Trennung nach 30 Jahren Ehe?

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16 Antworten

Hallo Annyka67...,
au, was für eine harte Situation - 30 Jahre! Sei dir meines Mitgefühles sicher!

Statt gleich zum Anwalt, also zur strittigen Durchsetzung, zu laufen, empfiehlt es sich zu allererst, einen Mediator aufzusuchen und sich von ihm gemeinsam(!) zu einer fairen, nervenschonenden und außerdem äußerst kostensparenden Trennungslösung mit allen nötigen Details verhelfen zu lassen.
In der Mediation werden beide Partner gleich und übereinstimmend ausführlich auch über alle nötigen und ggf unsicheren Details aufgeklärt und im Einvernehmen(!) zur Lösung begleitet. Das formuliere ich so umständlich, weil solche Trennungsdetails dann eben NICHT von außen oder 'kämpfenden' Rechtsanwälten in teuren Gerichtsterminen entschieden werden! Der Unterschied spart wirklich grandios die Nerven!

Einen Anwalt (einer solte reichen) braucht man zur formellen Scheidung, das kann durchaus mit einem Termin und sehr schneller Einigung erledigt sein.
Und, Annyka, vor allem immer nur in deinem Interesse...!

Was Laien kaum verstehen, auch haarige Güterrechtstrennungen können durchaus friedlich und für alle befriedigend - ohne "flaue Kompromisse" - gelöst werden. Oft sogar mit überraschenden Ersparnissen oder formellen Vorschlägen, an die man vielleicht alleine gar nicht gedacht hätte.

Der Rechtsanwalt will siegen oder "Ruhe am Hof! Trefft euch in der Mitte!"
Der Mediator führt auf den Weg zur echten Einigung = In der Mediation gibt es keine Verlierer. Er ist nicht etwa "un-"parteiisch (wie vielleicht Schiedsleute oder Schlichter), sondern ausdrücklich "all-"parteilich, er vertritt euer beider Meinung zu einem gemeinsamen "win-win"-Ergebnis.

Anstatt dir/euch hier jetzt Allerweltsschlauheiten über Mediationen zu kopieren (die Wikiangaben sind nicht so pralle) empfehle ich euch dringend ein erstes (in der Regel kostenfreies) Info-Gespräch beim Mediator, am besten gemeinsam. Alles Weitere und vor allem für euch Zutreffende, ergibt sich dann. Dieser Weg erspart Überraschungen, weil ALLES der Trennung offen, gemeinsam und einvernehmlich sehr unkompliziert aber eben genau durchdacht abgehandelt wird.
Und erst im gemeinsamen, fachlich geführten, Gespräch würde ich mir meine Trennung in seinen Details vorschlagen lassen, nicht in einem Internet-Forum ;- )

Wer sich streiten will, braucht natürlich gleich nen Anwalt! ;- )


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Kommentar von Annyka67
21.09.2016, 12:28

Lieber Naiver:-) vielen Lieben Dank für Deine so nette Antwort:-) wir haben uns ganz friedlich geeinigt und sind beide auf dem Weg zur Trennung ohne Schlamm und Dreck uns gegenseitig zu bewerfen:-) einen Anwalt brauchen wir erstmal ganz bestimmt nicht;-)

Liebe Grüße Annyka:-)

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Auch wenn es Dich etwas kosten sollte, solltest Du diese Fragen tatsächlich einem Anwalt stellen, der Dir vernünftig Auskunft geben kann und Dich über nächste Schritte informieren kann. Vielleicht kannst Du erst einmal um ein Beratungsgespräch bitten und erfragen, was Dich dies kosten würde.

Du wirst Dich besser und sicherer fühlen, wenn Du eine Fachperson an Deiner Seite hast, die Dir raten kann.

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bei einer Scheidung, wirst du noch rentenansprüche haben, die dein mann (wenn er mehr verdient hat wie du) an dich zahlen muss, wenn er in rente geht (wird automatisch von der rentenkasse gemacht.

wenn du mit deinem Geld nicht auskommst, ist dein mann zum unterhalt verpflichtet.

wann du die Steuerklasse ändern kannst, kann ich dir leider nicht sagen, aber warum willst du die ändern? wenn du geschieden bist, wirst du die Steuerklasse eins bekommen. jetzt hast du bestimmt 5 und dein mann hat 3 oder? 

