Frage von DerDa07, 275

Gibt es Schmerzensgeld bei Hundebiss ins Bein?

War grad mit Fahrrad aufm Weg nach Hause und dann wird plötzlich neben mir ein Hund angefahren und der lag dann da. Ich bin direkt abgestiegen und zu ihm hingegangen, um ihm zu helfen. Aber dann ( ich habe ihn noch nichtmal angefasst ) schnappt er aufeinmal zu, voll ins Bein bin direkt in nen Laden neben an und die haben dann Kontakt zu Tierarzt und zum Besitzer des Hundes aufgenommen. Es ist jetzt gut ne Stunde her und es tut immer noch weh... Es ist zwar keine richtige Wunde, da er durch die Hose gebissen hat, aber man sieht dennoch die Abdrücke von den Zähnen und es ist mega blau geworden. Jetzt meine Frage: Kann ich dafür Schmerzensgeld verlangen? Danke für jede Antwort!

Antwort
von Erklaerbaer17, 154

Da wirst du sicher Pech haben, weil du (auch mit guten Vorsatz) die Situation selbst herbeigerufen hast. Du warst einfach unvorsichtig. Woher sollte der arme Hund wissen das du ihm helfen wolltest? Verletzte Tiere reagieren so, da ihr Instinkt sagt: "Ich bin verletzt ich bin nun in der Nahrungskette ganz nach unten gerutscht" Also stellen sie alles auf abwehr. Frag mal ein Tierarzt :)

Expertenantwort
von dsupper, Community-Experte für Hund, 107

Hallo,

wenn jemand z.B. bei einer Beißerei eingreift, um die Hunde zu trennen, dann handelt dieser jemand groß fahrlässig und auf eigene Gefahr. So urteilte z.B. das Landgericht Bamberg und deshalb gab es auch kein Schmerzensgeld.

Ich denke, auch in deinem Fall wird die Rechtslage ähnlich sein, denn dass ein angefahrener Hund unberechenbar sein kann, dürfte jedem klar sein. (Dass man trotzdem versucht, dem Tier zu helfen ist lobenswert, ändert aber die Rechtslage nicht).

Ansonsten gilt folgendes zu beachten:

- einen Biss sofort bei der Polizei anzeigen

- sofort einen Arzt aufsuchen und die Verletzung erstens behandeln und zweitens dokumentieren zu lassen.

Machst du beides nicht, verwirkst du jeden möglichen Anspruch.

Kommentar von Menuett ,

Dafür muß sich aber jemand mit Hunden auskennen.

Erst dann kann eine grobe Fahrlässigkeit entstehen, z.B. wenn ein Hundehalter in eine Beißerei eingreifen will.

Hast Du das Aktenzeichen?

Kommentar von dsupper ,

Ja, natürlich, sorry, es wahr "undeutlich" geschrieben. Es ging natürlich um einen der Hundebesitzer. Landgericht Bamberg Az.: 3 S 197/01

Ansonsten ist es aber sicher auch nichts Neues für die Nicht-Hunde-Besitzer, dass man niemals einfach so einen fremden Hund anfasst - das lernen heute schon die kleinsten Kinder. Einfach, weil das gefährlich sein kann.

Antwort
von Menuett, 61

Ja, bei einem Tier gilt immer die Gefährdungshaftung, diese ist nicht abhängig vom Verschulden.

Und es wird Dir auch nicht ein Strick daraus gedreht, dass du dem Hund helfen wolltest.

Aber - bei blauen Flecken wird das nicht viel werden.  Da lohnt sich der Aufwand nicht wirklich.

Antwort
von brandon, 48

Das wage ich zu bezweifeln Du hättest ja nicht so nahe an ihn rankommen müssen.

Antwort
von Kathyli88, 91

Da fragst du am besten einen anwalt.kannst ja kurz bei einem anrufen.

