nicht, dabei gehe ich davon aus, das sie bei dienstantritt über angebote informiert wird.

mich ärgert diese gleichgültigkeit und deshalb versuch ich sie meist irgendwie aus ihrem schlaf aufzuwecken.

schliesslich verdienen sie ihr geld, wenn sie freundlich zu mir sind. sind sie das nicht, bleibt die kasse leer und sie verlieren ihren job. stattdessen hat man das gefühl, das man sie in ihrer ruhe stört.

Kommentar von Dogmeat ,

Ich habe nicht gleich etwas gesagt, da ich mich zuerst nicht getraut habe. Am besten wärs, würde man die Schuld außen vor lassen.

Kommentar von larry2010 ,

das geht aber nicht, da dadurch das hausverbot ja zustande kam.

ich geb ja zu, das ich auch bei so etwas in deinem alter die klappe gehalten habe. allerdings hat sich das inzwischen geändert, ich bin älter und habe selbst im verkauf gearbeitet und da gab es auch missverständnisse bei der geldausgabe.

nur wenn niemand etwas sagt, wird sich nichts ändern und egal wo das ist, ob beim brezel kaufen oder wenn jemand bedroht oder geschlagen wird.

also klär die sache. ich geh davon aus, das die filialleitung das hausverbot aufhebt, bzw. gar nichts davon weiss, so wie die damen sich verhalten haben.

Antwort
von mrknowsitall, 51

So mit dem rechtlichen kenne ich mich wenig aus, doch wenn es ein Privatgrundstück ist und du kein Inahber bist und keine Erlaubnis hast dieses "Grundstück" zu betreten, könnten sie die Polizei rufen, die sich darum kümmern. Doch wie das genau funktioniert weiß ich auch nicht.

So wie du es jetzt geschildert hast, wurde hier ein wenig "geschummelt" von der Seite des Verkäufers. Kundenservice und genau Rückgabe des Geldes sollten wohl geboten sein.

"Moralisch" gesehen hast du meiner Meinung nach nichts falsches gemacht. Nach dem richtigen Rückgeld bitten, ist wohl eine Selbstverständlichkeit bei diesem Fehler. Wäre ja soweit nicht schlimm gewesen. Doch der "falsche Ton" könnte sie gereizt haben, obwohl sie das nur als Waffe benutzt haben um sich selber unmittelbar zu verteidigen. Eventuell war es den Verkäuferinnen unangenehmen, aber durch Falschanklagerei und Hinweis auf unfreundlichen Ton machen sie sich ihren Ruf nicht besser.

Boykott über diese Bäckerei und die nächstgelegen aufsuchen, wäre mein Plan.

Antwort
von schleudermaxe, 71

Also, ein Mieter bestimmt ja auch allein, wer so alles über seine Matte darf und somit kann doch ein Erzeuger erst recht bestimmen, wer es bei ihm darf, so zumindest hier bei uns. Und Gründe muß weder der Mieter noch der Erzeuger benennen.

Kommentar von ZuumZuum ,

Als Mieter übernehme ich eine Art Zugangskontrolle, welche in einem Bäckereiladen nicht stattfindet, deshalbmuß ein triftiger Grund für ein Hausverbot angegeben werden. Nur weil einem die Nase nicht paßt reicht nicht aus.

Kommentar von schleudermaxe ,

Wo steht das bzw. an welcher Uni wird so etwas behauptet?

Kommentar von schleudermaxe ,

Wer vergibt für so etwas eigentlich auch noch einen Daumen? Ist denn wirklich die Entscheidung des BGH nicht bekannt? Wenn noch kein Wissen vorhanden, dann sollte hier auch nicht gewertet werden, oder?

Kommentar von AalFred2 ,

Welche Entscheidung des BGH?

Kommentar von schleudermaxe ,

Wie? Welche? Die zum Hausverbot natürlich, welche denn auch sonst?

Kommentar von AalFred2 ,

Aktenzeichen? Link?

Kommentar von schleudermaxe ,

Haben die ein Aktenzeichen? Zudem: So etwas kennt ein Kenner hier und die das werden wollen, müssen eben selber sich bilden, oder?

Kommentar von AalFred2 ,

Nein, Aktenzeichen haben die nicht. Die schreiben ihre Urteile auf eine endlose Rolle Papier und wer eines sucht, muss eben alle lesen.

Aber um es einmal klarzustellen: Du hast keinerlei Ahnung, erfindest irgendwelchen Blödsinn und bist dann noch so dreist, andere anzumachen. Respekt für so viel Chuzpe.

