Frage von rtzz512, 157

Teile der Bachelorarbeit in Masterarbeit wiederverwenden?

Ist es erlaubt in einer Masterarbeit Teile aus der Bachelorarbeit zu übernehmen? In meinem Fall geht es um sehr allgemeine Beschreibungen eines Open-Source Projekts welche ich sonst "neu erfinden" müsste.

Die Arbeit wurde nicht offiziell publiziert, man kann sie aber per Suche im Internet finden.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Theo1911, 105

Das ist wohl eine Grauzone. Einerseits ist die Arbeit nicht publiziert worden, andererseits ist es - bei orthodoxer Auslegung - ein Selbstplagiat. Das ist ja auch der Grund, warum Wissenschaftler oftmals ihre eigenen Arbeiten zitieren. Im Zweifelsfall musst Du Dich halt selbst zitieren, was ja kein Beinbruch wäre. Sprich auf jeden Fall mit Deinem Betreuer! Es wird sich ganz bestimmt eine Lösung finden. Einstweilen viel Erfolg.

Kommentar von rtzz512 ,

Habe im Endeffekt dann die relevanten Stellen zitiert, bzw. komplett neu geschrieben.

Antwort
von Steffile, 131

Normalerweise geht das, und auch de Masterarbeit in ein Doktorat weiterentwickeln. Aber ich kenne aber deine Fakultaet nicht - frag am besten deinen Dozenten.

Kommentar von Lisilein555 ,

Bei der Doktorarbeit ist das Recyceln von Texten oft erlaubt, weil die Eigenleistung bei der Doktorarbeit in der wissenschaftlichen Forschung und eigenen neuen Erkenntnissen liegt. Bei Master- oder Bachelorarbeiten ist es wirklich sehr sehr selten erlaubt Texte wiederzuverwerten. Dort liegt die Eigenleistung im "Sammeln" und Strukturieren von bereits veröffentlichten Erkenntnissen, evtl. unterstützt durch eigene Umfragen, Versuchen, etc. Eigene wissenschaftliche Erkenntnisse werden nicht verlangt. Deshalb ist eine Übernahme von Texten aus eigenen Arbeiten eine doppelte Belohnung bereits bewerteter Leistungen. Und diese doppelte Belohnung erlauben die meisten Unis nicht.

Antwort
von Lisilein555, 104

Die meisten Universitäten haben etwas dagegen, dass man selbst geschriebene Texte noch einmal "wiederverwertet". Schließlich soll man nicht für eine Leistung doppelt belohnt werden. Daher wäre ich an deiner Stelle sehr vorsichtig, wenn du nicht gerade die ausdrückliche Erlaubnis deines Betreuers hast, Teile aus deiner Bachelorarbeit zu verwerten.

Was ich dir empfehlen würde wenn du nicht auf dein Geschriebenes verzichten willst: Formuliere die Textstellen bis zur Unkenntlichkeit um! Ein reines Umstellen der Wörter reicht nicht aus, auch nicht das Einfügen irgendwelcher Silben. Moderne Plagiatssoftware erkennt nämlich nicht nur eins-zu-eins Übernahmen, sondern auch abgewandelte und sinnähnliche Textstellen. Und wenn du auf Nummer sicher gehen willst, dann lass nach dem Umschreiben eine Plagiatsprüfung durch einen externen Anbieter durchführen. Schau aber wirklich, dass es ein hochwertiger Anbieter ist mit Uni-Software (auf http://ghostwriter.de/leistungen/plagiatspruefung findest du z.B. so einen Anbieter, Gwriters ist auch gut), kein kostenloses Ramsch-Programm, was einfach nur eins-zu-eins kopierte Stellen erkennt.

Antwort
von Jerne79, 80

Die Frage ist, wie umfangreich du dich auf die bereits verfasste Arbeit stützt. Wenn offensichtlich ist, dass du dir damit das Leben leichter machen willst, wirst du dir damit keine Freunde machen.

Wenn die bereits getane Arbeit lediglich ein Punkt unter vielen ist oder der Ausgangspunkt für die Masterarbeit ist, die darauf aufbaut, sieht die Sache anders aus.

In jedem Fall solltest du mit deinem betreuenden Dozenten reden und auch eigene Arbeiten korrekt zitieren.

Antwort
von hellrot5, 106

An meiner Uni ist folgender Satz in der Erklärung enthalten, die man ja mit seiner Arbeit abgeben muss:

"Hiermit versichere ich, [...] dass die eingereichte Arbeit weder vollständig noch in wesentlichen Teilen Gegenstand eines anderen Prüfungsverfahren gewesen ist"

Das würde also eher für nein sprechen, aber in deinem speziellen Fall, solltest du einfach direkt nachfragen.

Expertenantwort
von Kristall08, Community-Experte für Studium, 73

Früher ging das nicht. Ganz im Gegenteil, es war sogar extrem verpönt.

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