Allerdings hat der hund dies nicht böse gemeint, tiere die unter einem hohen schock stehen beißen unkontrolliert zu, vor allem natürlich ein fremder hund, dem du zu nahe kommst, der nochdazu verletzt war, der wollte sich nur verteidigen.

Deshalb sollte man allgemein an angefahrene tiere nicht herantreten. Ich würde sagen in diesem fall kannst du das mit dem halter ausmachen. Wenn deine hose kaputt ist und du kleine verletzungen hast, wird er dir rein menschlich gesehen schon etwas geben. Wenn es nicht schlimm ist, muss eigentlich eine klage doch nicht gleich sein.

Ich möchte nur sagen, ich wurde noch nie verklagt und habe selbst auch noch keine privatperson verklagt. Manchmal geht es nicht anders. Aber ich finde es schöner wenn wir alle wieder freundlich und sozial miteinander umgehen. Wäre ich der halter, wäre ich traurig über mein tier das verletzt ist. Einem helfer der dabei zu schaden gekommen ist, würde ich hierfür schon etwas geben und mich bedanken. Klage müsste aber doch eigentlich nicht sein. Aber möglich ist es durchaus. Ein hundehalter ist für sein tier verantwortlich, auch wenn der ihm warscheinlich ausgekommen ist, in ein auto gelaufen ist, und natürlich für andere folgeschäden wie dieverlrtzung deines beines. Oder die schäden die an dem auto bestehen

Antwort
von Manuelajosefa, 82

Hallo,

jeder Hund ist haftpflichtversichert (also fast jeder) und die Versicherung zahlt in solchen Fällen, wenn der Hund etwas kaputt gemacht hat oder auch wenn er zubeisst. Klar der Hund hatte wohl Schmerzen und Angst, aber für dich war das auch nicht schön und du hast jetzt Schmerzen. Ich würde auch zum Arzt gehen und der Besitzer kann die Bestätigung vom Arzt dann bei seiner Versicherung einreichen. Ich weiß zwar nicht, wie viel du da kriegst, abe einen Versuch ist es wert.

Antwort
von KleineInAction, 95

Verletzte Tiere sind unberechenbar und ich denke mal das du kein Schmerzensgeld verlangen kannst.  Es hat dich ja keiner darum gebeten dem Hund zu helfen (auch wenn ich genauso gehandelt hätte)

Antwort
von frodobeutlin100, 48

Wo war denn der Eigentümer des Hundes? nicht dabei?

in der Regel hat der Hundehalter eine Hundehalterhaftpflicht (Versicherung) wenn nicht haftet er selbst ....

Antwort
von LLenaXD, 82

Ja du kannst durchaus Geld verlangen. Das du Kontakt zu dem Besitzer aufgenommen hast ist super so sparst du dir ne Menge Arbeit. Am besten du rufst mal bei dem Besitzer an und erkärst ihm die ganze Geschichte. Die meisten verstehen das dann und wenn nicht hast du immer noch die Polizei. Das Geld wird dann auch wahrscheinlich (wenn der Besitzer versichert ist) von der Versicherung übernommen.

Antwort
von flori85, 77

Fang doch mal am Anfang an, wie und wo hast du das Toer angefahren, war es angeleint, wo war währenddessen der Besitzer?

Wenn dann ausgeschlossen ist, dass du Schuld am Unfall hast, kannst du vielleicht Schadensersatz verlangen. Hast du dem Besitzer und möglichst dem Tierarzt (als Zeugen) von dem Biss erzählt? Sonst heißt es nachher, dass war da noch nicht, das hast du zuhause selbst gemacht. 

Allgemein kannst du auch erstmal viel verlangen, vielleicht lässt sich der Hundehalter ja auf eine außergerichtliche Lösung ein.

Und noch was, an ein angefahrenes Tier würde ich nie rangehen, es sei denn, es ist mein eigenes. Verschreckte und verletzte Tiere können verdammt unberechenbar sein, wie du leider feststellen musstest. Der Halter wird dir aber bestimmt erklären, dass er sich das gar nicht vorstellen kann, und der Hund sonst doch immer super lieb ist und keiner Fliege was zuleide tut.

