Frage von Nine809, 174

Sky gekündigt, jetzt Inkassoschreiben?

Hallo ihr Lieben,

ich bräuchte erneut eure Hilfe. Mein Freund hat sky gekündigt per Mail alles lief super doch dann kam die Überraschung ein Inkassoschreiben. Er soll den Resiever zurückschicken. Er hat gleich angerufen und gefragt warum das Inkasso eingeschaltet wurde und das wir keinen einzigen Brief bekommen haben und das Sie doch seine e Mail Adresse und Telefonnummer haben. Es kam raus das die den Brief einfach an die alte Adresse geschickt haben. So den Resiever haben wir heute zurück geschickt der Brief kam am Samstag an. Muss er denn das jetzt bezahlen?

Lg

Antwort
von Xipolis, 28

Nein, er muss die weiteren Kosten nicht zahlen.

1. Die Aufforderung den Receiver herauszugeben kam nicht an Eurem aktuellen Wohnsitz an.

2. Hätte nach Fristablauf zunächst Schadenersatz gefordert werden müssen.

3. Hätte nach Nr. 2 diese Forderung dann auch noch in Verzug gesetzt werden müssen.

Teilt dem Inkassounternehmen mit, dass der Receiver unter Sendungsnr. xy am Datum zurückgesendet worden ist und Ihr die Auffoderung zur Rücksendung nicht erhalten habt. Widersprecht der Forderung eindeutig und schreibt unmissverständlich, dass ihr nicht zahlen werdet, keine weiteren Schreiben mehr beantworten werden und einem etwaigen Mahnbescheid widersprechen werdet.

Antwort
von franneck1989, 78

Nein, bezahlen muss er nicht. Es lag ja überhaupt kein Verzug vor. Schriftlich die Forderung gegenüber dem Inkasso zurückweisen.

Antwort
von EXInkassoMA, 60

warte auf das kommende Schreiben und poste noch mal

Bei den Inkassokosten wird gerne getrickst bzw auf Unkenntnis spekuliert

Antwort
von kevin1905, 70

Er soll den Resiever zurückschicken.

Und was ist daran so überraschend?

Muss er denn das jetzt bezahlen?

Nö.

Antwort
von Gaskutscher, 76

Es kam raus das die den Brief einfach an die alte Adresse geschickt haben.

Na, dann habt IHR (bzw. dein Freund) »einfach vergessen die Adressänderung mitzuteilen«. Per Inkasso wurde nachgeforscht welche Anschrift aktuell ist.

Der Fehler liegt bei deinem Freund, nicht bei Sky. Er hat es versäumt die Adressdaten zu korrigieren.

Kommentar von asdundab ,

Oder Sky hatte die neue Adress falsch ider nich richtig in die Datenbank eingetragen, das wird aus der Frage nicht klar. Unter Umständen ist die Forderung Berechtigt, unter anderen Umsänden nicht.

Kommentar von franneck1989 ,

Trotzdem liegt mangels Mahnung kein Verzug vor - und daher gibt es auch keine Pflicht z.B. die Inkassogebühren zu zahlen

Kommentar von Gaskutscher ,

Mal das Beispiel kontrekter (so wie ich es verstanden habe):

franneck1989 zieht zu [USERNAME] und wohnt nun dort. Er hat sich ordnungsgemäß umgemeldet und auch seinen Internetanschluss und Co. gekündigt. Blöderweise hat er niemanden seine neue Anschrift mitgeteilt.

Nun will 1&1 die Fritz!Box wieder, Sky vermisst einen Receiver.  franneck1989 muss ausfindig gemacht werden da er nicht auf dem Postweg erreichbar ist. Also wird ein Inkassobüro eingeschaltet.

Das Inkassobüro nimmt sich der Nachforschung zwecks Adressermittlung an. Das kostet Geld.

Wer muss dafür bezahlen? Der Gläubiger (welcher vom Schuldner nicht informiert wurde) oder der Schuldner (in meinem Beispiel
franneck1989), welcher es sich sehr einfach gemacht hat?

Kommentar von Xipolis ,

Der Gläubiger, da in dem Fall erst Schadenersatz hätte gefordert werden müssen und anschließend Verzug hätte ausgelöst werden müssen.

Kommentar von asdundab ,

Naja, wenn Sky keine landungsfähige Anschrift hatte, dann wäre die Einschaltung des Inkassos gerchtfertigt und verhältnismäßig (das Inkasso muss natürlich auch verhältnismäßige Rechnungen stellen).

Kommentar von franneck1989 ,

Schöne Geschichte. Allerdings ist Verzug eben Voraussetzung für den Ersatz eines Verzugsschadens (z.B. die Adressermittlung). Und der liegt hier nicht vor.