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Kommentar von grubenschmalz
12.09.2016, 08:31

So einfach ist es nicht mit dem Unterhalt des Mannes. Sofern die Kinder groß sind ist es relativ schnell nach der Scheidung aus mit Unterhalt.

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Du solltest dich auf jeden Fall anwaltlich beraten lassen, denn einen Anwalt (meine Meinung ist sogar bei Scheidungen: besser eine Anwältin, denn eine Frau denkt nun mal wie eine Frau!) brauchst du für die Scheidung sowieso.

Dir steht im Trennungsjahr Trennungsunterhalt von deinem Noch-Ehemann zu. Der ist 3/7 eurer Einkommensdifferenz.

Die Kinder bekommen, sofern sie minderjährig sind, in jedem Falle Kindesunterhalt (der geht auch vor dem Trennungsunterhalt). Nach dem 18. Geburtstag steht ihnen nur noch Unterhalt zu, wenn sie in Ausbildung, Schule, Studium sind.

Im Trennungsjahr könnt ihr auch noch steuerlich gemeinsam veranlagen lassen, im Jahr drauf (unabhängig von einer bis dahin abgeschlossenen Scheidung!) gilt Steuerklasse I/I bzw. I/II.

Rentenansprüche werden für die Dauer der ehe ausgeglichen, d.h. du bekommst Rentenpunkte von deinem Mann auf dein Rentenkonto gut geschrieben.

Zur gemeinsamen Wohnung kann man hier nichts sagen, denn das ist abhängig ob Miete oder Eigentum. Beim Eigentum wirst du ihn, wenn du mit dem Kindern (leben diese überhaupt noch zuhause) dort wohnen bleiben möchtest, im den finanziellen Nachteil ausgleichen müssen.

Bei einer Mietwohnung kommt es in erster Linie nur darauf an, wer im Mietvertrag steht.

Ist er ausgezogen, darf er die Wohnung ohne dein Einverständnis nicht mehr betreten.

Nach der Scheidung gibt es in der Regel keinen nachehelichen Unterhalt mehr, außer du kannst nachweisen, dass du gesundheitlich so eingeschränkt bist, dass dir keine volle Stelle zuzumuten ist.

Du must also für deinen eigenen Unterhalt voll arbeiten gehen, ob du was findest oder nicht. Notfalls darfst d u mit ALG2 aufstocken!

Eine Halbtagsstelle steht dir nur mit Kindern unter 3 Jahren zu, dann bekämst du auch noch Betreuungsunterhalt für dich. Gehe aber mal davon aus, eure Kinder sind groß.

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Darf ich fragen wie alt ihr seid? Hat einer von beiden oder beide ein Midlife-Problem? Wollt ihr jetzt nochmal einen neuen Partner suchen oder habt ihr schon einen? Auch das wird schnell altes Geld! Wir sind seid 38 Jahren verheiratet und alle Probleme, Sorgen,Ängste und schwere Krankheiten haben und nur noch mehr zusammen geschweißt. Einer kann ohne den anderen nicht leben, wir können uns immer noch super unterhalten (was sehr wichtig ist) und freuen uns gerade auf unser ersten Enkelkind. Wir hoffen das das Schicksal es noch lange gut mit uns meint !

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Hallo,

zu Frage 1: Wechsel der Lohnsteuerklassen

im Regelfall ist die Lohnsteuerklasse zum 01.01. des Folgejahres nach der Trennung zu wechseln. Wer sich also in 2016 trennt, ist verpflichtet zum 01.01.17 die Lohnsteuerklasse wechseln, um möglicherweise Steuernachzahlungen zu vermeiden. Der Wechsel der Steuerklasse erfolgt beim zuständigen Finanzamt. [+++ durch Support editiert +++]

zu Frage 2: was steht mir zu?