Edit: ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil, du wolltest offenbar nur helfen, dann beachte die Schuldfrage am Unfall nicht :-)

Kommentar von 1Paradise1 ,

selten so einen Unsinn gelesen.

Kommentar von flori85 ,

Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

Kommentar von eggenberg1 ,

flori   ER hatte  doch den hund agrnicht angefahren -- NEBEN ihm  wurde  ein hund angefahren !

Antwort
von WissensWisserDe, 83

1. Für jede schuldhafte Körperverletzung hat der Verletzte einen Anspruch auf Schmerzensgeld. Die Höhe richtet sich nach der Art, Intensität und Dauer der Verletzungen und deren Folgen und ist im Einzelfall zu ermitteln. Sie ist angelehnt an die geltende Rechtsprechung. Insofern sind die Verletzungen und die Folgen mit solchen Fällen zu vergleichen, die bereits durch Urteil entschieden worden sind.

So solltest du vorgehen:

    Die Polizei sollte man bereits unmittelbar eingeschaltet haben, damit der Vorfall aktenkundig wird und Ermittlungen zum Geschehen, zu den Zeugen und zum Hundehalter eingeleitet werden.Selbstverständlich und kaum erwähnenswert ist das sofortige Aufsuchen eines Arztes.Bei geringfügigen Verletzungen kann man auch ohne Anwalt die Ansprüche beim Hundehalter bzw. seiner Haftpflichtversicherung anmelden, auch wenn das nicht immer zu empfehlen ist.Bei erheblichen Verletzungen sollte man einen Rechtsanwalt einschalten, der sich mit Personenschäden schwerpunktmäßig befasst. Dort lassen Sie die einzelnen Schadenspositionen ermitteln und den Anspruch durchsetzen.Falls auffällt, dass der Anwalt die Ansprüche nicht beziffern kann oder sonst überfordert erscheint, sollte man zunächst ein Gespräch mit ihm suchen. Wenn keine Klärung des weiteren Vorgehens erfolgt, sollte man über einen Wechsel des Anwaltes nachdenken. Aufgrund der entstehenden Kosten sollte man vor einem Wechsel Rücksprache mit der Rechtsschutzversicherung, dem bisherigen und dem zukünftigen Rechtsanwalt halten.Bezahlt die Gegenseite nicht die Forderungen und kann auch kein außergerichtlicher Vergleich abgeschlossen werden, bleibt Ihnen nichts anderes übrig als die Klage vor Gericht zu erheben. Hier muss der Hundehalter und nicht die Versicherung verklagt werden.

Ich würde dies allerdings nicht machen (zu viel Aufwand)  da du ja nicht sehr verletzt bist. 

Kommentar von 1Paradise1 ,

Oh Gott!! So ein gequirlter Mist! Er hat das Tier ja selber angefasst. Das ist Eigenverschulden! Wenn ich mir ins Knie schiesse,kann ich auch nicht den Pistolenverkäufer dafür schuldig machen!!

Kommentar von WissensWisserDe ,

Nein, er hast das Tier ja gerade nicht selber angefahren. Neben ihm wurde ein Hund angefahren. Außerdem hat er das Tier ja nicht mal angefasst. Kannst ja nochmal genau lesen. Außerdem ist das ja nur auch juristisch gesehen so. Ja, du hast aber auch ein wenig recht er hätte erst nach dem Verursacher schauen sollen. Ob mit dem alles in Ordnung ist. Es ja nur ein Hund. Ich persönlich  will auch nie auswichen damit nicht die anderen Fahrer gefährdet werden. Wenn denn wird ausgewichen damit mein Auto kein schaden nimmt.

Kommentar von 1Paradise1 ,

Ich würde für DICH auch nicht ausweichen,dann wäre mein schönes Auto ja auch noch blutverschmiert! Dann würde ich Dich um Schadenersatz anklagen für eine Autowäsche!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Kommentar von Menuett ,

Sonst geht es Dir noch ganz gut?