Kommentar von asdundab ,

Ich finde die Beispiele schlecht gewählt, der Sky Vertrag wie ich die Frage lese, nicht im Zuge des Umzugs, sondern später gekündigt wurde. Jetz hat der TE möglicherweise (!) das melden der neuen Adresse an Sky vergessen. Hier wäre dann unter Umständen ein Inkasso, das verhältnismäßige Kosten berechnet, in Ordnung. Hat der TE aber die neue Adresse z.B. auf das Kündigungsschreiben geschrieben, dann wäre das Inkasso wieder ungerechtfertigt. Du sichst, es ist eine Gradwanderung.

Kommentar von asdundab ,

Woher weist du, dass kein Verzug vorliegt?

Kommentar von franneck1989 ,

Woher weist du, dass kein Verzug vorliegt?

Weil dafür eine Mahnung erforderlich ist. Das Thema mit Sky haben wir schon oft in diversen Foren durchgekaut: Die vertraglichen Regelungen reichen nicht aus, um eine Mahnung entbehrlich zu machen.

Man könnte natürlich über die Adressermittlungskosten diskutieren. Werden die denn überhaupt gefordert? Die Einschaltung des Inkassos war aber definitiv nicht zweckmäßig

Kommentar von mepeisen ,

dann wäre die Einschaltung des Inkassos gerchtfertigt

Quatsch. Sky kann problemlos selbst eine Meldeauskunft beim Meldeamt anfragen. Wozu braucht man da die Hilfe des Inkassobüros? Wieso dürfen Meldeauskünfte nur Inkassobüros abfragen?

Was deine andere Frage angeht: Wie Franneck schon schrieb: Es mag zwar in den AGB stehen, dass man verpflichtet ist, den Receiver zurückschicken. Aufgrund des Abo-Charakters ist der Termin aber nicht ausreichend bestimmbar, da das Vertragsende gar nicht feststeht. Damit braucht es eine Mahnung.

Aber die Mahnung kann ja nicht zeitgleich auf den geldbetrag lauten, denn da fehlen zwei zwischenschritte:

1. Mahnung der Rücksendung.

2. Verzicht auf Rücksendung und Mahnung des Geldbetrages.

Erst dann kommt

3. Mahnung des Geldbetrages.

Was Sky macht: Es spart sich einfach aus Faulheit/ Bequemlichkeit oder weil sie die Geräte sowieso als wertlos ansehen und nicht zurückwollen, die Schritte 1 bis 3. Sky geht sofort ohne Vorwarnung zu Schritt 4: Inkassomahnung des Geldbetrages.

Das ist juristischer Blödsinn, denn man hat vertraglich nie vereinbart, diesen geldbetrag zu schulden, man wurde nie beauftragt, den geldbetrag zu bezahlen und damit kann man auch nie in Verzug geraten.

Kommentar von asdundab ,

Natürlich ist das Vertragsende eindeutig feststellbar. Der Vertrag Ende zu dem Datum, zu dem er gekündigt wurde.

Des Weiteren bin ich der Meinung, dass es unerheblich ist, ob ein Inkasso oder Sky die Meldeadresse ermittelt. Es solltem dem Vertragsnehmer dafür von beiden ähnliche verhältnismäßige Kosten in Rechnung gestellt werden. Nur leider nehmen es mache Inkassos mit der Verhältnismäßigkeit nicht so genau, was natürlich beanstandet werden kann.

Kommentar von Xipolis ,

Natürlich ist das Vertragsende eindeutig feststellbar. Der Vertrag Ende zu dem Datum, zu dem er gekündigt wurde.

Nein, denn das Datum der Kündigung steht bei Vertragsabschluss nicht fest. Und eine solche Regelungen durch AGB benachteiligt einen Verbraucher unangemessen, womit diese Regelung unwirksam ist (§ 307 Abs. 1 u. 2 BGB)

Des Weiteren bin ich der Meinung, dass es unerheblich ist, ob ein Inkasso oder Sky die Meldeadresse ermittelt. Es solltem dem Vertragsnehmer dafür von beiden ähnliche verhältnismäßige Kosten in Rechnung gestellt werden. Nur leider nehmen es mache Inkassos mit der Verhältnismäßigkeit nicht so genau, was natürlich beanstandet werden kann.

Natürlich kann der Sky in so einem Fall die Adressermittlung auch jemand Drittes vornehmen lassen. Nur sind die Mehrkosten nicht als Schadenersatz geltend zu machen. Eine Auskunft aus dem Melderegister kostet im Mittel ca. 7.- € (abhängig von der Stadt/Gemeinde). Sollte also der Fragesteller den Receiver nicht zurückgeschickt haben und umgezogen sein ohne den Sky über die neue Adresse zu informieren, kann hier schon eine Pflicht bestehen, diese Kosten gegen Nachweis zu erstatten.

Kommentar von asdundab ,

Nein, denn das Datum der Kündigung steht bei Vertragsabschluss nicht fest.

Doch, das ist wie z.B. beim DSL Vertrag, es gibt eine MVLZ (in der Regel 24 Monate), zu deren Ende mit einer vertraglich festgelegten Frist gekündigt werden kann; geschieht keine Kündigung, verlängert sich der Vertrag stillschweigend (in der Regel um weitere 12 Monate).

