Frage von XZarakiXxx, 207

Unfall Bußgeldbescheid, Straße war verschmutzt?

Ich hatte vor ca 3 Monaten einen Motorradunfall. Gestern ist erst der Bußgeldbescheid bekommen für und ich Zitiere: "Sie gerieten auf die linke Fahrbahnseite und stießen mit dem entgegenkommenden Fahrzeug zusammen. Es kam zum Unfall." §2 Abs. 2 §1 Abs. 2 §49 StVO §24 StVO 4.1 BKat §3 Abs. 3 BKatV

Das ist eben Schwachsinn, wie ich den Polizisten vor Ort bereits erklärte, damals beim Unfall! Auf der Straße Lag Dreck und ich bin auf meiner Straßenseite auf dem Dreck weggerutscht und so in den Gegenverkehr "GERUTSCHT"!! und nicht gefahren, ich hatte also keine Kontrolle mehr. Zudem bin ich nicht über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit gefahren.

Ich werde auf jeden Fall einen Brief zurückschreiben. Ich wüsste nur gerne ob es für "meine" Gegenaussagen auch Paragraphen gibt die ich nennen könnte. Vielleicht kennt ja jemand den ein oder anderen =)

Danke! Mfg.

PS: Ich werde auf jeden Fall dagegen vorgehen, da ich weder noch das Geld habe diese Strafe zu bezahlen, noch sehe ich mich als Schuldig. Entweder Gewinne ich und behalte das bisschen Geld was mir noch bleibt, oder ich bin komplett Pleite...dann sieht der Staat ja wie toll die Gesetze der StVO sind! =)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von TheGrow, Community-Experte für Recht, 76

Hallo XZarakiXxx,

ist gestern der Bußgeldbescheid gekommen oder handelte es sich "nur" um den Anhörungsbogen?

Ich gehe ja mal davon aus, dass es sich um den Anhörungsbogen handelt.

In dem Anhörungsbogen würde ich wenn ich an Deiner Stelle währe:

  • ankreuzen, dass Du den Verstoß bestreitest und ich würde mich
  • im Sachverhalt wie  folgt äußern:

**************************************************************************************

Der Vorwurf, dass ich in den Gegenverkehr geraten bin und es zu einem Unfall kam ist zutreffend.

Ich bin aber aus nicht von mir zu vertretenden Gründen auf die linke Fahrbahn geraten. Meine Geschwindigkeit war an den Fahrbahn.- und Sichtverhältnissen angepasst. Eine für mich beim Einfahren in die Kurve  nicht erkennbare Schmutzschicht verminderte die Reibung zwischen meinen Reifen und der Fahrbahn, so das ich stützte und dadurch auf die linke Fahrbahn geriet. Mich trifft somit keine Schuld, sondern die Schuld trägt der Verursacher der Verschmutzung der seiner Pflicht zur Absicherung der Gefahrenstelle und Beseitigung der Verschmutzung nicht nachgekommen ist.

Somit habe ich weder vorsätzlich noch fahrlässig die vorgeworfene Tat begangen. Ordnungswidrig handelt aber nur derjenige, der die Tat mindestens fahrlässig begeht.

**************************************************************************************

So würde ich an Deiner Stelle den Anhörungsbogen ausfüllen.

Kommt die Bußgeldstelle anhand der Sachverhaltsschilderung im Anhörungsbogen auch zum Schluss, dass Dir weder ein fahrlässige, noch vorsätzliches Handeln nachweisbar ist, wird das Bußgeldverfahren gegen Dich eingestellt.

Kommt die Bußgeldstelle aber zu dem Schluss, dass Dir sehr wohl ein fahrlässiges Handeln zur Last gelegt wird, wird sie folgenden Bußgeldbescheid laut bundeseinheitlichen Tatbestandskatalog erlassen:

***************************************************************************************

Tatbestandsnummer: 102667

Tatvorwurf: Sie gerieten auf die linke Fahrbahnseite und stießen mit dem entgegenkommenden Fahrzeug zusammen. Es kam zum Unfall.

Ordnungswidrigkeit gem.: § 2 Abs. 2, § 1 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 4.1 BKat; § 3 Abs. 3 BKatV; § 19 OWiG

Bußgeld: 100,00 Euro plus 28,50 Euro an Verwaltungsgebühren

Punkte: 1

Fahrverbot: Nein

A-Verstoß

**************************************************************************************

Sollte dieser Bußgeldbescheid erlassen werden oder bereits erlassen worden sein, bleibt Dir nur noch den Bußgeldbescheid zu akzeptieren oder dagegen Einspruch einzulegen.