Kommentar von schleudermaxe ,

... und alles ohne Az. und nur für Dich:

BGH, 09.03.2012 - V ZR 115/11

Kommentar von AalFred2 ,

Respekt und Anerkennung, da hast du mal ein Urteil gefunden, was deine Position auf ganzer Linie widerlegt und führst das jetzt als Beleg für deine Ansicht an. Es ist ja nicht schlimm, dass du den Tenor des Urteils nicht verstanden hast, aber dann solltest du hier nicht so rumtönen.

Kommentar von schleudermaxe ,

Zum Glück interessiert Dein bla bla hier niemand und warum Du bereits meinen Hinweis von gestern mit etwas aus 1994 vergleichst, bleibt mir verborgen. Belese Dich zukünftig oder bleibe hier einfach weg.

Kommentar von AalFred2 ,

Ich frage mich tatsächlich, ob du das Urteil, welches du hier anführst nicht gelesen hast, oder ob deine intellektuellen Fähigekiten einfach nur zu begrenzt sind, um es zu verstehen. Da sich die rechtliche Beurteilung seit 1994 nicht geändert hat, kann ich durchaus auch die dortige Entscheidung verwenden. Aber damit auch du nicht so unwissen bleíbst, wie du jetzt bist, zitiere ich mal aus deinem Urteil:

"Einschränkungen bei der Ausübung des Hausrechts können sich, abgesehen von einer vertraglichen Bindung des Hausrechtsinhabers, insbesondere daraus ergeben, dass dieser die Örtlichkeit für den allgemeinen Publikumsverkehr öffnet und dadurch seine Bereitschaft zu erkennen gibt, generell und unter Verzicht auf eine Prüfung im Einzelfall jedem den Zutritt zu gestatten, der sich im Rahmen des üblichen Verhaltens bewegt (Senat, Urteil vom 20. Januar 2006 - V ZR 134/05, NJW 2006, 1054 Rn. 8; BGH, Urteil vom 3. November 1993 - VIII ZR 106/93, BGHZ 124, 39, 43 mwN). Das schließt es zwar auch in solchen Fällen nicht aus, dass der Berechtigte die Befugnis zum Aufenthalt nach außen hin erkennbar an rechtlich zulässige Bedingungen knüpft (vgl. BGH, Urteil vom 3. November 1993 - VIII ZR 106/93, BGHZ 124, 39, 43; Urteil vom 8. November 2005 - KZR 37/03, BGHZ 165, 62, 70 - jeweils mwN). Geschieht dies jedoch nicht oder sind die Bedingungen erfüllt, bedarf ein gegenüber einer bestimmten Person ausgesprochenes Verbot, die Örtlichkeit (künftig) zu betreten, zumindest grundsätzlich eines sachlichen Grundes, weil auch in solchen Konstellationen die Grundrechte des Betroffenen, namentlich dessen allgemeines Persönlichkeitsrecht (Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG) und das Gebot der Gleichbehandlung (Art. 3 GG), bei der gebotenen Abwä-19 gung einem willkürlichen Ausschluss entgegen stehen (Senat, Urteil vom 30. Oktober 2009 - V ZR 253/08, NJW 2010, 534, 535 Rn. 13)."

Fettschreibung von mir. Immer noch zu hoch für dich oder hörst du jetzt endlich auf hier rumzutönen?

Antwort
von stertz, 84

Um  es kurz zu machen: Der Bäcker hat genau wie du Vertragsfreiheit, er kann dir was verkaufen, muß aber nicht. Und er kann dir ein Hausverbot aussprechen wenn er möchte, einfach nur weil du ihm nicht passt.

Kommentar von ZuumZuum ,

Hausverbot nur weil ihm die Nase nicht paßt eben nicht. Der Laden kann von jedermann frei ohne Zugangskontrolle betreten werden. Es muß für ein Hausverbot ein triftiger Grund vorlicgen, nur "Nase paßt nicht" ist nicht.

Kommentar von PoisonArrow ,

nein, es handelt sich um einen öffentlich zugänglichen Verkaufsraum. Da kann man den "Deine-Nase-passt mit-nicht" - Grund nicht bringen. Es muss ein besonderer, sachlicher Grund vorliegen.

Grüße, ----->

Kommentar von schleudermaxe ,

Bitte was muß vorliegen? Das sieht der BGH aber ganz anders, und für so eine Lügenbehauptung gibt es auch noch Daumen?

Antwort
von lupoklick, 42

Deiner Litanei entnehme ich, daß das Hausverbot berechtigt ist.

Die Frage des Rückgeldes hätte sich auch ruhiger klären lassen...