es wird ein Zugewinnausgleich erfolgen. In der Zugewinngemeinschaft erwirbt der andere Ehegatte kein Miteigentum an den Dingen, die der Ehegatte mit in die Ehe einbringt. Es erfolgt aber ein Zugewinnausgleich. Das bedeutet, dass der Ehegatte, der während der Ehe mehr Vermögen erlangt hat als der andere, 50 Prozent von dieser Differenz an diesen als Zugewinn zahlen muss. Dazu wird das Anfangs- und das Endvermögen bestimmt. Das Anfangsvermögen ist das Vermögen, das jeder Ehegatte bei Eheschließung hat. Das Endvermögen ist das Vermögen, das jeder Ehegatte bei Zustellung des Scheidungsantrags hat. 

Zum anderen wird von Amts Wegen der Versorgungsausgleich durchgeführt. Hierzu werden die jeweiligen Rentenansprüche und  Rentenanwartschaften beider Ehegatten bei den Rententrägern erfragt und nach Auskunft berechnet und ausgeglichen. 


zu Frage 3: nachehelicher Unterhalt? 

nach Beendigung der Ehe gilt der Grundsatz der Eigenverantwortung. Die Bindung ist tatsächlich beendet. Jeder Ehegatte muss allein für seinen Unterhalt sorgen. Um Ungerechtigkeiten zu vermeiden, gibt es das Unterhaltsrecht. Ist ein Ehegatte nach der Scheidung zum (vollständigen) eigenen Unterhalt nicht im Stande, oder hat er durch ehelich veranlasste Gründe Nachteile bei der Einkommenserzielung oder des Vermögens erlitten, wird dieser gegebenfalls unterhaltsberechtigt. Gleiches gilt, wenn er lange verheiratet war. 

Ich hoffe, ich konnte dir einen kleinen Überblick verschaffen. Viele Grüße






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Je nun, für die 30 Jahre erhälst Du einen Versorgungsausgleich, sprich anteilige Rentenanwartschaften.
Deine spätere Rente erhöht sich, die Deines Mannes reduziert sich entsprechend.

Die Wohnung, vermutlich eine Mietwohnung, die Einrichtung wird nach Gefrierbeutelprinzip geteilt.
Der Mann sucht sich den Fernseher aus, Du die Waschmine, usw. quer durch die gesamte Wohnungseinrichtung.
Schulden oder Guthaben werden 50:50 geteilt, für den Teil der ab der Eheschließung hinzugekommen ist (Zugewinnausgleich).

Könnt ihr auch vorher gemiensam regeln, bei einem Notar, mit einer Ehescheidungsfolgevereinbarung.

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das tut mir erstmal leid für Euch beide. Aber warum geht ihr nicht zu einem Fachanwalt? Das müsst Ihr sowieso!  Lohnsteuerkarte? Gibt es die überhaupt noch?

Wie lange wart ihr verheiratet, wie alt sind die Kinder....Das alles beantwortet der Anwalt! Bis zum 12. Lebensjahr der Kinder kannst Du, glaube ich zu Hause bleiben und bekommst Unterhalt, Deine Kinder sowieso. Ab dem 12 Lebensjahr kann man Dir zumuten halbtags arbeiten zu gehen. Aber wie gesagt, das beantwortet Dir Dein Anwalt! Viel Kraft für Euch!

Sorry, wenn ihr 30 Jahre verheiratet seit, dann dürften die Kinder schon groß sein! Dann musst Du arbeiten gehen! Aber bitte den Anwalt fragen!


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Kommentar von Annyka67
12.09.2016, 08:02

Hallo Heidemarie:-) wir werden selbstverständlich zu einem Anwalt gehen, aber ich möchte mich auch erstmal hier informieren was man alles so machen kann... vielen Dank :-) LG Anna

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Da Zugewinngemeinschaft, wird alles geteilt was INNERHALB der Ehe angeschafft wurde. Genügt dein Geld nicht, ist dein Noch-Ehemann unterhaltspflichtig.Lohnsteuerklassenwechsel kann man gleich beantragen......insofern es vorteilhaft für dich wäre....