Der Einspruch hat dann wahrscheinlich zur Folge, dass die Angelegenheit vor Gericht landet und ein Richter feststellt, ob der Tatvorwurf zutreffend ist oder nicht.

Hast Du keine Verkehrsrechtsschutzversicherung musst Du im Falle des unterliegens noch zusätzlich die Verfahrenskosten tragen.

Liebe Grüße
TheGrow

Kommentar von XZarakiXxx ,

Vielen Vielen Dank für die absolut unverbesserlich Antwort. Ich selbst habe schon angefangen an einem Text zu schreiben. Aber der von Ihnen ist..naja Perfekt! Zu einer Gerichts-Verhandlung lasse ich es wegen den 128,50€ nicht kommen.

Nochmals Danke Danke Danke! Sie haben mir sehr geholfen.

Lg.

Antwort
von Fjolnir, 56

Hallo Du,

Deine Antworten auf die vielen Anmerkungen der Mitschreiber zeigen eines auf:

Du willst nicht einsehen, das Du Schuld hast. Das ist sehr schade! In Deinem Beitrag vor drei Monaten sagtest Du selbst...

"Die Straße war halt ein wenig Dreckig und meine Reifen waren noch nicht warm, bin dann weggerutscht in einen GTI im Gegenverkehr rein."

Das zeigt aber doch, das Du "zu flott" unterwegs war-mal egal wieviel da erlaubt war.

Sehr erfreulich ist, das Du hier noch schreiben kannst-das meine ich ganz ernst. Gerade Unfälle mit dem Moped können ganz ganz schlimm ausgehen.

Versuche nun doch einfach mal nicht alles auf "den Dreck" (....) zu schieben, sondern erkenne, das evtl. auch ein Fehler von Dir vorliegt.

Warum? Du legst gegen den Bußgeldbescheid Einspruch ein (siehe diverse Rückmeldungen unten). Nehmen wir an: Bussgeldstelle akzeptiert nicht-Du auch nicht-es kommt zur Verhandlung. Meinst Du ein Richter freut sich über die "alle anderen sind schuld (Straße, Pferd das den Mist hinterlassen hat.., Stadt...)-Einstellung von Dir?

Wenn Du in dem GTI gesessen hättest-wäre Dir nicht auch egal-warum der andere Dir reingerutscht ist?

Ergo-lass gut sein-und freu Dich, das Du lebst!

s'Fjolnir

Antwort
von Havenari, 24

Offenbar beherrschst du nicht nur dein Motorrad ungenügend, sondern ebenso die deutsche Sprache. Davon, dass du auf die Gegenfahrbahn gefahren seist, ist ja nirgends die Rede. Es ist auch völlig belanglos, ob du auf die Gegenfahrbahn fährst, rutschst, fliegst oder schwimmst - du hast da nichts verloren.

Wenn Dreck auf der Straße liegt, muss man halt schon vorher langsam genug unterwegs gewesen zu sein, um den Dreck rechtzeitig wahrzunehmen und richtig zu reagieren. Gerade als Motorradfahrer liegt das schon im ureigensten Interesse und nicht nur in dem des Entgegenkommenden, der es wenig prickelnd findet, wenn ihm auf seiner Fahrbahn ein Kradist in 90° Schräglage entgegen rutscht.

Kommentar von XZarakiXxx ,

Die Deutsche Sprache beherrsche ich sehr gut und mein Motorrad ebenfalls, nur um das fest zu halten =)

Kommentar von Havenari ,

Warum stürzt du dann in den Gegenverkehr?

Kommentar von XZarakiXxx ,

Weil dort Dreck war, und ich hätte 30kmh fahren müssen, um ihn zu sehen. was wiederum eine Verkehrsbehinderung ist wenn ich in jeder Kurve so langsam fahre.

Antwort
von Hardy3, 109

Hm - da schießt mir sowas wie "angepasste Geschwindigkeit" durch den Kopf. 

Du solltest dir rechtlichen Rat holen, eine Erstberatung kostet nicht viel. Dann kannst du weitersehen.