Ob der Verkäuferin der Laden gehört, das interessiert nicht.

Antwort
von weelah, 98

Hallo,

du hast kein Recht irgendwo einkaufen zu gehen, weil das Privatgewerbe ist und keine staatliche Einrichtung. Der Bäcker, bzw. deren Verkäuferinnen können das Hausrecht umsetzen und bestimmen, wer dort einkaufen darf und wer nicht.

Ist das Hausverbot einmal ausgesprochen und du gehst denoch hinein, begehst du Hausfriedensbruch und das willst du nicht. Wende dich schriftlich oder telefonisch an den Inhaber und schildere ihm die Situation.

Das Hausverbot wurde ausgesprochen und ist bindend!

Allenfalls der Inhaber kann dieses aufheben und wenn du aus Prinzip da Einlass finden willst, musst du diesen Weg gehen.

LG

Kommentar von Dogmeat ,

Ok, ich hätte allerdings noch eine Frage. Und zwar befindet sich diese Bäckerei in einem größeren Einkaufszentrum, gefüllt mit vielen kleinen verschiedenen Läden. Muss ich jetzt den Inhaber des Einkaufszentrum in welchem sich die Bäckerei befindet kontaktieren, oder den Typen, der die Bäckerei innerhalb dieses Einkaufszentrums leitet? :D

Kommentar von weelah ,

Hallo,

der Leiter der Bäckerei ist zuständig.

Die kleinen Geschäfte sind ja nur Pächter und mit deren Geschäftsgebaren hat der Einkaufszentrumbesitzer nichts zu tun.

Kommentar von ZuumZuum ,

Leider nicht ganz richtig. Grundsätzlich kann der Hausrechtsinhaber ohne Grund ein Hausverbot aussprechen und ist nicht an ein Fehlverhalten des Anderen gebunden. Der Bäckereiladen kann allerdings von Jedermann ohne Zugangskontrolle frei betreten werden. In diesem Fall muß aber tatsächlich ein triftiger Grund für ein Hausverbot angegeben werden wie z.B. grobes Fehlverhalten,  Diebstahl oder Störung der Betriebsabläufe.

Kommentar von weelah ,

Ich glaube du solltest dich mal mit dem Begriff Hausverbot aus einander setzen. Das umfasst, sämtliche Geschäftsräume und der Hausfrieden wird mit dem Betreten der Bäckerei in so einem Fall bereits gestört und zieht rechtliche Folgen nach sich.

Kommentar von ZuumZuum ,

Okay, gehe ich nochmal ein Semester zur Uni.

Kommentar von schleudermaxe ,

Warum soweit, es genügt doch, einen klitzekleinen Blick in die Literatur zu werfen.

Beispiel:

... grundsätzlich dürfe jedermann (hier geht es um Hotels, Gaststätten und Läden) frei entscheiden, wie er sein Hausrecht ausübt. Dementsprechend seien auch Hausverbote erlaubt. So ein Hausverbot muss noch nicht einmal begründet werden.

Dies bedeutet, dass ein Abgewiesener noch nicht
einmal Auskunft verlangen kann, warum er keinen Zutritt erhält, so jedenfalls der BGH.

Kommentar von weelah ,

Besser ist das....auch mal zuhören und nicht nur Zeit absitzen!

Kommentar von schleudermaxe ,

Und dafür gibt es auch noch einen Daumen? Zum Glück bestimmt der Inhaber des Geschäftes, nicht der Vermieter, dies ganz allein, so jedenfalls der BGH, und er muß nicht einmal einen Grund nennen, so auch der BGH. Also bitte!

Kommentar von AalFred2 ,

Woher nimmst du denn deine BHG Aussage?
 Zumindest 1994 hat der BGH das noch ganz anders gesehen.

"Hinsichtlich des Betretens von Gebäuden ist anerkannt, dass der Eigentümer grundsätzlich frei ist, zu entscheiden, wem er Zutritt zu seinem Eigentum gewährt. Anders verhält es sich jedoch, wenn er z.B. ein Geschäft für den allgemeinen Publikumsverkehr eröffnet und damit zum Ausdruck bringt, dass er an jeden Kunden Leistungen erbringen will. Er erteilt in diesen Fällen generell und unter Verzicht auf eine Prüfung im Einzelfall eine Zutrittsbefugnis, solange und soweit der Besucher, insbesondere durch Störungen des Betriebsablaufes, keinen Anlass gibt, ihn von dieser Befugnis wieder auszuschließen" (BGH NJW 1994, 188 f. m.w.N.).

