Sind Mahngebühren eigentlich erlaubt?

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8 Antworten

Ja - sie sind erlaubt.

kannst du hier nachlesen!

http://www.frankfurt-main.ihk.de/recht/themen/verfahrensrecht/mahnung/

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Kommentar von Xipolis
29.05.2016, 13:45

Der IHK-Artikel beantwortet die Frage nach der Berechtigung von Mahnkosten nicht - vor allem geht er nicht auf die Pauschalierung (2,50 €) ein, die zuvor zumindest per AGB vereinbart sein müsste.

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Falsch, denn der Gläubiger darf nach § 280 Abs. 1 u. 2 i. V. m. § 286 BGB Schadenersatz verlangen.

Die Bezeichung Gebühr(en) wäre nur dann korrekt, wenn Du es mit einem öffentlich-rechtlichen Gläubiger, also einer Behörde zu tun hast.

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Ja natürlich,
ein Nichtzahler verursacht Kosten und diese dürfen selbstverständlich eingefordert werden.
Es dürfen jedoch keine höheren Gebühren berechnet werden als die ein gerichtliches Mahnverfahren incl. Anwaltlicher Gebühren nach RVG sowie Banküblicher Verzugszinsen verursachen würde.
Viele Inkassounternehmen übertreffen diese Gebühren jedoch eklatent

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Kommentar von mepeisen
27.05.2016, 12:32

Es dürfen jedoch keine höheren Gebühren berechnet werden als die ein gerichtliches Mahnverfahren incl. Anwaltlicher Gebühren nach RVG sowie Banküblicher Verzugszinsen verursachen würde.

Du bringst hier etwas arg durcheinander. Der Gläubiger selbst darf niemals fordern, was ein Anwalt kosten würde oder was ein Inkasso kosten würde. Ein Gläubiger darf stets maximal das fordern, was an direkten Sachkosten entsteht. Gerichte akzeptieren hier maximal 2,50€, viele auch nur 1€ bis 1,50€.

Die Zinsen sind, wie du richtig schreibst, begrenzt. Aber nicht auf einem banküblichen Verzugszins, sondern auf 5% über Basiszins. Alles andere muss besonders begründet werden und auch als Schaden wirklich dem Schuldner angelastet werden. Nur weil Banken beispielsweise 10% Dispozinsen nehmen würden, heißt das noch lange nicht, dass ein Schuldner auch solch hohe Zinsen bezahlen muss.

Alles danach sind keine Mahngebühren mehr, streng genommen, sondern Rechtsverfolgungskosten. Die sind in der Tat begrenzt durch entsprechende Gesetze. Und ob die zu bezahlen sind, da gibt es noch viele weitere Fragen. Sie sind nicht von Haus aus in jedem Fall zu bezahlen.

Also: Richtige Ansätze in deinem Beitrag, nur geht da vieles wohl viel zu wild durcheinander :-)

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Warum willst du das wissen was ist den passiert ?  Du darfst nicht vergessen alle wollen billig und wollen nix bezahlen, sprich alles muss heute automatisch laufen.

Läuft z.b. eine Abbuchung schief und kommt zurück bedeutet das ein Manueller Vorgang sprich Mahnverfahren muss gestartet werden usw. Ein Riesen Aufwand.  Ich rufe jeden Tag Business Kunden an und treibe geld ein , kein Spass ! sage ich dir

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Kommentar von mepeisen
27.05.2016, 12:27

Warum rufst du die an? Wieso dieser Aufwand? Es gibt Software, die das macht und Gerichtsvollzieher, nachdem man einen Mahnbescheid beantragt hat.

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Stimmt das?

Nein. Mahngebühren gehören zum Verzugsschaden, und dieser ist in §288 BGB verankert.

Es darf nur keine "Gebühr" in beliebiger Höhe veranschlagt werden, sondern gemäß dem Gesetz nur der Schaden ersetzt werden, welcher dem Gläubiger durch den Verzug des Schuldners entsteht.

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Mahngebühren sind grundsätzlich erlaubt.

Die Grundlage hierfür ergibt sich aus der Verpflichtung des Schuldners zur fristgerechten Zahlung.

Grob gesagt, legitimieren sich Mahngebühren aus der Vertragsverletzung des Schuldners, die dieser mit der nicht vertragsgemäß durchgeführten Zahlung schuldhaft herbeiführt.

Käme der Schuldner seinen vertraglichen Pflichten nach, gäbe es keine Gebühren. Es wäre nicht richtig, wenn der Gläubiger die Kosten, die aus der Vertragsverletzung des Schuldners erwachsen zu tragen hätte.

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Die meisten werden behaupten, dass Mahngebühren rechtlich in Ordnung gehen.., ich behaupte das Gegenteil. 

Es gibt diesbezüglich ein Gerichtsurteil, Aktenzeichen habe ich aktuell nicht zur Hand.., seitdem ich aber weiß, dass Mahngebühren nicht rechtens sind, zahle ich auch keine mehr, WENN sie mal anfallen sollten. (jeder verlegt schonmal eine Rechnung.., vergisst es zb beruflich bedingt / Stress..). 

Ich bekomme dann eine Erinnerung zzgl der üblich verlangen Mahngebühren.., ich überweise immer nur die Ursprungsrechnung OHNE verlangte Mahngebühr.. 

Bisher ist es 1x vorgekommen, dass nach der 'vergessenen' Mahngebühr gefragt wurde.. - nachdem ich denen verklickert habe, daß es bzgl ungerechtfertigter Mahngebühren ein Gerichtsurteil gibt und sie dies sicherlich auch wissen, verzichteten sie auf Begleichung der angeblichen offenen "Gebühren" (was mich natürlich nicht gewundert hatte.. 😁). 

Sie alle wissen, dass Mahngebühren nicht rechtens sind.., dennoch ist und bleibt es gängige Praxis.., weil viele aus Unwissenheit dennoch zahlen. 


..und bitte, erspart mir 'superschlaue' Kommentare 'ich würde.., ich klage auch Mahngebühren ein.., bei mir würdest du damit nicht durchkommen.., blablabla.. ' - ich zahle schon seit JAHREN keine Mahngebühren, "wenn" sie mal vorkommen.  Ich erzähle keine Theorie, bei mir ist es gängige Praxis.    Die Unternehmen würden sich zustehende Gebühren schon holen, wenn sie das Recht "hätten"..,  haben sie aber nicht. 

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Kommentar von franneck1989
26.05.2016, 14:10

Ich glaube, du verwechselst da etwas.

Es gibt z.B. ein Urteil des BGH, wonach pauschale Mahngebühren in den AGB in bestimmter Höhe für nichtig erklärt wurden. Das ist aber kein völliges Verbot von Mahngebühren, sondern nur eine Einschränkung: Wer Mahngebühren fordert, muss entweder genau nachweisen welcher Schaden entstanden ist, oder eine angemessene Pauschale verwenden, welche die zu erwartenden Kosten nicht übersteigt. Maximal anerkannt wurden dabei bisher 2,50 Euro.

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Wer Rechnungen ignoriert verursacht Mehrarbeit. Die Mahngebühren decken diese nicht mal ab.

Zahl einfach Deine Rechnungen pünktlich dann kommen keine Mahnungen.

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