Kommentar von XZarakiXxx ,

Meine Geschwindigkeit WAR der Rechtskurve Angepasst, aber wenn der Dreck genau in der Kurve liegt ist der in einer "Rechtskurve" nun mal durch die Leitplanke verdeckt, bevor ich schon drauf Fahre. Ja, soweit ich Informiert bin lernt man in der Fahrschule damit zu rechnen, das überall Dreck liegen kann, ich weiß aber auch, das die Stadt verpflichtet ist, Straßen so sauber zu halten, dass ein solcher wirklich unnötiger Unfall, nicht zustande kommt.

Wenn ich eine Verkehrs-Rechtschutzversicherung gehabt hätte, dann hätte nicht meine Versicherung das Schlamassel zahlen müssen, sondern die Stadt. Darin habe ich mich schon beraten lassen =)

Kommentar von Antitroll1234 ,

Meine Geschwindigkeit WAR der Rechtskurve Angepasst, aber wenn der Dreck genau in der Kurve liegt ist der in einer "Rechtskurve" nun mal durch die Leitplanke verdeckt, bevor ich schon drauf Fahre.

Dann war deine Geschwindigkeit eben nicht angepasst.

Ja, soweit ich Informiert bin lernt man in der Fahrschule damit zu rechnen, das überall Dreck liegen kann

Soweit ich informiert bin lernt man sogar die Bedeutung des Sichtfahrgebotes in der Fahrschule.

ich weiß aber auch, das die Stadt verpflichtet ist, Straßen so sauber zu halten, dass ein solcher wirklich unnötiger Unfall, nicht zustande kommt.

Diese "Pflicht" entbindet dich aber keineswegs von deiner Pflicht als Fahrzeugführer angepasst zu fahren.

Antwort
von Interesierter, 107

Das kannst du gerne machen, es wird aber nichts bringen. In dem Schreiben steht, dass du auf die Gegenseite geraten bist. On nun fahrender- oder rutschenderweise, macht keinen Unterschied.

Grundsätzlich hast du deine Geschwindigkeit den Gegebenheiten anzupassen. Wenn Dreck auf der Straße liegt, musst du eben langsamer machen.

Wenn du gestürzt und auf die Gegenseite geraten bist, dann bist du in jedem Fall schuld. Daran wirst du nichts ändern können.

Eigentlich darfst du froh sein, noch unter den Lebenden zu weilen.

Kommentar von XZarakiXxx ,

Die Fröhlichkeit vergeht einem, bei den Rechnungen die man bekommt, incl. der Schuld.

Ich "geriet" nicht auf die linke Fahrbahnseite, ich "rutschte" auf die linke Fahrbahnseite. Ich konnte also nichts dagegen tun. In dem Brief kommt es so rüber, als wenn ich dort aus versehen hingefahren bin, (ob nun wegen überhöhter Geschwindigkeit oder was auch immer) was aber totaler Quatsch ist.

Meine Geschwindigkeit war angepasst. Dort ist 100 erlaubt und ich bin 80 Gefahren, sodass ich genau sehen kann, ob Kies in der Kurve liegt, der da öfters liegt. Und nie ist was Passiert. Aber das dort festgefahrene Pferdehaufen liegen, wo dort eigentlich niemals ein Pferd lang darf...damit KANN man gar nicht rechnen. 

Soweit ich Informiert bin lernt man in der Fahrschule damit zu rechnen, das überall Dreck liegen kann, ich weiß aber auch, das die Stadt verpflichtet ist, Straßen so sauber zu halten, dass ein solcher wirklich unnötiger Unfall, nicht zustande kommt.

Kommentar von Interesierter ,

Du hast deine Geschwindigkeit so zu wählen, dass du die Pferdehinterlassenschaften rechtzeitig erkennen und darauf reagieren kannst. Offenbar waren hier auch 80 zu schnell.

Selbstverständlich bist du auf die Gegenseite geraten. Sonst wärst du wohl kaum mit dem Gegenverkehr zusammengestoßen.

Gestürzt bist du, weil du die Pferdekacke zu spät gesehen hast. Zu spät gesehen hast du sie, weil du zu schnell warst.

Bevor du dich wieder auf den Bock setzt, solltest du mal genau darüber nachdenken, was du falsch gemacht hast. Tust du das nicht, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es dich wieder erwischt und du dann nicht so viel Glück hast, wie bei diesem Mal.

