Unfall mit Auto - Totalschaden als Blechschaden verkauft?

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6 Antworten

Ich sehe hier keine großen Chancen, da ja zumindest ein Unfall von Verkäufer angegeben wurde und ihr Schwierigkeiten haben werdet, eine genauere und anderslautende Zusicherung vom Verkäufer (z.B. nur Blechschaden) nachzuweisen. Euch wurde demnach faktisch ein Unfallwagen verkauft, und der Spielraum ist entsprechend groß. Hier hättet ihr schon beim Kauf aufmerksam sein sollen und die Formulierung "Unfall" präziser einschränken lassen müssen.

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Ja, das ist jetzt die Frage. Ich habe mal vor Jahren ein Auto bei einem Haendler als unfallfrei gekauft. Als ich ihn nach Jahren verkaufen wollte, stellte ein Sachverstaendiger fest, dass das Auto schon mal einen grossen Schaden hatte. Ich habe laut Brief alle Vorbesitzer kontaktiert und den Verursacher gefunden. Ich habe mir einen Rechtsanwalt genommen und nach 5 Jahren fast den ganzen Betrag zurúck bekommen. Aber wie gesagt, auf dem Vertrag stand unfallfrei.

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Kommentar von machhehniker
31.12.2015, 10:32

Das ist ja auch was ganz Anderes. Du hast ein Auto als Unfallfrei gekauft das aber einen Unfall hatte, dazu noch von einem Händler dem man zumuten kann einen behobenen Unfallschaden zu erkennen. Der Fragesteller hat ein Auto gekauft bei dem im Kaufvertrag angegeben wurde dass es einen Unfall hatte, da kann man nicht hinterher kommen und sich darüber beschweren dass es einen Unfall hatte.

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Ich habe vor einem Jahr ein gebrauchtes Auto von einer Privatperson
gekauft.

OK.

Er versicherte mir, dass dieses Auto makellos sei, es hatte
lediglich einmal einen Blechschaden, welcher behoben wurde.

Es handelt sich also um ein Unfallfahrzeug. Das alleine ist rechtlich relevant im Kontext.

Nun haben wir herausgefunden, dass das Auto bereits einen Totalschaden hatte und der Verkäufer gelogen hat.

Nein, das hat er nicht. Übrigens kann auch ein Blechschaden zum wirtschaftlichen Totalschaden führen, ohne dass das KFZ selbst schwerwiegende Schäden davongetragen hat. Das hängt wesentlich vom Restwert zum Zeitpunkt des Unfalls ab.

Im Vertrag ist der Punkt "Unfall" angegeben.

Genau das ist der wesentliche Punkt. Ihr habt bewusst und per Vertrag ein Unfallfahrzeug erworben, es liegt also keine Täuschung vor.

Allerdings ohne Beschreibung um welchen Unfall es sich handelt.

Das hätte man vor Abschluss des Vertrages nachfragen müssen. Wenn schon im Kaufvertrag expressis verbis ein Unfallschaden erwähnt wurde, warum hat der prospektive Käufer dann nicht nachgefragt respektive sich das Gutachten von damals zeigen lassen? Der Verkäufer ist seiner rechtlichen Anzeigepflicht vollumfänglich nachgekommen.

Nun stellt sich mir die Frage, ob es eine Möglichkeit gibt, rechtlich gegen
den Verkäufer vorzugehen?

Nein.

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Kommentar von Alopezie
31.12.2015, 11:48

Ich habe vor einem Jahr ein gebrauchtes Auto von einer Privatperson 
gekauft. 

OK.

Was bringt das OK.? Machst du das damit du jeden Absatz zitierst und deinen Senf dazu gibst? Wirklich unnötiges OK.

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Was schriftlich vereinbart wurde ist bindend, mündliche Aussagen musst du beweisen können - Zeuge?

Im Vertrag ist der Punkt "Unfall" angegeben

Damit ist dir bekannt, das, das Auto bereits einen Schaden hatte.

Blechschaden, welcher behoben wurde. Nun haben wir herausgefunden, dass das Auto bereits einen Totalschaden hatte

Auch ein Blechschaden kann durchaus ein wirtschaftlicher Totalschaden sein! Leider schreibst du dazu keine Einzelheiten wie Wert des Auto, Umfang der Reparaturen (-kosten) usw.

