Frage von sabrina211, 230

Was ist vorsätzlicher betrug?

Was ist genau vorsätzlicher betrug.. und wie wird das bestraft?

Antwort
von Zeitmeister57, 123


STGB

§ 263
Betrug


(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen
rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines
anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder
durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum
erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder
mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von
sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in
der Regel vor, wenn der Täter


1. gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung von Urkundenfälschung oder Betrug verbunden hat,

2. einen Vermögensverlust großen Ausmaßes herbeiführt oder in der Absicht handelt, durch die fortgesetzte Begehung von Betrug eine große Zahl von Menschen in die Gefahr des Verlustes von Vermögenswerten zu bringen,

3. eine andere Person in wirtschaftliche Not bringt,

4. seine Befugnisse oder seine Stellung als Amtsträger oder Europäischer Amtsträger mißbraucht oder

5. einen Versicherungsfall vortäuscht, nachdem er oder ein anderer zu diesem Zweck eine Sache von bedeutendem Wert in Brand gesetzt oder durch eine Brandlegung ganz oder
teilweise zerstört oder ein Schiff zum Sinken oder Stranden gebracht
hat.



Antwort
von skyfly71, 103

Betrug ist z.B. wenn der Käufer über den Wert einer Sache vom Verkäufer getäuscht wird und deshalb mehr zahlt, als er bezahlt hätte, wenn er alle Fakten gekannt hätte.

Verkäufer oder ein dritter muß einen Vermögensvorteil haben, der Käufer einen Vermögensschaden und das muß der Verkäufer zumindest "billigend in Kauf genommen" haben ("bedingter Vorsatz"). Und es muß eben eine Täuschung geben dadurch, dass man etwas falsches sagt oder es unterlässt, etwas richtig zu stellen.

Bestraft wird mit bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe. Wenn man das öfter macht, dann wird's gewerbsmäßig, dann ist die Mindeststrafe  je Tat 6 Monate.

Antwort
von rotesand, 183

Guten Abend :)

Man kann das Ganze auch als "arglistige Täuschung" handhaben -------> z.B. wenn man ein Auto verkauft und weiß, dass es kaputt ist/dass es irgendeine Macke hat, man das aber beim Verkauf dem Käufer verschweigt.

Wie sowas gerichtlich/polizeilich denn geahndet wird, kommt immer auch auf die Schwere des Falls an. Dazu kann ich nix sagen.

Hoffe dir helfen zu können --------> schönes Wochenende :)

Kommentar von Whimbrel ,

Betrug ist immer vorsätzlich..

Kommentar von sabrina211 ,

Ja gute frage ist wie schwer der Fall ist ...also wenn mehrere Leute daran beteiligt sind( händler) und  zb den TÜV Bericht fälschen und im Nachhinein Gar kein Schein und Brief für das Fahrzeug haben und trotzdem TÜV bekommen und behaupten die Fahrzeugpapiere sind beim TÜV Prüfer dann bei der Bank dann beim vorbesitzer. ...Die Daten vom Auto nicht stimmen zu.  die Erstzulassung. ????

Kommentar von sabrina211 ,

Und das Auto noch Schäden hat die man als Kunde so nicht sieht

Antwort
von Ifm001, 91

Betrug ist (in Deutschland) per Definition immer vorsätzlich.

Expertenantwort
von furbo, Community-Experte für Recht, 152

Grob gesagt: Du musst einen Irrtum erregen der dazu führt, dass du oder ein Dritter einen rechtswidrigen Vermögensvorteil bekommst. 

Strafe bis 5 Jahre Gefängnis. 

Der Betrug ist recht weit gespannt und es gibt viele SBetrugststen, die auf den ersten Blick nicht nach Betrug aussehen.

z.B. X kauft etwas und weiss schon bei der Bestellung, dass er nicht zahlen wird = Betrug (genauer: Eingehungsbetrug). 

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