Kommentar von TheGrow ,

Hallo Interesierter,

also Ordnungswidrig handelt nur der, dem mindestens ein fahrlässiges handeln vorwerfbar ist.

Fahrlässigkeit ist wie folgt definiert:

Fahrlässigkeit ist die Außerachtlassung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt

Das bedeutet, für den Fragesteller hätte es mindestens vorhersehbar sein müssen, dass in der Kurve eine so starke Verschmutzung vorhanden ist, dass er unter Beibehaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit zu Fall kommt und auf die linke Fahrbahn rutscht.

Es wird von einem Verkehrsteilnehmer aber nicht erwartet, dass er grundsätzlich so langsam durch jede Kurve fährt, um absolut sicher zu sein, dass er auch unter den Widrigsten Umständen nicht stützt.

Die StVO schreibt das auch nicht vor, sondern sie schreibt im Bezug auf die Fragestellung vor:

****************************************************************************

§ 3 StVO - Geschwindigkeit

(1) Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird. Die Geschwindigkeit ist insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen. Beträgt die Sichtweite durch Nebel, Schneefall oder Regen weniger als 50 m, darf nicht schneller als 50 km/h gefahren werden, wenn nicht eine geringere Geschwindigkeit geboten ist. Es darf nur so schnell gefahren werden, dass innerhalb der übersehbaren Strecke gehalten werden kann. Auf Fahrbahnen, die so schmal sind, dass dort entgegenkommende Fahrzeuge gefährdet werden könnten, muss jedoch so langsam gefahren werden, dass mindestens innerhalb der Hälfte der übersehbaren Strecke gehalten werden kann.

(2)

Ohne triftigen Grund dürfen Kraftfahrzeuge nicht so langsam fahren, dass sie den Verkehrsfluss behindern

.

****************************************************************************

Für den Fragesteller gab es aber keinen Grund davon auszugehen, dass sich in der Kurve die Straßenverhältnisse durch eine Verschmutzung schlagartig verschlechtern.

Das er für die Verschmutzung der Straße zu schnell war ist ja unstrittig, denn sonst wäre es nicht zu dem Unfall gekommen, nur war er nicht aus Fahrlässigkeit zu schnell, sondern weil es für ihn nicht vorhersehbar war, dass genau in der Kurve eine für ihn gefährliche Verschmutzung vorhanden war.

Zwar trifft es meist zu, dass Unfälle durch eine fahrlässige oder gar vorsätzliche Handlung geschehen, es gibt aber auch Unfälle die man selber nicht vermeiden kann.

Meines Erachtens nach hat wenn überhaupt, nur einer Fahrlässig gehandelt und das ist der Verursacher der Verschmutzung.

Liebe Grüße
TheGrow

Kommentar von XZarakiXxx ,

@TheGrow. Danke viel mals für diese Äußerst Diskrete und tatsächlich mich lächeln lassende Antwort. Ich werde mir ne Menge davon zu Herzen nehmen und auch zu Kopfe gehen lassen.

DANKE DANKE DANKE!!! 

Kommentar von Interesierter ,

Hallo TheGrow,

in weiten Bereichen stimme ich dir absolut zu. Deine Argumentation ist sachlich, fundiert und weitestgehend richtig.

Ich einem Punkt jedoch, denke ich, dass du dich irrst. Generell gilt in Deutschland das Sichtfahrgebot. "Es darf nur so schnell gefahren werden, dass innerhalb der übersehbaren Strecke gehalten werden kann."

Hätte der Fragesteller diese Vorgabe befolgt, hätte er vor der Verschmutzung anhalten oder zumindest seine Geschwindigkeit so weit verringern können, damit er die verschmutzte Stelle gefahrlos passieren kann. Pferdedreck ist deutlich sichtbar.

Ich fahre selbst leidenschaftlich gerne Motorrad. Auch ich bin im ländlichen Raum unterwegs. Hier gehört es zur Normalität, dass man hinter einer Kurve eine verschmutzte Straße vorfindet. Das ist auf dem Land nun wirklich nichts aussergewöhnliches und damit muss man einfach rechnen. Es ist ja auch nicht so, dass man beim überfahren von festgefahrenem Pferdedreck sofort stürzen würde. Im hier geschilderten Fall liegt in jedem Fall Fahrlässigkeit vor.