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30 Jahre verheiratet. Was erwartet ihr von einer Trennung? Neue Liebe? Neues Glück? Alles nochmal neu und besser? 

Ein Familienspruch in unserer Sippe, die alle lang lang verheiratet sind:

"Was dich hier stört findest du woanders meist doppelt."

Wenn ihr`s besser wisst, dann mal drauf los.

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Das sehe ich genauso: Frag das Deinen Anwalt. Meist spielen so viele Kleinigkeiten eine Rolle. Einen Anwalt brauchst Du für die Scheidung so oder so.. und hier auf dieser Plattform tummelt sich sehr viel gefährliches Halbwissen, was Dich in Deinem Fall nicht weiterbringen wird :D

Insgesamt brauchst Du aber nicht so viel Angst haben, Du bekommst durchaus noch etwas Unterhalt, Zugewinnausgleich, Versorgungsausgleich.. aber genauer wird Dir das erst Dein Anwalt beantworten können.

Die Lohnsteuerklasse musst Du selbst (meines Wissens nach) sowieso nicht mehr angeben..

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Also, wenn Du in Halbzeit arbeitest, dann habt Ihr wahrscheinlich die Lohnsteuerklassen 5 und 3. Du also die 5 und Dein Mann die 3, wie gesagt: "Wahrscheinlich."

Wie dem auch sei, ab dem darauffolgenden Jahr, nachdem Ihr getrennt seit, also nicht geschieden, sondern von Tisch und Bett, habt ihr dann jeweils die 4 oder die 1, sie haben die gleiche Bemessungsgrundlage, sie unterscheiden sich lediglich darin, dass Verheiratete die 4 und Alleinstehende die 1 haben.

Wenn jemand von Euch alleinerziehend ist, gibt es die Steuerklasse 2.

Was Unterhalt und Teilung von Hab und Gut angeht, da solltest Du wirklich einen Anwalt fragen. Den werdet Ihr für die Scheidung ohnehin brauchen.

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Lohnsteuer wird AUTOMATISCH mit der Scheidung geändert.

Dass Ihr beiden offensichtlich nicht der gleichen Meinung seit, entnehme ich Deinen Worten. In dieser Hinsicht gibt es sehr selten, dass beide der gleichen Meinung sind. Liegt in der Natur der Dinge.

Wohnung (Miete ? Eigentum?

Falls es Eigentum sein sollte, wird dies bei der Scheidung konkret geklärt

Falls es eine Mietwohnung ist, willst Du darin weiter leben? Dann musst Du die Miete dafür zahlen.

Du wirst mit Sicherheit auch von Deinem Mann Unterhalt bekommen, ausserdem für jedes Kind fällt separat Unterhalt an.

Das Finanzielle ist hart und selten geht es ohne schmutzige Wäsche ab.

Ich habe ein Jahr - in Ruhe und gemeinsam von beiden Seiten geplant -  trotzdem wurde daraus eine Schlammschlacht.

Hoffe dies nicht für Dich.

Alles gute

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Kommentar von Petz1900
12.09.2016, 08:20

Lohnsteuer wird nicht automatisch mit der Scheidung geändert. Die Lonsteuerklasse wird ab dem nächsten 1.1. nach der Erklärung des dauernden Getrenntlebens geändert.

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Wenn ihr eine Scheidung in Betracht zieht muss sich einer von euch einen Rechtsanwalt nehmen.Es erscheint mir nach deinen Einkünften,dass beste zu sein wenn du dir einen nimmst, da du aller Wahrscheinlichkeit eine Kostenbefreiung in Anspruch nehmen kannst. 
Alle diese Fragen klärst du dann mit deinem Anwalt.Der sagt dir auch was dir an Kindergeld und Unterhalt zusteht.

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Das ist zwar keine Antwort auf deine Frage, ich fand es dennoch gut - vielleicht schaust Du es Dir dennoch mal an?

 

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All diese Fragen solltest du einem Anwalt stellen.

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Kommentar von Charlybrown2802
12.09.2016, 07:58

sie hat doch nach Erfahrungen gefragt, ich denke sie weiß selbst, das diese fragen auch ein Anwalt beantworten kann

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