Kommentar von schleudermaxe ,

Dann schaue mal zu 2012.

Kommentar von AalFred2 ,

Aktenzeichen? Link?

Antwort
von reddragen, 44

Eigentlich ist es egal ob du hausverbot hAst oder nicht weil wenn mann sowas mit mir machen würde würde ich da schon aus Prinzip nicht mehr hingehen aber eigentlich ist es ein unangemessener hausverbot und wenn mann mit der ploizeioder sowas in der Art darüber redet glaube ich das der schnell aufgehoben wird. (Sofern die Frau nicht lügt und die Polizei dir nicht glaubt)

Antwort
von offeltoffel, 62

Blödes Missverständnis. Vollkommen unnötig überhitzte Gemüter :D

Mach dir keinen Kopf: die geben dir schon kein Hausverbot. Die werden froh um jeden Kunden sein - aber sie stellen sich wohl nicht sehr geschickt an. Schlucks runter und überleg dir, ob DU da weiterhin einkaufen möchtest.

Kommentar von Bitterkraut ,

Das Hausverbot wurde doch bereits ausgesprochen.

Kommentar von Dogmeat ,

Ich möchte dort bloß hin und den Hausverbot aufheben. Ich möchte für Gerechtigkeit sorgen, einkaufen werde ich dort sowieso nicht mehr...

Kommentar von ZuumZuum ,

Na, Hand aufs Herz, Du willst nicht für Gerechtigkeit sorgen sondern nur Recht haben. Manchmal ist Recht haben und Recht bekommen nicht das Gleiche. Also verzichte auf weiteren Streß und kaufe dein Brötchen woanders ein.

Kommentar von Dogmeat ,

Naja, wenn jemand so sche'ße ist, dass er 'ner Jugendliche, deren Vermögen wohl eh nicht so groß ist, Geld abzocken will und sie auch noch als die 'Böse' darstellt...dann ja, dann will ich Recht haben...

Kommentar von offeltoffel ,

Das widerum ist komplett unnötig. Wozu ein Hausverbot aufheben, wenn du eh nicht mehr hingehen willst? Das erschließt sich mir nicht. Wie unten bereits erwähnt, dann kann es nur ums "Recht haben" gehen. 

Du sitzt als Kunde doch eh am längeren Hebel. Wenn sie dein Geld nicht wollen - Pech.

Kommentar von offeltoffel ,

Was die Leute sagen und woran man sich letztlich halten muss, sind zwei Paar Stiefel. Möchte mal sehen, dass sie da wirklich nicht mehr einkaufen darf.

Antwort
von FoxundFixy, 43

Hausrecht.

Die müssen das nicht begründen

Kommentar von ZuumZuum ,

Doch müssen sie, sogar stichhaltig. Keine Zugangskontrolle, jedermann kann rein, deshalb ist die Angabe eines triftigen Grundes erforderlich. .

Kommentar von KaffePrinz ,

das ist falsch..

Kommentar von schleudermaxe ,

Es nervt nur noch. Werfe einen klitzekleinen Blick in die Literatur oder frage an der Uni noch einmal nach, warum dort die Entscheidung des BGH noch nicht gelesen wurde.

Antwort
von Mimir99, 76

Keine von beiden wird der Besitzer gewesen sein, also kannst du ganz entspannt sein. Wenn sie dich beim nächsten Mal nicht bedienen wollen schreib einfach eine extrem höflich Beschwerde an ihren Boss und dann wirst du schon sehen.

Kommentar von Dogmeat ,

Hm, naja ich möchte jetzt nicht, dass die ihre Jobs verlieren. Kann ja sein, dass die Kasse tatsächlich nur 10€ angezeigt hat, kann ja auch sein, dass sie tatsächlich 'drei' statt 'ein' verstanden hat, obwohl es ziemlich unwahrscheinlich wäre. Ich möchte aber auch nicht, dass sie andere Jugendliche/Kinder abzocken und diese sich dann nicht trauen, etwas zu sagen bzw. ihnen zu sagen, dass sie ihnen nicht genug Geld gegeben haben. War bei mir nämlich früher so, als ich noch'n Kind war :/ Hm, ist etwas schwierig...

Kommentar von Mimir99 ,

Dann froh ihnen nur damit. Und bei einer Beschwerde werden die nicht gefeuert, sondern nur wenn noch mehr Leute deine Erfahrungen gemacht haben.

Kommentar von Stahlregal ,

sorry wenn ich das so direckt sage aber du bist da keiner verschwoerung einer baeckerfilliale aufgeflogen. entspann dich, du musst auch nicht die verantwortung fuer andere geldbeutel tragen. es geht "nur" ums geld und da noch nichtmal um viel, also ball flach.

