Was ist der Fachbegriff für das "Ich habe so viel investiert, jetzt will ich es nicht aufgeben"- syndrom?

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11 Antworten

Ist mir nicht bekannt dass es dafür einen Namen gibt. Eigentlich ein ganz normales Phänomen - bis zu einer gewissen Grenze auch ganz gesund. Wenn man in etwas viel Energie investiert hat, wird man es wenn man schlau ist, nicht sofort aufgeben. Aber kann natürlich auch krankhafte Züge annehmen 

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Ich weiss nicht ob es dafür einen Fachbegriff gibt. Am ehesten würde ich das "Verdrängung" nennen. Kann man auch bei Managern oft sehen, dass sie ein selbst initiiertes Projekt auf biegen und brechen durchziehen wollen, obwohl es sich zunehmend abzeichnet, dass der Erfolg ausbleiben wird. Sie verdrängen das Scheitern des Projekt, was nicht sein darf kann nicht sein.

Das kann auch für Beziehungen, ein Hobby, oder Investionen im Finanzbereich gelten. Ganz typisch ist ein Anlegerverhalten, bei dem Wertpapiere wie Aktien gekauft werden, und obwohl der Kurs dauernd sinkt behält man sie oder kauft noch neue dazu. Man blendet aus, dass die Investition ein Misserfolg war, und redet sich ein "Irgendwann müssen sie ja wieder steigen, jetzt wo ich schon soviel darin investiert habe". 

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Dies ist tatsächlich ein bekanntes Phänomen, ein Fachbegriff ist mir hierfür nicht bekannt. Das Hauptproblem liegt aber sicher darin, dass man sich seinen Fehler nicht eingestehen kann und daher einfach so weiterverfährt wie bisher, je länger man das tut, umso schwerer wird natürlich das eingestehen!

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Meinst du "Opportunitätskosten"?

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Verlustangst würd ich mal tippen.

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Ich kenne keinen Fachbegriff, obwohl es den in der Psychologie wahrscheinlich gibt.

Wäre ich Wissenschaftler, der dieses Thema behandelt und benennen dürfte, würde ich es Sisyphos-Syndrom nennen.

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Ich würde den Begriff " Akrasia " dafür verwenden.

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"aus Prinzip" oder "Gewohnheit" fallen mir da spontan als Begriffe ein - aber das meinst du sicherlich nicht, oder?

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Nicht loslassen können? Bequemlichkeit?


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Das nennt man Sunk Cost Fallacy

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Kommentar von scatha
31.08.2016, 19:38

Das trifft den Kern der Sache. Auch wenn es wohl eher aus der Ökonomie stammt.

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