Natürlich kann der Sky in so einem Fall die Adressermittlung auch jemand
Drittes vornehmen lassen. Nur sind die Mehrkosten nicht als
Schadenersatz geltend zu machen.

Ich gehe davon aus, dass Sky für eine eigene Adressermittlung in einem solchem Fall auch seine Auslagen in Rechnung stellen kann, wenn nachweislich keine Ummeldung erfolgte.

Des Weiteren gehe ich davon aus, dass die Ermittlung durch das Inkasso unwesentlich teuerer oder billiger ist.

In dem Punkt, dass Sky das Ganze nachweisen muss stimme ich dir voll und ganz zu.

Antwort
von rbeier, 89

Dem Inkassodienst schriftlich per Einschreiben mitteilen das der Vertrag ordnungsgem. gekündigt wurde.

Die Forderung in dem selben Schreiben aufgrund der Kündigung als unbegründet vollumfänglich zurückweisen.

Man sollte im übrigen nie mit einem Inkassounternehmen telefonisch in Kontakt treten. Das bringt in den meisten Fällen nichts und ist auch aus Nachweisgründen nicht sinnvoll.

Hier gilt, alles möglichst schriftlich zu erledigen.


Kommentar von asdundab ,

Hast du die Frage üverhaupt gelesen?

Kommentar von rbeier ,

Ja, die Frage habe ich gelesen.

Wenn nachweislich alles ordnungsgem. gekündigt wurde und kein verschulden vorlag was die alte Adresse betrifft, dann dürfte die Forderung nichtig zumindesten strittig sein.

Kommentar von balvenie ,

Die Forderung hat die Fragestellerin doch bereits in der Frage eindeutig als unstrittig bezeichnet! Es geht nun lediglich um die Gebühren, die das Inkassobüro verlangt.

Kommentar von rbeier ,

Das ergibt sich nicht aus der Frage, das es nur noch um die Inkassokosten geht.

Die Kosten würde ich keinesfalls bezahlen.

Inkassokosten sind nach den mir vorliegenden Urteilen, meistens aufgrund von Schadensminderungspflichten nicht zu zahlen und wurden in den mir vorliegenden Urteilen von diversen Gerichten immer als Kosten abgewiesen.

Kommentar von balvenie ,

Natürlich ergibt sich das daraus. Inkassobüro mahnt Receiverrückgabe an - Schuldner reagiert und gibt Receiver zurück. Damit ergeben sich eindeutig Anerkenntnis und darauffolgende Begleichung der Schuld. Ergo kann es nur noch um die Inkassogebühren gehen.

Kommentar von Xipolis ,

balvenie,

das ist falsch, denn zur Herausgabe des Receivers war der Fragesteller verpflichtet und mit Eingang der Inkasso-Mahnung auch im Verzug. 

Da aber für einen Schadenersatz der Verzug die Voraussetzung ist, können keine Kosten verlangt werden, da selbiger noch nicht eingetreten ist.

Kommentar von balvenie ,

@rbeier: Es geht hier in keinster Weise um die Kündigung, sondern um die Nichterfüllung einer vertraglichen Verpflichtung in Form der Rücksendung des Receivers. Die Frage ist hier lediglich, ob Sky korrekt gemahnt und im Rahmen der Verhältnismäßigkeit gehandelt hat. Das hängt in diesem Fall u.U. auch von der Informationslage bezüglich der neuen Anschrift ab.

Kommentar von asdundab ,

Wie gesagt, es geht um den genauen Einzelfall und die Höhe der Inkassokosten, und den Arbeitsaufwand des Inkasso Büros.

Kommentar von Xipolis ,

Was den Arbeitsaufwand betrifft gibt es das RVG und was den Einzelfall betrifft, so sind hier keine Kosten durchsetzbar.

Kommentar von franneck1989 ,

@balvenie a) Erst durch die Mahnung tritt Verzug ein. b) Ein Schuldanerkenntnis hat bestimmte Formerfordernisse. Informiere dich mal besser bevor du schreibst

Kommentar von balvenie ,

a) Wird in meinen Ausführungen in keiner Form bestritten bzw. habe ich nirgendwo behauptet, dass der Schuldner korrekt in Verzug gesetzt wurde.

b) Leg nicht jedes Wort auf die Goldwaage. Dass die Forderung von Sky (nicht die des Inkassobüros) korrekt und unbestritten war, sollte hier zweifelsfrei feststehen.

Kommentar von Xipolis ,

zu b) Diese Forderung ist ja durch das Rücksenden nachweislich erfüllt worden.

Kommentar von asdundab ,

Hat der Schuldner sich allerdings nicht korrekt umgemeldet, kann die Mahnung durchaus als korrekt zugestellt betrachtet werden. Es ist hier allerdings sehr einzelfallabhänig.

Kommentar von Xipolis ,

Dann müsste ja auch dort ein Briefkasten noch bestand gehabt haben in dem der Briefträger den Brief zugestellt hat.

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