Kommentar von lupoklick ,

Unsinn!  --- Keiner kann verlangen, daß "Herr Kaufhof persönlich" ein Hausverbot ausspricht....

Kommentar von Mimir99 ,

Stimmt. Aber Kassierer können das für gewöhnlich nicht eigenmächtig.

Kommentar von ZuumZuum ,

Tuen sie auch nicht eigenmächtig, sie sind als Angestellte sogenannte Besitzdiener und haben deshalb auch das Hausrecht inne.

Besitzdiener ist derjenige, der

 - die tatsächliche Sachherrschaft über eine Sache

 - für jemand anderen (d.h. ohne eigenen Besitzwillen),

 - in einem Verhältnis, vermöge dessen er den sich auf die Sache beziehenden Weisungen des anderen Folge zu leisten hat

ausübt.

Kommentar von Dogmeat ,

Hey Moment mal...woher weißt du, dass es um den Kaufhof geht? Erwähnt hab ich das nirgends... :o das ist äußerst beängstigend...

Kommentar von lupoklick ,

Gleichnisse sind wohl nicht deine (Hoffmann´s Reis-) Stärke ???

Kommentar von Dogmeat ,

Ich weiß, dass das bloß ein Beispiel war ;) Trotzdem fand ich den Zufall beängstigend :D Ich bin nämlich etwas paranoid... :3

Antwort
von Stahlregal, 43

Meines wissens kannst du rechtlich nichts dagegen machen. Ein jeder eigentuehmer, also aich gewerbeeigentum, kann ein hausverbot aussprechen, sowoe du das auch zu hause machen koenntest. Der grund dafuer ist eigentlich auch wuppe. Schau dir die regeln in der disco an. Da wird nicht lange diskitiert, ob du was gemacht hast oder nicht.
Versuche eventuell die lage in ruhe zu klaeren. Zeige deine absichten und keine persoenliche abneigung. Im grunde kannst du nur hoffen, dass sie das hausverbot zurueck ziehen.

Kommentar von ZuumZuum ,

Disco = Sonderfall, da meist eine Zugangskontrolle stattfindet.

Bäckerei= keine Zugangskontrolle, Jedermann kann rein, Hausverbot ohne Grund nicht möglich.

Kommentar von KaffePrinz ,

zugangskontrolle oder nicht, das hat keinerlei gewichtung..


Kommentar von Stahlregal ,

kann man dann auch zum amtsgericht hausverbot bekommen? da stehen auch polizisten die einen kontrollieren... oder frughafenhausverbot ^^

Kommentar von petrapetra64 ,

natuerlich kann man auch beim Amtsgericht Hausverbot bekommen. Das waere z.B. der Fall, wenn einer mehrfach rum randaliert. Hat man dann ein Anliegen, muss man es schriftlich abhandeln und wenn man angeklagt ist, kann auch ohne Anwesenheit des Angeklagten notfalls verhandelt werden, eine Strafe wird einem dann auch noch auferlegt.

Oder Sicherheitsbeamte muessen einen in den Gerichtssaal begleiten, man darf sich dort nicht frei bewegen.

Hausverbot wird auch meist nach einer Weile des guten Verhaltens wieder aufgehoben.

Und wer sich am Flughafen falsch verhaelt, der kommt sicher nicht in den Flieger.

Trotzdem sind beides oeffentliche Gebaeude, wo Menschen halt einfach manchmal hin "muessen". Fuer eine Baeckerei gilt das aber nicht, es gibt sicher noch genug andere und der Eigentuemer ist keine Person des oeffentlichen Rechts. Daher kann er auch Hausverbot erteilen.

 

Antwort
von wikinger66, 23

Hausverbot ist nun mal bindend! Ich frage mich nur, wenn die Bedienung so drauf ist wie du beschrieben hast, wie lange sich der Laden noch trägt!

Antwort
von KaffePrinz, 52

hausverbot, das ist "hausrecht" 

das kann sogar auch ohne wirkliche begründung erteilt werden..

Kommentar von ZuumZuum ,

In dem Fall eben nicht.

Kommentar von KaffePrinz ,

in dem fall ebenso wie in jedem anderen fall in dem hausrecht zugrunde liegt..

Kommentar von petrapetra64 ,

In dem Fall eben doch. Der Besitzer und stellvertretend seine Angestellten haben Hausrecht und duerfen das ohne Grund nutzen.

Da solltest du dich dringend mal besser informieren ZuumZuum.

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