Kommentar von Menuett ,

Das ist völliger Unsinn.

Beim Tier gilt die Gefährdungshaftung.

Wenn Dir der Pistolenkäufer beim Kauf ins Bein schießt, kannst Du ihn sehr wohl haftbar machen.

Antwort
von Hundenase1411, 71

Theoretisch kannst du das glaube ich. Ich würde es nicht machen da ich denke dass es auch eine stresssituatin für den Hund war. Und jetzt brauchen keine anderen in die Kommentare schreiben dass ich eine komische Meinung oder anderes habe, da es einfach meine Meinung ist.

Kommentar von Kathyli88 ,

Macht keiner, sind hier alle der selben meinung. Er hats gut gemeint, und warscheinlich nicht gewusst dass man an fremde angefahrene tiere nicht herantritt. Kann man ihm jetzt keinen vorwurf für hilfsbereitschaft machen. Ich würd soetwas auch auf menschlicher ebene regeln und nicht mit einer klage kommen. Vor allem wenn es keine schweren verletzungen sind und keine folgeschäden am bein, sondegn "nur" ein biss. 

Ich hatte mal einen riesen wolfsmischling ^_^ der konnte ein ganzes brathähnchen in zwei bissen essen xD schwupps war es weg. Wenn der zugebissen hätte, dann wär der schaden größer, die leute haben ihn immer gemieden ^_^ hat er aber nie gemacht auch nicht beim spielen. War mein kleiner (großer) schnuckiwuzi. Mit 17 jahren recht alt gestorben :)

Kommentar von Hundenase1411 ,

Das ist gut wenn man einen Hund hat der anderen Angst macht aber ganz lieb ist ☺️ 

LG :)

Antwort
von nope23, 65

so spontan würd ich sagen nein. Du bist zu dem Hund hin gegangen der stand erkennbar unter Schock im großem und ganzem würd ich sagen selbst Schuld.

Antwort
von eggenberg1, 16

https://www.gutefrage.net/frage/ps4-spiele-fsk-12?foundIn=user-profile-question-...

 du scheinst nicht älter ,als  12 jahre zu sein   wer soll für dich denn schmerzensgeld  eintreiben ?? deine eltern ,  du  selber jedenfalls nicht !

Antwort
von jaws71, 65

Krankenhaus gehen oder Arzt Attest holen um zum Polizei gehen

Antwort
von mirimi22, 20

Nein du bist ja selbst hingegangen fände ich auch sehr unverschämt da geld einzufordern !
Woher wusstest du wem der hund gehört? Wo waren die besitzer ? Warum wurde der hund angefahren?

Antwort
von 1Paradise1, 71

Es war schön,das Du helfen wolltest,aber jeder Mensch weiss,das man verletzte Hunde nicht anfassen sollte,ohne ihn die Schnauze zuzubinden. Unter Schock oder Schmerzen beissen sie natürlich auch mal zu. Da Dir ja ausser blauen Flecken nichts weiter passiert ist,würde ich dem Besitzer nicht auch noch mit Schmerzensgeld kommen. Der hat wohl genug Sorgen mit dem angefahrenen Hund. Abgesehen davon steht es Dir auch nicht zu,da Du ja den Hund angefasst hast. Es ist also Eigenversvchulden.

Antwort
von DerDa07, 38

Ok, danke für all die hilfreichen Antworten!!!

Kommentar von 1Paradise1 ,

Nun,die wenigsten waren hilfreich. Vor allem die,die sagen,das Du Schadenersatzanspruch hast....

Antwort
von eggenberg1, 17

hast du sonst keine sorgen ??

schäm  dich !

  wofür willst du schmerzensgeld -?- für blaue flecken ??

es war doch kein biss  ,das würde bluten .

im übrigen bist du selber schuld, wenn du  dich  so  ohne vorsicht an einen --noch  verunfallten-- hund  heranbegibst.

vergiß es !!

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