strom-heizstrahler anstatt fernwärme?

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8 Antworten

Wenn man nur kurzfristig Wärme braucht, z.B. zum Duschen im Bad oder als Ergänzzung in der Übergangszeit, wenn sich die reguläre Heizung noch nicht lohnt, können Strahler durchaus sinnvoll sein.

Als Hauptheizung ist es das teuerste, was man wählen kann. Außerdem hat man ständig kalte Füße, weil nur das warm wird, was direkt bestrahlt wird. Alles, was "im Schatten" liegt, bleibt kalt.  Auch die Lufttemperatur steigt nicht wesentlich und die ganzen Möbel fühlen sich auch kalt an. Das erzeugt kein angenehmes Raumklima.

Den Versprechungen der Hersteler darst du da nicht glauben, die wollen das Zeugs nur verkaufen.

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Schwierig, denn hierzu müsste man den tatsächlich benötigten Heizenergiebedarf kennen (kWh).

Einfach mal Arbeitspreis (€/kWh) + Fixkosten/a für Fernwärme und Strom vergleichen.
Die Heizflächen für die Nutzung von Fernwärme sind bereits investiv erledigt, während Heizstrahler von Dir selbst bezahlt werden müssen.

Zudem ist die Belastbarkeit E-Anlage nicht zu unterschätzen. Höhere Leistungen auf 230V Basis könnten problematisch werden und u.U. eine Veränderung bzw. Anpassung dieser erfordern. Auch das geht zu Deinen Lasten/Kosten!

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ich weiß dass bei euch der strom verdammt billig ist....

rechnen wir mal nach 65€ x 12 Monate macht 780 € im Jahr an Heizkosten....

wenn man den betrag durch die rund 7,5 Cent teilt. die bei euch eine kWh strom kostet, kommen wir auf 10.400 kWh mit dieser energiemenge lässt sich ein kleines arpatement, sofern halbwegs gut isoliert, mühlelos beheizen...

meine empfehlung. schaff dir ein sogenanntes Invertersplitgerät an. das ist eine luft luft wärmepumpe, die nicht nur im Winter heizen, sondern auch im Sommer lühlen kann...

lg, Anna

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Kommentar von BigLittle
13.02.2016, 11:52

Luft-Wärmepumpen hören sich ja sehr gut und klever an, kommen aber schnell an ihre Leistungsfähigkeit, da ihr Energielieferant, die Luft, dann kaum noch Energie liefern kann, wenn Du die meiste Energie benötigst. Nämlich wenn es draußen kalt ist, benötigst Du im Innern des Gebäudes die meiste Energie um es gemütlich warm zu machen. Aber woher nimmt man die Energie, wenn sie der eigentliche Lieferant nicht liefern kann? Aus einer Beiheizung, die nichts weiter als eine Elektroheizpatrone ist. Somit wird die Luft-Wärmepumpe zu einer teuren Elektroheizung. Auch die Kühlung bei der hier empfohlenen Heizung kostet Unmengen an Strom und der kostet relativ viel Geld. Auch wenn er bei Dir besonders billig sein sollte. Wo auch immer das ist, die Fernwärme wird preiswerter sein, der Komfort ist höher und es ist Alles in Allem ökologisch und ökonomisch günstiger als eine Elektroheizung. Die Elektroheizstrahler sind nur für kurze Zeit als zusätzliche Heizquelle geeignet Dich zu erwärmen. Infrarotstrahlen erwärmen die Luft nicht wesentlich. Die Hauptwärme entsteht in den Körpern, auf die die Infrarotstrahlung auftrifft. Das bedeutet, daß nur die Bereiche erwärmt werden, die direkt bestrahlt werden. Der Rest bleibt kalt und wenn Du alle Körperseiten erwärmt haben möchtest, dann mußt Du Dich wie ein Grillhähnchen im Grill drehen, damit alle Seiten gleichmäßig erwärmt werden können. Oder Du montierst rundherum Infrarotheizstrahler. Dabei ist allerdings auch der Brandschutz nicht zu unterschätzen, denn sämtliche Körper werden erwärmt und das kann bei längerer Einwirkung zu einer brandgefährlichen Erwärmung führen. Das passiert Dir bei einer Fernwärmeheizung niemals.

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Zunächst wird Dich der Vermieter wohl kaum von der Umlage zur Fernwärmeheizung befreien durch persönliche "Abmeldung". Damit geriet das ganze Heizungs-Abrechnungssystem aus dem Rahmen. Bei den gebräuchlichen Systemen werden ohnehin 50% der Heizkosten über die genutzte Wohnfläche abgerechnet ("Heizkostenverteilung" über Verdunstungsmessung).

Zweitens ist die Elektroheizung ein ganz besonders teurer Luxus. Da kannst Du für die Verbrauchskosten etwa die vierfachen Kosten rechnen im Vergleich zu Verbrennerheizungen.