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Immer wieder kommt es da zu einem Mißverständnis!

Wenn ein Fahrzeug einen Totalschaden hat bedeutet es dass die Reparaturkosten höher sind als der Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs. Es würde also mehr kosten dieses Auto zu reparieren als ein vergleichbares, unverunfalltes Auto zu kaufen.

Das bedeutet nicht dass dieses Fahrzeug Schrott ist und nicht wieder reparabel ist.

Wenn man unverschuldet einen Unfall hat und sein Fahrzeug dabei einen Totalschaden hat bekommt man von der gegnerischen Versicherung die Summe ersetzt für die man ein vergleichbares Auto kaufen könnte.

Was man nun macht bleibt einem selbst überlassen, man kann sein Auto abstossen und sich ein anderes kaufen. Man kann mit diesem Schaden weiterfahren wenn der nicht sicherheitsrelevant ist. Oder man repariert trotzdem den Schaden auf zB billigere Weise (man macht es selbst oder mit Gebrauchtteilen) oder legt den Rest selbst drauf.

Jeh nach Alter der betr Fahrzeugs kann auch ne winzige Schramme ein Totalschaden bedeuten, das also ein Blechschaden angegeben wurde kann durchaus möglich sein.

Da auf dem Kaufvertrag angegeben wurde dass das Fahrzeug einen Unfall hatte sehe ich für Dich keinen Grund mit dem Du gegen den verkäufer vorgehen könntest.

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Kommentar von KfzSVnrw
01.01.2016, 09:53

Wenn ein Fahrzeug einen Totalschaden hat bedeutet es dass die Reparaturkosten höher sind als der Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs

Falsch!

Ein (technischer) Totalschaden bedeutet das das Auto technisch nicht mehr repariert werden kann. Z.b. ein Panzer ist mehrfach über das Auto gefahren.

Ein wirtschaftlicher Totalschaden liegt dann vor wenn die Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert abzüglich des Restwertes übersteigen.

sein Fahrzeug dabei einen Totalschaden hat bekommt man von der gegnerischen Versicherung die Summe ersetzt für die man ein vergleichbares Auto kaufen könnte

jedoch abzüglich des Restwertes!

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Das kann man als arglistige Täuschung bezeichnen. Allerdings müsstet ihr das beweisen.

Ein wirtschaftlicher Totalschaden bedeutet aber nicht, dass der Wert des Fahrzeugs auf NULL gesunken ist.

Ob eine Täuschung stattgefunden hat, liegt dann an dem Preis, den ihr für dieses Fahrzeug gezahlt habt. Vielleicht wurde der Unfall ja berücksichtigt.

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Kommentar von FordPrefect
31.12.2015, 12:02

Das kann man als arglistige Täuschung bezeichnen.

Man kann auch grün rot nennen. Weder das Eine noch das Andere hat auch nur ansatzweise irgendetwas mit Arglist zu tun.

Allerdings müsstet ihr das beweisen.

Hier gibt es nichts zu beweisen. Unfall ist Unfall. Solange das KFZ keinen tatsächlichen Sachmangel aufweist, ist das Ganze nicht zu beanstanden.

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Kommentar von Interesierter
31.12.2015, 12:02

Eine arglistige Täuschung sehe ich hier nicht. 

Das Auto wurde als Unfallwagen verkauft.

Die Bezeichnung "Totalschaden" sagt nichts über die tatsächlichen Unfallschäden aus sondern besagt lediglich, dass sich eine Reparatur aus damaliger Sicht nicht mehr lohnte. Je nach Restwert des Fahrzeuges ist dieser Punkt recht schnell erreicht.

Der tatsächliche Kaufpreis hat damit nur sehr wenig zu tun.

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Kommentar von KfzSVnrw
01.01.2016, 09:59

Das kann man als arglistige Täuschung bezeichnen

Das kann ich nicht nachvollziehen.

Der TE schreibt nichts zum Kaufpreis und auch nichts zum Schadensumfang! Angenommen das Auto wurde für 2900 € gekauft und kurz vor dem Kauf musste aufgrund des Unfalls eine Tür ausgetauscht werden mit Reparaturkosten von 2500 € und das Auto hatte dabei einen Restwert von 600 € laut Gutachten. Dann handelt es sich um einen "Blechschaden" und gleichzeitig um einen wirtschaftlichen Totalschaden!

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