Tesch Inkasso Forderungsmanagement GmbH wegen Vorsätzlichen Betrugsversuchs dran bekommen?

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4 Antworten

was muss ich beachten damit ich gute Chancen habe die Tesch Inkasso
Forderungsmanagement GmbH wegen Betrugsversuchs dran zu bekommen?

Staatsanwalt werden. Die Verfolgung von Straftaten obliegt der Staatsanwaltschaft und der Polizei.

Ferner können juristische Personen keine Straftaten begehen. Du musst also eine natürliche Person (Stellvertretend also den Geschäftsführer) anzeigen.

In der Auflistung von Tesch Inkasso sind ledeglich Datum, ein Schlagwort (Transfernr., etc) und Kosten aufgeführt.

Das könnte schon für erfolgreiches Beschwerdeverfahren reichen, wenn das Inkassobüro seinen Pflichten nach § 11a RDG nicht nachkommt.

Bei Banküblicher Buchungszeit von 2-3 Tagen

Bankübliche Buchungszeit beträgt 1 Arbeitstag, das ist gesetzlich vorgeschrieben (§ 675s BGB)!

Um ein Vergleich oder eine Orientierung von Fristen zu haben sollte man
wissen das das Amtsgericht einem exakt 2 Wochen Stellnungsnahmefrist ab
Erhalt der Amtspost zugesteht.

Diese Frist ist auch bindend (§§ 688 ff ZPO). Was Inkassobüros wollen ist erstmal nur Schall und Rauch.

Die Firma Tesch Inkasso versucht meiner Meinung nach durch
unverhältnismäßige Drohgebärden mit "erheblichen Mehrkosten und
Unannehmlichkeiten" sowie "Maßnahmen ohne weitere vorherige Mahnungen"
den Druck auf die vorgeschlagene Frist einzugehen zu erhöhen.

Drum sagte ich ja, ein Beschwerdeverfahren könnte erfolgreich sein, mit dem Ergebnis, dass Tesch die Inkassolizenz entzogen wird.

Da von Anfang an klar ist das die Forderung sowohl vollständig wie auch
in Teilen rechtlich nicht zulässig ist gehe ich von einem vorsätzlichen
Betrugsversuch aus.

Und hier wird es schwierig. Ein Staatsanwalt würde nur dann Anklage erheben, wenn

  • er Kenntnis von dem Sachverhalt erlangt
  • eine Person beschuldigt werden kann
  • seine Ermittlungen ihn zu dem Schluss kommen lassen, dass hier wirklich vorsätzlich versucht wird, sich durch Täuschung oder falsche Angaben einen Vermögensvorteil zu verschaffen.

Letzteres ist schwerlich beweisbar, bzw. eine Person ist schwer ermittelbar. Der Sachbearbeiter? Vielleicht Beihilfe. Der Geschäftsführer? Möglich, aber schwer beweisbar, dass dieser das initiiert hat.

Was würdet ihr unternehmen?

Beschwerde ans aufsichtsführende OLG mit Bitte um Lizenzentzug und eine negative Feststellungsklage (ACHTUNG: Kosten!) beim zuständigen Amtsgericht (dein Wohnort).

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Ein Betrug, oder auch nur der Versuch, ist aus der Fragestellung leider nicht erkennbar.

Bisher hat die Fa. Tesch nur versucht einen Betrag einzutreiben der ihr von dem Reiseanbieter als offene Forderung mitgeteilt wurde, mehr nicht.

Die Sache mit dem Abschicken der Briefe und dem damit möglichen "Druckaufbau" ist in der Inkassobranche allgemein üblich. Da gibt es noch reichlich mehr Sachen die da so laufen wo Drohkulissen aufgebaut werden die dem Normalbürger das Gruseln lehren. Verboten ist das in den meisten Fällen leider nicht, allenfalls ein Grauzone.

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Ich würde bei der Polizei Strafanzeige wegen Betruges erstatten.

Eine eigene Klage lohnt nicht, da du erstmal Anwalts- und Gerichtkosten  zahlen musst und das Prozessrisiko trägst ohne Aussicht auf einen Vorteil für dich. Da dir kein realer Schaden entstanden ist, kannst du ja auch keinen Schadenersatz verlangen.

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Na dann wird es Zeit einen Rechtsanwalt einzuschalten. Die sind sehr rar hier bei gf.

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Kommentar von Georg63
31.01.2016, 12:58

und wer zahlt den?

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