Kommentar von XZarakiXxx ,

Danke für die klare Antwort. In Zukunft werde ich Tatsächlich vorsichtiger fahren, ich habe Geldlich als auch Gesundheitlich meine Schäden davon zu tragen. 

Allerdings sehe ich es trotzdem so, dass ich keinen Fehler gemacht habe, sonzwar die Stadt. Die Stadt stellt die Geschwindigkeitsschilder auf, ich halte mich dran bzw. fahre schon vorsichtiger, und das nur aus Erfahrung, und trotzdem rutsche ich weg, dann kann ich bald nur noch mit 30 überall lang fahren. wollen mal schauen was die Kollegen hinter mir dann sagen. Mich würde dann auch mal Interessieren was die Stadt dann zu diesen von mir genannten Äußerungen gerade zu sagen pflegt. Ich habe mich an alle Regeln gehalten....wie Stadt jedoch nicht, die Straße war Dreckig, aber Geld abkassieren das können sie noch.

Entschuldigung dafür aber, die hätten das Papier lieber benutzen sollen um die Sch**** weg zu putzen, als mit den Brief zu schicken. Die Hinterlassenschaften der Pferde war zudem noch trocken und fest gefahren, also lag die da nicht erst seit morgens...

Kommentar von Apolon ,

 Allerdings sehe ich es trotzdem so, dass ich keinen Fehler gemacht habe, sonzwar die Stadt.

Eigenartig - in welcher Stadt, gibt eine erlaubte Geschwindigkeit von 100 km/h.

 Meine Geschwindigkeit war angepasst. Dort ist 100 erlaubt und ich bin 80 Gefahren,

Hast du die Geschichte erfunden, um dich hier wichtig machen zu können !

Kommentar von XZarakiXxx ,

Ich verstehe nur Bahnhof von dem Was du laberst... Aber mit Sicherheit habe ich das alles erfunden, um mich auf einem Anonymen Frage Forum wichtig zu machen. Klingt definitiv plausibel =)

Antwort
von Apolon, 23

 Auf der Straße Lag Dreck und ich bin auf meiner Straßenseite auf dem Dreck weggerutscht und so in den Gegenverkehr "GERUTSCHT"!! und nicht gefahren, ich hatte also keine Kontrolle mehr.

Ob du gefahren oder gerutscht bist, interessiert doch niemanden.

Du bist von deiner Fahrbahn abgekommen und hast den Unfall verursacht.

Zumindest hast du gegen den § 1 der Straßenverkehrsordnung verstoßen:

2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

und natürlich den § 2 nicht vergessen:

(2) Es ist möglichst weit rechts zu fahren, nicht nur bei Gegenverkehr, beim Überholtwerden, an Kuppen, in Kurven oder bei Unübersichtlichkeit.

bedeutet fahren und nicht rutschen !

Kommentar von XZarakiXxx ,

Ich habe mich nun eben so Verhalten dass ich keinen Unfall verursache. Wenn dort Dreck liegt kann ich da auch nichts für richtig? ich bin schon 20kmh under Erlaubter Geschwindigkeit gefahren, weil ich immer mit Dreck in Kurven rechne..aber nicht mit Hinterlassenschaften von Pferden!

Kommentar von Apolon ,

 Wenn dort Dreck liegt kann ich da auch nichts für richtig?

Bedeutet, du bist zu schnell gefahren und hast die Straßenverhältnisse außer acht gelassen.

Nehmen wir dazu doch einmal den § 3 der STVO:

1) Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird. Die Geschwindigkeit ist insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen. Beträgt die Sichtweite durch Nebel, Schneefall oder Regen weniger als 50 m, darf nicht schneller als 50 km/h gefahren werden, wenn nicht eine geringere Geschwindigkeit geboten ist. Es darf nur so schnell gefahren werden, dass innerhalb der übersehbaren Strecke gehalten werden kann. Auf Fahrbahnen, die so schmal sind, dass dort entgegenkommende Fahrzeuge gefährdet werden könnten, muss jedoch so langsam gefahren werden, dass mindestens innerhalb der Hälfte der übersehbaren Strecke gehalten werden kann.

..................................................

Du solltest mal die §§ der STVO richtig lesen, damit du in Zukunft weißt, wie du dich im öffentlichen Verkehrsraum zu verhalten hast.

.................................................