Drittens verlangen v.a. gerissene esoterische Geschäftsleute für Heizstrahler den bis zu 100-fachen Anschaffungspreis im Vergleich zu kleinen Heizlüftern gleicher Leistung (für 2 kW Heizleistung etwa 10,- Euro). Der Energieversorger rechnet für jede kWh Wärme immer genau eine kWh mal Preis/kWh ab. Bei den Verbrauchskosten spielt die Art des elektrischen Heizgerätes nie eine Rolle!

Wenn Du also die gigantische Geldverschwendung ganz ohne Kopfrechnen unbedingt praktisch erfahren willst, dann kannst Du ja einmal probeweise wenigstens mit einem billigen Heizlüfter anfangen.

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Kommentar von dompfeifer
13.02.2016, 15:17

Ergänzung: Ich schrieb oben: "Bei den Verbrauchskosten spielt die Art des elektrischen Heizgerätes nie eine Rolle!". Das gilt natürlich für die übliche Beheizung der Wohnraumluft.

Geld Sparen kann man natürlich auch mit elektrischen (oder sonstigen) Heizstrahlern, wenn man die Wohnraumtemperatur ungemütlich niedrig hält. Dann kann man sich im Strahlungskegel des Heizstrahlers nach dem Drehspießprinzip körperlich aufwärmen. Das macht z.B. Sinn in Biergärten, in Gästetoiletten oder in Räumen, in denen sich Menschen nur kurzzeitig aufhalten, aber keinesfalls in normalen Wohnräumen.

Wie hier auch Hamburger02 sinngemäß vermerkt, werben (auch hier auf GF!) mit "Infrarotstrahlern" ständig betrügerische Hersteller und Vertreiber mit hanebüchenen esoterischen "Argumenten" (etwa: "stromsparende, raumfüllende, wärmedämmende Strahlungswärme"), geradeso, als wären bei der Raumluftbeheizung "stromsparende Heizgeräte" nicht so blödsinnig wie in der Küche "Fleisch sparende Fleischwölfe". 

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Lass es! Das Heizen mit Strom ist die teuerste Möglichkeit, zu heizen. Auch wenn Hersteller von allerlei Elektroheizern und Infrarotstrahlern nicht müde werden, das Gegenteil zu behaupten. Schau mal auf Deine Heizkostenabrechnung nach dem Preis per KWh bei der Fernwärme und vergleiche ihn mit dem KWh-Preis Deines Stromanbieters. Und um die Bude mit Strom zu beheizen benötigst Du die selbe Menge an "KWh`s", auch bei Strom!

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Kommentar von dompfeifer
13.02.2016, 22:23

Genau auf diesen tariflichen Vergleich kommt es alleine an! Dazu reichen wirklich allerhöchstens 3-4 Jahre Grundschule, notfalls auch Sonderschule. Aber heute ist es hierzulande modern, unter Vernachlässigung jeglichen Tarifvergleiches Vermögen zu investieren für esoterische, geheimnisvolle, kostenlose "Wärmevermehrungssysteme" und für derartige verrückte Vorhaben auch noch auf GF nach "Erfahrungen" zu fragen zu ganz offensichtlichen Geldverschwendungen. Das ist ungefähr so, als würde ich beim Devisenwechseln nach den "Erfahrungen" (!) mit dem äußeren Farbanstrich der beanspruchten Banken fragen. Siehe dazu meinen Beitrag oben.

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Zuerst mal ist elektrisch Heizen die so ziemlich teuerste Variante. Das haben hier Andere schon zur genüge ausgeführt.

Nur 30 von 85 m² zu beheizen ist auch keine kluge Idee. Es funktioniert auch nicht wirklich. Wenn ein Raum z.B. 20°C hat und der Nebenraum nur 10°C wird ein großer Teil der Wärme durch die Wand in den kälteren Nachbarraum gehen. Der vermeintliche Spareffekt ist damit wieder dahin.

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tolle hilfreiche antworten, vielen dank!!

nur zur info:

a) ich bin in österreich, nicht in deutschland  :)

b) mein heizungsverbrauch liegt bei ca. 2700 kwh pro jahr
(aliquot hochgerechnet - wohne erst seit kurzem hier :)).

c) 5,749 Cent/kwH Kosten Fernwärme plus 30,5 Cent Grundgebühr pro qm.

d) 5,150 Cent/kwH Kosten Strom plus Grundgebühr Euro 1,80

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In deutschland dürfte das viel zu teuer sein da mit strom geheizt werden mus und einfach Fernwärme abmelden geht auch nicht da das gesamte haus belifert wird und nicht eine wohnung alleine alle anderen Möglichkeiten sind zu gefährlich sie in der wohnung zu nutzen und  Eventuel auch starfbar..

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