Nun, es kann immer mal was passieren womit man nicht rechnet. Dann sollte man aber nicht immer mit Ausreden kommen und ganz einfach das Bußgeld akzeptieren.

Ich hatte vor Jahren auch mal einen Unfall mit Totalschaden meines Autos.  Sonnentag ohne Regen 30 °, bei Dämmerung fuhr ich außerhalb einer Ortschaft in einer Kurve mit ca. 70 km/h. Mein Fahrzeug kam ins Schleudern rutschte auf die Wiese und überschlug sich seitlich.

Polizei war kurz danach da und teilte mir mit, dass ich für den Unfall selbst nichts konnte, da an der Stelle Schlamm und Öl auf der Straße war. Ich bekam allerdings ein Bußgeld von 20 € - da ich meine Geschwindigkeit nicht an die Straßenverhältnisse angepasst hatte. Was ich auch akzeptierte. Warum sollte ich solch einen Aufstand machen, wie du es gerade tust ?

Gruß N.U.

Kommentar von XZarakiXxx ,

Aus einem ganz einfachem Grund: Ich habe das Geld nicht und finde diese Regelung absolut bescheuert, denn dann kann ich ja nur noch 30 fahren in solchen kurven...mal sehn was die Kollegen hinter mir dazu zu sagen haben, werde dann wohl wieder (was tatsächlich öfters passiert) von einem Auto in der Kurve überholt!! Oder im Kreisverkehr. 

Übrigens was das Belegt ist: 

§ 3 StVO - Geschwindigkeit

(2)

Ohne triftigen Grund dürfen Kraftfahrzeuge nicht so langsam fahren, dass sie den Verkehrsfluss behindern

Nunja.. klar bin ich zu schnell gefahren, sonst wäre es nicht zu dem Unfall gekommen, allerdings was es keine Landstraße wo Pferde lang reiten o.ä.. An einer Solchen stelle ist so etwas normaler weise nicht vor zu finden. Tut mir Leid, aber ich sehe es einfach nicht ein...da fehlt definitiv etwas im Gesetzestext.

Kommentar von Apolon ,

 Aus einem ganz einfachem Grund: Ich habe das Geld nicht und finde diese Regelung absolut bescheuert,

Dann melde dein Motorrad bei der Zulassungsbehörde ab, dann sparst du Geld.

 Ohne triftigen Grund dürfen Kraftfahrzeuge

Richtig - aber der Grund für dich war da, denn sonst wäre der Unfall ja auch nicht passiert. Ich habe den Eindruck, du verstehst die Gesetze nicht. Bedeutet dann wohl auch, da du dich an die jeweiligen Verkehrsvorschriften nicht hältst, dass du für die Fahrten mit einem Kfz nicht geeignet bist.

Kommentar von XZarakiXxx ,

Mein Motorrad hat einen Totalschaden und ist weg.... Und es war definitiv KEIN triftiger Grund vor der Kurve erkennbar, wie schon erwähnt...sonst müsste ich ab jetzt durch jede Kurve wo 100 ist mit 30 oder weniger durch fahren, und dann ist da kein Dreck und ich bin ohne triftigen Grund zu langsam gefahren und behindere den Straßenverlauf. Das Gesetz ist Sch**** Vormuliert...ich werde ja sehen was es ergibt. Da bin komplett Schwerzbefreit und Stur. Ich habe meine Meinung und nur weil die Stadt Geld braucht mir das aus der Tasche zu ziehen sehe ich einfach nicht ein! Ich habe genug Buße getan...

Expertenantwort
von Crack, Community-Experte für StVO, 57

Auf der Straße Lag Dreck und ich bin auf meiner Straßenseite auf dem
Dreck weggerutscht und so in den Gegenverkehr "GERUTSCHT"!! und nicht gefahren, ich hatte also keine Kontrolle mehr. Zudem bin ich nicht über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit gefahren.



Auch wer die erlaubte Höchstgeschwindigkeit nicht überschreitet kann für die Straßenverhältnisse zu schnell sein.

Du kannst Einspruch einlegen,
sehr wahrscheinlich wird man dann auf diesen Tatvorwurf korrigieren:

Sie fuhren in Anbetracht der besonderen örtlichen Straßen- oder Verkehrsverhältnisse mit nicht angepasster Geschwindigkeit.
Es kam zum Unfall.
§ 3 Abs. 1, § 1 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 8.1 BKat;
§ 3 Abs. 3 BKatV; § 19 OWiG

Das kostet Dich dann 45€ mehr als der Vorwurf den man Dir jetzt macht.

Kommentar von XZarakiXxx ,

Ja aber ich konnte es ja nicht sehen. Der Dreck was absolut unvorhersehbar. Absolut! Ich hatte keine Chance. 0. Nicht den Hauch...was soll ich denn bitte machen, wenn mir 100 erlaubt ist, ich schon nur aus "Ehrfahrung" 80 fahre, und dann in der Kurve noch Dreck liegt..dann kann ich in Zukunft ja überall mit 30 rum juckeln, weil ja überall Dreck liegen "kann".

Und genau so werde ich das auch sagen.

Antwort
von Novos, 86

Du bist zwar unterhalb der Höchstgeschwindigkeit gefahren, aber nicht mit der Straße angepasster Geschwindigkeit. ("Man sollte nicht schneller fahren, als der Schutzengel fliegen kann")

Kommentar von XZarakiXxx ,

Meine Geschwindigkeit war angepasst. Dort ist 100 erlaubt und ich bin 80 Gefahren, sodass ich genau sehen kann, ob Kies in der Kurve liegt, der da öfters liegt. Und nie ist was Passiert. Aber das dort festgefahrene Pferdehaufen liegen, wo dort eigentlich niemals ein Pferd lang darf...damit KANN man gar nicht rechnen. 

Soweit ich Informiert bin lernt man in der Fahrschule damit zu rechnen, das überall Dreck liegen kann, ich weiß aber auch, das die Stadt verpflichtet ist, Straßen so sauber zu halten, dass ein solcher wirklich unnötiger Unfall, nicht zustande kommt.

Kommentar von Novos ,

wenn Du 100 km/h fahren darfst, bist Du wahrscheinlich keine städtische Straße, sonder einer Kreis- Landes- oder Bundesstraße gefahren, also ist die Stadt wohl unschuldig.

Kommentar von XZarakiXxx ,

Also hat keiner die Pflicht die Straße sauber zu halten, oder die Büsche an den Seiten weg zu schneiden etc.? 

Kommentar von Novos ,

Je nach Straße die entsprechnde Straßenbehörde.

Kommentar von Antitroll1234 ,

Doch, aber diese Pflicht ersetzt nicht deine Pflicht angepasst zu fahren, vor allen Sichtfahrgebot wird sehr oft nicht eingehalten.

Zudem die Reinigung einer Straße in der Verhältnismäßigkeit gesehen werden muss, niemand kann eine Straße sofort nach der Verschmutzung reinigen, dort reicht es von der zuständigen Gemeinde / Behörde völlig aus eine regelmäßige Kontrolle der Straße und entsprechende Reinigung bei Bedarf.

Hingegen musst Du als verantwortlicher Fahrer deine Geschwindigkeit der Sicht und den Straßenverhältnissen anpassen.

Antwort
von KaterKarlo2016, 84

Um eine seriöse Auskunft geben zu können, müsste man den ganzen Sachverhalt inc. Akteneinsicht und die Höhe der Strafe kennen.

KaterKarlo2016

Kommentar von TheGrow ,

Naja, die Höhe der Strafe kennt man bei dem Tatvorwurf. Der bundeseinheitliche Tatbestandskatalog sieht für den vorgeworfenen Tatbestand folgenden Bußgeldbescheid vor:

****************************************************************************

Tatbestandsnummer: 102667

Tatvorwurf: Sie gerieten auf die linke Fahrbahnseite und stießen mit dem entgegenkommenden Fahrzeug zusammen. Es kam zum Unfall.

Ordnungswidrigkeit gem.: § 2 Abs. 2, § 1 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 4.1 BKat; § 3 Abs. 3 BKatV; § 19 OWiG

Bußgeld: 100,00 Euro plus 28,50 Euro an Verwaltungsgebühren

Punkte: 1

Fahrverbot: Nein

A-Verstoß

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Kommentar von KaterKarlo2016 ,

Sie haben Recht. Wurde in der Mobilen Abspielung nicht angezeigt die komplette Frage

Kommentar von XZarakiXxx ,

Alles klar... um Erlig zu sein ist 128,50€ exakt die Summe die zu zahlen ist, Ihnen kann man nichts vor machen =)

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